Transkript von #365 SILVESTER IN DUBAI

01:18:35 64 Min. Lesezeit 0 Aufrufe Veröffentlicht vor etwa ein Monat

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Zusammenfassung der Folge

In dieser Folge von Gemischtes Hack sprechen Felix Lobrecht und Tommi Schmitt über Tommis Museumsbesuche in Madrid und die Frage, ob gute Kunst leicht zugänglich sein muss. Felix hält es für ein Klischee, dass Kunst, die dem Publikum gefällt, automatisch wertlos sei, während Tommi meint, Museen und Galerien wollten ihre Angebote für alle öffnen.

Weitere Themen sind der Vergleich von E-Rollern und Stadtbild in verschiedenen Städten, physikalische Fragen rund um Laufbänder und die Titanic, Podcasts für lange Autofahrten sowie die Sorge vor schlechten KI-Nachrichten. Auch Ernährung, Selbstmotivation und deutsche Eigenheiten wie Schlangestehen und Oktoberfest kommen zur Sprache, bevor das Duo fünf schnelle Fragen beantwortet.

In dieser Folge Felix Lobrecht, Tommi Schmitt

Dieses Transkript der Folge über Kunst, Madrid und Silvester in Dubai wurde mit der Technologie erstellt, die HappyScribe zum Video transkribieren nutzt.

Werbung00:00:02

Gemischtes Hack wird euch präsentiert von der HUK24-Autoversicherung. Alles Gute zum D-Day, und mit D-Day meine ich Deutschland Day, und mit Deutschland Day meine ich den Tag der deutschen Einheit. Das, meine Damen und Herren, war ich. Ich wollte mich einfach mal selber zitieren, mit meinem grandiosen D-Day-Witz. Und damit herzlich willkommen zu einer neuen Folge "Gemischtes Hack". Mein Name ist Felix Lobrecht, mir gegenüber sitzt die immer der wunderbare Tommi Schmidt, der pünktlich zum Deutschlandtag das Land fluchtartig verlassen hat.

Felix Lobrecht00:00:35

Und sich wo befindet?

Tommi Schmitt00:00:37

Im zweiten Deutschland. Spanien.

Felix Lobrecht00:00:40

Ah ja.

Tommi Schmitt00:00:41

Ich bin in Madrid gerade. Genau, ich bin in Madrid. Ich muss ja hier drehen, mit den Hunden. Für Tiro soll da ein Zuhause. Aber das drehen wir erst ab morgen. Heute ist Montag, während der Aufnahme. Wir drehen ab morgen und übermorgen. Und bin aber so ein paar Tage vorgehängt. Schon mal. Wenn man schon mal hier ist, dass man das auch mal nutzt.

Felix Lobrecht00:01:04

Findest du das witzig?

Tommi Schmitt00:01:05

Ich war schon mal hier, allerdings sehr lange her. Sehr lange her. Deswegen war das wie noch mal neu irgendwo hinreisen.

Felix Lobrecht00:01:12

Ja. Ich war noch nie in Madrid. Findest du es witzig, dass du für die Zeit, die du da mit den Hunden drehst, und das deine Kollegen?

Tommi Schmitt00:01:22

Arbeitskollegen.

Felix Lobrecht00:01:22

Arbeitskollegen.

Tommi Schmitt00:01:23

Ja, stimmt, hast du recht. Ja, das ist... Ich hatte schon mal...

Felix Lobrecht00:01:27

Wenn du was essen, musst du Mahlzeit sagen.

Tommi Schmitt00:01:30

Ich hatte schon mal spanische Arbeitskollegen, als ich die Doku gemacht habe über unter anderem Marc-André ter Stegen, den Fußballtorwart. Und der war da noch in Diensten vom FC Barcelona. Und wir hatten einen Tonmann, der sich nicht so mit Fußball auskannte, einer. Und der hat bei einem Dreh... Und der hat ter Stegen dann einmal genannt: "Ey, Ter! Ich muss dich noch verkabeln." Und er dachte, er heißt Ter mit Vornamen. Das war wahnsinnig unangenehm, die Situation.

Felix Lobrecht00:01:57

Ter war eigentlich ein sehr geiler Vorname.

Tommi Schmitt00:02:00

Eigentlich ja. Ja. Aber wie hast du den gefeiert, den Tag?

Felix Lobrecht00:02:03

Ich weiß gar nicht, wie der Nachname ist. Ist es eigentlich geklärt, warum der Ter Stegen heißt? Ist ja kein...

Tommi Schmitt00:02:06

Ist niederländisch, glaube ich. Ich glaube, es ist niederländisch. Er ist aus Mönchengladbach, kommt von der Grenze, deswegen tippe ich, dass es niederländisch ist. Ja.

Felix Lobrecht00:02:13

Okay. Was hast du denn gemacht an deinen vorgehängten Tagen? Was macht man in Madrid? Gibt es da so was Typisches?

Tommi Schmitt00:02:20

Ich bin ja... Ich finde Madrid wahnsinnig cool, weil es sehr schön ist und wahnsinnig schöne Viertel hat und so. Du kannst dir alles angucken und viele Sachen und viele Museen. Und sich viele Museen angeguckt. Aber... Und diesen Retiro...

Felix Lobrecht00:02:32

Ich will sofort wissen, was für welche.

Tommi Schmitt00:02:33

Kunst. Kunst, Kunst, Kunst. Galerien angeguckt und so. War richtig schön. Wirklich schön. Du müsst mal Kenny Scharf googeln, der hatte da eine Ausstellung in diesem Thyssenmuseum. Wahnsinnig krass. So ein bisschen Keith Haring, Andy Warhol mäßig. Das war wirklich cool. Sehr so... Also, ich habe keine Ahnung von Kunst, aber es war... Wenn das jemanden abholt, der wenig Ahnung von Kunst hat, ich habe nicht gar keine Ahnung, aber wenig, dann ist es immer, finde ich, ein gutes Zeichen. Oder? Würde ich so behaupten.

Felix Lobrecht00:03:03

Ja, das ist immer die Frage. Warte, das ist eigentlich ganz interessant. Warte, da will ich kurz reingehen. Sorry, Leute, übrigens, falls wir uns hier irgendwie die ganze Zeit unterbrechen, das liegt nicht an Unhöflichkeit. Zumindest nicht auf meiner Seite. Auf Tommis Seite definitiv Unhöflichkeit. Nee, aber es liegt an... Wir haben einen geisteskranken Delay hier, internetmäßig.

Tommi Schmitt00:03:19

Ja.

Felix Lobrecht00:03:21

Ist Kunst, die für Laien zugänglich ist und sich sofort irgendwie erklärt und einem Laien gefällt, hast du ja gerade gesagt, das ist immer ein gutes Zeichen. Ich glaube aber, dass ganz viele so verbissene Künstler oder so selbsternannte oder auch meinetwegen wirkliche Kunstkenner das absolut nicht so sehen würden. Weißt du, es gibt ja, glaube ich, ich glaube, ganz viele denken, so Kunst, die so dem "Pöbel" in Anführungszeichen gefällt, ist so wertlos.

Also, weißt du, wenn man sich so einen typischen Galerie-Klischee-Atzen vorstellt, der da irgendwie so vor irgend so einem Stück Scheiße steht und einfach so: "Die Leute, diese Banausen, die verstehen uns alle gar nicht, die wollen alle nur zur Mona Lisa watscheln" oder sowas. Weißt du, wie ich meine?

Tommi Schmitt00:04:07

Ich glaube, das ist halt, wie du schon sagst, Klischee. Ich weiß gar nicht, ob es diese Person wirklich gibt. Weil ich glaube, wenn du die alle fragen, wenn du jetzt so Galeristen und so interviewen würdest oder alle Menschen, die irgendwie im Bereich, im weitesten Bereich Museum arbeiten, finden sie es gut, wenn es irgendwie zugänglich ist für alle. Würden die, glaube ich, alle behaupten. Hier gab es auch Museen, die waren for free. Du kannst einfach reingehen. Das ist irgendwie auch cool. Weil es kann ja nicht...

Felix Lobrecht00:04:31

Das ist übrigens voll oft so. Das ist eigentlich nur in Deutschland nicht so. In London gibt es ja auch einfach, glaube ich, auch Museen immer umsonst.

Tommi Schmitt00:04:37

Ja, immer ist ja auch nicht. Aber die müssen sich ja auch irgendwie finanzieren so. Das wird ja nicht alles nur subventioniert. Aber keine Ahnung. Ich bin ein klassischer Museumsgänger eigentlich, wenn ich in andere Städte fahre. In Berlin gehe ich manchmal, weil das eben Berlin so bietet. Aber in Köln war ich ganz selten nur in Museen, obwohl es auch tolle Museen gibt. Und ja.

Felix Lobrecht00:04:59

Ich will noch über dieses Kunst... Ich will noch über dieses Kunstding reden. Wir haben ja auch so eine... In Deutschland ist ja Mainstream... Wird ja immer erst mal scheiße gefunden. Wenn viele Leute irgendwas gut finden, dann gibt es einen so einen Schlag Leute. Und ich würde mich da teilweise auch ehrlicherweise manchmal dazu zählen. Wenn viele Leute irgendwas gut finden, dann finde ich das so für mich erst mal scheiße. Einfach nur, weil man so cool sein will und einen edgy Take haben will.

Und das wäre dann quasi die Gegenthese zu dem, was du sagst. Weil das ist ja dann quasi leicht zugänglich. Und auch wenn man keine Ahnung von der Materie hat, erfreut man sich daran. Aber so Künstler, die so gehypt werden, oder so Filme, die Preise gewinnen, oder so Bücher, die Preise gewinnen, das sind ja meistens so unlesbare, unschaubare, langweilige Kackfilme. Oder Bücher, die einfach nur so eine Handvoll Leute überhaupt so meinen, verstehen zu können oder sowas.

Tommi Schmitt00:06:02

Also würdest du, wenn du nicht beteiligt wärst, Felix Lobrecht und Hack kacke finden dann? Dementsprechend?

Felix Lobrecht00:06:07

Als ersten Impuls wahrscheinlich schon, ja. Außer ich würde uns schon lange kennen. Aber wenn ich jetzt so auf uns gestoßen würde, würde ich sagen: "Weiß nicht, was die Leute halt so über uns sagen."

Tommi Schmitt00:06:18

Ja, ich habe da auch mal drüber nachgedacht. Hack ist ja auch... Man wird ja auch bememed. Oder wir. Oder was weiß ich. Und das ist ja auch völlig in Ordnung so. Habe ich halt drüber nachgedacht. Weil das ist halt irgendwie auch Teil von Indie und Jugend und Internetkultur eben. Dass die Sachen, die irgendwie dann im Mainstream erfolgreich sind, irgendwie auch hier und da begeckt werden und belächelt werden und so. Das haben wir ja umgekehrt genauso gemacht. Und das ist ja auch völlig in Ordnung. Ich finde, das gehört einfach so dazu.

