Die Folge Ruhe von Gemischtes Hack dreht sich um den Wunsch nach Ruhe und Natur im Großstadtalltag, den Felix Lobrecht und Tommi Schmitt im Gespräch aufgreifen. Die beiden streiten über den Berliner Winter und den goldenen Herbst, erzählen vom Tourleben und vom Packen der Bühnenoutfits.
Ausführlich diskutieren sie den Rückzug des Musikers Rin von seiner Herbsttour und fragen, warum Konzertbesuche schwächeln. Außerdem geht es um Medienkonsum, Paywalls, Politik, Sozialstaat und Diskussionskultur.
Zum Schluss sprechen sie über Ruhe als Bedürfnis.
In dieser Folge Felix Lobrecht, Tommi Schmitt
Dieses Transkript der Folge über Ruhe, Natur und die Krise der Livebranche wurde mit der Technologie hinter HappyScribes AI Notetaker erstellt.
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Gemischtes Hack wird euch präsentiert von der HUK24-Autoversicherung.
Gropiusstadt, eine Betonwüste im Süden Westberlins. 50.000 vorwiegend sozial schwache Berliner leben hier, vermischt mit Ausländern auf engstem Raum.
Wie bitte?
Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge "Gemischtes Hack". Mein Name ist Felix Löwe, ich bin gegenüber sitzend wieder der wunderbare Tommi Schmidt. Das ist das legendäre Intro einer legendären Doku, die man einfach auf YouTube gucken kann, Ende der 80er, Anfang der 90er. Heißt: "Gropiusstadt: Alles Kacke hier". Kann ich wirklich sehr empfehlen.
Die heißt so?
"Gropiusstadt: Alles Kacke hier". Das ist sehr witzig. Das ist wirklich, guckt euch das an.
Mit Ausländern auf engstem Raum.
Vermischt mit Ausländern auf engstem Raum. Und ich fand dieses Zitat so geil, ich habe das als Sample genommen, ich habe da einen Song drum herum gebaut. Deswegen hatte ich das gerade so präsent. Und deshalb wollte ich es hier mal anbringen und die Leute einfach jetzt mal locker, flockig hier begrüßen zu einer weiteren illustren Runde im Podcast.
Gemicha.
Gemicha.
Übrigens, bevor wir loslegen, oder richtig loslegen: Ich weiß ja, was du meinst mit, dass ihr Berliner immer genervt seid, wovon wenn Leute über den Winter reden. Weil ich bin jetzt den dritten Winter, der jetzt kommt hier, und mir geht es jetzt schon langsam auf den Sack, dass die Leute halt immer sagen: "Oh, jetzt geht der Winter halt los." Und der ist in Berlin ja, der hat es ja in sich. Und ich merke, wie mich das selber auch nervt, langsam schon.
Welche? Also wo knipst das an?
Ja, eigentlich das, was du immer sagst, als ob das jetzt so viel schlimmer wäre als in anderen Städten. Am Ende ist der ja ungefähr gleich lang wie in anderen Städten, offensichtlich. Wir leben ja alle so.
Ich finde, es knipst so mehrere Sachen an. Es knipst erst mal so ein, erst mal ist es, also ich kannte das wirklich nicht, bis also ehrlich gesagt habe ich es von dir kennengelernt, dass es das überhaupt gibt, das Thema.
Der Berliner Winter, dass der so lang sei.
Genau, dass das so ein Ding ist. Also nervt mich erst mal die Erfundenheit der Sache. Dann nervt mich, dass man das dann, also dass so getan wird, als wenn es so ein Ding ist. Und dann nervt es mich einfach, weil du das so auch sagst.
Ja, eben. Aber je länger ich darüber nachdenke, desto absurder ist eigentlich auch dieses Thema. Weil das, ich glaube, das bringen halt die ganzen Zugezogenen an, die halt das ja anders und vor allem die meisten Menschen in Deutschland leben ja in Nordrhein-Westfalen. Deswegen kann ich mir einfach vorstellen, dass sehr, sehr viele Menschen aus Nordrhein-Westfalen einfach nach Berlin auch rüberziehen. Und da ist es ja einfach immer ein Tick wärmer, Köln zum Beispiel. Und in Köln sorgt das dafür, wo ich ja herkomme oder zuletzt gewohnt habe, dass es da im Winter vor allem regnet, weil es meistens über 0 Grad ist. Und das ist ja eigentlich dann im Winter, also ich habe doch lieber so ein, klar, so das ist manchmal schon garstig, dieses minus 10 Grad in Berlin, aber irgendwie geiler als durchgehend so ein Nieselregen, muss ich sagen.
Ich finde eher, dass, also würdest du sagen, dass es jetzt gerade ein klassischer Herbst ist?
Ja, aber wie jedes Jahr ist der Oktober, warte, guck, so vorbei. Woran liegt das?
Wie meinst du?
Ja, findest du nicht der Oktober ist der schnellste Monat? Das ist mit Abstand der schnellste Monat, so Roadrunner-Monat.
Echt?
Ja, total, also es war doch eben, also es ist doch immer so September, Ende September, dann wird immer so eingeläutet: "Ja, jetzt beginnt diese Kürbiszeit und die Blätter fallen und wir machen so einen Tee, haben wir mit beiden Händen und dann werden so Suppen gemacht und so." Das ist gefühlt immer ein Wochenende. Und dann ist doch Winter.
Ich würde sogar die Gegenthese wagen, ich würde sagen, der Oktober ist der längste Monat. Und ich kann es auch begründen, weil wir medial immer zugeschissen werden mit dem Oktoberfest. Und das Oktoberfest fängt ja weit vorm Oktober meistens an.
Das ist ja ein Septemberfest.
Genau, ist eigentlich ein Septemberfest. Und dadurch hat man so lange Oktober, Oktober, Oktober. Der Oktober ist viel länger in den Medien, als er zu sein hat. Deshalb dauert ein durchschnittlicher Oktober sechseinhalb Wochen. Gehe ich nicht mit deiner Beobachtung.
Nee, für mich ist der Oktober so ratzfatz vorbei und dann ist November und dann ist diese Ekelzeit.
Aber worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, weil ich finde den Herbst ziemlich garstig.
Jetzt gerade?
Ja. Ich fand, es gab keine schöne Übergangszeit.
Findest du? Ich finde es ganz geil. Ich finde es so ein goldener Herbst bislang. Ich mag das gerne.
Wir sind halt golden.
Ja, aber heute war auch schönes Wetter.
Eigentlich golden sind die Schüsse, die hier gesetzt werden um die Jahreszeit.
Und die haben es in sich.
Ja, die sind golden.
Nee, ich finde es richtig.
Nee, ich finde es, also mir war es, ich habe ja den Sommer irgendwie verflucht dieses Jahr. Ich bin ja, von Jahr zu Jahr werde ich hitzeempfindlicher.
Ich auch.
Ich kann das nicht mehr. Und diesmal ging das gefühlt ewig. Ich dachte mir so, wann ist das endlich mal wieder jetzt hier vorbei mit der Hitze? Und dann gab es aber nicht so eine, es gab keine 15-Grad-Zeit. Wir haben jetzt direkt hier irgendwie acht.
Nee, aber heute war es noch nicht.
Ich bin direkt, ich bin, ja, ich bin von T-Shirt auf Winterjacke.
Ja.
Ja, aber trotzdem, ich bin, übrigens, weil du mal gefragt hast, coolste Outfit. Auf jeden Fall unter den Top 3 ist eine dicke Winterjacke, aber nur mit einem T-Shirt drunter.
Das ist geil. Das fühlt sich unglaublich angenehm an.
Ja.
Aber es gibt wenig Momente, wo das das passende Outfit ist, finde ich.
Ja, das stimmt.
Weil ich finde es trotzdem, auch wenn es in einem Raum, keine Ahnung, du gehst ins Restaurant oder Café oder was weiß ich was, wird es ja eigentlich immer, wenn die mit einer Klimaanlage haben, ungefähr gleich warm sein, ob im Juli oder jetzt, weißt du, was ich meine?
Ja.
Trotzdem fühlt es sich aber komisch an, im Winter oder im nahenden Winter oder jetzt im Spätherbst mit einem T-Shirt irgendwo drin zu sitzen.
Ich bin pullovermäßig, würde ich fast sagen, am schlechtesten ausgestattet.
Nee, ich zu gut. Übergangsjacken und Pullover, zu viele. Eindeutig zu viele. Das ist, das ist wirklich nervig.
Da bin ich wirklich schlecht drin. Ich bin ein absoluter T-Shirt-Typ. Und irgendwie jetzt, weswegen ich es auch sage, mit dem garstigen Herbst, weil ich muss ja gerade die ganze Zeit packen. Ich bin ja einmal die Woche drei, vier, fünf Tage weg wegen den Shows. Und dann heißt es, ich muss jedes Mal mich mit dem Packen auseinandersetzen. Und irgendwie merke ich, an der Pullifront ist scheiße. Weil ich habe immer so drei, vier T-Shirts bei, also quasi ein T-Shirt pro Tag. Aber dann immer so, ja, nehme ich nur einen Pulli mit. Ist aber scheiße.
Hast du deine Showoutfits?
Die sind alle da.
Die werden.
Die sind alle auf Tour.
Aber auch belastend. Du weißt dann vorher, wann musst, okay, wann geht die Tour los? Und dann musst du vorher sagen, dann ziehe ich in Mannheim, ziehe ich das an, in Wien das.
Nee, nicht auf die Städte geplant, einfach alle potenziellen Sachen werden in einen riesigen Koffer getan. Der geht auf Tour. Dann haben wir da so ein Backstage, so ein großes Case, so ein, auf Rollen, so ein großes Case, da ist so ein Spiegel mit drin und da werden die Sachen dann reingehangen. Und aus dem Fundus baue ich mir dann irgendwas zusammen. Das hat zur Folge, dass ich jetzt gerade einfach meine ganzen guten Sachen sind die ganze Zeit unterwegs. Deswegen habe ich auch im Podcast neuerdings immer nur Jogginghosen an, weil meine ganzen Erwachsenenklamotten unterwegs sind.
Ab wann fängt man eigentlich so star-mäßig damit an, da so Taylor Swift, Billie Eilish-mäßig zu sein? Weil die wird ja einfach sagen, ich hätte das gern zu dem Management alles nochmal für mich zu Hause. Die hätte das Problem nicht, scheiße, jetzt habe ich meine ganzen Klamotten nicht.
Ich muss einfach doppelt kaufen.
Das meine ich ja. Aber ab wann wird man dann so, weißt du, ich glaube.
Ich kaufe ja auch manchmal so, also so potenzielle.
Nee, aber dass ich einfach sage, guck mal, das sind meine Sachen im Schrank, die würde ich gerne anziehen und dann eine Assistentin, Assistentin, wird ja ohne, und ich glaube nämlich, das passiert dann, wenn diese Dinge passieren, ohne dass du es verlangst. Wenn du so ein Weltstar bist, dass quasi, sagen wir, die Assistentin oder Assistent von Billie Eilish steht da und sagt einfach, das will die anziehen, alles klar, ich weiß, was mein Job ist. Ich gehe jetzt los und hole diese Sachen. Das ist mein Tipp.
Ich verstehe die Frage irgendwie nicht.
Nee, ab wann man so ist, dass man quasi diese.
Ab dem Moment, wo man.
Guck mal, du bist ja ein sehr bekannter deutscher Mensch, ein deutscher Star, so ein großer Star in diesem Land. Und trotzdem hast du das Problem, dass du jetzt quasi die Klamotten, die du gerne anziehen würdest, sind nicht da, weil sie sind auf Tour, irgendwo in irgendeinem Koffer in einem LKW.
Aber das ist ja meine Dummheit. Ich müsste ja einfach nur.
Ja, aber das wäre bei denen ja auch ihre eigene Dummheit. Aber ab wann ist das so, dass quasi die Sachen, die sind dann einfach, die sind doppelt?
Ich weiß nicht. Ich glaube nicht, dass es so einen Moment gibt, wo so.
Ich glaube schon.
Oh, jetzt ist er aber ein Doppelpunkt.
Ich wette, es kommt.
Wie kommt denn Doppelpunkt da rein?
Da größer, wo es noch so ist wie bei dir, und dann gibt es die, das ist so, das ist so ab.
Ich glaube, ich glaube.
Nee, ich glaube erst mal, also ich glaube erst mal ganz viele, ganz viele Promis.
Ab Eros Ramazzotti circa.
Ich glaube, ganz viele Promis haben erst mal Stylisten. Leute, die sich irgendwie damit auseinandersetzen, wie die aussehen. Sowas habe ich ja nicht. Finde ich ja komplett, finde ich ehrlich gesagt albern. Aber. Aber es haben aber, glaube ich, auch Leute, die da nicht so einen Sinn für haben, oder?
Ja, ist ja egal. Aber jedenfalls, also ich glaube, damit hängt das zusammen, ob du einen Stylisten hast, weil der oder die kümmert sich dann, also du hast dann einfach so quasi dieses, das ganze Thema so externalisiert. Und dann hast du immer so einen Dulli mit auf Tour, der sagt, hier, heute ziehst du.
Heute mal mit Hose.
Heute ziehst du das T-Shirt an.
Ja. Ja, wahrscheinlich.
Ja. Aber ich finde das irgendwie, weil ich finde, also klar kann Shoppen auch nervig sein und so, aber das ist ja trotzdem irgendwie cool, oder? Sich so selber so seine Sachen. Das ist ja voll die coole Aufgabe, die man damit so weggibt.
Ja, aber es gibt Leute, die ja gewisse Dinge nicht mögen, die alle anderen mögen. Bei dir zum Beispiel das Essen. Du hast ja schon mal gesagt, wenn du nicht essen müsstest, einfach mit so Tablette, dann würdest du das Essen einfach abschaffen bei dir. Wo ich denken würde, was ist das einzig Geile am Tag?
Wenn man mich fragen würde, wenn man mir anbieten würde, Felix, du könntest jetzt hier auf diesen Knopf drücken und du hast dein Leben lang, bist du mit allen Nährstoffen für immer versorgt und musst nie wieder essen.
Alle Italiener sterben gerade in diesem Fall.
Ich würde den mit Anlauf drücken.
Ja, guck mal, da würden jetzt sehr viele Menschen wahrscheinlich sagen, wieso das denn? Man nimmt sich da ja eine total schöne Zeit am Tag. Wiederum, andere Leute haben keinen Bock auf Shoppen.
Kennst du diese Leute?
Ich liebe Interior, ich liebe halt so Wohnungen einrichten. Und ich käme nie auf die Idee, eine andere Person zu fragen, wie ich irgendwie mein Wohnzimmer einrichten soll.
Kennst du Leute, die so argumentativ gestellt sind und dann sowas sagen? Das ist aber was ganz anderes. Wo jetzt ja offensichtlich.
Oder müsst ihr richtig lang ausholen, um zu begründen.
Offensichtlich genau dasselbe. Ja, du hast natürlich völlig recht, aber das ist ja was ganz anderes.
Das ist was ganz anderes.
Das ist was ganz anderes, was du da sagst.
Ja, ja. Whataboutism einfach sagen, als Kampfbegriff.
Ja, ja. Stimmt, das ist auch so ein neues Ding geworden, dass man einfach so.
Ja, manchmal sind Dinge kein Whataboutism.
Ja, genau. Oder das ist einfach, manchmal ist es halt einfach, ja, ist aber ein völlig zulässiger Vergleich hier gerade.
Ja. Wie, keine Ahnung. Wenn jetzt zum Beispiel, ich finde so, wenn ich jetzt mit dem Auto fahre und mich würde jetzt ein Kumpel dafür kritisieren, dass ich mit dem Auto fahre, mit einem Verbrenner, der dann aber selber, also er kritisiert mich lautstark dafür, fliegt aber selber nach New York in Kurzurlaub oder so, manchmal. Wenn ich diese Kritik dann von ihm anzweifle, wird er ja sagen, er ist Whataboutism. Werde ich sagen, ja, nein. Also, es ist Whataboutism, wenn ich uns miteinander jetzt vergleiche, aber es ist kein Whataboutism, wenn ich, wenn ich es komisch finde, dass du, ausgerechnet du, mich dafür kritisierst.
Das kann ja jemand machen, der, weißt du, was ich meine? Das ist kein Whataboutism. Das ist quasi seine Kritik, ist überhaupt nicht angebracht, weil sein CO2-Abdruck ist viel schlechter als meiner.
Ja, und selbst wenn, ist es ja auch egal. Also, es stimmt ja trotzdem, was du sagst. Du kannst es jetzt Whataboutism nennen, trotzdem bist du ein Affe.
Ja, ja.
Ja, aber deswegen, manchmal lohnt es sich bei Whataboutism wirklich mal zu überlegen, ist es jetzt, es gibt ja Whataboutism. Was ist denn aber, du redest die ganze Zeit über diesen Krieg, was ist aber mit dem? So, das ist, das verstehe ich. Aber wenn man von jemandem kritisiert wird, der sich selber schlecht darstellt.
Aber das steht auch nur bedingt.
Steht natürlich auch nur bedingt, aber manchmal stimmt es da. Zum Beispiel bei politischen Themen und so. Aber wenn du so bei so individuellen Sachen, wenn die Person sich eindeutig schlecht, keine Ahnung, jemand frisst irgendwie vier Koteletts am Tag und kritisiert dich dafür, dass du ein Stück Hähnchen jetzt gegessen hast, zum Beispiel. Das ergibt, das ist kein Whataboutism.
Nein, Whataboutism ist irgendwie zu so einem komischen, zu so einem argumentativen.
Schutzschild.
Ja, Schutzschild. Man sagt es einfach so, als wenn damit irgendwie dann so die Diskussion beendet wurde. Die allermeisten Leute verwenden das einfach total falsch. Und viel zu oft, die sind alle ein bisschen loose an der Whataboutism-Kanone.
Ja. Tang, tang, tang.
Ja, ey. Ja, das stimmt.
Eigentlich so, also Diskussionen laufen heutzutage so ab, entweder Whataboutism-Vorwurf oder direkt auf den Menschen gehen.
Ja, wie meinst du mit auf den Menschen? Also.
Also dann wird, also man wird immer direkt als Person angegriffen, meistens. Es geht immer relativ, geht um, geht um irgendwas, dann sagst du was dagegen und dann fällt dir vielleicht nichts mehr ein und dann sagst du, ja, du bist aber auch ein Rechter. Oder du bist aber auch, du bist ja eh ein Arschloch.
Ach so.
Weißt du, wie ich meine? Geht dann direkt auf den Menschen an sich. Man kommt sehr schnell.
Also, wenn eine öffentliche Person sich zu irgendwas äußert und dann weg.
Der geht sehr schnell weg von der Sachebene, also von dem, worum es geht, geht dann auf einmal gegen die Person.
Ja, ja. Checke.
Ja, checke.
Na klar.
Tom, wie ist 19?
Checke. Letztens habe ich auch irgendwas angefangen. Ja, nee, noch irgendwas. Ah, fuck. Ah, ich habe sowas auch so, genau wie jetzt, einfach so völlig unironisch gesagt. Tatsächlich wirklich 19.
So ein unironisches Gen-Z-Buzzword, meinst du?
Ja.
Checke.
Egal.
Ey, übrigens, als ob ich es gecallt habe.
Ja.
Ich habe ja vor zwei, drei Wochen, glaube ich, hier im Podcast darüber geredet, dass die Leute mehr zu Shows gehen sollen. Und letzte Woche hat mein guter Freund Renato, a.k.a. Rin.
Mit dem ich mir manchmal meinen Kuchen hin und her schicke.
Sehr gut. Hat ein Statement-Video auf Instagram gepostet, in dem er sagt, dass er seine komplette Herbsttour verschiebt ins nächste Jahr, ganz offen damit begründet, dass er nicht genügend Tickets verkauft hat.
Ja, habe ich auch gesehen. Fand ich sehr sympathisch. Und die Leute, zum Glück, haben es auch in den Kommentaren, hast du gemerkt, es funktioniert.
Die fanden es größtenteils sehr gut. Gab natürlich auch ein paar, die sich irgendwie geärgert haben, weil sie vielleicht schon Hotels oder was auch immer, kann ich auch verstehen.
Nee, Thema, aber es war keiner, der gesagt hat, was, Rin?
Nee, es war, also insgesamt wurde es relativ positiv aufgenommen. Aber das ist doch krass. Rin ist doch, ich meine, der ist jetzt, hat jetzt gerade keinen ultraakuten Hype wie vor zehn Jahren oder sowas. Aber der ist ja trotzdem ein absolut arrivierter, etablierter.
Topstar.
Künstler.
Künstler.
So, der auch vor allen Dingen dafür bekannt ist, live ein absolutes Monster zu sein, was ich auch wirklich bestätigen kann. Ich habe den mehrmals live gesehen. Er ist wirklich, obwohl Playback läuft, macht er wirklich eine unglaublich gute Show. Also, es lohnt sich absolut, sich ein Rin-Konzert reinzuziehen. Das ist wirklich geil gemacht. Und wenn selbst so jemand einfach eine komplette Tour irgendwie schieben muss, dann merkt man irgendwie, irgendwas ist hier gerade scheiße mit der Live-Branche.
Ja. Total. Also, wir können natürlich das Fass nochmal aufmachen, worüber wir gesprochen haben. Wir haben ja schon versucht, zusammen zu eruieren, woran es liegt. Wahrscheinlich, höchstwahrscheinlich, sagst du ja, und gebe ich dir auch recht, an der wirtschaftlichen Lage der Leute. Einfach so, dass sie sagen, ich will da jetzt nicht so viel Geld für ausgeben. Ich bleibe auch dabei, ein großer Punkt ist auch, dass sich die Entertainment-Antennen im Hirn selbst verändern, gerade bezüglich Smartphone. Dass man nicht mehr diesen Impuls hat, ich gucke mir jetzt live was an, glaube ich. Also, Hauptgrund Kohle, keine Frage.
Vielleicht ist es so, aber ich will es nicht wahrhaben.
Nee, ich will es auch nicht wahrhaben, aber ich finde auch in deiner Branche auch, also in meinem Algorithmus ist es so, dass ich dann sehr viele kurze Bits sehe von Stand-upern. Und irgendwie ist es dann trotzdem nicht der Impuls da, ich will das jetzt in lang gucken. Sondern mir reicht dieses Bit, fand ich witzig, weiter. Genau wie Fußballspiele mittlerweile auch einfach konsumiert werden in kleinen Clips, Highlights und so. Aber du brauchst natürlich das ganze Werk dafür.
Sind wir mal interessant, sind Stadien denn voll zurzeit?
Ja, das schon. Ist immer noch voll, ja.
Ja, aber dann funktioniert dieses wirtschaftliche Argument ja vielleicht gar nicht so. Wobei, ich meine, Fußball.
Arbeite auch viel mit Dauerkarten.
Dauerkarten und Fußball hat auch nochmal ein bisschen, wahrscheinlich tendenziell dann doch eher ältere Zielgruppe, plus Familien halt.
Ja, und das ist was Rituelles, das hast du jede Woche und ein Konzert und so, du musst auch dranbleiben.
Ja, aber gerade das würde ja für ein Konzert sprechen. Also bei Fußball ist ja quasi so, kommst du heute nicht, kommst du morgen. So, der Künstler ist einmal im Jahr irgendwie in der Stadt. So, jetzt, also ich muss jetzt quasi zuschlagen. Ich weiß, also es ist wahrscheinlich wirklich so ein Mischmasch an Gründen. Aber das ist wirklich, ey, das sollten wir als Deutschland, als Gesellschaft nicht passieren lassen, dass uns so sang- und klanglos irgendwie die Live-Entertainment-Branche so unter den Fingern wegstirbt. Das wäre ein absolutes Desaster.
Ich glaube weiterhin, dass wir im Entertainment, generell in der Unterhaltung, und da zähle ich jetzt auch einfach mal Bücher dazu, auch Literatur, einfach wirklich in einer absoluten Zeitenwende sind weiterhin. Dass es einfach so ganz viel sich gerade da total verändert. Das ist ja kein edgy Take, das sieht man ja.
Aber wohin kippt das?
Das ist die Frage. Das weiß keiner irgendwie, wie es gerade weggeht. Du hast ja die Mischung, du hast einen riesen Cocktail an Gründen. Einmal dieses, was ich gerade meinte, Smartphone, ich glaube, dass sich im Hirn was anders verschaltet, dass man nicht mehr so geflasht ist, auch von so Live-Dingen. Gleichzeitig hast du auch AI, gleichzeitig hast du etwas wie TikTok, wo nur noch das Werk zählt und nicht mehr der Künstler, wo irgendwie scheiße, also wenn du bei Instagram früher ein Reel hattest oder bei Facebook auch, was irgendwie total abgegangen ist, was viral ist, dann haben alle auf den Künstler geguckt, wer ist denn das und so.
Es wischt einfach immer nur die Werke weiter, zack, zack, zack.
Ja, aber zeitgleich wird ja, weiß ich nicht, aber ist mein Eindruck, wird ja gerade so viel künstlerischer, kreativer Content konsumiert wie noch nie. Also diese Gleichzeitigkeit von, es ist quasi so wichtig wie noch nie, weil es wird ja dauerhaft konsumiert. Also wenn man nicht gerade sich irgendeine Scheiße auf Instagram anhört, hört man einen Podcast oder macht am besten auch alles gleichzeitig oder hört Musik oder guckt Serie oder, also es ist quasi so wichtig wie noch nie und trotzdem lassen wir die Leute, die das halt machen, was uns anscheinend so wichtig ist, so am ausgestreckten Arm verhungern.
Das ist doch voll komisch.
Ja, aber genau diese gleiche, nicht gleiche, aber eine ähnliche absurde Debatte ist ja auch oder Situation ist ja auch im Journalismus. Wir beschweren uns alle über die mangelnde Qualität des Journalismus oder die abnehmende, sind aber auch nicht mehr bereit, für irgendwas zu bezahlen. Das ist auch absurd eigentlich. Dadurch wird er nicht besser. Wenn immer mehr Leute alles schnell, schnell selbst übernehmen, irgendwelchen Algorithmen hinterherrennen, um irgendwie noch stattzufinden und so. Der Trick wäre einfach, für Journalismus wieder zu bezahlen, macht aber keiner.
Oder beschwert sich so in den Kommentaren lautstark, wieso ist das jetzt hinter der Paywall? Das finde ich auch immer absurd, dass Leute sowas schreiben. Ist eine andere Welt, aber ist ein ähnliches Dilemma.
Weiß ich nicht, aber ich kenne mich mit Journalismus auch nicht so gut aus. Aber jedenfalls, ich habe so ein paar Kommentare auch gelesen unter dem Video und manche schreiben so, ja, dann verdienst du jetzt halt mal nicht die fette Kohle, echte Künstler würden auch einfach vor weniger Fans spielen. Und da kann ich wirklich einfach mal sagen, das funktioniert nicht, weil dann zahlt man wirklich einfach drauf. Es geht nicht darum, ob man jetzt mehr oder weniger verdient, sondern es geht darum, ob man einfach drauf zahlt oder halt nicht.
Und das ist schon immer, also natürlich kann man auch mal eine Show spielen, wo man vielleicht ein bisschen drauf zahlt, das finanziert sich dann irgendwo gegen, aber eine komplette Tour mit 20 Terminen irgendwie spielen, wo du bei jeder Show irgendwie 50.000 drauf zahlst, ist ja Wahnsinn, das zu machen. Warum sollte man das machen? Es hat ja nichts mit Fanliebe zu tun oder Geiz, so ich will den letzten Euro noch rauspressen, sondern ich will einfach mich nicht finanziell ruinieren, ja.
Ja, ist spannend. Also es ist nicht das Gute spannend, aber es ist interessant, zumindest, wie sich es entwickelt, auch live und so. Und generell, wie Leute, also ich glaube wirklich, dass es multifaktoriell ist, dass Leute auch für andere Dinge dann Geld ausgeben. Also ich finde zum Beispiel, das ist natürlich nur.
Wofür geben Leute gerade Geld aus?
Nein, ich finde, das ist natürlich jetzt wirklich nur so anekdotisch, aber ich finde, wenn man durch eine deutsche Großstadt geht, so die Restaurants und Cafés sind rappelvoll. Das kann ich null fundiert irgendwie mit Zahlen irgendwie unterlegen, aber vom Gefühl her. Ich weiß nicht, wie es in Kleinstädten ist, keine Ahnung. Aber es ist jetzt nicht leichter geworden, irgendwo eine Tischreservierung zu bekommen oder sowas. Vielleicht ist es keine Ahnung.
Wofür geben die Leute gerade Geld aus? Also jetzt mal so aus.
Also jetzt wollte ich jetzt nicht sagen, dass die Leute alle die ganze Zeit essen gehen, das ist klar, dass das auch gerade nicht einfach ist.
Scheißegal, wir denken ja eh laut nach. Aber so jetzt, sagen wir mal, die ganzen Grundbedürfnisse sind gedeckt. Du hast deine Miete bezahlt, du hast eingekauft, so.
Ich wollte sagen, und das muss man, glaube ich, einmal dazu sagen, weil viele jetzt denken, ey, ich versuche gerade einmal einen Einkauf zu machen oder zu tanken und so. Aber wenn das gedeckt ist, wir gehen jetzt davon aus, dass jemand dann noch was übrig hat.
Wahrscheinlich ist es einfach so, dass dann gerade nichts übrig ist.