Felix Lobrecht00:06:48

Ja, andersrum habe ich überhaupt kein Problem damit, irgendwie im Mainstream stattzufinden, wenn ich nicht das Gefühl habe, mich dem, also mich verändern zu müssen, um im Mainstream stattfinden zu können. Weißt du, wie ich meine? Also wenn man es schafft, einfach so seinen Kram zu machen, wie man es macht, sei es als Musiker, Schauspieler oder jetzt hier Podcast oder Comedy oder was auch immer. Und das gefällt dann zufällig voll vielen Leuten und ist voll Mainstream. Das ist ja geil. Ich finde es immer nur dann komisch, wenn Leute, die eigentlich A machen wollen, irgendwie B machen, weil sie wissen, mit B habe ich irgendwie im Mainstream einen Shot.

Also sich so künstlich verstellen.

Tommi Schmitt00:07:29

Ja, total. Ich finde es aber auch irgendwie lustig, so diese Metamorphose mitzubeobachten, die man selber ja auch mal durch hat, wenn du irgendwie so Leute beobachtest. Und das meine ich gar nicht zynisch oder so, sondern wirklich. Ich finde das wirklich interessant, weil ich habe es ja auch gemacht. Wenn so Leute sich irgendwie erst so lustig machen über Preise und dann irgendwann, wenn sie selber nominiert sind, doch selbst hingehen. Oder wenn sie sich lustig machen über Podcasts und irgendwann dann selber doch einen starten und das erst so ironisch bewerben: "Ey, wir haben jetzt auch einen Podcast" und so. Aber dann einfach so ganz normal dabei sind und diese Entwicklung durchmachen.

Dieses: "Ah okay, jetzt bin ich halt irgendwie Teil dessen und das ist auch in Ordnung." Aber ich finde das gar nicht... Weißt du, was ich meine?

Felix Lobrecht00:08:08

Naja. Ich glaube, es ist immer nur... Ich glaube, jeder kann alles machen. Man muss irgendwie nur so sein... Ich finde, das muss sich irgendwie echt anfühlen. Und nicht jetzt so irgend so eine zusammengecasteten Super Group Podcast Schwanzgruppen. Wo du einfach merkst, da gibt es keinen eigenen Antrieb, das zu machen. Es gibt hier kein wirkliches Interesse aneinander oder wirklichen Bedarf, diesen Podcast irgendwie so aus sich heraus zu machen. Sondern das ist jetzt einfach nur so: "Die Leute wollen gerade Podcast hören. Wir machen jetzt hier so einen Podcast." Weißt du, wie ich meine? Also wenn man so einen Mainstream bedient, so auf...

Also geplant auf Zuruf, das finde ich nach wie... Also das fand ich immer wack und finde ich auch nach wie vor kacke.

Tommi Schmitt00:08:50

Ja. Ja, ich auch. Ich weiß genau, was du meinst. Übrigens, was ich dir noch sagen, was noch interessant ist in Madrid. Wir haben ja schon oft darüber geredet, dass Städte mittlerweile innerhalb Deutschlands sich immer mehr angleichen. Alles sieht irgendwie gleich aus. Es ist egal, ob du... Also gerade kleinere Großstädte. Es ist irgendwie... Es ist egal, ob du in der Großstadt bist oder in der mittleren Großstadt bist. Die Innenstädte werden immer ähnlicher. Es gibt die gleichen Läden. Auch hier ist es ja so. Auch in Madrid, in der Innenstadt, kannst du die gleichen Klamotten kaufen wie in Berlin und in Hamburg und in London.

Und es gibt überall die gleichen Läden. Das ist alles gleich. Aber was wirklich mal interessant ist, in einer Großstadt zu sein, wo E-Roller verboten sind und sowas. Das ist wirklich ein anderes Stadtbild.

Felix Lobrecht00:09:34

Aber so aufs erste Schnuppern besser?

Tommi Schmitt00:09:37

Aufs erste Schnuppern viel besser. Also viel mehr... Du hast wirklich auf den Bürgersteigen mehr Raum, weniger Hindernisse und so. Du hast weniger so Action im Straßenverkehr. Es fehlt da halt ein komplettes Fortbewegungsmittel, was nicht da ist. Weil diese Fahrräder haben die zwar auch, aber nicht von den großen Anbietern wie wir, sondern von einem Anbieter an verschiedenen Stationen, wenn ich das richtig gesehen habe. Wirklich, dass du die so ganz ordentlich abgeben musst, an ganz verschiedenen Stationen, auch in so Gehänge reinhängen und nicht irgendwie irgendwo abstellen, so Zonen. Also deswegen ist das alles ganz akkurat.

Und du hast keine E-Roller, die irgendwo rumliegen und so. Gleichzeitig ist es aber als Tourist wahnsinnig kacke, weil mir fehlen halt irgendwelche Fortbewegungsmittel. Ich habe dann versucht, diese lokale Fahrrad-App hier zu nehmen, um mir so ein Fahrrad zu nehmen. Hat nicht funktioniert. Du musst irgendwie dich anmelden und dann kriegst du so einen Code aufs Handy. Dieser Code per SMS kam nie bei mir an. Hat nicht funktioniert. Habe ich irgendwann so gefühlt dagegen getreten und dann weitergegangen. Musste halt alles zu Fuß machen und Bahn halt. Das ist ein bisschen komisch. Aber das Stadtbild an sich wirkt alles ein bisschen cleaner.

Alles ein bisschen schöner. Also Madrid eh überraschend sauber. Also so sehr clean an manchen Stellen. So sehr aufgeräumt.

Felix Lobrecht00:10:50

Du bist doch schon dauernd in einem Vorzeigegegner.

Tommi Schmitt00:10:53

Keine Frage. Bin ich gerade in so einem Viertel. Aber es gibt auch viele andere Viertel, in denen man so ist und so. Aber es ist trotzdem irgendwie alles so ein bisschen... Wirkt so auch in den nicht so schicken Vierteln ein bisschen cleaner irgendwie alles. Ich weiß nicht. Also keine Ahnung. Aber ja, es ist natürlich total subjektive Beobachtung, weil ich jetzt erst nur drei Tage hier rumlatsche. Aber das mit den E-Rollern ist spannend. Das ist wirklich eine spannende Beobachtung.

Felix Lobrecht00:11:20

Eigentlich sind E-Roller ja in der Theorie so gedacht, so für die letzte Meile wurden die, glaube ich, immer beworben. Aber eigentlich da, wo E-Roller wirklich gebraucht werden, also wenn du so auf dem Dorf wohnst, weißt du, und irgendwie erst mal so 20 Minuten zur S-Bahn laufen musst, eigentlich da müsste es die ja geben. Aber genau da gibt es die ja nicht. Eigentlich gibt es die nur da, wo eh schon perfekte Anbindung von A nach B überall ist. Also weißt du, wie ich meine? Eigentlich ist das voll Quatsch. Eigentlich müsste das genau andersrum sein. Die müssen eigentlich aus dem Tarifbereich A raus, weil da ist eh schon alles zu dicht und zu voll und du kommst perfekt irgendwie überall hin.

Eigentlich müsste es... Die müssen alle nachts heuten.

Tommi Schmitt00:11:59

Eigentlich ja, aber dann trägt ja das Geschäftsmodell nicht, weil die ja viel zu wenig benutzt werden. Also es funktioniert halt nicht. Ich glaube, die würden es ja machen.

Felix Lobrecht00:12:09

Die würden nicht heut mal ran, ey.

Tommi Schmitt00:12:11

Nee, ich bleib bei deiner Idee. Ich bleib bei deiner Idee. Über Laufbänder in die Städte. Wie im Flughafen. Einfach so neben dem Bürgersteig so ein langes Laufband durch Detmold. So durch diese Städte.

Felix Lobrecht00:12:21

Und es fährt so 70.

Tommi Schmitt00:12:25

So ein Laufbandführerschein.

Felix Lobrecht00:12:27

Ey, du bist doch Physiker. Kann man als normaler Mensch... Könnte man 70 laufen? Also wenn man quasi einfach... Also wenn das Band wirklich 70 fährt und du läufst darauf normal, dann ist ja deine Schrittgeschwindigkeit addiert sich quasi da drauf. Das sind dann vielleicht so 73 km/h. Aber kann man das einfach so machen oder wird einem dann so der Boden unter den Füßen weggerissen?

Tommi Schmitt00:12:52

Das ist eine gute Frage.

Felix Lobrecht00:12:53

Weil ich wollte eigentlich das gerade mit dem Laufband vergleichen, aber das ist ja Quatsch. Weil ein Laufband fährt dir ja entgegen. Also so ein Fitnesslaufband. Da läufst du ja quasi gegen die Laufrichtung. Aber wenn du quasi mit der Laufrichtung gehst, kann man dann einfach darauf laufen auf 70, wenn man so langsam an die Geschwindigkeit rangeführt wird?

Tommi Schmitt00:13:09

Warte, warte. Du würdest... Genau, das Zweite, was du sagst, muss zwingend passieren, weil sonst legst du dich ja so dermaßen auf die Fresse.

Felix Lobrecht00:13:16

Ja, genau. Du musst quasi erst mal so auf so ein normales, das fährt dann so fünf und es wird dann immer schneller einfach.

Tommi Schmitt00:13:21

Stimmt.

Felix Lobrecht00:13:22

Also so müsste es nicht sein.

Tommi Schmitt00:13:23

Vielleicht zieht es dir den Boden unter den Füßen weg, glaube ich.

Felix Lobrecht00:13:27

Ja, genau.

Tommi Schmitt00:13:27

Das kann ich mir vorstellen. Das ist so, wie wenn im Cartoon einer auf Eis ausrutscht.

Felix Lobrecht00:13:31

Ja, oder auf einer Banane ausrutscht. So richtig nach hinten.

Tommi Schmitt00:13:34

Ja, genau. Das ist, glaube ich, aber auf dem Papier müsste es funktionieren. Genauso wie es auf dem Papier immer, wenn jemand sagt, wenn ein Fahrstuhl abstürzt, einfach ein paar Sekunden, nee, eine Sekunde, bevor der unten aufknallt, hochspringen. Und dann lachen alle und sagen so, ja, Quatsch. Aber ich denke dann immer, wieso funktioniert das denn nicht?

Felix Lobrecht00:13:51

Naja.

Tommi Schmitt00:13:52

Also wieso... Ich weiß irgendwie, dass es nicht funktioniert, aber ich kann nicht erklären, wieso nicht.