Erstens das und zweitens wahrscheinlich für Abos, Streaming, für diese Dinge. Und da hier und da mal vielleicht mal essen gehen. Ich glaube, dass das so, ich weiß es nicht, aber das wäre so eine, also dass sie Dinge, also das, ich wollte gerade sagen, dass sie für Erlebnisse Geld ausgeben, aber das würde ja wieder auch sprechen dafür, auch mal eine Live-Veranstaltung sich anzuschauen oder einen Kinofilm oder so. Auf jeden Fall ist da irgendwas im Umbruch gerade. Und das hat, glaube ich, wirklich ein bisschen was mit unserer Hirnverdrahtung zu tun durch Smartphone.
Ich glaube, man hat sich einfach krass durch so Streaming-Abos und so einfach so krass daran gewöhnt, dass die Sachen irgendwie nichts kosten.
Exakt.
Wahrscheinlich ist es, wahrscheinlich ist es das.
Du gehst da durch und du siehst ja Stand-up, du siehst ja Fußball, du kannst das ja alles angucken. Und das ist halt, das ist eine Mischung aus irgendwie, dass da alles angeboten wird, gleichzeitig aber auch nach wie vor dieses rechte Wildwest. Was ich krass finde, so im Internet immer noch, wenn du überlegst, so meine Hummels-Doku, die ich über ihn gemacht habe, die ist ja jetzt auch nicht mehr da, weil du auch nur für einen gewissen Zeitpunkt die Rechte an den Serie A, also italienischer Bundesliga, Rechte hast. Aber wenn du so ins Internet irgendwie, es gibt ja so, ich bin auch Folge vielen lustigen Instagram-Seiten, irgendwelche Ausschnitte aus dem deutschen Fernsehen zeigen, die filmen das einfach ab und posten das.
Was ich cool finde, weil ich finde es witzig. Aber eine Fernsehsendung kann das nicht machen. Wenn ich jetzt irgendwie, wenn ich jetzt bei ZDFneo bei Studio Schmidt damals gesagt hätte, lass uns auch mal sowas machen, hätte ich mir einen Vogel gezeigt. Weil du da, weil das ist ein bisschen wie.
Ja, auch so wie jeder Schwanz einfach dein Bild und so für alles Mögliche nehmen kann. Das ist so voll komisch.
Das ist halt so, aber wenn du eine offizielle Fernsehsendung bist oder so, dann musst du die Rechte klären und sonst was. Oh, das können wir nicht posten. Oh, die eine Sekunde Serie A kostet 4000 Euro oder sowas. Und dann wird einfach irgendwas abgefilmt vom Fernseher. Und das ist ja auch so ungeklärt einfach alles. Deswegen ist Entertainment ja eher vor allem im Indie-Bereich zu finden, weil die es einfach machen. Und im offiziellen Bereich ist es oft gar nicht so leicht. Was meinst du, was du bei TV total für so Clips, was sie blechen müssen oder mussten früher, auch bei Rab und so.
Es sei denn, die hatten ein Abkommen mit Sendern, aber hast du da Zeit? Und oft so, wenn du jetzt aber ein junger Mensch bist, denkst du und machst eine lustige Instagram-Seite, sagst du, ich poste das einfach, ist doch scheißegal.
Das ist ja auch voll komisch, so wenn wir so unseren Tour-Vlog machen oder sowas, dann müssen wir ja mal voll darauf achten, dass nicht im Hintergrund irgendwie Musik zu hören ist. Weil sonst musst du auf einmal, also weißt du, dann wird dein ganzes Video da irgendwie offline genommen, weil du da quasi dich an dem künstlerischen Werk von jemand anderem bedienst und damit selber Geld verdienst, durch YouTube-Monetarisierung. Das ist so total wichtig, aber gleichzeitig kann jeder Schwanz einfach alles irgendwie so machen und irgendwelche TikTok-Videos machen und Insta-Reels und dann über Umwege dann damit auch Geld verdienen.
Das geht irgendwie.
Ja, und sein Invit er oder sie wird immer größer und dann setzt sich da noch irgendein, keine Ahnung, dann machst du das für Funk oder für ProSieben oder sonst was, ab dann wird es schwierig.
Wie meinst du?
Ja, ab dann ist es irgendwie komisch, also ich kenne jetzt auch nicht die Rechtslage, aber ab dann musst du irgendwie die Rechte klären. So, also wenn ich jetzt, wenn es jetzt Neo Ragazzi noch geben würde und auf der Instagram-Seite würden wir so, ey, lass doch auch mal ein Format machen bei Social Media, wo wir irgendwie andere lustige Talkshows zeigen und so, das geht halt nicht. Aber wenn das nicht eine offizielle Sache ist, geht es irgendwie, aber geht auch nicht, aber es kümmert sich niemand drum. Ich finde es jetzt nicht schlimm, ich gucke das ja alles gerne, ich finde es lustig, aber irgendwie ist es trotzdem so Wildwest und damit will ich nur sagen, es verlagert sich einfach Entertainment auch einfach in diese, einfach in Smartphone rein, überall.
Und dann, wie du schon sagst, die Leute sind dran gewöhnt, dass es die Dinge for free sind. Keine Ahnung. Das ist ein lautes Denken hier von uns. Die Rechtslage kenne ich auch nicht.
Die Leute brauchen einfach mehr Geld. Die Leute müssen mehr von ihrem Geld übrig haben. Das ist so komisch, dass du irgendwie, also dass so alles teurer wird, ohne dass es in irgendeiner Form bei den Leuten ankommt. Also du hast die Leute auch mehr Geld kriegen, ja. Also wie stellt man sich das denn vor? Das kommt doch irgendwie so voll, also es kommt doch irgendwie alles, ich habe das Gefühl, es kommt gerade alles an so eine komische Grenze. Wir kommen irgendwie gerade an so eine Systemgrenze.
Dass es langsam einfach irgendwie nicht mehr funktioniert, alles. Ich finde das ganz komisch, alles. Das ist jetzt quasi nur so, also das ist so ein Symptom davon, aber irgendwie laufen wir gerade offensichtlich gegen so eine Wand und irgendwie gefühlt wissen das auch alle, aber irgendwie keiner macht irgendwas. Du musst ja so jeden Themenbereich in der Politik angucken, da ist halt so, ja, das funktioniert eigentlich nicht mehr. So Rente oder sowas, alle wissen, es funktioniert nicht mehr, aber irgendwie machen wir das jetzt einfach so weiter.
Ja, und in so Momenten brauchst du eben Leadership. So neoliberal, das klingen mag, weil wenn du da niemanden hast, das ist ähnlich wie bei dem AI-Ding, da haben alle auch so Angst vor. Ich auch, so Unbehagen, weil niemand hat den Hut auf, gefühlt. Und die Leute merken so, also sonst war es ja immer bei Problemen so, wenn was passiert, guckst du die Person an, die du gewählt hast oder wie auch immer, was machen wir denn jetzt? Aber jetzt gucken die genauso mit Fragezeichen auf dem Kopf bei dem AI-Ding. Und genau wie die, du liest Interviews mit den Machern, du weißt nicht, ob es PR ist oder nicht, die selber sagen, keine Ahnung, voll gefährlich, weiß ich nicht, ich habe damit nichts zu tun.
Und bei dem Thema, was du gerade angesprochen hast, wirkt es halt auch so, dass da eine Regierung ist, wo du denkst so, also da brauchst du halt jemanden, der irgendwie den Hut auf hat und der sagt, Leute, folgendes passiert, es wird so und so, müssen wir jetzt irgendwie mal den Fenster zumachen und den Fasten your Seatbelt und es wird jetzt zwei, drei Jahre richtig eklig. Aber jemand, der irgendwie mal was sagt und ich weiß, du hasst das Thema, aber ich muss es kurz sagen, bevor du jetzt groß läufst, klopp. Deutschland, Fußball Deutschland, hör auf jetzt. Aber das ist mein Lieblingsbeispiel, Fußball Deutschland, das ist im Umbruch.
So, es läuft nichts oder es lief nichts. Und dann jetzt weiterhin stockt es sehr, aber wir wissen, da ist jemand, dem wir vertrauen können. Der wird das schon mit seinen Leuten irgendwie, der wird das im Griff haben. Wenn nicht der, wer dann so. Und dann ist man einen Tick entspannter als jemand, der dann nicht in Charge ist, nicht in Verantwortung ist. Und genau so ist es, glaube ich, bei politischen Themen oder bei diesem AI-Thema, bei so Umbruchthemen wie AI. So, wenn da niemand.
Ja, aber wir haben ja einen Kanzler.
Ja, ich finde das Problem ist, wir haben ja eine Regierung.
Es ist Kommunikation, es ist Kommunikation.
Nein, nein, nein. Also jetzt ist das wirklich nicht Kommunikation.
Nein, nein, neben Politik, aber wenn, oder anders, du willst ja darauf hinaus, dass die Politik nicht gut ist. Ich will darauf hinaus, dass man zumindest ja seine Politik irgendwie laut vertreten kann, aber in einem.
Ich komme immer wieder zum Volkspodcast. Es braucht einen Regierungspodcast.
Ich will darauf hinaus, dass ich glaube, dass wir gerade irgendwie uns irgendwie als Gesellschaft an so eine Wand entwickeln gerade und dass es verschiedenste Ausprägungen dessen gibt und man irgendwie nicht das Gefühl und irgendwie auch eigentlich glaubt, dass das alle auf dem Schirm haben, aber dass sich einfach niemand darum kümmert, weil wir so in unseren komischen Logiken und Dynamiken weiterdenken. Alle wissen, die Rente funktioniert so nicht mehr und wir müssten eigentlich was machen, so, aber wir machen es nicht, weil die größte Wählerschaft nun mal genau in dem Alter ist.
Und du willst nicht gegen diese Leute irgendwie Politik machen, weil du sonst keine Wahlen gewinnst. Und in diesen Logiken stecken wir fest und das ist irgendwie an ganz vielen Punkten so. Und da sagst du dann, es braucht Leadership, da sage ich ja, gehe ich mit. Aber wir haben ja, also wir wählen ja alle vier Jahre unser Leadership und die machen es aber einfach nicht, weil die wiederum in diesem System drin stecken. Das ist doch, also irgendwie muss man nachher mal rausbrechen.
Ja, es ist.
Also keiner will doch.
Gleichzeitig muss man aber auch mal wieder, also es sind so viele, es gibt ja nicht dieses Rezept dafür. So, den Schalter drücken wir und dann ist alles wieder so wie früher. Das ist ja sowieso nicht. So wie früher ist es komplett abgeschnitten.
Es geht nicht um wie früher.
Genau, aber das haben, glaube ich.
Um was Neues, was funktioniert.
Ich weiß aber, viele Leute haben, glaube ich, dieses Gefühl, XY muss passieren und dann ist es endlich wieder so wie früher. Das wird nicht passieren. Das kann man sich einfach an alle, die hier zuhören, abschminken. Das wird es nie wieder geben.
Es wird nicht wie früher. Da braucht man was Neues, was funktioniert.
Und ja, aber ich habe natürlich kein Allheilmittel. Was mir aber auch auffällt, ist, man muss auch wieder, weil wir aber auch, ich weiß, mein Lieblingsthema, aber in Smartphone-Algorithmen denken und Medien auch so funktionieren, negative Dinge aufzuzeigen. Man muss auch zulassen für sich, wenn Politik auch mal was Gutes macht. Man muss auch wieder gute Politik erkennen können und benennen können und auch benennen. Damit man nicht nur immer in dieser Denke ist, alles ist scheiße, alles ist scheiße, alles ist scheiße.
Der Welt ging es schon weitaus schlechter, weitaus schlechter, wahrscheinlich 99 Prozent der Zeit, also jetzt gerade. Trotzdem geht es natürlich ganz vielen Menschen schlecht, das will ich gar nicht sagen, aber ich glaube, man muss trotzdem, weil man sonst aus diesem Hamsterrad nicht rauskommt, was du da meinst, verstehen.
Das ist wirklich Whataboutism. Dieses irgendwann war es mal noch schlechter.
Nein, damit, ja, aber jetzt, da darfst du mir Worte nicht im Mund umdrehen, weil ich meine trotzdem, das ist so, man muss, wenn jetzt Dinge geschafft werden, auch politische Themen erreicht werden von Dingen, die uns, keine Ahnung, jetzt wird der Spritpreis vielleicht irgendwann mal wieder günstiger oder so. Oder sagen wir, Preise im Supermarkt werden hier und da in gewissen Bereichen gesenkt. Dass man das auch mal, man soll das jetzt nicht abfeiern und so, aber dass man nicht nur direkt zum nächsten Thema hetzt, weil natürlich ist das legitim, da geht es mir auch scheiße und da geht es mir auch scheiße.
Und was ist eigentlich mit der Krankenversicherung und sonst wie? Keine Frage, aber was ist denn dann das Leben?
Genau, darauf will ich doch hinaus. Genau, darauf will ich doch hinaus. Dass wir quasi mit all diesen Themen wirklich gleichzeitig an die Grenze rankommen. Deswegen ist dann auch so, deswegen, okay, wir haben jetzt das Problem meinetwegen gelöst, aber du bist dann trotzdem direkt hier bei den anderen, weil alle anderen Sachen auch irgendwie so auf Kante genäht sind. Irgendwie, es läuft gerade alles an so ein, es funktioniert nicht mehr.
Ja, aber glaubst du nicht wirklich auch, dass das was mit Öffentlichkeit zu tun hat?
Nein, das.
Weil es gibt doch diese Umfragen, es gibt diese Umfragen, wo Leute gefragt werden, wo Leute gefragt werden, wie geht es ihnen persönlich gut und wie geht es der Gesellschaft schlecht. Da gibt es ja diese vielen Umfragen.
Nee, das verstehe ich schon. Natürlich gibt es da auch viel Panikmache, aber sowas, also sowas muss ja auch immer auf fruchtbaren Boden fallen. Also sowas würde nicht so zünden, wenn das nicht irgendwo in der real erfahrbaren Welt anknüpfen würde. Also die Leute sind, du bist ja nicht anfällig für jeden Scheiß, wenn es so komplett deiner Lebensrealität entgegensteht. Verstehst du, was ich meine?
Das ist richtig.
Also deswegen, weil uralt, ewig her, aber mir fällt gerade dieser Vergleich ein, ja. Es gab mal diese komische, ich glaube, es war ein Podcast über Ken FM damals.
Ja, Quibono.
Ja, irgendwie sowas. Dann habe ich mich im Podcast, ich fand den Podcast so interessant, aber ich fand ihn nicht sonderlich gut, weil der nämlich so getan hat, als wenn irgendwie dieser eine Typ quasi das Problem ist, warum Leute an Verschwörungsmythen glauben. Er ist so der Verschwörungstheoretiker und er ist schuld daran, dass Leute an sowas glauben. Und damals war mein Punkt, dass sowas nur auf fruchtbaren Boden fällt und Leute dazu geneigt sind, sowas dann zu glauben, wenn es irgendwo in der eigenen Erfahrungswelt anknüpft.
Also je komischer die Sachen sind, desto eher neigen Leute auch dazu, sowas dann zu glauben. Verstehst du? Und so ist es meiner Meinung nach gerade auch. Wenn es dir, wenn sich alles um dich rum irgendwie ein bisschen komisch anfühlt, dann bist du natürlich auch viel empfänglicher für irgendwelche Bad News die ganze Zeit.
Ja, ich glaube, Verschwörungstheoretiker gab es schon immer, nur jetzt durchs Internet gibt es die Möglichkeit, dass sie sich vernetzen und nicht mehr so fühlen, als wären sie die Einzigen.
Aber das war jetzt nur ein Beispiel in einer Gesellschaft, in der man das Gefühl hat, die Leute gehen, die Regierenden gehen fair und offen mit einem um, verfangen so eine Geschichte nicht so.
Jein, gehe ich nicht komplett mit, wie gesagt.
Ist ja auch egal, aber das war ja quasi nur ein Beispiel, also nur eine Analogie zu dem, warum ich glaube, dass das schlechte, also das ist eben nicht nur die Medien machen die schlechte Laune, sondern die Medien machen die schlechte Laune, aber es verfängt nur so sehr, weil die Leute das bei sich in ihrem Leben auch wiederfinden.
Ich halte manchmal, habe ich diese Momente, das habe ich aber, glaube ich, schon mal hier in der Folge gesagt, als Gag, dass irgendwann auf meine, die von mir so oft kritisiert werden, AI unsere Hilfe da sein wird, weil ich habe manchmal das Gefühl, diese Problemherde, die wir gerade überall haben, nicht nur innenpolitisch, auch außenpolitisch, überall, alles ist miteinander verflochten und irgendwie auch nicht, alles ist gleichzeitig, alles ist dieses scheiße Gefühl, dass ein menschliches Hirn einfach gar nicht in der Lage ist, das überhaupt noch in irgendeiner Form positiv zu gestalten. Weißt du, was ich meine? Oder irgendwie so überhaupt daraus noch positive Politik abzuleiten und dass du irgendwann wirklich sowas wie eine AI fragst, was müssen wir jetzt eigentlich machen?
Das liegt auf dem Tisch. Wir haben die Sorge, so jemand wie Felix hat gesagt, wir stehen vom Gefühl her irgendwie mit dem Rücken zur Wand, das implodiert doch hier bald alles. Überall sind Demonstrationen und sonst wie, alle keifen sich an, es gibt wie in den USA bald irgendwie nur noch links und rechts, kaum noch was dazwischen, die Leute haben weniger Kohle, was müssen wir machen? Und manchmal habe ich wirklich das Gefühl, dass so eine AI da sinnvoller wird langfristig als so 20 gewählte Menschen irgendwo, die sich den Kopf genauso zermatern, gerade wie wir, weil die auch das erste Mal in dieser Situation sind, weil alles so multifaktoriell geworden ist, dass es kaum noch stemmbar ist für so ein menschliches Hirn.
Ja, das könnte tatsächlich voll sein, vor allen Dingen auch, wenn da, also in einem Optimalszenario, weil die halt ohne Emotion quasi das machen würde, die nimmt einfach wirklich nur Informationen auf und guckt ohne Emotion, ohne irgendwelche Interessen im Hintergrund, sondern einfach nur, was müsste man jetzt machen.
Was ist, wenn die dann eigentlich sagt, jo, wird nicht funktionieren, ihr lauft genauso in die Scheiße wie immer, es wird implodieren und dann gibt es wieder eine Diktatur für ein paar Jahre und dann bricht die wieder zusammen und dann wächst daraus wieder eine Demokratie. Stell dir mal vor, die sagt das.
Ja, das wäre kacke.
Ja.
Allerdings. Ich habe oft das Gefühl, als wenn irgendwie zum Beispiel so ein Sozialstaat irgendwie mehr so gebaut sein müsste, dass ganz viele Leute viel weniger Ansprüche haben von Deutschland und die, die wirklich bedürftig sind, viel, viel mehr kriegen müssten. Verstehst du, was ich meine? Also das, was in den Medien immer Gießkanne genannt wird, ich habe das Gefühl, wir müssen mit diesen Sachen aufhören. Wir müssen viel besser getargetet, weil diese kleinen Häppchen, so hast du so 60 Euro mehr im Jahr mit irgendeinem ultrakomplizierten neuen Gesetz, diese 60 Euro bringen niemandem so richtig was.
So, aber wenn dann, sagen wir mal, 95 Prozent der Leute gar nichts davon kriegen, aber dafür die 5 Prozent, die es wirklich brauchen, dann anstatt 60 irgendwie 1000. Also ich glaube, wir müssen viel mehr so gucken, dass nicht alle immer so ein bisschen was kriegen, sondern man ist irgendwie für sich selber verantwortlich und die, die nicht können aus irgendwelchen Gründen, die kriegen viel mehr.
Ich finde nach wie vor deine Idee ja smart mit dieser Teilhabe bei der Steuervergabe. Wie viel, ein Prozent oder wie viel Prozent?
Also ich würde sagen, über zehn Prozent.
Es muss halt jemand durchrechnen vom Fach, das sind wir jetzt beide nicht, aber irgendjemand, dass man eine gewisse Prozentzahl an etwas Soziales, wie hast du es genannt, gibt, seiner Wahl.
Gerichtete Steuern, dass man einfach über einen Prozentsatz X, den müsste man halt diskutieren, ich würde sagen zehn, über zehn Prozent meiner Steuern kann ich verfügen, wo die hingehen zumindest.
Und das ist ja sogar zweitrangig dann, das ist nett, dass man das weiß, aber ich glaube, die demokratische Teilhabe, die man dadurch hat, diese Verbindung dann zu so einem System, ist viel wichtiger.
Ja, dann hat man irgendwie das Gefühl.
Ähnlich wie beim Zivildienst, das lebt alles in der gleichen Straße, dass du Teil hast an der Gemeinschaft.
Aber zum Beispiel, guck mal, diesen behämmerten Tankrabatt kostet Unsummen, profitieren ganz viele Leute davon, die das nicht brauchen. Warum kriege ich den? Ich brauche den nicht. Und du auch nicht. Und ganz viele andere Leute auch nicht. Aber für andere Leute ist das viel zu wenig. Das ist alles immer so schnell, schnell, so denkfaul und so ungenau.
Ja, hat aber auch zur Folge, dass nicht jeder so denkt, dann da wie du, sondern viele Leute mit Kohle dann anfangen zu klagen. Ich will das auch.
Ja, aber das ist doch scheiße.
Natürlich ist das scheiße.
Ja, aber das muss man den Leuten aberziehen. Und das meine ich mit diesem, man muss diesen Sozialstaat irgendwie so, muss alles mal so auseinanderheddern.
Ja. Das ist ein bisschen an wie bei so Einsatz in vier Wänden, wo Tine Wittler reinkommt und denkt so, hier muss aber mal, hier muss aber mal ein bisschen was vom Butlers hin.
Tommy, unser heutiger Werbepartner ist mal wieder Dyson. Machen wir Dyson nach? Das war erbärmlich, aber genau. Genau das Dyson. Geile Saugprodukte, geile Wischprodukte, geile Föhnprodukte, Dyson.
Yes, wird geil abgesaugt.
Geil abgesaugt, ohne Kabel, teilweise einfach geil.
Manchmal ohne Kabel.
Manchmal mit Kabel, manchmal ohne Kabel. Und die Dyson haben sich eine geile Sache überlegt und wir wurden engagiert, um das Volk zu bringen. Und zwar, ihr wisst, es gibt Black Fridays, da gibt es immer rabattierte Sachen. Und die Dyson haben sich gedacht, ja, lass mal keinen Black Friday machen, lass mal einen Black ganzen Monat machen.
Ja, Black Month. Aber da das Deutsche nicht so gut aussprechen können, haben sie es nicht so genannt.
Genau. Es gibt einfach, der komplette November ist bei Dyson Rabatte, Rabatte, Rabatte Monat. Aber für die Hackenden haben wir noch was ganz Besonderes rausgeholt, die nicht mehr warten können bis November. Die denken sich, November ist ja noch ewig hin. Ist ja noch ewig hin.
Ewig und drei Tage.
Ihr könnt quasi einen exklusiven Presale zu den Black Friday Deals von Dyson bekommen. Vom 28.10. bis 03.11. gibt es exklusiv für Hackis einen Zugang zum Presale von Dyson. Pencil Wash Nassreiniger.
100 Euro Rabatt.
Krass. Supersonic Neural Haartrockner.
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Mindestens 100 Euro Rabatt.
Wahnsinn.
In der ganzen DACH-Region, Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Richtig.
Also mit dem Code HACK, alles groß geschrieben, erhaltet ihr exklusiven Rabatt auf die fünf genannten Produkte für genau eine Hackwoche, also vom 28.10. bis zum 03.11.2026.
Der Code gilt in allen Dyson Stores im DACH-Raum unter dyson.de slash hack, nur solange der Vorrat reicht.
Aber aufgepasst, für die Schweiz und Österreich gibt es eigene Landing Pages, mehr dazu und alle anderen Infos in den Shownotes.
So, Tommy, geht es. Föhnen.
Dann gehe ich wischen.
Sehr gut.
Wie kommen wir jetzt von Sozialstaat zu Kreuzfahrtschiffen? Mein Schiff 3 ist kollidiert. Hast du gesehen in Hamburg?
Nee.
Es wollte losfahren Richtung Kanaren und hat eine Böe, von einer Windböe wurde das irgendwie erwischt und ist dann mit so einem Frachter zugekracht.
Echt?
Zum Glück kein Wasser jeweils in beiden Booten rein, aber auf dem Kreuzfahrtschiff waren Passagiere schon.
Ja, also mal mir das mal mit den Händen.
Das ist so, weiß ich gar nicht, ich habe nur die Bilder aus von so Smartphones gefilmte Bilder gesehen. Das wollte losfahren und war dann eh schon knapp zu eng, dafür wird der Kapitän gerade auch kritisiert. Und dann ist das da einfach, war schon so ein Nadelöhr gefühlt, also die Seite, die ich gesehen habe. Und rechts, Steuerbord, da sind mehr drin. So habe ich mir das gemerkt, Steuerbord, rechte Seite. Ist dann dagegen gekracht. So. Und dann haben die Passagiere dann erfahren, so euer Urlaub endet mal schön in Hamburg.
Ich glaube, ich war in Hamburg und dann wollte ich dich fragen, wärst du dann jemand, der sagt, weil die kriegen ja sicherlich die Kohle zurück, kann ich mir vorstellen, würdest du dann sagen, komm, wir gucken mal, was fliegt hier von Hamburg direkt Türkei? Oder würdest du sagen, ey, wer weiß, wofür es gut ist, wie meine Oma immer gesagt hat, wir fahren eine schöne Hause machen.
Das ist ein Zeichen warmäßig. Auf eine komische Art und Weise glaube ich manchmal schon an sowas.
Ich auch. Ich weiß nicht wieso, ich bin kein Esoteriker, aber das ist dieses, wer weiß, wofür es gut ist, hat meine Oma mir irgendwie ins Ohr gepflanzt.
Ja, manchmal hat man so das Gefühl, wenn man so eine Sache, so wenn da einem ganz viele Steine so komisch in den Weg gelegt werden, dass es dann manchmal so, ja, vielleicht ist es auch wirklich ein Zeichen, das nicht zu machen. Ich hatte schon ein paar Mal so in meinem Leben so Entscheidungen, wo ich irgendwie dankbar dafür bin, dass dann irgendwie so eine Kleinigkeit dazwischen kam, so die damals dann der Anlass war, ja, vielleicht einfach auch jetzt doch nicht. Und dann ist es dann, manchmal ist es schon, also so ein bisschen empfänglich bin ich für sowas.
Ich auch. Meine Oma war eher pragmatisch, die hat auch immer, keine Ahnung, so Nachrichten geguckt, dann sind wir irgendwo, irgendwelche deutschen Touristen, irgendein Berg runtergefallen beim Wandern, dann hat die einfach immer so abgewunken, ja, wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um, hat sie umgeschaltet. Jetzt so gar kein Mitleid mit so Leuten, die irgendwo in so einen Abenteuerurlauben oder Bungee Jumping und so, ja, da hat die immer diesen Satz gesagt, den habe ich auch immer noch im Kopf.
Wie ist der Satz genau?
Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um. Stimmt natürlich statistisch nicht. Im Haushalt stimmt man, glaube ich, am häufigsten. Aber ich verstehe diesen Gedanken, aber das ist natürlich auch eine Generation, die ist halt sehr pragmatisch einfach. Ist halt so.
Naja, sie sind halt im Krieg aufgewachsen. Wenn die Gefahr immer um dich rum ist.
Die kann halt nicht verstehen.
Ja, genau, wie man sich freiwillig in so eine Gefahr begibt.
Die hat auch nie verstanden, dass man sich das Brot nicht so dick belegt, obwohl die nicht viel Geld hatte. Einfach so, weil so Krieg ist doch vorbei. So zwei Scheiben Käse drauf. Und sowas, weißt du, die hat uns immer Brote gemacht, einfach so dick Butter. Die hat auch immer gute Butter gesagt und echter Bohnenkaffee und nicht Kaffee. Das war einfach so drin noch, also aus dem Krieg.
Ja, zum Beispiel, wir haben, Leute, die den Videoblog gucken, wissen das, wir haben ein so ein Ding, was wir immer vor der Show machen. Also mein Bruder, der jeweilige Opener oder die Openerin und ich, einfach ein so ein Hand übereinander, so Schlachtrufmäßig. Und da sage ich so immer, so kurz vorher schlucke ich immer meinem Bruder noch eine Faust und in der Pause auch immer kurz vorher auf die Bühne. Und es hat sich so eingebrannt, dass ich da mittlerweile ein komisches Gefühl hätte, wenn das nicht stattfindet.
Oder unser Behämmertes, den Berliner Berg grüßen, wenn wir an dem vorbeifahren. Ich hätte wirklich ein schlechtes Gefühl, wenn ich das vergesse. Passt jetzt nicht genau da rein, aber ist schon so in der Nähe. Bei so manchen Sachen so ein bisschen.
Genau. Ich kenne mir noch aus der Schule, dieses, man wirft Müll in den Mülleimer. Wenn ich jetzt treffe, schreibe ich morgen eine zwei.
Das war was anderes.
Ja, aber das war auch so, wenn ich das dann nicht, wenn ich nicht getroffen habe, war mir dann so am nächsten Tag, wenn ich dann fünfmal wieder geschrieben habe, dachte ich so, ja klar, ich habe nicht getroffen. Nachträglich, weißt du, so Aberglaube. Ja, schon verrückt.