Felix Lobrecht00:13:56

Ich glaube, es funktioniert, ehrlich gesagt.

Tommi Schmitt00:13:58

Ja, das ist sicher auch, aber irgendwie...

Felix Lobrecht00:14:00

Ey, nein, Tommy, guck mal, ey. Titanic. Die letzte Szene Titanic. Was passiert da? Da ist die Titanic schon so... Hier, das ist das Wasser und hier ist die Titanic. Und die geht so runter. Und hier oben die...

Tommi Schmitt00:14:14

Das sieht aus wie ein I im Wasser.

Felix Lobrecht00:14:16

Genau.

Tommi Schmitt00:14:17

Wie ein I-Tanic.

Felix Lobrecht00:14:18

Ja, und hier oben drauf sind Rose und Jack. Und dann geht das immer weiter runter und dann irgendwann sagt Jack, du springst auf mein Kommando, springst du. Und das war dann so ganz kurz, bevor die Titanic im Wasser untergeht, sollte sie springen. Wahrscheinlich aus demselben Grund. Und wahrscheinlich, damit sie nicht in diesen Sog kommt. Quasi springen, damit man ein bisschen später am Wasser landet und dieser Sog einen nicht so runterzieht. Oder?

Tommi Schmitt00:14:47

Da habe ich aber mal letztens gelesen. Ja, aber da habe ich letztens gelesen, das ist eine Urban Legend, dass es an diesem Ort, wo das Boot untergeht, dass da irgendwie man da so reingezogen wird durch so einen Strudel. Weil alle immer davon wegschwimmen, wenn so ein Boot untergeht. Eigentlich sollte man da bleiben, weil man dann eher gerettet wird oder so, wenn man da bleibt, weil man sonst abgetrieben werden könnte. Ich weiß aber nicht, ob das stimmt. Also falls ihr mal auf dem Boot untergeht und irgendwie ertrinkt, bitte mich nicht zur Rechenschaft ziehen. Das wäre ganz witzig. Wäre ganz wichtig.

Apropos, du sagst, ich bin Physiker. Wir sind ja wieder wer. Wir haben ja heute, ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast, einen Nobelpreis gewonnen. Zwei Deutsche.

Felix Lobrecht00:15:27

Echt?

Tommi Schmitt00:15:27

Ja.

Felix Lobrecht00:15:28

Deutschland. Bist Deutscher, mach es raus.

Tommi Schmitt00:15:29

Ich glaube, Medizin, oder? Du bist Deutscher, mach was draus.

Felix Lobrecht00:15:35

Und zwar für, jetzt kommt es, Optagenetik. Das habe ich zum ersten Mal gehört in meinem Leben. Das sorgt dafür, man reizt irgendwie Zellen oder so mit Licht und macht da irgendwas. So, ich glaube, das war auch die Begründung von den Schweden. Die machen da irgendwas und dann kriegen die jetzt zu dritt, weil da ist so ein Ami dabei, 1 Million und 6000, nee, und 60.000, ich glaube, 1,06 Euro kriegen die zu dritt. Kommt mir wenig vor.

Tommi Schmitt00:16:02

Oder? Weil ich denke dann auch immer so...

Felix Lobrecht00:16:04

Also ist das Forschungsgeld oder ist das Privatmoney?

Tommi Schmitt00:16:07

Die können damit machen, was sie wollen. Und jetzt frage ich mich natürlich, so Forscher, stelle ich mir wieder vor, dass die das alles in ihre Uni stecken, so irgendwas Langweiliges machen, so wir brauchen neue Mikroskope oder sowas oder ein neues Dach über dem Labor. Aber wenn sich da einer einfach mal so ein Lambo kauft oder so, das fände ich irgendwie geil. Wenn er einfach so jetzt das nur dafür gemacht hätte, das fände ich irgendwie witzig. Aber wir haben einen Doppelsieg geholt. Deutschen am Tag der Deutschen Einheit, alle am Wochenende am Tag der Deutschen Einheit Nobelpreis geholt. Da können wir doch stolz drauf sein.

Felix Lobrecht00:16:38

Yes.

Tommi Schmitt00:16:39

Ich habe noch heute eine Zahl für dich mitgebracht. Du sollst mal überlegen, was diese Zahl mit meinem Körper zu tun hat. Oder mit mir zu tun hat. Und zwar die Zahl 23. Also es ist eine circa Zahl. 23.000. Was könnte das sein? Was könnte das in meinem Leben gewesen sein? 23.000. Was habe ich vielleicht 23.000 Mal gemacht? Was habe ich 23.000 Mal kassiert? Was habe ich 23.000 Mal gesagt? 23.000, circa.

Felix Lobrecht00:17:09

23.000 Screen Time, Spaß.

Tommi Schmitt00:17:14

Minut pro Tag.

Felix Lobrecht00:17:17

23.000. Ich glaube, du hast dich ja so ein bisschen selber verraten, weil du erst gesagt hast, mit meinem Körper, also hat es irgendwas mit deinem Körper zu tun. 23.000.

Tommi Schmitt00:17:25

Ja, im weitesten Sinne.

Felix Lobrecht00:17:27

Im weitesten Sinne. 23.000.

Tommi Schmitt00:17:29

Konsum. Konsum. Konsum. Gibst einen Tipp.

Felix Lobrecht00:17:33

23.000 Konsum.

Tommi Schmitt00:17:34

Thema Konsum.

Felix Lobrecht00:17:36

Nee, weiß ich nicht, sag.

Tommi Schmitt00:17:38

Okay, ich trinke ein Getränk, seit ich 16 bin. Kaffee. Und dann habe ich mir überlegt, ich trinke durchschnittlich drei Kaffee am Tag. So. Und 16, also ich bin ja 37 Jahre alt, 21 Jahre, ich habe 365 Tage, also 365 mal 21 gerechnet.

Felix Lobrecht00:18:00

Mal drei.

Tommi Schmitt00:18:01

Und dann halt mal drei. Das sind etwa 23.000. Das heißt, ich habe in meinem Leben 23.000 Kaffee getrunken. Das klingt sehr viel, ne?

Felix Lobrecht00:18:10

Weiß ich ehrlich gesagt nicht.

Tommi Schmitt00:18:13

Wie viel wären es denn bei dir? Du trinkst mehr, ne? Aber du trinkst...

Felix Lobrecht00:18:16

Ich trinke immer Espresso. Das kann man nicht so ganz... Obwohl ja eigentlich schon. Ja, auf jeden Fall mehr wahrscheinlich. Aber ich glaube, ich habe später angefangen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es viel klingt.

Tommi Schmitt00:18:28

Da kommst du wahrscheinlich auch auf eine ähnliche Zahl.

Felix Lobrecht00:18:30

Naja. Ich habe... Mir ist was... Ich wollte mal den Hackenden sagen, dass ich total neidisch auf alle Hackenden bin. Weißt du warum?

Tommi Schmitt00:18:39

Ja. Nee.

Felix Lobrecht00:18:41

Weil die Hack hören dürfen. Weil die einfach einen zuverlässigen Podcast haben, der ihnen in den meisten Fällen gefällt. Weil ich hatte vorgestern eine Situation, ich hatte nächste Woche startet... Also diese Woche. Wenn die Hackenden das hören, morgen. Morgen startet meine Arena-Tour wieder und ich hatte, um wieder reinzukommen, drei kleine Shows in Hannover. Das Downstairs hat ja einen Tochter-Comedy-Club in Hannover, den Hannover Comedy Club. Und da habe ich drei kleine Shows gemacht, um halt wieder reinzukommen.

Einen Tag eine und am zweiten Tag zwei Shows. Und nachts bin ich noch nach Hause gefahren mit Phyllis. Und wir waren beide völlig im Arsch, so eine Doppelshow schlaucht echt, Alter. Und da wollte ich nachts einfach... Ich wollte nach Hause, aber ich war auch ganz schön im Arsch. Phyllis fährt nicht gern Auto. Das heißt, ich musste fahren. Mein Bruder war noch im Urlaub. Und dann dachte ich, ich muss jetzt irgendwie wach bleiben. Und dann wollte ich einfach nur einen Podcast hören. Irgend sowas, was einfach so vor sich hin dudelt, was mich nicht groß fordert, was aber interessant genug ist, damit ich nicht einschlafe.

So. Und es war ein Samstag. Das heißt, der offensichtliche Pick ist Lanz und Precht, weil die haben immer freitags eine neue Folge. So. Und dann mache ich das an und dann geht es so... Und dann gab es nur so düstere Themen. Dann ging es auf einmal so, die gingen um KI und KI-Weltuntergang, bla. Da habe ich so, boah, nee, ey, jetzt nicht hier mit KI-Weltuntergang, bitte. Dann bin ich auf SWR2 Wissen gegangen und dann irgendwas über Missbrauch und Kriegsverletzte und ey, nur so harte, harte Themen, Alter.

Alle Podcasts, die ich regelmäßig höre, hatten nur so harte Themen. Also nur so Weltuntergangs, Menschenzerfetzungs, schlechte Laune, Dauener-Sachen. Und da wollte ich dich fragen, was hättest du in der Situation gemacht? Musik. Manchmal hat man keinen Bock auf Musik. Manchmal will man irgendwie...

Tommi Schmitt00:20:42

Warst du jemals im Thema Hörspiel tätig? Nicht tätig, aber im Fan, so wieder Fragezeichen oder sowas?

Felix Lobrecht00:20:49

Nee, drei Fragezeichen ist so völlig an mir vorbeigegangen. Aber stimmt, das wäre eigentlich, also nicht jetzt drei Fragezeichen, aber stimmt, so ein Hörspiel wäre es gewesen wahrscheinlich.

Tommi Schmitt00:20:58

Ja. Weil mein Problem auf Autofahrten mit Hörbüchern ist, ich muss sofort einschlafen. Also Hörbücher beim Autofahren ist wirklich lebensgefährlich bei mir. Ich muss, es müssen wenn dann Podcasts sein. Ich höre dann gerne halt wirklich sowas wie "Alles gesagt". So ein fünfstündiger Podcast irgendwie mit einem guten Gast. So von der Zeit der, sowas ziehe ich mir da rein.

Felix Lobrecht00:21:21

Ich habe dann tatsächlich auch von der Zeit so ein Ding gehört. Also die haben ja so einen Podcast, der heißt "Nur eine Frage". Das ist von denselben Moderatoren wie dieses "Alles gesagt". Da freut er sich auch, ich kann mich ja nur über diesen Typen aufregen. Auch in jeder Anmoderation sagt, freut er sich immer so, dass er folgenden Witz macht. "Nur eine Frage. In diesem Podcast stellen wir nur eine Frage." Und deshalb heißt er "Nur eine Frage". Da freut er sich jedes Mal drüber. Und dann sagt er so, intern nennen wir es N1F. Ja, das habe ich super gemacht, Dicker.

Großartig.

Tommi Schmitt00:21:54

Aber hast du den dann gehört?

Felix Lobrecht00:21:55

Dann habe ich den gehört. Und zwar zum Thema, gibt es Aliens? Oder wie wahrscheinlich ist es, dass wir Aliens irgendwie bald treffen oder sowas? Und dann, das muss ich ganz ehrlich sagen, das ist ja eigentlich ein spannendes Thema, aber das war der langweiligste Talk, den ich je gehört habe. Da ging es auf einmal nur um Löwen und um irgendwie so ganz andere Sachen, die so gar nichts mit Aliens zu tun haben. Ich bin wach geblieben, aber richtig schlecht gelaunt gefahren und angekommen.

Tommi Schmitt00:22:26

Ja, das ist kacke. Weil ich habe natürlich den großen Vorteil mit dem Fußballfantum, dass ich dann einfach irgendwelche Fußballpodcasts höre oder Fußballinterviews und so. Da kann ich mir dann reinzimmern und mache mir total Freude. Musik verstehe ich auch. Ist dann irgendwann doof. Boah, ist schwer. Ist wirklich schwer. Aber weil du sagst KI bei Lanz und Precht, die beiden sind doch aber eher so, sind das nicht aktuell so die Optimisten der Nation? Die finden doch alles immer so halb so schlimm und alles wird gut.

Felix Lobrecht00:22:55

Nee, Lanz ist mittlerweile nicht gut.

Tommi Schmitt00:22:57

Nee, aber Lanz ist doch eher so, kriegen wir schon alles hin und so.

Felix Lobrecht00:23:00

Ja, aber die Einordnung interessiert mich ja gar nicht so sehr. Also mir reichen irgendwelche Fakten so darüber, was gerade mit KI alles los ist und möglich ist, um mir die Laune zu verderben. Also selbst wenn mir dann irgendjemand sagt, ja, aber vielleicht kommt es ja nicht so, mir reicht es schon, um irgendwie schlechte Laune zu kriegen.

Tommi Schmitt00:23:21

Kennst du diese Sensationsgeilheit, dass so Good News einen gar nicht so befriedigen? Kennst du das? Dieses Phänomen.

Felix Lobrecht00:23:28

Du meinst so das Gefühl.

Tommi Schmitt00:23:30

Ja, das ist quasi so, wenn jetzt irgendein Experte sagt, wird alles gar nicht so schlimm, dass sich das nicht so triggert wie, ich glaube, in zehn Jahren gibt es keine Menschen mehr.

Felix Lobrecht00:23:40

Ja, klar.

Tommi Schmitt00:23:41

Und ich meine nicht negativ triggert, sondern einfach so, dass es irgendwas in der, das ist, glaube ich, wie dieses Phänomen Flugzeugabsturz oder was weiß ich. Und man sieht dann die Bilder und klickt dann drauf und so, weil man so irgendwie denkt, vielleicht sieht man ja irgendwie auf dem Video, wie es genau abstürzt und sowas. Das ist eigentlich absurd, dass man da Interesse daran hat, zu sehen, wie dann irgendwie 300 Leute sterben. Aber so ticken wir halt oder unsere Hirne von vielen von uns. Und das habe ich bei KI mittlerweile. Das haben die so geschafft, dass ich gerade die Artikel lese, die mit so einem Abgesang auf die Menschheit irgendwie so, weißt du, die mir eigentlich total Angst machen sollten, weil es einfach so ein Real-Life-Horror ist, dieses AI-Ding.

Und vielleicht eben auch nicht, wenn dann einer sagt, das ist alles nur PR und am Ende geht es denen darum, die wollen jetzt möglichst viel Horror verbreiten, um dann sagen zu können, hier haben wir übrigens das Gegenmittel, es kostet dann das Doppelte. Wenn das jemand sagt, denke ich so, ja, langweilig. Ich will sehen, wie mich das Ding auseinanderreißt irgendwann in zehn Jahren. Keine Ahnung. Aber ich kenne diese Autobahnfahrten, die so, aber Hörspiel ist dann meistens gar nicht so schlecht. Oder halt Fußball, aber das hast du halt nicht. Oder lange Interviews, das ist immer gut.

Das ist eigentlich immer gut. Lange Interviews ist immer gut.

Felix Lobrecht00:25:02

Tommy.

Tommi Schmitt00:25:03

Felix.

Werbung00:25:04

Unser heutiger Werbepartner ist mal wieder Tchibo.

Yes.

Und ich habe eh letztens an Tchibo gedacht. Und zwar warum? Weil ich habe gebraucht eine Strandmuschel, Schießgummis und eine Lampe.

Ja.

Und ich hatte keinen Bock, in acht verschiedene Läden zu gehen. Deswegen bin ich einmal ins Tchibo rein. Zack, Alt, bekommen perfekt. Die beste Strandmuschel Europas, egal. Und wenn du da eifrig am Shoppen bist, was ist dann ganz wichtig, Tommy? Zwischendurch sich seine Insel der Entspannung zu schaffen.

Glückseligkeit.

Eine Insel der Glückseligkeit, sich einfach mal einen Kaffee zu gönnen. Und Tchibo, auch wenn man es ja mittlerweile gar nicht mehr so sehr auf dem Schirm hat bei dem ganzen geilen anderen Scheiß, die die haben. Stichwort Lampen.

Schlafanzüge.

Schlafanzüge für alte Leute und alles, alles. Aber eigentlich ist das Bread-and-Butter-Geschäft von Tchibo das Kaffee. Und nicht nur Kaffee an sich in Form von Bohnen, sondern auch geile Kaffeemaschinen. Qubo ist hier das Stichwort. Geschrieben Q-B-O, Qubo. Das ist die Kapselmaschine von Tchibo.

Kaffee in seiner besten Form. Und die Maschinen sind fantastisch. Sie sehen auch geil aus, finde ich. Das ist so schön kompakt, schön stylisch, klare Kanten. Aber auch da Rundung, wo es hingehört. Es ist irgendwie, finde ich, sehr schön, morft sich gut in jede Küche. Es gibt Leute, die haben so Bock auf Kaffee, die haben den einfach auf den Nachttisch stehen. Ich kenne Leute.

Bei mir ist es ganz aktuell. Wir sind auf Tour. Und hinter der Bühne steht immer so eine kleine Qubo-Kapselmaschine. Falls noch nicht ganz jetzt, ich brauche jetzt schnell noch einen Kaffee. Jetzt noch schnell einen Kaffee. Und dann werden hier die Leute bespaßt. Weil es einfach so praktisch, handlich und gut zum Mitnehmen ist.

Und die Maschinen haben auch die Press-Brew-Technologie. Also du drückst drauf, das Ding wird gebrüht, läuft durch. Fantastisch.

Es geht schnell, du hast es portioniert. Es gibt unglaublich viele verschiedene Röstungen und Flavor, die in den kleinen, geilen, quadratischen Qubo-Kapseln drin sind. Schmeißt das Ding da rein, zack, drückt auf den Knopf. Tommy hat es schon gesagt, Press-and-Brew-Technik dauert keine Minute. Ab dem Moment, wo du dich entscheidest, einen Kaffee zu trinken, bis du ihn hast, mit der Qubo-Kaffeemaschine, mit den geilen Kapseln, die die im Angebot haben, Leute.

Ich habe gerade nochmal nachgeguckt. Die kleinste Qubo-Maschine ist einfach 10,5 Zentimeter nur breit. So, also der passt überall rein. In jedes Handschuhfach.

Also Leute, entdeckt jetzt die Qubo-Kapselmaschinen in den Tchibo-Filialen und erfahrt mehr unter www.tchibo.de/qbo. Ich habe neulich das erste Mal was gemacht, auch in diesem Hannover-Kontext. Ich habe erzählt, wir hatten am zweiten Tag eine Doppelshow. Und ich habe schon ein paar Mal so Doppelshows gemacht, zwei an einem Tag. Und das geht auch immer irgendwie. Also man hat dann erstaunlicherweise doch immer noch, auch bei der zweiten Show noch Energie und so.

Felix Lobrecht00:27:58

Und wenn man irgendwie schnell Material so reinprügeln will, also damit man das halt üben kann, dann bringt das auch was. Aber es ist trotzdem total anstrengend und eigentlich auch total unnötiger Stress, weil mir ging es ja jetzt gerade nur ums Auffrischen, so dass ich alles mal wieder irgendwie laut ausspreche, damit ich das wieder so im Kopf habe. Das heißt, es war einfach viel zu viel. Und diesen Fehler habe ich schon so oft gemacht, dass ich nach einer langen Pause mir so Doppelshows buche, um wieder reinzukommen.

Und deshalb habe ich nach der zweiten Show das erste Mal was gemacht dieses Mal. Und zwar habe ich mir das erste Mal ein Video selber aufgenommen, wo ich in die Kamera etwas reinspreche, gerichtet an Zukunfts-Felix, was mir meine Bookerin Carina vor die Nase halten soll, wenn ich beim nächsten Programm wieder sage, ja, da mach mal Doppelshows. Einfach so ein Reminder für mich selber, wo ich wirklich so mir selber in die Augen gucken muss und dann einfach von mir selber eine Ansage bekomme.

Hast du sowas schon mal gemacht? Hast du dir schon mal selber so ein Video gemacht, so ein Reminder oder dir mal selber einen Brief geschrieben oder sowas?

Tommi Schmitt00:29:12

Nee, das nicht. Ich habe mittlerweile wirklich dieses, habe ich dir auch, glaube ich, hier schon mal erzählt oder privat, diese Ben-Efflek-Regel, die wird ihm immer zugesprochen. Der hat sich irgendwann mal gesagt, Termine nur annehmen, wenn du dir auch zusagen würdest, wenn sie morgen wären.

Felix Lobrecht00:29:27

Ja, verstehe ich. Aber ich weiß nicht, ob ich das mitbringe.

Tommi Schmitt00:29:30

Also wenn du morgen, wenn es morgen ist, würdest du es dann machen? Und wenn dann, dann sag zu. Weil es gibt so viele Sachen, die sagt man zu und dann ist irgendwann Februar und dann so, ach, das ist morgen. Uh. Weißt du? Und.

Felix Lobrecht00:29:44

Das Ding an sich verstehe ich schon, aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich ein gutes Kriterium ist. Weil, ja, so nach der Logik, weißt du, so, dann, also folgendes Beispiel. Du bist irgendwie mit deinen Freunden toll essen.