Ich probiere gerade, mich an irgendeine Situation zu erinnern, wo das mal genau so war. Weiß ich aber nicht, aber ich weiß, doch, mir fällt einer ein. Ich bin mal zwar kurz bevor ich nach Marburg zum Studieren gegangen bin, aber noch in Berlin gelebt habe. Weiß ich noch, bin ich so mit dem Auto irgendwie durch Neukölln irgendwo gefahren und irgendwie die Entscheidung stand, so ich gehe nach Marburg, ich war eingeschrieben an der Uni, aber es waren noch ein paar Wochen oder Monate hin, bis es dann soweit ist und war ein riesiger Schritt für mich, so wegzugehen aus Berlin.
Und dann ist so vor mich auf einmal so ein Auto eingebogen mit einem Marburger Kennzeichen und in dem Moment kam im Radio das nächste Lied und das war von Kraftklub, ich will nicht nach Berlin. Und es war irgendwie so, also das hat so perfekt irgendwie in diese Situation reingepasst. Das hat sich angefühlt wie so ein Zeichen, ja, ist richtig. Weißt du, wie ich meine?
Ja, krass. Ich hatte das ja umgekehrt, als ich aus Köln weggezogen bin, habe ich mit dem Kölner Treff mal erzählt, nach Berlin. Und das war so eine absurde Situation, weil da, wie war das nochmal, hatte ich den. Jetzt gibt es ja bei Spotify diesen Mix der Woche, wo einfach so Musik so nach deinem Gusto zusammengestellt wird, die dir gefallen könnte, nicht von deinen Liedern. Und das waren, habe ich wahrscheinlich zu dem Zeitpunkt irgendwie auch mal so kölscher Musik gehört, weiß ich nicht. Auf jeden Fall war da drin halt neben so normalen Hip-Hop-Sachen und Techno, keine Ahnung und so, Gitarrenkram war halt so von Black Furs, ich schanne den Deckel, war da drin, das ist aus den 70ern, glaube ich.
Und da geht es einfach, no joke jetzt. Ich bin da lang gefahren, über die Autobahn, LKW mit meinen Möbeln hinterher.
Auch wirklich auf dem Weg nach Berlin.
Ja, und das war noch so ein, September war das, Septembertag, hat geregnet, glaube ich, über die Autobahn, ist ja auch ein Ritt, ne, nach Berlin.
Das ist die schlimmste Strecke, die es in Deutschland gibt.
Ja, dunkel. Und dann singt der halt so, also ich schanne den Deckel, geht darum, er hat noch einen Deckel in Köln in der Kneipe, da stehen noch 10 Mark 80 Strupp und damit er die irgendwann, den lässt er extra offen quasi, um immer wieder nach Köln zurückkommen zu können, um den irgendwann zu bezahlen. Und dann geht es plötzlich in der Strophe so darum, dass er jetzt nach Berlin zieht, weil da gibt es wegen des Jobs und so. Also ich bin ja nicht wegen des Jobs nach Berlin gezogen, aber einfach so. Und dass er da nie so richtig klarkommt und sonst wie, und er vermisst Köln so und so.
Das war für mich halt voll die Scheißsituation in dem Moment, weil das war voll, weil Köln zu verlassen ist eh schon schwer, das weiß jeder, der mal da gelebt hat. Das ist wie so klebriger Honig, so, weil Köln ist halt diese nette Aura, die die Stadt hat. Und das war wirklich hart, weil das kam einfach so aus dem Nichts, so auf der Autobahn irgendwo Hannover oder so, weiß ich nicht mehr, keine Ahnung, weiß ich nicht mehr genau. Das war auch krass, weil dann denkst du so in dem Moment, wieso kommt das denn jetzt, was soll denn das? Ganz komisch.
Ja, vor allem, weil es ja auch nicht dein Lied war. Das hast du nicht selber in eine Playlist gepackt oder sowas.
Ich habe noch zwei Sachen, Fragen haben wir auch noch bestimmt. Hast du Fragen mitgebracht?
Fragen mitgebracht?
Ich habe noch zwei Sachen, ich war im Naturkundemuseum und habe mir mal, ich hatte mich wieder anstecken lassen von unserer Dino-Sucht, bei der Dino-Skeptiker, aber auch Dino-Fans.
Saurier-Sucht.
Ja, ja. Und bin dann ins Naturkundemuseum.
Ist schon geil.
Warst du überhaupt mal da?
Ja, als Kinder, ja.
Ja, okay.
Also ich glaube, jeder, der in Berlin zur Schule gegangen ist, war mehrmals im Naturkundemuseum und mehrmals im Technikmuseum.
Ja, okay.
Das ist das mit dem Flugzeug draußen.
Nee, ich war einmal nur da, da hat mich.
Das ist doch, wo man reinkommt, das ist doch so ein riesiger Saurier direkt.
Ja, genau.
Eine Halle.
Das ist ein riesiger Saurier. Ich war nur einmal da, als mich Böhmermann und Olli Schulz zu ihrem Weihnachtszirkus eingeladen haben, zum Spendensammeln. Und dann war ich da.
War das da oder was?
Ja, im Naturkundemuseum.
Das ist ja lustig.
Ja, okay. Und dann dachte ich, ich muss ja jetzt mal richtig rein und war jetzt endlich nochmal da, weil das ist schon zwei Jahre her. Das war richtig geil. Natürlich samstags, nicht so clever, halt alles voller Touris, habe ich vergessen. Aber das ist schon abgefahren. Da stehen ja wirklich echte Skelette halt rum. Also die sind dann teilweise aufgefüllt, manche Knochen, mit so Nachbauten, aber manche Sachen sind einfach original. Und ich finde, jetzt bin ich in so einem Alter, wo ich dann wirklich da stehen bleibe und denke so, es ist halt wirklich 130 Millionen Jahre alt, was dieses Ding. Und finde das völlig abgefahren.
Aber jetzt war eine Sache, ist mir noch aufgefallen, da geht es ja nicht um Dinos.
Eigentlich sollte man das anfassen dürfen.
Irgendwie ja.
Ich finde, jeder Mensch sollte einmal einen Saurier anfassen dürfen.
Ja.
Oder? Weil wirklich, also ich, weil man hat ja so diesen krassen, dieses krasse Bedürfnis, ich will das anfassen.
Saurier sind so krass.
Also nee, aber generell, einfach so, es ist ja voll interessant, wenn man irgendwas sieht, will man das ja oft anfassen. So irgendwie, willst du die Struktur merken, so wie fühlt sich so ein Saurierknochen an. Und ich finde, das sollte man als Recht auch einmal haben. Natürlich kann ja nicht jeder ständig an den Dinos rumgrabeln, das verstehe ich schon.
Aber ich glaube, das ist magisch, wenn du so einen Knochen anfasst, so einen T-Rex, einen echten, so einen Kiefer.
Ja, es müsste so eine kontrollierte Saurier-Anfassstation geben.
Aber generell, selbst wenn Fehler, da ist ja auch der original ausgestopfte Knut, an dem wir uns alle erinnern, der Eisbär. Der ist da, das fand ich auch krass. Also nicht so, ach guck mal, hier ist ja ein Eisbär und dann so, steht da so drunter, so Knut. Ziemlich unprominent in so einer Ecke.
Ja, der ist auch nicht gut gealtert.
Ja, ich hätte aber so einen, ich hätte einen Knut-Raum, ich hätte das so richtig ausgeschlachtet, PR-mäßig.
Knut ist ja quasi vor unser aller Augen ziemlich abgesackt.
Ja, stimmt.
Der war ja irgendwann auch, ist er ja auch so.
Der hat auch Bahnhof Zoo gelebt, ne?
Ja, nee, der sah irgendwann so zerschmoddert aus und irgendwie, der ist mit dem Film gar nicht klargekommen.
Nee, nee, das war irgendwie.
Und sein, war nicht sein, der.
Den Flieger hast du auch gesehen.
Genau, der Flieger ist ja auch, die waren so verflucht miteinander. Die sind so zu schnell berühmt geworden. Knut hat Overdose.
Knut auf jeden Fall da ausgestopft. Ausgestopft ist auch ein hartes Wort. Aber ist da eindeutig ausgestopft. Und dann ist mir noch aufgefallen, da war auch ein Ameisenbär, der ausgestopft ist. Und das fand ich wieder von den Menschen so assi. Der ist ja einfach benannt, der ist ein recht vielseitiges Tier. Ich habe danach ein bisschen über Ameisenbären gelesen, die sind auch sehr selten, aber es gibt auch schon tödliche Überfälle auf Menschen von Ameisenbären.
Echt, ja?
Ja. Und also der ist viel mehr als einfach nur so, dass wir ihn benennen, nach dem, was er am liebsten isst.
Ja, so als würden wir uns so Hühnchen, Hühnchen-Tiere.
Genau. Wollte ich dich nämlich fragen, wenn man jetzt danach gehen würde, jetzt gibt es eine größere Spezies, die Menschen analysiert und danach benennen, wie würde, was ist dein Lieblings, wie würdest du, also ich wäre Kaffeemann. Ich wäre Kaffeemensch.
Ja, das Nudeltier.
Obwohl, der heißt ja Nasenbär, der hat ja schon zumindest eine Nudelmensch-Bezeichnung.
Nudelaffe.
Ich bin kein Nudelaffe.
Nudelnaktaffe.
Ich hatte überlegt, also ich hatte auch überlegt, was ich denn wäre, ich dachte, du sagst, du bist ein Quarkaffe.
Quarkaffe.
Quarkaffe, Kaffeeaffe. Aber fies, ne? Einfach Ameisenbär. So, weil der einfach, aber die finde ich so geil.
Ich habe mal, weil ich habe ja schon ein paar Mal erzählt, es gibt ja Handwerkskunst auf YouTube, einfach so, wenn so Leute, die irgendein Handwerk halt so perfektionen können, einfach so dokumentarisch dabei gefilmt, wie sie eine Sache halt in ihrem Handwerk machen. Irgendwie ein Tischler, der irgendein krasses Möbel baut oder ein Typ, der Kanus baut oder was auch immer.
Wenn die Treppen bauen.
Treppen oder da wurde auch einmal, wurde jemand ganz komisch, übrigens gibt es eine Folge, wie ein Chirurg operiert.
Mit Blut und allem.
Ja, und das ist so richtig explizit.
Boah, da muss ich gleich noch was zu sagen, explizit. Kit-Kat-Doku.
Okay, machen wir gleich. Jedenfalls habe ich da mal gesehen, eine Doku Handwerkskunst über so Leute, die halt Tiere ausstopfen. Und habe dann gelernt, dass die Forscher früher, die haben ja teilweise einfach nur so Kadaver gefunden oder Skelette und wussten gar nicht, wie die Tiere wirklich aussehen, weil die die nie lebend gesehen haben. Und da haben die einfach so die Sachen so zusammengebaut, wie die sich das so vorgestellt haben, wie die wahrscheinlich aussehen. Da gibt es so ganz lustige Bilder von so, wie man sich so früher irgendwie so irgendwelche Wölfe oder sowas vorgestellt hat.
Das sah so völlig absurd aus. Richtig, richtig obs.
Mit so Antennen.
Ja, so ganz komisch, wirklich. Ey, guckt euch mal diese, es wäre, ich weiß nicht, wie heißt das, Handwerkskunst. Handwerkskunst.
Lustig.
Tiere ausstopfen. Anderen haben die so Beispielbilder gezeigt, wie man das so früher gemacht hat.
Genau, wie Karten in der geschichtlichen Entwicklung, also Seekarten, wie Kontinente, wie sie sich vorgestellt haben, nur anhand von Umrundungen und so. Das ist teilweise ja unfassbar genau schon, gruselig genau, nur anhand von so wirklich Umrundungsdaten und Licht und Sonne und wie auch immer man das dann kartografiert hat, ist wahrscheinlich das Wort, ne? Manche Sachen aber auch so dermaßen falsch, also in den Maßstäben. Scheiße, wie lange sind wir jetzt unterwegs? Eine Stunde? Ich habe gar nicht gesehen.
Das ist wahrscheinlich dann so was wie Amrum, so groß wie Grönland. Ja, auch abgefahren.
Und unsere normale Weltkarte, auf die wir uns berufen, ist ja auch immer falsch. Also Afrika ist ja viel, viel, viel, viel größer, als es immer so dargestellt wird auf der Karte. Ganz komisch.
Ja. Und irgendwas ist doch kleiner. USA?
Könnte ich mir gut vorstellen.
Blau, ja. Ach, scheiße. Egal.
Kit-Kat.
Genau, explizit. Die Doku über das Kit-Kat im ZDF, die kann man erst ab 22 Uhr gucken. Also war das so, ich weiß nicht, ob es jetzt noch so ist, aber ich wollte die um 21 Uhr gucken. Ich stand da, geht erst ab 22 Uhr, weiß ich auch wieso. Sehr explizite Szenen. Also hätte ich nicht gedacht.
Aber es geht quasi um den Club.
Um den Club.
Gib den Leuten mal ein bisschen Kontext.
Ach so, ja, stimmt. Das ist ein Club, wo, ist das ein Fetisch-Club oder ist das ein Club mit Fetisch-Partys? Keine Ahnung. Auf jeden Fall gibt es das da. Trotzdem irgendwie zu empfehlen, weil eine völlig andere Welt darin stattfindet.
Das ist doch basic. Das ist ein Techno-Club in Berlin. So, auf dem Übergang von Kreuzberg zu Mitte. Und eigentlich läuft da Techno, da gibt es auch einen Tag, da läuft immer Rockmusik, ich glaube Donnerstag oder weiß ich aber nicht. Oder Mittwoch, glaube ich. Und dann gibt es da manchmal diese Sex- und Fetisch-Techno-Partys, wo die Leute, das ist ganz witzig, die stehen dann da, das ist ja in der Nähe von mir, sehe oft die Schlange, wenn ich so abends irgendwie da lang fahre, dann stehen die immer so ganz normal angezogen.
Türsteher wird auch porträtiert, da wird erklärt, was wen er reingesteckt hat.
Genau, die sind dann da so mit Mänteln oder einfach so mit so Trainingsklamotten, dann musst du so am Türsteher, zeigst dann so auf dem Handy, zeigst du dein Outfit.
Ja, oder sogar aufmachen.
Genau, was du drunter hast. Und dann sagt er, alles klar, passt oder passt nicht. Dann gehst du da rein. Dann gibt es da extra eine Umkleide, wo du halt quasi dann dein Sex-Outfit da anziehen kannst, weil du natürlich nicht so durch die Stadt laufen kannst, ohne irgendwie von irgendwelchen ekligen Männern angegangen zu werden. Und dann kannst du da entweder einfach normal feiern oder du kannst da feiern und bummsen.
Und alles ist erlaubt.
Oder du kannst da nur bummsen und alles ist so links und rechts und oben und unten. Und darüber gibt es jetzt eine Doku.
Da gibt es eine Doku darüber.
Und da haben die gefilmt.
Und ja, und auch teilweise Leute, ohne sie unkenntlich zu machen. Also die haben das dann breit erklärt, unterschrieben, das geht. Das fand ich schon beeindruckend, dass das Leute machen.
Ja, finde ich auch. Das ist ja so ein klassischer Berliner Club, wo du Handys und so abklebst.
Ja, aber du siehst da plötzlich so Leute mit dem Fuß im Mund und du siehst so Leute mit, die irgendwie sagen, als ich neu da war, da hatte ich direkt Sex irgendwie und da neben mir standen, wie sagt er das, dann standen neben mir so vier Männer, haben sich einen runtergeholt. Das habe ich wie so einen Orden gesehen in dem Moment, weil ich war ja neu. So, oh Digga, Alter. Aber gut, jeder, wer will, aber es war schon, es ist auf jeden Fall eine beeindruckende Doku, sagen wir es so.
Ist es so ein Einteiler?
Ja.
Wie lang?
Boah, weiß ich nicht, vielleicht ein Stündchen oder so, keine Ahnung. Aber es ist schon interessant, auf jeden Fall.
Muss ich mir mal angucken, ey. Ich habe, ich bin ja gerade auf Tour und zwischen, und ich bin einerseits älter geworden, das merke ich wirklich so im Sinne von, so nach so drei Shows hintereinander, drei Tage bin ich wirklich danach im Arsch. Vor allem, weil wir dann meistens nach der letzten Show nachts noch nach Hause fahren und so. Und dann kommt man da irgendwie so Sonntag um fünf Uhr morgens zu Hause an. Genau, Sonntagmorgens kommst du zu Hause an, pennst aus und dann kann ich eigentlich den Tag wirklich gar nichts machen. Sondern will ich wirklich einfach nur rumliegen.
Und dann will ich irgendwann, dann gucke ich mir mal irgendwas an. Und am besten irgendwas, was mich so gut unterhält, dass ich es weiter gucken will, aber was mich weder emotional noch intellektuell noch sonst irgendwie fordert, sondern einfach so, ich gucke gerade wirklich Serien, die mich nicht interessieren. Und es ist total angenehm gerade. Ich bin gerade in der dritten Staffel von einer Serie, die mir scheißegal ist. Ich wirklich, ich mag.
Nee, du behauptest doch nur, dass es dir scheißegal ist.
Nein, wirklich, weil die, also so im besten Sinne, weil die, ich finde das Thema so ein bisschen interessant. Es geht irgendwie um so Diplomatie und so.
Welche Serie ist das denn?
Ich glaube, auf Deutsch heißt die "Diplomatische Beziehungen". Und ich glaube, auf Englisch heißt sie einfach "The Diplomats".
Besser?
Und ja, da geht es einfach um so eine US-Amerikanerin, die irgendwie nach London geschickt wird, um da als Botschafterin zu arbeiten. Und im Hintergrund spinnen sie den Plan, sie zur Vizepräsidentin aufzubauen. Und es ist schweinelangweilig, aber so trotzdem irgendwie so ein bisschen spannend. Es fordert nichts von mir. Und das ist genau das, was ich gerade brauche. Und da würde mich interessieren, ob du auch manchmal so Content konsumierst, den du, also auf den du im besten Sinne eigentlich scheißt.
Das ist immer das perfekte Dinner auf Vox. Also gucke ich online bei RTL.
Aber das, warte, muss ich kurz reingehen. Weil ich glaube, das wäre mir schon zu krass. In diesem Moment wäre mir das schon zu krass, weil da geht es irgendwie so um.
Ist das eine Frage von den fünf Fragen?
Nee.
Okay.
Also ich glaube, das wäre mir schon zu krass, weil mir ich dann, das sind dann echte Menschen mit echten Geschichten und so, weißt du.
Dann liebe ich aber noch vielleicht, das wird dann ähnlich sein, was ich, bin ich wirklich absoluter Ultra. Ich kenne jede Folge "Duell der Gartenprofis". Das ist so geil.
Ah ja, interessant.
Das ist so geil. Da holen sich Leute, kennst du das Format?
Nee.
Da haben Leute einen scheiß Garten und wollen halt einen geilen Garten. Und dann beauftragen die, was heißt beauftragen, dann kommen zwei Garten, Landschaftsgartenunternehmen und pitchen jeweils ihren Vorschlag für den Garten. Und dann können die einen aussuchen.
Und der wird dann quasi so digital aufbereitet oder was?
Ja, genau. Vorher gibt es dann ganz normal, wie wenn du ein Haus baust, einfach so 3D-Animationen, dann können die sich entscheiden. Hier haben wir vor so ein kleines Wasserspiel. Also die können ihre Wünsche mit einbringen. Wir haben vor, dass da hinten Kinder einen Sandkasten haben. Wir hätten voll gerne irgendwas mit Wasser, haben aber keine Ahnung davon und irgendwie Bäume und so. Und dann können die sich entscheiden. Und dann siehst du einfach diesen Prozess von dieser Entwicklung. Und das ist total geil, weil da auch wieder was Positives mit AI. Bei den neuen Folgen ist es so, dass die am Ende, weil bei Pflanzen ist es ja so, wenn du jetzt ein Beet pflanzt und dann sind da irgendwie so Pflanzen, die noch gar nicht gewachsen sind, wo sie dann sagen, ja, die Hecke, das dauert jetzt ein Jahr, dann ist die geil.
Das zeigen die dann so mit AI, wie es dann immer mit dem Satz, bei guter Pflege und sonst wie könnte der Garten schon bald so aussehen. Und dann merkst du, boah, ist das krass. Und das ist so.
Aber sind das immer dieselben Firmen, die da gegeneinander.
Ja, es ist ein Pool aus verschiedenen Firmen, die aber immer wieder kommen, ja.
Aber dann ist, und so geil, wirklich, guck das mal. Aber ist dann der quasi, also wo ist der Duellteil? Der Duell ist quasi die.
Der Pitch nur am Anfang. Das Duell ist nach gefühlt sieben Minuten eigentlich vorbei.
Weil man sich dann für eine Firma entschieden hat. Und dann sieht man einfach nur, wie die das bauen.
Eigentlich der Name, nicht das, was die Sendung ist.
Und dann bauen die dann einfach das auf und da ist man dann dabei als Zuschauer.
Genau. Und dann gibt es auch mal so kleine Tipps und so. Hier pappeln besser nicht so in die Sonne, weil, oder die pflanzt man so an und das ist einfach immer so, das ist so angenehm. Das ist wie so eine sehr angenehme Sendung.
Und ist da der ganze realistische Deutschlandteil auch mit drinnen?
Nee, der eine, Geld?
Nee, so, das dürfen wir auch nicht.
Ja, das kann, das ist.
Glaubst du nicht, dass du dir in Deutschland aussuchen kannst, was du für einen Zaun haben willst?
Du kannst ja auch nicht hier einen Buchsbaum hierhin pflanzen. Wir sind doch in Niedersachsen, keine Ahnung. Nee, aber was ich bis heute nicht ganz verstanden habe, wirklich nicht, ist, ob die das selber zahlen müssen oder.
Ja, so.
Ob wir mit unseren Gebühren, keine Ahnung. Ich glaube, die zahlen es selber.
Ach so, ist das öffentlich-rechtlich?
Ja, ich glaube, die müssen es ja selber zahlen, oder?
Ich hoffe es, also.
Weil das oft, also das Minimum immer ein Zwanni eigentlich.
Weil sonst wäre es ja auch kein Duell, weil es ist ja irgendwie so, ja, für mehr Geld gewinnt immer, es gewinnt immer der, der mehr Budget hat.
Und dann aber die Frage, wieso machen Leute dann da mit? Da kriege ich wieder so, da kriege ich vielleicht gemauschelt.
Das frage ich mich eh immer total oft, weil ich mich auch mal gefragt habe, wie die für so Fernsehberichte, du hast ja in so ein bisschen softeren News, so zum Beispiel Sprit wird teurer, dann hast du ja immer so einen O-Ton aus dem Volk.
Ja.
An der Zapfsäule. Ja, ne, oder einfach so ein Typ, der dann sagt so, ja, mit den teuren Spritpreisen fahre ich auf der Autobahn konsequent nur 80. Und wo haben die immer diesen Typen her? Die müssen sich ja eigeninitiativ melden. Wie recherchierst du denn so jemanden? Hier bräuchte man noch so einen Typen, der immer, der sagt, dass er immer nur 80 hat.
Auch in die Sendung kommt, quasi. In Umfragen findest du den, einfach so in Umfragen.
Der da in so einem Beitrag dann irgendwie halt so der komische Vogel ist, der dann diese komische Konsequenz daraus zieht. Kann ich mich genau daran erinnern, da ging es auch mal um Spritpreise. Da haben die einen so einen Typen gefunden, der sagt, ich fahre wirklich nur noch 80 auf der Autobahn, schön mit den LKWs.
Aber haben die den auf der Straße erwischt?
Nee, die haben den dann, der war richtig Teil dieses Beitrags.
Ja, aber war der dann in der Sendung, also in einem Studio?
Nee, in dem Film.
Ja, dann haben sie den einfach auf der Straße gefunden und dann gesagt, haben sie Bock, irgendwie das nochmal deutlicher zu sagen, weil wir brauchen.
Aber die haben ja immer so jemanden parat. Also, weißt du, es gibt, also ich frage mich immer, wo haben die diese ganzen Leute, melden die Leute sich von selber?
Ich bin Detlef und ich finde, ich habe einen ganz komischen, weil du musst ja sagen, ich bin Detlef und ich finde, ich habe einen komischen Umgang mit dem Thema.
Und dann, ich schreibe jetzt dem Ende eher das, ich würde es so komisch machen.
Also, das gibt es auch, also es gibt ja manchmal, wenn du Fernsehsendungen folgst bei Instagram, was glaube ich, du machst, die posten manchmal so, ey, ist euch schon mal das und das passiert, schreibt es uns. Ich glaube, das gibt es. Dann wird 100 Pro, ich weiß es nicht, aber 100 Pro auch im Umfeld einer Redaktion so, kann ich mir vorstellen, dass man irgendwie sagt, du hast ja so einen kauzigen Onkel. Wir brauchen am Dienstag noch einen mit einem Pitbull. Irgendwie. Hast du nicht eine Tante, die einen Pitbull mal hatte? Die hat einen Kangal. Geht auch. Und dann hast du die, das glaube ich schon, oder so einen kurzen Dienstweg.
Ist ja egal, das hat ja nichts mit, ist dann ja kein Fake News oder so, hat ja trotzdem einen Kangal. Oder mag irgendeiner bei euch Feuerwerk? Ja, mein Onkel Timo.
Mein Onkel ist auch Feuerwerk.
Der zeltet jetzt schon in Polen. Und damit er die besten Feuerwerk bekommt, das beste Feuerwerk. Ich glaube, das wird auch viel im Umfeld einer Redaktion. Kann ich mir vorstellen, ich weiß es nicht.
Haben Polenballer bei euch auch so ein Ding?
Ja, klar.
Ja, hätte er senkrecht an der geografischen Nähe zu Polen liegt von Berlin aus.
Nee, stimmt, bei uns sind es Chinaböller, hieß das bei uns.
Nee, Chinaböller sind ja die legalen.
Ach so, nee, Polenböller sind die Bomben. Nee, das sind, ja, also ich kenne es eher, Chinaböller-D war so ein Ding.
Na klar, das sind ja einfach die ganz normalen, das sind ja einfach normale Böller.
Was ist da so ein Begriff, D-Böller? Das war doch immer so.
D-Böller, kann ich dir genau sagen, das sind die kleinen, die größeren, dicken, aber nicht die langen.
Ja, kurze Zündschnur. Habe ich auch nie verstanden, wieso nicht die Zündschnur einfach länger.
Die Zündschnur ist doch gar nicht so kurz.
Nein, aber es war oft so, dieses, jetzt schnell wegwerfen. Warum ist es nicht drei Zentimeter länger? Dann hast du auch nicht diese Gefahr, dass dir die Hand wegfliegt, oder? Keine Ahnung. Genau wie ich mich immer frage, wieso bei Staubsaugern das Kabel nicht einfach länger ist.
Naja, weil du musst ja irgendwo hin.
Ja, aber dann mache ich halt eine fette Seilwinde dran, wäre mir lieber.
Ja, hast du aber so einen fetten Staubsauger.
Aus?
Außer, außer man hat einen Dyson.
So.
Ja.
Ach so, ich muss noch einen Fan auf eine Bühne heben von uns, einen Hörer. Weil wir haben ja die Spotify-Kommentare, ne? Kommentarfunktion bei Spotify. Da hat einer richtig abgeliefert, wie ich fand. Und so hatte ich ja einen Rubriknamen gesucht für meine, dieses, ich fahre bei, ich fahre Stuhl und so.
Ich renne wett.
Ich führe Uhr auf. Genau, ich renne wett. Dann hat der User Darkanum, keine Ahnung, geschrieben, Bezugnahme, namenlose Rubrik, in der Werben à la, ich lüfte Stoß, ich fahre bei, etc. gebildet werden. Namensvorschlag: Rückwerbung, da aus einem, also mit V, ne? Rückwerbung, da aus einem bestehenden Wort rückwärts ein vermeintliches Verb konstruiert wird. Paar meiner Beispiele, das sind jetzt nicht viele, aber die finde ich lustig, weil das letzte ist lustig. Der Chirurg pfuscht Kur oder operiert Not, Diplomaten schafften Boot, Gerichte verfahren Eil, Cops verhören Kreuz.
Finde ich auch gut. Gott an Tag 1, ich knalle Uhr. Finde ich sehr lustig. Die Speiseröhre brennt Sod. Und jetzt zum Abschluss, den fand ich sehr lustig, deswegen wollte ich es kurz hier erwähnen. Und zum Abschluss, Übersetzer matchen doll, gute Übersetzer matchen sehr doll. Finde ich sehr lustig.
Alles gut.
Also wollte ich ja einmal kurz.
Aber Rückwerbung funktioniert als Wort.
Nee, dann heißt es, wenn dann Rückwerbierung.
Rückwerbierung.
Ja, dann nennen wir es jetzt einfach so. Rückwerbierung. Sollte mir nochmal sowas unterkommen. Aber Übersetzer matchen doll, finde ich geil. Ich matche jetzt doll. Übrigens, die Doll-Matcherin, guter Film, Nicole Kidman. Kennst du den? Weil du eben gesagt hast, die Diplomaten. Guter Film.
Aber der klingt mir schon wieder zu anspruchsvoll für mich. Fünf schnelle Fragen, Tommi Schmidt. Frage Nummer eins. Mit was bist du geizig?
Boah, mit was bin ich geizig? Autowäsche. Immer die Schnelle. Das Billigste.
Die Billigste.
Wenn ich immer das Wasser drauf, oder? Also da gibt es ja immer so, wenn du an der Tankstelle dein Auto wäscht, gibt es ja da immer auch so Rundum, Schaum, Lack, Winterfest und sowas, 19,30 Euro. Machen sie auch 20, 21, dann, keine Ahnung, verchromen bei ihnen noch den Auspuff und so. Nee, ich mache hier für 7 Euro das Ding. Das wäre sowas.