Tommi Schmitt00:30:00

Ja.

Felix Lobrecht00:30:00

So. Und dann macht man danach irgendwie, quatscht man noch und sitzt und bla. Und dann sagt man so, wollen wir direkt was ausmachen fürs nächste Mal, damit wir uns bald wiedersehen. Und nach der Logik würde dieses nächste Mal ja dann nicht stattfinden, weil man in diesem Moment, wo man total satt ist und, weißt du, in dem Moment hast du keinen Bock, morgen zu essen. Das kannst du dir in dem Moment nicht vorstellen, morgen wieder fett zu essen. Deswegen weiß ich nicht, ob das eine gute Entscheidungshilfe ist. Ich verstehe, wo das herkommt, aber.

Tommi Schmitt00:30:34

Jetzt hast du es aber allerdings geschickt aufs Privatleben gezogen. Ich meine ja wirklich reines Berufsleben.

Felix Lobrecht00:30:41

Ja, aber selbst da.

Tommi Schmitt00:30:43

Im Leben eines Kindes.

Felix Lobrecht00:30:43

Ja, Kinder sind berufliches Essen.

Tommi Schmitt00:30:45

Ja.

Felix Lobrecht00:30:46

Richtig faul rausgemogelt, ey.

Tommi Schmitt00:30:49

Ja, aber selber ein Video noch nicht. Ich hatte mal auch einen Kumpel, der hat sich wirklich so einen Motivationszettel so ins Studentenzimmer gehängt, in die Studenten-WG gehängt. So wirklich so auf der Ebene, du schaffst das und sowas. Aber wenn es hilft, so, keine Ahnung, ich müsste dann immer, ich könnte das nicht.

Felix Lobrecht00:31:08

Whatever works, ja.

Tommi Schmitt00:31:09

Das ist nichts für mich, aber scheinbar ist das für viele Leute hilfreich, so ins Zwiegespräch mit sich selbst zu treten. Aber ich habe oft so diese Momente im Badezimmer, wo ich mir tief in die Augen gucke, so. Und so ins Zwiegespräch, aber ohne was zu sagen. Also jetzt nicht wirklich keine Selbstgespräche führe, sondern so, Digga, was war das denn schon wieder? Oder mach mal vielleicht mal ein bisschen weniger oder mach mal das und das und so. Das mache ich schon. Aber ich schreibe mir keine Briefe so in die Zukunft, aber es ist vielleicht gar nicht schlecht.

Felix Lobrecht00:31:40

Ich mache mir, wenn ich trainiere, habe ich immer so ein kleines Notebook dabei, also ein Notizbuch, also ein physisches Notizbuch. Da schreibe ich mir immer mein Training quasi auf, also immer Übung, dann die Satzzahl, die Kilozahl und die Wiederholungszahl. Einfach, weil sonst bist du das halbe Training immer nur damit beschäftigt, das richtige Gewicht zu finden. Und so kannst du halt irgendwie deinen Fortschritt sehen und hast einfach, mir hilft das irgendwie, ich mache das schon ewig, seit ich 18 bin oder sowas.

Und da schreibe ich mir tatsächlich oft so kleine Notizen für mich selber rein. Einerseits so Anmerkungen, irgendwie hier selbes Gewicht oder da nächste Woche hochgehen oder hier bla. Aber auch oft so, ich mache immer unten, wenn ich fertig bin mit dem Training, unterstreiche ich den ganzen Trainingsplan und dann mache ich immer einen Haken für geschafft und einen zweiten Haken für, ich habe auch, also zwar auch, ich habe nicht einfach nur so fertig trainiert, sondern ich habe auch wirklich mich verausgabt, habe hart trainiert. So zwei Haken, das ist so die Belohnung.

Und dann mache ich mir manchmal noch so kleine Notes dazu, so bleib dran, jetzt, also so zieh weiter durch oder noch sechs Wochen und also so eine Sache mache ich schon. Und ich bilde mir auch ein, dass das irgendwie hilft.

Tommi Schmitt00:32:58

Was glaube ich, glaube ich, und was glaube ich auch hilfreich wäre mal, ist, weil das Thema Ernährung wird ja von sehr vielen Leuten bezogen auf Leistung, sehr vernachlässigt. Also ich will sagen, wenn du jetzt zum Beispiel, keine Ahnung, hast um 20 Uhr irgendwas Wichtiges zu tun oder in unserem Job ist irgendwas Berufliches zu tun, so abends, und es funktioniert ganz gut oder auch vielleicht mal nicht und so, und dass man dann im Anschluss mal ein Resümee zieht, wie habe ich heute eigentlich geschlafen, was habe ich gegessen, wann habe ich gegessen, weißt du, weil das, glaube ich, sehr unterschätzt wird, auch der Darm und so, was der alles macht und so weiter und so fort.

Das ist, glaube ich, sehr, sehr, es ist gar nicht so doof, sich mal aufzuschreiben, weil wir keine Ahnung, du hast abends irgendwie warst sehr gut drauf, bist auf eine Bühne gegangen, es hat gut funktioniert, dass man sich dann mal kurz aufschreibt, wie habe ich mich heute ernährt, wann genau, wie viel Zeit vorher, was genau. Es wird, glaube ich, sehr, sehr unterschätzt, ehrlich gesagt.

Felix Lobrecht00:33:54

Ja, genau. Man macht meistens nur Fehleranalysen, wenn irgendwas nicht klappt. Eigentlich ist auch voll gut, mal zu gucken, also was hat man gemacht, als etwas geklappt hat.

Tommi Schmitt00:34:06

Ja, genau. Genau. Und einfach auch so, gibt es ja auch dieses Bild von Ernährungsberatern oft, dass man sich so voll Gedanken macht und voll genau schaut, welchen Sprit man jetzt in sein Auto tankt oder welchen Strom oder was ist, welchen Diesel, sondern genau guckt, okay, wie viel Oktan und das, aber in den eigenen Körper, gerade die Deutschen so, alles so reinschütten und werfen, was einfach so satt macht, um schnell satt zu werden. Das ist natürlich so ein polemisches Beispiel, aber es ist auch schon ein bisschen was dran.

Felix Lobrecht00:34:33

Ja, aber es gibt auch voll schlechte Bildung in puncto Ernährung. Also eigentlich ist das ja was, was man in der Schule lernen müsste. Es ist ja total offensichtlich, dass man das eigentlich lernen müsste. Das ist ja viel wichtiger, als Französisch zu können.

Tommi Schmitt00:34:52

Ja, ja, absolut. Absolut. Und es geht ja oft logischerweise Hand in Hand mit Leuten, die viel Sport machen, dass die sich dann vor allem halt mit Ernährung auch auskennen, weil man sich irgendwie beschäftigen muss damit, um Fortschritte zu machen.

Felix Lobrecht00:35:05

Aber genau da ist das Problem. Aber genau da ist das Problem, weil es tatsächlich, ich habe das auch schon mehrmals an mir selber beobachtet, man kommt über dieses auf Ernährung achten wirklich sehr schnell in so eine Gegenden, wo es dann langsam in Richtung Essstörung geht. Das geht echt relativ schnell. Ich habe gelesen, in der Süddeutschen, glaube ich, dass McDonald's jetzt gesundes Essen ins Menü aufnehmen will.

So Pumper-Essen. So Hähnchenkram und proteinreich und weniger Zucker. Also mit ausgewiesenen Kalorien haben die ja, glaube ich, jetzt schon. Und auch so mit verschiedenen Portionen und so.

Tommi Schmitt00:35:48

Ja, ich glaube, denen geht es, also das ist erstmal, finde ich, ist natürlich gut, aber gleichzeitig glaube ich, dass all diesen großen Firmen, die auch sehr ungesundes Essen verkaufen und anbieten, auch so ein bisschen der Arsch auf Grundeis bestimmt geht wegen Ozempic. Wenn das nämlich, wenn diese Abnehmenspritze dann irgendwann über orale Mittel, so Medikamente oder Tabletten vor, weil ich glaube, viele Leute sind, ja, genau, es geht doch jetzt los, aber ich glaube, so der Massenmarkt ist noch nicht so da.

Aber stell dir mal vor, wir gucken jetzt mal in eine Welt, wo sowas einfach rezeptfrei wie Emmer Eckardt oder einfach in der Apotheke, kannst du dir einfach diese Tablette holen. Da werden das ja viel mehr Leute machen. Dementsprechend werden die Leute viel weniger essen. Und dementsprechend ist es für solche Firmen, die hochkalorische Mahlzeiten verkaufen, glaube ich, eine sehr schwammige Zukunft, wenn die nicht genau wissen, was passiert. Weil wenn man jetzt mal wirklich so Black Mirror-mäßig weiterdenkt, ist dann ja, wenn es nicht krankhaft ist, Übergewicht ja eine Entscheidung.

Weißt du, was ich meine? Das ist ja absurd.

Felix Lobrecht00:36:59

Ja, eine Entscheidung oder Ergebnis von, komischerweise ist ja Übergewicht in reichen Ländern meistens bei armen Leuten der Fall. Also tendenziell sind ärmere Leute eher dicker.

Tommi Schmitt00:37:13

Ja, und wenn du dann aber, wenn du jetzt mal wirklich in diese, nochmal, man guckt jetzt mal in so eine Zukunftsvorstellung, dass wirklich das eine Entscheidung ist und alle Leute sind schlank, weil sie sich diese Tabletten reinballern, dann ist ja die Rechnung wieder nicht mit der Trendgesellschaft gemacht. Dann wird es genau, wie du sagst, oder wie du so ein bisschen jetzt durch die Blume gesagt hast, wird es wahrscheinlich wieder wie in gewissen Jahrhunderten ein Schönheitsideal sein, übergewichtig zu sein. Und dann geht das wieder in die Richtung. Dann lassen die Leute das wieder. Also es hat ja auch einen Grund, warum es jahrhundertelang Übergewicht das Schönheitsideal war.

Das kann man sich ja jetzt auch sehr, ja, oder blass sein, genau. Das ist, weil es auch selten ist oder selten war, keine Ahnung.

Felix Lobrecht00:37:56

Nee, da war es immer das Schönheitsideal, weil es mit Reichtum assoziiert war.

Tommi Schmitt00:37:59

Ja, ja, weil du nicht draußen arbeiten musst.

Felix Lobrecht00:38:01

Du warst nicht draußen auf dem Feld arbeiten und du hattest genug Geld, um einfach fett zu essen und konntest quasi, da kommt ja das Wort Wohlstandsbauch.

Tommi Schmitt00:38:11

Ja. Aber findest du nicht, jetzt mal unter uns, diese ultra-weißen Vinierszene, dass das mittlerweile eher ein Symbol ist für Reality-TV-Menschen, im weitesten Sinne sozusagen, und nicht mehr für, wenn jetzt in den 90ern jemand so Zehen hatte oder in den 2000ern, war ja immer so, oh, reich, reich, hier Düsseldorf, Kö, solche Leute und so. Mittlerweile ist das doch irgendwie so, keine Ahnung, vielleicht ist das auch eine komische Beobachtung, die völlig falsch ist, aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass sobald das so viele Leute machen, verliert das dann seinen Schönheitsidealwert.

Felix Lobrecht00:38:50

Nee, ich glaube, ich weiß, was du meinst, aber ich glaube, in dem Beispiel mit den Zehen ist das Problem, dass das mittlerweile, also dass das so unnatürlich aussieht, dass es dadurch dann irgendwie so ein, weiß ich nicht, also dadurch wirkt das einfach so in die, also so, sorry, aber so wie bei Klopp, ja, das sieht ja albern aus. Also, wenn ich schlechte Zähne hätte, würde ich mir die auch sofort machen lassen, ja. Aber man muss ja nicht die Triple White extra Mutterfick-Edition nehmen und dann auch noch so unnatürlich gerade oder sowas, die müssen ja trotzdem irgendwie aussehen wie echte Zähne.

Weißt du, wie ich meine? Oder? Also, dadurch, dass es so übertrieben gemacht wird, kriegt das jetzt, glaube ich, so ein bisschen dieses, ja, hat das sowas Geschmackloses, irgendwie sowas, ja, es sieht halt so unnatürlich aus, ja. Aber es gibt auch voll viele Leute, die stehen auf dieses Unnatürliche. Es gibt auch voll viele Männer, die stehen so auf so offensichtlich schönheitsoperierte Frauen.

Tommi Schmitt00:39:53

Ja, we will see. Ich finde es so manchmal irgendwie ein total spannendes Phänomen, wie wenn dann so die Masse irgendwas macht und dann immer wieder vergessen wird, Trend, Trend, Trend, Trend.

Felix Lobrecht00:40:05

Ich finde eher komisch, dass es für Zähne noch keine bessere Lösung gibt, als so wie ich das verstanden habe, werden ja deine echten Zähne, wenn das so runtergefeilt war, so, und dann wird, dann diese neuen Zähne werden da ja so raufgesetzt.

Tommi Schmitt00:40:19

So rübergeschoben, ne?

Felix Lobrecht00:40:20

Ja, genau, aber wirklich von deinen echten Zähnen sind nur noch so kleine Stummelchen übrig.

Tommi Schmitt00:40:25

Stummel.

Felix Lobrecht00:40:26

Und du musst doch einen besseren Weg gehen, weil stell dir mal vor, dann verkackt der Arzt das. Und dann hast du, deine echten Zähne sind einfach dann so, das kann doch nicht die beste Lösung sein.

Tommi Schmitt00:40:35

Ich finde, die Leute sehen immer, wenn man diese Bilder sieht, immer so aus wie dieses Krokodil, wo man so einen Zahn runterdrücken muss. Das ist dann so, wenn sich da so der Kiefer so zuschlägt.

Felix Lobrecht00:40:43

Dieses Kinderspiel.

Tommi Schmitt00:40:44

Ich will mal bei den Leuten so, ja, ich will den Leuten so einfach so den Zahn runterdrücken. Das sieht immer so aus.

Felix Lobrecht00:40:49

Das Krokodil, ey, wie hieß denn das nochmal? Hieß das nicht irgendwie Doktor, Doktor irgendwas?

Tommi Schmitt00:40:55

Doktor Kroko? Weiß ich nicht.

Felix Lobrecht00:40:58

Nee, Kai, Kai, mein Bruder sagt gerade Kai, aber Kai war das Zähneputz-Lernkrokodil in der Schule. Kai kauft Flächen aus und Flächen innen Flächen. Ja, es gab dieses Kinderspielzeug, dieses Krokodil, das hatten wir zu Hause. Ich habe das geliebt, ey. Das fand ich richtig geil. Das und Looping Louis, überkrass.

Tommi Schmitt00:41:12

Ja, Looping Louis, hast du das ohne Saufen gespielt? Das war ja irgendwann das Saufspiel, zumindest in NRW war das so ein Ding. War das in Berlin auch?

Felix Lobrecht00:41:18

Ja, Saufspiel habe ich das erst viel später kennengelernt. Wir hatten das, ich weiß gar nicht, ob wir das hatten oder ob mein Cousin das hatte und mitgeworkt hat. Auf jeden Fall haben wir als Kinder öfters Looping Louis gespielt. Das habe ich echt gefeiert, ey. Das fand ich richtig geil.

Tommi Schmitt00:41:30

Saufspiele immer gehasst. Ich habe das nie verstanden. So, ich, also ich trinke doch sowieso, ich trinke doch trotzdem was. Ich muss Saufspiele umdrehen. So, wer verliert, darf nichts trinken. Dann hätte ich es spannend gefunden. Das wäre irgendwie cool. So wie die böse Variante, die wir mal besprochen hatten, von The Voice of Germany. Dass, wenn man das Lied doof findet, dreht man sich um, so. Boah, ist das scheiße. Dann drehen sich alle weg. Das wäre auch, das wäre die radikalere Variante.

Naja, ich habe übrigens zwei Tag der Deutschen Einheit Wochenende und Nobelpreis und sonst was, zwei deutsche Beobachtungen. Und zwar die eine deutsche Beobachtung, ich komme jetzt in ein Alter, wo ich, wenn ich mich irgendwo, habe ich jetzt im Museum gemerkt, wo ich mich anstelle und es ist irgendwie wenig los in der Schlange und dann steht man da und dann dreht man sich irgendwann, hat man entweder hat sein Ticket bekommen oder dreht sich irgendwann mal um und dann ist die Schlange plötzlich viel länger, dass man das dann kommentiert, so, jetzt guck dir jetzt mal die Schlange an. Kennst du das Phänomen? Boah, jetzt guck mir, jetzt guckst du mal, wie viel hier los ist plötzlich.

Machst du das auch?

Felix Lobrecht00:42:33

Um was damit klar zu machen? Um deiner Begleitperson.

Tommi Schmitt00:42:36

Ich glaube einfach nur so sein eigenes Glück kurz einmal zu kommunizieren, wie geil das ist, dass man nicht so lange warten musste, aber irgendwie es einfach zu kommentieren, so, boah, guck mal jetzt die Schlange an, da würden wir jetzt aber lang warten. So einfach so, das finde ich, und das Deutsche immer sagen, dass sie, meistens ist so ein Samstag, dass sie dann sagen, sie lassen den Abend jetzt noch gemütlich ausklingen. Und dann frage ich mich immer so, was ist das Gegenteil, also was machen wir denn sonst? Weil das habe ich nie verstanden. Wenn Leute gesagt haben, wir lassen den Abend noch ausklingen. So Freunde meiner Eltern, so, wenn die die Frage haben, was macht ihr heute noch?

Wir lassen den Abend noch ausklingen. Was ist denn das Gegenteil von den Abend? Also was ist denn das eigentlich?

Felix Lobrecht00:43:11

Das Gegenteil ist.

Tommi Schmitt00:43:13

Am Ende ist das doch auf dem Sofa liegen und Tatort gucken. Also es ist einfach nur nicht feiern gehen oder nicht.

Felix Lobrecht00:43:19

Nee, das ist glaube ich sowas wie, man bleibt schon länger wach, aber man geht nicht nochmal voll rein und man geht nicht sofort hin. Also es ist sowas wie, das ist quasi wie so ein Absacker.

Tommi Schmitt00:43:34

Das habe ich nämlich auch gedacht. Stell dir mal vor, es ist 19:30 Uhr, Sommerabend, und man steht mit den Nachbarn auf der Straße, und die fragen, was macht ihr noch? Wir lassen den Abend noch ausklingen. Okay, alles klar. Dann geht man rein, und wie klingt man denn aus?

Felix Lobrecht00:43:47

Das ist ja viel zu früh. Am Abend ausklingen lassen ist, du warst auf einem Konzert, so, war geil, warst mit zwei, warst mit drei Freunden unterwegs, so, und dann, und dann, und dann, so, was macht ihr jetzt noch? Ja, wir lassen jetzt noch den Abend ausklingen lassen. Der Abend muss erstmal schon richtig stattgefunden haben. Um 19:30 Uhr ist er noch, ist er noch mittags. Das ist ja noch nicht Abend.

Tommi Schmitt00:44:10

Angeklungen, und jetzt wird er, also es ist zumindest noch so ein Schlürschluck, noch so ein Bierchen irgendwo, ne? So ausklingen.

Felix Lobrecht00:44:17

Ja, irgendwie sowas, ja.

Tommi Schmitt00:44:20

Ich verbinde damit wirklich so in den Garten oder auf dem Balkon sitzen und noch so Sommerabend und so ein Bier, und dann geht man irgendwann schlafen. Das ist auch irgendwie ausklingen. Aber egal. Das sind noch so zwei Sachen, die ich mit dir besprechen würde.

Felix Lobrecht00:44:30

Aber warst du jemals auf dem Oktoberfest?

Tommi Schmitt00:44:33

Einmal, ja.

Felix Lobrecht00:44:35

Ist es so schlimm, wie man sich das vorstellt?

Tommi Schmitt00:44:41

Boah, ich glaube ähnlich wie beim Karneval.

Felix Lobrecht00:44:44

Welcher Tommy-Schmidt-Phase, warst du da?

Tommi Schmitt00:44:46

Student in Hannover.

Felix Lobrecht00:44:48

Okay.

Tommi Schmitt00:44:48

Also Knallgas.

Felix Lobrecht00:44:51

Okay.

Tommi Schmitt00:44:52

Aber ich glaube, es ist immer eine Frage, wie du es halt kennenlernst. Wie bei allem. Wenn du den Karneval, ich kenne Leute, die hassen den Kölner Karneval, und dann habe ich die nochmal mitgenommen, und seitdem fahren die auch ohne mich dahin, weil die sind größte Fans geworden. Und ich glaube, wenn du mit so OG Münchnern vielleicht losgehst, die, jetzt nicht die Klischee-OG Münchner, die wir jetzt alle vor Augen haben, nicht so reiche Schnösel, sondern ich meine wirklich so normale Münchner, wenn die dich mitnehmen und dir mal so diese Tradition zeigen, und dann sitzt man da natürlich trotzdem und isst und trinkt einige Biere und hat eine gute Zeit, ohne dass die ganze Zeit irgendwie so eine Taff-Kamera um die Ecke kommt und da sind irgendwelche Australier und kotzen irgendwo runter und sonst was, das ist ja fürchterlich.