Ja, weil es ja wirklich ums Geld geht oder weil du einfach denkst, ja, es wird dadurch nicht sauberer.
Es bleibt nicht sauber, wenn mir da nicht ein Berliner fetter Rabe drauf scheißt. Das ist der Grund. Aber trotzdem bin ich dann jemand, der in der Tankstelle sich aber einfach eindeckt, auch mit Riegeln und Wasser und so für 25 Euro.
Ja, Gott sei Dank.
Deswegen, boah, wo bin ich? Ich bin im Alltag ehrlich, ich bin nicht besonders geizig, aber es muss ja irgendwas, weißt du, ich will mal meins sagen als Inspo. Also ich habe wirklich gar kein Problem damit, mit irgendwem essen zu gehen und dann für alle zu bezahlen. Aber ich hasse es, wenn Leute was abhaben wollen. Ja, das schließe ich mich an.
Also, weißt du, ey, du kannst gerne eigene Pommes haben.
Ich habe finanziell gedacht, aber klar, so Sachleitung.
Nee, aber das ist mit allem möglich, das ist ja weit gestellt die Frage. Aber du kannst, ich kaufe dir gerne eine Pommes, ich kaufe dir zwei Pommes, aber du kriegst hier keine von meinen Pommes ab. Das ist ja schon irgendwie so berechnet, mein Essen, dass mich das genau satt macht. Da kann jetzt hier nicht links und rechts jeder hier sich noch irgendwie was greifen von. Ihr könnt euch gerne was bestellen, aber ansonsten fickt euch.
Exakt so ist es. Deswegen beim Essen bestellen auch immer eine No-Magga bestellen.
Luki, Luki, don't touch.
Ja, genau, aber deswegen beim Essen bestellen immer eine No-Magga bestellen, Not-Margarita, immer noch dazu, damit alle, da kannst du so, hier, nimm das. Weil so.
Witzig, dass du dafür auch einen Namen hast, wie nennst du das? War eine Backup-Tonne?
Ja, sowas. Braucht man. Weil genau damit, ja, wenn man schon, also es gibt nichts Schlimmeres, als von Junkfood nicht satt zu werden.
Ja.
Weißt du, wenn du schon so Teige.
Hast du schlechtes Gewissen und bist nicht satt.
Hast dann noch Bock irgendwie auf einen Apfel.
Ja.
Nach irgendwas. Deswegen, da gehe ich mit. Schließe mich an.
Okay.
Deswegen ist dieses Berliner Restaurantkonzept mit diesem Sherd, nicht Berlin, das hast du jetzt überall, ja, aber ich glaube, hier ging es ein bisschen los, dass man so für den Tisch einfach sowas bestellt. Ich will mein eigenes Essen, wenn ich schon essen gehe.
Ja, wobei so, also das so, also so, ich finde, das hat schon auch was, weil wenn du so, in Deutschland musst du dich immer festlegen. Also da musst du so, da musst du, da committest du dich schon sehr. So, ich muss mich jetzt auf ein Gericht committen, oder man holt halt so Tapas-mäßig so sechs Sachen, und jeder isst so von allem so ein bisschen. Es ist nur wichtig, dass man halt genug hat, oder dass man halt noch eine klare Sache so für sich hat, damit man halt irgendwie so, weißt du?
Aber so ein Mischmasch geht nicht.
Ja, vor allem bei zwei Personen mache ich das, aber bei so vier Personen so.
Das ist das perfekte Beispiel, weil ich bestelle mir jetzt eine Thunfischpizza, und dann greifen sich drei Leute, ich will nur ein Stück abhaben. Fick dich.
Ja. Muss man auch mit so einem Fick dich einfach kommentieren. Ja, genau.
Okay, Frage. Was ist das beste Gefühl? Ich habe jetzt so offene Fragen.
Bleiben wir beim Thema Restaurant. Wenn du von der Toilette kommst und das Essen steht da. Du wartest quasi aufs Essen. Sagst du, ich gehe nochmal kurz, bevor das Essen gleich kommt, auf Toilette. Dann kommst du wieder.
Was ist das beste Gefühl?
Ja. Und wenn der Radiologe sagt, halt, es ist doch nur ein Schatten. Aber ich glaube, ich bleibe beim Restaurant, beim Essen. Also, mal all diese harten Sachen mal weg, so wie Gesundheit, oder? Weil das ist natürlich das beste Gefühl, wenn der Arzt sagt, das ist doch nicht so schlimm. Das würde, glaube ich, mal abziehen. Ich finde es super, Leuten eine Freude zu machen. Also beschenken.
Genau, und was daran? Also welchen Teil davon? Zu wissen, dass du das gleich hast, also dass gleich dieser Moment kommt, also ist es quasi die Vorfreude davon?
Wenn es eine Person ist, die ich sehr mag, dann einfach, das ist dann sogar was Altruistisches, nicht mal dieses geil, guck mal, was ich für ein cooler Typ bin, ich schenke dir das, sondern wirklich diese Freude zu sehen, dass der Person damit jetzt auf jeden Fall besser geht. Das macht mir einfach große, das macht mich sehr glücklich. Ich finde es total geil, Leuten irgendwas, oder Leuten eine gute Zeit zu bereiten. Hier, die Fußballtickets. Hier, komm, ich mache das schon. So irgendwie sowas. Oder hier, ich schenke dir das und das, was die Person sich lange schon gewünscht hat, aber irgendwie nie macht oder so.
Das finde ich gut. Ich habe geschrieben, die Vorfreude, wenn man wirklich was anzubieten hat. Zum Beispiel, wenn ich ein neues Programm geschrieben habe und ich weiß, das ist gut. So, und dann kommen da Leute und freuen sich darauf, und dann zu wissen, ja, und ich kann jetzt auch richtig was anzubieten gerade. Ich habe hier richtig was, ich komme hier richtig gut vorbereitet an gerade. Das ist, also wenn man so gut vorbereitet in irgendwas reingeht und so weiß, ich habe hier gerade richtig was anzubieten.
Das ist ein richtig befriedigendes Gefühl. Und dann, das ist fast sogar noch besser als dann, wenn es sich dann wirklich so in Applaus auflöst, sondern dieses Gefühl davor.
Meine ich. Ich meine nämlich, ich meine auch nicht dieses, du dann ja auch nicht dieses Eitle, guck mal, was ich für ein lustiger Kerl bin, sondern eher das, was du daran auslöst bei anderen Leuten auch. Weil du weißt, was du gleich auslöst bei anderen Leuten.
Ja, genau. Das ist bei mir die Vorfreude. Alle sind hier gerade gespannt. So, und ich weiß, ja, und ich kann auch, habe auch hier wirklich was anzubieten. Das ist ein richtig gutes Gefühl.
Ich finde auch, je älter man wird, bei mir ist es zumindest so, desto mehr, ich war schon immer People Pleaser auf eine Art, aber mir macht es halt auch richtig Spaß. So einfach so, und wieso, weißt du, so Opas ist doch auch immer so, dass sie einfach so alles einfach machen. So einfach für die Enkel, so einfach machen. Und ich liebe auch einfach, ich liebe es, Leute vom Flughafen abzuholen nachts und sonst was. Ich finde es einfach alles, dass die dann, ja, ich habe dir noch hier Essen hingestellt und sonst was, alles schon vorbereitet ist und so. Ich finde es irgendwie, es macht mir Freude. Aber nicht, um da irgendwie Komplimente dafür zu bekommen.
Ich kann es schwer erklären, was mir daran so Freude macht.
Tommi Schmidt, Service Salamander.
Mit Service Salamander.
Schwer zu sagen, Service.
S-S. Kannst du einfach abkürzen mit S-S.
S-S.
Ja.
Okay, nächste Frage. Wie würdest du gerade deine aktuelle Lebensphase übertiteln?
Das ist natürlich ausgesprochen deep, die Frage. Da muss man jetzt erstmal drüber nachdenken.
Ich habe nur so große Fragen. Ich habe heute nur so große Fragen.
Aber so, boah, wie das übertiteln?
Ich kann mir auch einen kurzen Kaffee machen. Kannst mal drüber nachdenken.
Okay. Ich bleibe jetzt genau so sitzen. Gehen wir weiter?
Mhm.
Ich würde sagen, so der Übergang in die Zufriedenheitsphase, würde ich es nennen. Jetzt bitte nicht erklären mal.
Ja, natürlich.
Ach, fick dich. Ja, es ist natürlich sehr viele intime Dinge dabei. Rede ich nicht drüber.
Muss ja auch nicht.
Aber, nee, zufrieden, ja, aber es ist eigentlich auch alles mit gesagt.
Aber interessant ist bei dir, ich sehe die Zufriedenheit am Horizont. Das ist gut. Bei mir wäre es Umbruch. Auch, weil das gerade irgendwie, es fühlt sich gerade so umbruchig an. Ja, so dynamisch, es ist gerade dynamisch. Es ist irgendwie in Bewegung und in Veränderung. Also bei dir ist es ja auch quasi was Prozesshaftes, was, wie hast du es genannt?
Veränderung? Nee.
Übergang in die Zufriedenheitsphase.
Übergang, genau, Übergang ist ja auch was.
Übergang ist auch irgendwie sowas Umbruchiges, irgendwie so gefühlt von einer Lebensphase in die nächste. So fühlt sich das gerade irgendwie an. So einerseits, weil ich jetzt nach dem, also irgendwie ist das Special, also das Programm ist bald abgespielt. Da mache ich erstmal eine Pause und irgendwie so, ich glaube, ich fange auch jetzt mal ernsthafter an, mich so damit auseinanderzusetzen. Mal vielleicht irgendwie ein bisschen ruhiger zu wohnen und irgendwie, irgendwie so viele so eine Sachen.
Irgendwie, ich glaube, gerade ist so ein Moment für Veränderung. Und so fühlt sich das an. Es fühlt sich so nach Umbruch an. Es ist noch gar nicht so krass konkret, aber irgendwie, irgendwie fühlt sich das so an. Vom Einbruch zum Umbruch.
Vom Einbruch zum Umbruch.
Finde ich aber gut. Das wird eh so eine spannende, von außen betrachtet als Freund, als dein Freund, verändert sich ja eh viel, wenn du jetzt von der Bühne runtergehst für eine Zeit. Gleichzeitig bleibst du ja auf der Musikbühne ab und zu. Gleichzeitig gibt es den Podcast. Du willst ruhiger wohnen, sagst du. Wird sich einiges verändern. Und das finde ich auch von außen betrachtet spannend, was das mit dir macht. Ich glaube, es wird gut.
Ja, ich auch. Aber natürlich auch.
Aber es wird auch hier mal knarzen. Hundertprozentig.
Ja, genau. Es hat ja auch, so Umbruch hat ja auch immer sowas Ungewisses halt.
Ja. Gibt es auch diesen cheesy Spruch, dass das Leben ruckelt, wenn man in den nächsten Gang schaltet. Der aber trotzdem stimmt.
Naja. Ja, aber so fühlt sich das auch schon irgendwie so länger an. Ich habe auch irgendwie das Gefühl, jetzt so bei Comedy ist jetzt gerade mal so ein guter Moment, mal so zwei Schritte nach hinten zu machen. Ich habe irgendwie das Gefühl, so die Comedy und Stand-up ist gerade auch so ein bisschen im Umbruch auf eine Art. Ich kann es aber nicht besser beschreiben. Das ist gerade auch irgendwie alles sehr dynamisch. Ich glaube, da habe ich jetzt gerade auch mal keinen Bock, irgendwie so da jetzt so am vorderster Front mitzumachen. Ich finde jetzt, muss ich irgendwie so wieder so neu einpegeln, aber das können die anderen jetzt mal machen.
Und irgendwie, irgendwie ist das gerade cool. Manchmal würde ich mir auch so voll Konstanz in meinem Leben wünschen. Es gibt ja so Leute, Alter, in unserem Alter, die allermeisten Leute in unserem Alter, die kannst du fragen, wo siehst du dich in fünf Jahren? Ja, eigentlich genau da, wo ich jetzt bin. Nur mit Kindern fünf Jahre älter oder eine Gehaltsstufe höher oder was. Ich kann es dir gar nicht sagen. Also null.
Das hat aber viel mit dem Beruf zu tun.
Wahrscheinlich, ja.
Sehr, sehr vielen Leuten, die in der Öffentlichkeit stehen, so. Das ist einfach ein völlig.
Aber.
Im besten und schlechtesten Sinne absurdes Leben führen.
Aber weißt du, was du in fünf Jahren?
Nee, nee, nee.
Nee, wa?
Nee. Nee, nee. Und das ist jetzt nicht dieses auf so politische Lage bezogen. Man weiß ja gar nicht, was, das ist wirklich rein auf einen selbst bezogen.
Ja, ich weiß gerade auch nur rein auf mich.
Ja, keine Ahnung.
Wobei das natürlich da schon irgendwie auch mit dran hängt, so.
Ja. Aber ist ja auch irgendwie, ich will jetzt nicht in allem was Positives sehen, aber ist ja auch geil.
Ich finde das, ich fand das immer cool, ja. Also seit ich diesen, seit man diesen Weg eingeschlagen hat, so.
Seit wir diesen Job haben, du dein, ich meine, ist ja jede Woche komplett anders. Also bei mir zumindest. Jede.
Ich weiß, was du meinst.
Ich bin mal so die Kalender durchgegangen. Da ist nichts gleich, gar nichts, nichts, gar nichts. Nicht mal die Urlaubsphasen, dann und dann bin ich immer im Urlaub oder irgendwas, gar nichts.
Aber irgendwie ist es dann doch auch immer dasselbe. Also es sind so, es ist auf eine unterschiedliche Art und Weise auch im Endeffekt immer dasselbe. Und deshalb fühle ich mich gerade nach Umbruch, weil ich quasi diesen Pool aus immer dasselbe, der dann wochenweise mal total unterschiedlich ist, aber ich mag diesen Pool an denselben Sachen mal, der muss sich mal verändern, habe ich das Gefühl. Mal durchlüften, so aussortieren, so bildlich gesprochen, weißt du, wie ich meine?
Und daran schließt direkt die nächste Frage an: Worauf freust du dich denn gerade? Auf was freust du dich gerade?
Irgendwie komischerweise auf den Winter. Ich weiß aber noch nicht, wieso. Ich finde, ich bin ja großer Weihnachtszeit-Fan. Ich bin lange nicht mehr in der Heimat. Da freue ich mich drauf.
Gibt es da einen konkreten Termin für?
Ich treffe mich mit meinen Kumpels von früher, von ganz früher, bald wieder alle zusammen. Da freue ich mich sehr drauf.
Wie heißt ganz früher?
Detmold, groß werden. Kumpels, mit denen ich immer noch eine WhatsApp-Gruppe habe und so ab und zu mal Scheiße reinschreibt.
Wie heißt die? Irgendein dummer Name.
Sage ich nicht.
Okay.
Ja. Aber genau, mit denen.
Die Arschficker.
Mit denen, da freue ich mich sehr drauf. Das ist schon cool. Kann ich auch nur jedem, allen 19, 20, 21-Jährigen da draußen empfehlen, wenn ihr es eh nicht schon habt. Wenn ihr jetzt eure Kleinstadt verlasst, macht noch schnell eine WhatsApp-Gruppe mit all denen, weil man denkt immer so, ach, wir bleiben ja unser Leben lang befreundet und alles cool. Aber das ist so schwer, das aufrechtzuerhalten. Das ist so dermaßen schwer. Und wir wohnen alle in verschiedenen Städten und teilweise sehr, sehr weit voneinander entfernt, einer auf dem anderen Kontinent.
Und dann eine Freundschaft aufrechtzuerhalten, heutzutage ohne WhatsApp oder so eine Gruppe, wo man ab und zu mal zusammen irgendwie diese gleichen Dynamiken noch hat wie früher auf dem Schulhof, super schwer.
Es wäre mal interessant zu wissen, ob sich Freundschaften so als Konzept verändert haben oder dabei sind, sich zu verändern, ob die irgendwie volatiler werden oder sowas durch die Schnelllebigkeit von allem. Weißt du, wie ich meine? Das wäre mal, also ich weiß nicht, ich wüsste jetzt nicht, wie man das forscht, aber mich würde mal interessieren, es gibt bestimmt so Freundschaftsforscher oder sowas, ob sich das irgendwie verändert, also ob Freundschaften irgendwie länger dauern, wenn man irgendwie noch aus einer manuellen Zeit kommt oder so.
Das würde mich mal interessieren. Weil sich ja vieles auch so aus dem echten Leben halt ins Digitale verlagert, also auch so Freundschaften. Gibt da so reine Online-Freundschaften?
Ich wollte gerade sagen, es gibt das, aber es gibt auch.
Mein Techniker hat neulich zu einer Show, hat er einen Typen getroffen, den hat er noch nie live gesehen. Die haben sich das erste Mal da gesehen, weil die irgendwie seit 10, 12 Jahren immer in so einem Game zusammen zocken online.
Voll geil.
Ja, der ist so random, aber so sowas, weißt du?
Voll.
Ich freue mich gerade auf, also auf die nächsten Shows freue ich mich alle total. Aber ich freue mich vor allen Dingen so auf die, weil das auch gleichzeitig der Abschluss von diesem Projekt irgendwie wird. Also ich finde es total geil. Also wie gesagt, eins der besten Gefühle, was ich meinte, ist, wenn man was vorbereitet hat und dann passiert das endlich und man weiß, man hat was anzubieten. Aber ich finde, es ist auch ein richtig geiles Gefühl, so ein Projekt abzuschließen. Weißt du, wie ich meine? Jetzt habe ich dann irgendwie, nächste Woche sind die drei Shows in Köln in der Längses-Arena.
Da zeichnen wir das Programm auf. So, also wenn ihr Tickets für die Show habt, Leute, brezelt euch auf. Wir zeichnen auf.
Bringt nicht eure Hunde und Kinder mit.
Genau, keine Hunde und Kinder und aufbrezeln. Und das ist ja quasi immer so mit der letzte Schritt von so einem Großprojekt, ein Programm haben. Und danach haben wir, glaube ich, noch fünf, sechs Shows und dann ist in Berlin Tour abschließen, dann ist dieses Projekt irgendwie so vorbei. Und darauf freue ich mich total. Also im Guten, so ein Projekt einfach so.
Haken dran.
Ich habe mir auch von den letzten 18 Shows sind es gerade, ist unsere Tour-Rutsche. Die habe ich mir auch auf so ein Ding drucken lassen, wo ich so nach jeder Show das so wegstreichen kann. Einfach so, wie man so im Kalender so Tage wegkreuzt, bis XY passiert und so. Darauf freue ich mich gerade. Nicht, weil mir das überhaupt keinen Spaß macht, so überhaupt nicht. Es war die coolste, also insgesamt war es auf jeden Fall das coolste Programm und die coolste Tour, die ich je hatte, muss ich sagen. Aber trotzdem finde ich es so richtig geil, so abgeschlossen und dann auch nicht genau wissen, was als nächstes passiert, was wir gerade besprochen haben mit Umbruch und das irgendwie.
Das glaube ich dir.
Da freue ich mich irgendwie drauf.
Das habe ich auch gerade ein bisschen, weil ich auch viel in Planungen bin bezüglich neuer Projekte und so. Oder jetzt sowas wie mit dem neuen Interviewformat von Coppa TS und so, so Sachen, wenn so neue Sachen anstehen und im Hintergrund plane ich auch noch andere Dinge und so. Das ist ja auch eine Form von Umbruch. Es war einfach Bock, nochmal so neu denken, alles.
Aber bevor die Leute hier panicken, Hack geht weiter.
Hack geht weiter, sicher.
Keine Sorge.
Keine Sorge. Kommt übrigens neue Folge Coppa Talks am Freitag. Kevin Trapp. Ich bin in Paris mit dem. Quatsch da mit dem.
Das Torwart ist der, wa? Letzte Frage. Ich habe zwei zur Auswahl. Kannst du dir aussuchen. Was fehlt dir gerade am meisten? Das sind alles so eine großen Fragen heute. Oder bei was geht es dir ums Prinzip? Sag mal, ich war so: Nee, mir geht es hier ums Prinzip.
Was fehlt dir am meisten?
Oder wobei geht es dir ums Prinzip?
Mir fehlt immer, das ist ja auch im Kleinen, merkst du es an so Sachen, dass ich sowas wie Gartenprofis gucke und im Großen einfach manchmal eine Unzufriedenheit mit dem Stadtleben. Mir fehlt immer Natur. Immer. Ich habe immer eine Sehnsucht, also andere Leute gucken vielleicht eine Doku über Natur und denken, oh, wie schön. Ich denke so, boah, fuck, ich brauche das mehr. Ich gucke sowas wie Yellowstone, so mit dem Utah da irgendwie langreiten. Da denke ich nicht, wie schön, sondern boah, wie geil wäre das jetzt da. Diese Ruhe. Ich glaube, in einer anderen, wäre ich irgendwo anders abgebogen im Leben.
Würde ich auch ganz anders leben. Aber durch diesen Medienjob macht es schon Sinn, in einer Großstadt zu wohnen. Ich bin auch nicht unglücklich da. Ich finde das ja auch geil. Oft ist es auch so, wenn ich dann oft länger irgendwo in Detmold bin oder so, ist ja auch kein Kaff. Auch 75.000 Einwohner. Aber dann fehlt mir auch Halli-Galli wieder ein bisschen. Aber das zu verbinden, muss ich mehr hinkriegen in meinem Leben. Bin ich aber auch dran. Weil, und tut sich auch was. Aber es ist so, Natur, also wenn ich einen langen Spaziergang in Berlin, keine Ahnung, Grunewald oder so mache, dann ist es nicht wie anderen Leuten, oh, das war schön, sondern ich sitze dann zu Hause und bin so richtig, fuck, ey, das brauche ich doch viel öfter, also das brauche ich doch im Leben.
Weißt du?
Ich finde, wenn man in der Natur mal ist, also ich bin viel zu selten in der Natur.
Ich mache es schon einmal die Woche schon irgendwie hinzukriegen.
Ja, ich nicht. Aber müsste ich, aber mache ich nicht. Ich finde, wenn man in der Natur ist, dann merkt man schon irgendwie, ja, okay, eigentlich gehören Menschen hierhin.
Genau das meine ich. Und dann auch ganz egoistisch, eigentlich gehöre ich hierhin. Weißt du? Es gibt ja auch Leute, die lieben das einfach so. Manchmal sehe ich dann so Leute, die sind so in Dokus, so leben so in Manhattan. Ich liebe das hier. Hier ist immer was los und so mit 50 noch. So irgendwelche Designer oder so. Und ich so, Alter, krass. Weil es hat doch so alles seine Zeit. Also ich sehe das für mich nicht mit 50 irgendwo an der Hauptstraße so absichtlich. Es gibt ja Leute, die sich nicht aussuchen können, aber dann so bewusst, so ich will diese Lautstärke haben.
Nee, das habe ich nicht in mir.
Ja, aber ich weiß, was du meinst.
Aber eine Mischung wahrscheinlich. Ich weiß es nicht.
Ich bin schon trotzdem auch ein Stadtkind. Also ich könnte mir, jetzt weil ich vorhin meinte, so auch mit ruhiger Wohnung und so, ich könnte mir aber jetzt nicht vorstellen, aus Berlin wegzuziehen.
Nee, das ist eben das Ding. Man ist, wenn man, glaube ich, in einer Großstadt, du bist aufgewachsen, ich bin so ein bisschen über einen zweiten Bildungsweg sozialisiert, über das Studium und habe dann nur noch in Großstädten gelebt. Man wird auch so ein bisschen davon, so im besten Sinne verseucht, weil man einfach das auch mag, dass hier ist was los, coole Sachen passieren hier. Es ist immer die Speerspitze von allem Neuen und so. Es ist schon irgendwie spannend auch. Gleichzeitig, du kennst es ja auch, man fährt ja manchmal durch Berlin, aber auch Köln denkt so, Alter, ist das eine Scheiße hier.
Und auch nicht zu selten. Und dann bist du manchmal irgendwo, stehst auf irgendeinem Feld und denkst so, boah, einfach mal durchatmen. Oder stehst an der Ostsee oder sowas und einfach mal durchatmen und du hörst nichts. Diese Stille erdrückt dich fast schon und nach einem Tag, zwei kannst du es richtig genießen. Und merkst du, wie dein Cortisolspiegel so runtergeht, denkst du, ach so, ja, okay.
Es gibt keinen Tag, an dem ich mich nicht über Berlin ärgere. Aber trotzdem, ich könnte hier jetzt auch wirklich nicht wegziehen. Also ich würde dann in eine ruhigere Ecke von Berlin ziehen, aber ich würde auch nicht den Sprung gehen, irgendwie fünf Kilometer weiter in Brandenburg zu wohnen. Das wäre mir dann zu viel. Also das ist irgendwie völlig außerhalb des Möglichkeiten-Spektrums.
Ja, weil wenn du die Frage stellst, was fehlt dir am meisten? Mir fehlt immer Natur, auch wenn ich gerade davon herkomme. Immer. Ich habe das immer. Deswegen sind wir auch immer am Hundestreicheln und so. Ich glaube, man braucht so, es gibt so Leute, die haben das einfach, die brauchen diese Bindung dazu oder haben diese Bindung. Und wenn die gekappt wird, dann leidet man auch darunter. Übrigens gibt es, wir waren ja bei Tier so in einem Zuhause, gibt es ja in der Mediathek. Aber die Doku, die ich gemacht habe, das kann ich kurz erklären. Ich war ja in Madrid bei den Tierheimen. Und einen kleinen Beitrag davon, der läuft in der Sendung, also in der Mediathek, aber der große, der geht so 20 Minuten.
Den gibt es bei Tier so suchen ein Zuhause, WDR, da müsst ihr googeln auf der Homepage von denen.
Homepage? Oder Mediathek?
Ja, in der WDR-Mediathek, ich glaube, das läuft bei den Sachen über die Homepage tatsächlich. Müssen wir mal gucken. Das sind der 20-Minüter.
Der 20-Minüter, der 11-Ender.
Gerne mal reingucken, war sehr, sehr, sehr interessant und auch lustig manchmal, ein bisschen und traurig.
Traurig?
Traurig, aber manche Stellen ja. Aber es war das eine Tierheim viel besser als gedacht. Ich hatte so Vorurteile. Es war weitaus besser ausgestattet als manche deutsche Tierheime, weil die einfach sehr viele Mittel hatten und so. Das war eins, wo auch schon mal die Königin zu Gast war, aber ich habe auch andere Tierheime gesehen.
Das ist auch Whataboutism, aber also dass wir einen Tankrabatt machen und gleichzeitig sind alle Tierheime in Deutschland unterfinanziert, das kriege ich auch irgendwie nicht zusammen. Das funktioniert irgendwie auch nicht.
Bei mir ist es Ruhe. Ich brauche Ruhe. Ich brauche Ruhe, Ruhe, Ruhe. Und nicht äußerliche Ruhe, also die auch, aber innerliche Ruhe.
So Stecker ziehen, Ruhe.
Ja, ich brauche Ruhe. Ganz dringend Ruhe.
Ja.
Naja. So, Leute, das waren fünf schnelle Fragen an Tommi Schmidt.
Schöne Fragen.
Schöne große Fragen. Habe ich schon einen Folgentitel? Ruhe? Wollen wir einfach Ruhe nennen?
Ja, Ruhe. Ich hätte jetzt unsere Affennamen genannt. Was war es denn nochmal? Quarkaffer.
Nee, nicht wieder Affen. Wir haben immer zu viele Tiere.
Genau, das wollte ich nämlich sagen. Wir haben zu viele Tiere.
Ruhe.
Wir nennen sie Ruhe.
Die Folge heißt Ruhe.
Genau. Ich wollte noch, also wann kommt jetzt was bei dir?
Freitag kommt Coppa Talks. Das Spin-off von Coppa TS, Interview mit Kevin Trapp.
Und Tier so suchen ein Zuhause in der Mediathek.
Richtig.
Gut. Also guckt euch, guckt euch, guckt euch, guckt und hört euch Tommis Kram an. Ja, das macht jetzt zu viel Thema auf, erzähle ich nächste Woche. Wir sehen uns irgendwo auf Tour. Für die erste Stuttgart-Show gibt es noch ungefähr 100 Tickets. Die kann man sich holen. Ansonsten sehen wir uns da, hören uns nächste Woche wieder. Diese Woche kommt kein Vlog, der kommt nächste Woche wieder. Also habt da genug Zeit, Tommis Kram zu gucken, gemischtes Hack zu hören. Wir hören uns nächste Woche Mittwoch wieder. Mittwoch ist und bleibt Takttag. Leute, ihr wisst doch Bescheid. Bleibt gesund, bleibt stabil. Sei bitte lieb zueinander.
Mein Name ist Felix Lohr. Ich letzte Worte hat wie immer der wunderbare Tommi Schmidt.
Und passend zum Museum Dinochauria an alle.
Schön gesagt.
Dankeschön. Diese Folge, gemischtes Hack, wurde euch präsentiert von der HOK24-Autoversicherung.
Guten Hack, ihr Lieben. Neue Folge steht an. Krass mit dem kommenden Winter in Berlin, oder? Vor allem in Berlin, so krass einfach. Was anderes: Braucht ihr auch Ruhe? Braucht ihr auch Natur? So geht’s den Jungs. Gleichzeitig gibt’s Mitleid mit Ameisenbären, Neues aus der Dino-Welt, es wird gesprochen über Kultur und Entertainment und es wird ziemlich doll gemetscht. Ganz viel Fun! Mindestens so viel Fun wie Kameras im KitKat.
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