Ich stelle mir es auch unangenehm vor, wie viele Fernsehkameras da bestimmt sind, wenn irgendwelche Leute irgendwelche Beiträge drehen. Boah, überall Kameras. Das ist dann so nach vier Litern Bier würde ich nicht in eine Kamera gucken. Und ich glaube, wenn du das so normal kennenlernst, dann kann das richtig schön sein. Und genauso ist es beim Kölner Karneval. Aber ich glaube, wenn du einfach so, einfach so, ich gehe mal auf die Wiesen, dann ist es so, wie wenn du in Köln als Tourist so, ja genau, als Tourist kommst du am Hauptbahnhof an, stehst du am Heumarkt irgendwie und denkst so, okay, was ist das denn jetzt hier? Und alle haben so drei-Euro-Kostüme an, irgendwelche Ganzkörperzebras und kotzen, sind voll gekotzt, trinken Wodka Energy, denkst auch so, was ist das denn?

Und so ist ja auch Kölner Karneval nicht. Und ich glaube, irgendwo da in der Mitte ist die Wahrheit. Warst du hin? Du warst auch noch nicht da, offensichtlich.

Felix Lobrecht00:46:23

Nee, nee. Das ist wirklich, das wäre, glaube ich, so unter den Top drei Sachen der schlimmsten Sachen auf der Welt, die ich mir für mich vorstellen könnte.

Tommi Schmitt00:46:33

Was wäre Top zwei? Was wäre denn, was könnte ich mir für dich als schlimmstes vorstellen? Also, Oktoberfest schon sehr gut.

Felix Lobrecht00:46:44

Oktoberfest ist schon hart.

Tommi Schmitt00:46:46

Boah.

Felix Lobrecht00:46:46

Gute Frage.

Tommi Schmitt00:46:47

Hier so, so Coachella, sowas.

Felix Lobrecht00:46:51

Boah, ja, das ist auch hart. Also Influencer-Events finde ich, also sowas finde ich, glaube ich, noch schlimmer. Wo dann noch jeder, wo alle noch mit ihrem Handy die ganze Zeit rumrennen. Wobei das wahrscheinlich auf dem Oktoberfest auch schlimm ist.

Tommi Schmitt00:47:08

Coachella finde ich auch.

Felix Lobrecht00:47:09

Coachella, das ist ja ganz komisch.

Tommi Schmitt00:47:13

Die Platz eins finden dann noch.

Felix Lobrecht00:47:14

Ganz komische Dings. Ja, oder sowas ganz Versnobtes, da kannst du mich auch mit jagen.

Tommi Schmitt00:47:20

Ja, so Silvester auf Sylt, in so einer Bar.

Felix Lobrecht00:47:24

Ja, Silvester in Dubai oder sowas. Genau, ich glaube, Platz eins spielt irgendwie in Dubai.

Tommi Schmitt00:47:30

Silvester in Dubai, Alter. Das wird ein geiler Folgentitel. Wahrscheinlich so bei unserem Glück in Anführungszeichen jetzt noch morgen Terroranschlag in Dubai, wenn wir das Ding so Silvester in Dubai. Das wäre natürlich super.

Felix Lobrecht00:47:45

Ich glaube, das wäre das Schlimmste, was man TS, wofür man Tommy irgendwie, also du bist auch nicht der Silvester in Dubai-Typ, muss man schon fairerweise sagen.

Tommi Schmitt00:47:55

Nee, da bin ich auch Top drei. Da reicht schon Silvester.

Felix Lobrecht00:47:59

Ja, und ich muss auch sagen, das hatte ich auch im Podcast schon mal erzählt. Ja, das hatte ich auch schon mal im Podcast erzählt. Mir fehlt dieses Gen, was man braucht, um an so Orten wie Bierkönig und Megapark und so, also wo diese Art Musik läuft, das heißt auch so Après-Ski und sowas. Überall, wo diese Art Musik läuft, also das, und das ist ja auf dem Oktoberfest wahrscheinlich auch so, mir fehlt das Gen, um das irgendwie so ironisch lustig zu finden.

Also ich habe überhaupt kein Problem damit, wenn man irgendwie feiern ist oder wenn man mal besoffen ist oder sowas, irgendwie so trashige Popsongs, da kann ich total Spaß dran haben. Dann singe ich hier auch "Hot and Cold" von Katy Perry mit, ist mir egal. Also das ist okay, aber so diese Humpa Pumpa, also das geht nicht. Kann ich nicht. Nicht mal, wenn ich mich drauf, wenn ich jetzt es wirklich will oder egal wie besoffen ich bin, das geht nicht.

Tommi Schmitt00:48:56

Ja, das habe ich auch, als wir auch zusammen auf Mallorca waren, in dem Haus, habe ich das auch gemerkt. Da haben wir irgendwann mit diesen mehreren Leuten diesen Vibe, dass wir so Mallorca-Songs angemacht haben, da warst du noch so halb dabei. Und da habe ich irgendwann von Oliver Frank "Italienische Sehnsucht" angemacht, wirklich so ein Fullblown-Schlager. Und da hast du wirklich so die Hände so vor dem Gesicht, so boah, da können wir das, sowas bitte nicht hören. Bitte. Bitte, aber mit dieser Ernsthaftigkeit so. Ich sage, ja okay, dann habe ich wieder "Ick hüfft Gold" angemacht, dann war es wieder in Ordnung. Aber das habe ich gemerkt in dem Moment, da warst du so, oh nee, bitte, ich kann das nicht.

Ich kann, aber gar nicht böse, boshaftig, sondern ich kann das nicht.

Felix Lobrecht00:49:32

Nee, ich kann nicht.

Tommi Schmitt00:49:33

Das fand ich ganz.

Felix Lobrecht00:49:34

Das geht nicht. Das ist so wie Dubstep. Kann ich nicht.

Tommi Schmitt00:49:38

Ja, ich finde, ja, voll. Aber sonst wüsste ich bei mir, ich bin auch nicht mehr so Weihnachtsmarkt, auch nicht mehr so, aber es ist nicht schlimm für mich. Nee, muss ich noch finden.

Felix Lobrecht00:49:48

Nee, Weihnachtsmarkt ist einfach nur langweilig. Im Endeffekt stehst du immer so mit deinem Glühwein so, stehst da irgendwie rum. Das ist ja auch immer die billigste Scheiße. Das ist ja einfach dieser, das ist ja wirklich der billigste Kack-Glühwein, ja.

Tommi Schmitt00:50:04

Ja, das ist absolute, also hier Amaretto, sich wer kann. Wenn du da wirklich dann noch Amaretto-Schuss und rum und sowas und hast du einen Schädel, das ist wirklich das billigste vom billigsten.

Felix Lobrecht00:50:12

Ja, ja, ja, deswegen.

Tommi Schmitt00:50:13

Boah.

Felix Lobrecht00:50:14

Es gibt so richtig guten Glühwein, aber den gibt es halt nicht auf so Weihnachtsmärkten. Wenn, dann weiß ich nicht wo.

Tommi Schmitt00:50:23

Felix, ich habe Fragen für dich mitgebracht.

Felix Lobrecht00:50:24

Yes.

Tommi Schmitt00:50:26

Die Antwort ist Deutschland. Hast du eigentlich gesehen, dass Friedrich Merz diese Woche geweint und geschlafen hat in der Öffentlichkeit?

Felix Lobrecht00:50:33

Nee.

Tommi Schmitt00:50:33

Bei so einem Schülerpreis hat er, wie von seinen Emotionen wird er übermannt und hat einfach, weil die sich so, glaube ich, so gefreut haben, ich weiß gar nicht genau, hat er sich so ein bisschen Tränen weggewischt und bei den Feierlichkeiten Tag der Deutschen Einheit in Bremen, glaube ich, dieses Jahr, hat er einfach gepennt.

Felix Lobrecht00:50:50

Okay, ich verstehe. Wahrscheinlich bei Steinmeiers Rede, ey.

Sprecher 300:50:52

In Bremen, zu diesen aufrührenden Zeiten, die Bremen.

Tommi Schmitt00:51:01

Ne, wir. Hat ja einen leichten Schröder-Duktus so. Also du, ich muss immer erst Schröder machen, guten Morgen, Idioten, um dann so reinzukommen. Bremen, so ne, dieses, ja.

Felix Lobrecht00:51:12

Ja, ja.

Tommi Schmitt00:51:13

Die Bremer Stadtmusikanten, Esel, Hund, oder statt von der.

Felix Lobrecht00:51:23

Sag mal, Steini macht es immer lange, wa? Steini ist bald vorbei. Steini hat doch sein, das war doch seine letzte große öffentliche, irgendwas war das neulich das letzte, das letzte Mal, dass Steini XY gemacht hat.

Tommi Schmitt00:51:36

Ich habe keine Ahnung. Das letzte Mal groß im Bellevue, vielleicht.

Felix Lobrecht00:51:40

Ja. Aber wer macht das denn jetzt? Wer wird denn der neue Bupre?

Tommi Schmitt00:51:42

Ich weiß es nicht. Meinst du, es würde doch in die Zeit passen, dass es dieses Jahr ein Promi wird?

Felix Lobrecht00:51:48

Ja, aber es muss eine Frau sein, glaube ich. Ich glaube, jetzt noch länger, noch länger schaffen sie es nicht, das durchzuziehen, dass es nur Männer sind.

Tommi Schmitt00:51:55

Ja, ich bin gespannt. Ich weiß nicht. Was glaubst du denn, wer es wird?

Felix Lobrecht00:52:02

Ich glaube, es war mal.

Tommi Schmitt00:52:03

Hast du einen Tipp?

Felix Lobrecht00:52:04

Es war komischerweise, glaube ich, mal die ehemalige, ich weiß gar nicht, was ihre Funktion war, in der CSU, Ilse Aigner. Ilse Aigner war, glaube ich, mal im Gespräch. Ich glaube, Söder, ich glaube, Söder will die irgendwie loswerden, weil die ihm, glaube ich, in der CSU gerade Konkurrenz macht oder sowas. Und deshalb wollte er, hat er die, glaube ich, so als Bundespräsidentin vorgeschlagen, damit sie irgendwie quasi beschäftigt ist. So. Und Söder da sein Ding ungestört machen kann. Irgendwie ist auch immer mal wieder Juli Zeh im Gespräch, das fände ich eigentlich ganz sympathisch.

Tommi Schmitt00:52:37

Karin Frieden, sie hat, glaube ich, gute Chancen.

Felix Lobrecht00:52:41

Die, ich glaube, sie hat die jetzt nicht irgendwie gerade so mit der, die haben sich in Meck-Pommern da so scheppernd verloren. Glaube ich nicht.

Tommi Schmitt00:52:48

Ja, aber.

Felix Lobrecht00:52:51

Also meinst du Bildungsministerin Karin Prien? Glaube ich nicht.

Tommi Schmitt00:52:56

Also es wird ja aber oft gehandelt. Das ist jetzt kein Hot Take von mir, ne?

Felix Lobrecht00:52:59

Echt, ja? Würdest du es machen, wenn dich jetzt jemand anruft? Schmidt, Sie müssen ran fürs Volk, für Deutschland. Würdest du es machen? Sei mal ehrlich.

Tommi Schmitt00:53:08

Nee.

Felix Lobrecht00:53:08

Keine Sorge, kann nicht passieren. Man darf erst ab 40.

Tommi Schmitt00:53:11

Nee, würde ich nicht machen.

Felix Lobrecht00:53:14

Ich würde fragen, wie viel darf man nebenher verdienen?

Tommi Schmitt00:53:17

Vor allem weißt du, wieso?

Felix Lobrecht00:53:17

Wie viel darf man nebenher verdienen?

Tommi Schmitt00:53:19

Darf ich Hack machen?

Felix Lobrecht00:53:20

Darf ich Hack machen? Darf ich weiter auf Tour gehen? Kann ich Techno machen trotzdem?

Tommi Schmitt00:53:28

Nee, weil das ist ja die undankbarste, also die doppelt undankbarste Zeit, Bundespräsidentin zu sein oder Bundespräsident. Weil erstens, Horrorzeit gerade. Kannst irgendwie eh nichts richtig machen, so ist alles irgendwie scheiße. Kannst dadurch aber auch ganz viel richtig machen, weil du bist ja nicht in der Tagespolitik, sondern hältst halt die geilen Reden. Aber halt, du bist nicht in Bellevue.

Felix Lobrecht00:53:51

Ja, wieso? Du suchst doch die ganze Zeit nach Wohnungen.

Tommi Schmitt00:53:58

Du bist ja nicht in Bellevue, sondern du bist ja da, du bist in dieser Villa Kunterbunt da. Nee, aber du bist ja nicht in Bellevue, das wird da umgebaut. Die sind doch in diesem, das sieht doch aus wie so ein altes McDonald's. Da gegenüber vom Steigenberger, da am Hauptbahnhof, da willst du ja nicht sein. Und da deine Amtszeit zu verbringen, so boah, weiß ich nicht. Weiß ich nicht. Aber sonst würde ich zusagen.

Felix Lobrecht00:54:23

Was macht denn der Bundespräsident im Jahr? Was kriegt denn der?

Tommi Schmitt00:54:26

Halbe?

Felix Lobrecht00:54:28

Nee, nicht.

Tommi Schmitt00:54:29

300? Aufwandsentschädigung. 200, sage ich. 250.

Felix Lobrecht00:54:33

Ich schätze 250.

Tommi Schmitt00:54:35

Wo hat denn Steinmeier Fixkosten?

Felix Lobrecht00:54:37

Steinmeier hat gar keine Fixkosten, der kriegt alles bezahlt. Der wird von Hacke bis Nacken bedient, ey.

Tommi Schmitt00:54:41

Trotzdem hat er ja, der hat 100 pro Sparkasse, Sparkassekarte hat er.

Felix Lobrecht00:54:48

276 kriegt er. Habe ich gerade gelesen.

Tommi Schmitt00:54:50

276. Das ist dann aber mehr, weil wenn wir jetzt, lass mal überlegen, wo hat der Fixkosten?

Felix Lobrecht00:54:55

Der hat keine Fixkosten. Naja, der hat seine private Wohnung. Der wird irgendwo, hat er seine private Wohnung, beziehungsweise Steini hat ein Haus. Der hat ein Haus, das hat er auch safe schon abbezahlt. Dann hat er, dann zahlt, dann hat er, schätze ich, noch eine Wohnung in Berlin, eine eigene, weil der auch nicht in dieser Villa Kunterbunt, wie du sie nennst, wohnen will. Die zahlt er. Die kostet 4000. Steini zahlt 4000. Dann hat er das Promi-Leasing von Mercedes.

Tommi Schmitt00:55:23

Der hat VIP-Leasing, auf jeden Fall. Der hat VIP-Leasing. Aber schau mal, der ist irgendwie Abonnent. Der hat irgendwie die Vendi abonniert und die FAZ und die dicke Busen und so, so Sachen, die kommen dann von ihm da.

Felix Lobrecht00:55:35

Ja, das kriegt er morgens mit seinem Pressespiegel. Das kriegt er alles mit seinem Pressespiegel morgens hingelegt. Steini.

Tommi Schmitt00:55:40

Die dicke Busen auch.

Felix Lobrecht00:55:41

Die dicke Busen auch. Steini kriegt alles hinterhergetragen. Steini kann gar nichts mehr selber. Nichts. Nichts. Wenn er morgens aufwacht, weiß er nicht, was er machen muss.

Tommi Schmitt00:55:49

Okay, jetzt aber mal unter uns. Da fährt so eine Kolonne abends, es ist irgendwie in Hannover, es war mal wieder Expo. So, dann hat er da eine Rede gehalten. Dann fährt er nachts zurück, vier Audi A8, zurück nach Berlin. So, um da in diesem Huba-Buba-Haus da zu wohnen. Dann nachts, dann kommt so irgendwo Höhe, sag mal, was ist auf dem Weg für eine Stadt?

Felix Lobrecht00:56:13

Hildesheim. Nee, Quatsch. Braunschweig. Magdeburg.

Tommi Schmitt00:56:17

Höhe Magdeburg kommt so ein Hüngerchen. Sagt er, boah, jetzt McRip.

Felix Lobrecht00:56:21

Ja, mach doch.

Tommi Schmitt00:56:22

Und dann geht es ja raus. So, und dann muss der Steini ja, weil er hat ja seine ganzen Bodyguards um sich rum, den muss er auch bei Laune halten. Er muss ja allein laden. Macht er. 100 Pro. Der sagt dann ja auf jeden Fall so, wer will was. Wer will was.

Felix Lobrecht00:56:35

Aber das läuft schön.

Tommi Schmitt00:56:36

Ja, aber das ist ja trotzdem sein Einkommen. Klar zahlt das Deutschland, aber das ist ja sein.

Felix Lobrecht00:56:40

Nein, nein, nein, das läuft über eine Spese.

Tommi Schmitt00:56:42

Er hat da eine Karte von Bellevue.

Felix Lobrecht00:56:44

Ja, na klar. Na klar, der wird dann irgendwie.

Tommi Schmitt00:56:46

Alle vier acht, das sind ja.

Felix Lobrecht00:56:47

Ja, da wird ein Helferlein dabei haben. Der hat irgendwie die goldene Deutschlandkarte. Der geht rein, kauft alles, holt alles. Und dann wird Steini da schön feist hinten auf dem Rücksitz sich da seinen McRip und seinen McFlurry reinschlabbern.

Tommi Schmitt00:57:01

Ja, okay. McFlurry reinschlabbern. McFlurry auch irgendwie komisches Eis. Mit den Smarties drin und so, die sind so kalt, die schmecken nach nix und man verschluckt sich daran. Smarti, kein gutes Eis, keine gute Eissüßigkeit.

Felix Lobrecht00:57:16

Hätte ich noch nie gegessen, McFlurry, tatsächlich.

Tommi Schmitt00:57:18

Okay.

Felix Lobrecht00:57:19

Ich glaube, aus irgendeinem Grund, dass Steini eine richtig schlechte Kaffeemaschine hat. Ich glaube, Steini hat.

Tommi Schmitt00:57:24

Eine Senseo.

Felix Lobrecht00:57:24

Ja, so eine Senseo und der trinkt immer diese Cappuccino-Pads. Diese dicken, die doppelten dicken mit Karamell oder so eine Scheiße. Steini kauft ja immer so Senseo, so Sonderedition, so zu Weihnachten, so mit so Lebkuchengeschmack oder sowas. Ich glaube, so ist Steini.

Tommi Schmitt00:57:41

Gibt es so ein Americano-Zimt-Nelke? Also sowas. Das trinkt er dann mit Orangenflavor. Dann hat er auch diese Sirupflaschen mit Karamell und Vanille. Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen. Oh, ist so geil, Deutschland zu leben. In zwei Drittel der Länder würden wir jetzt gehängt werden, wenn wir so über Staatsoberhaupt reden würden öffentlich. Naja, vielleicht kommt er auch und hängt uns. Felix, ich habe fünf Fragen mitgebracht.

Felix Lobrecht00:58:06

Schut.

Tommi Schmitt00:58:08

Felix, erste Frage. Wo ist es manchmal so, dass du online so ein bisschen unnötig abdriftest in so ein Rabbit Hole und so Sachen recherchierst, von denen du glaubst, das machen gerade andere nicht. Wo du dich so richtig drin verlierst. Brauchst du ein Beispiel dafür?

Felix Lobrecht00:58:27

Ja, sag mal.

Tommi Schmitt00:58:28

Also ich google oft so alte Klassenkameraden und bin da viel zu lang drin. Also viel zu lang. Es hat nicht mal irgendeine Befriedigung, wenn ich das dann gefunden habe. Ah, der arbeitet jetzt bei der Post. So nach einer Stunde weiß ich das dann.

Felix Lobrecht00:58:40

Und dann habe ich auch was Spannendes gefunden.

Tommi Schmitt00:58:43

Nee, gar nichts. Gar nichts. Und ich bin manchmal so bei Google Maps, ich habe ja eine große Leidenschaft für Erdkunde und einfach Google Maps, zoome mich in irgendwelche Städte rein, irgendwo am anderen Ende der Welt und gucke mir dann so mit Street View die Straßen an und bin dann fasziniert davon, dass da einfach Leute ganz normal ihr Leben führen. Oder mein Lieblingsbeispiel ist da immer wirklich Tasmanien. Am anderen Ende der Welt, also am Südzipfel von, diese Insel am Südzipfel von Australien, südlich von Melbourne, mit der Hauptstadt Hobart.

Wenn du da reinzoomst, das sieht ja einfach aus wie eine ganz normale westliche Stadt und das ist ja, was weiß ich, du bist ja 26 Stunden unterwegs dahin mit Umsteigen wahrscheinlich. Und da gehen einfach Leute zur Arbeit, sind da in der Pubertät, knutschen da zum ersten Mal, sterben da, verlassen das nie und das ist wirklich wie für mich wie ein anderer Planet, wenn ich das dann sehe. Weißt du, weil das so weit weg ist, aber die haben die gleichen Leben, Sorgen, Ängste und so, da könnte ich mich richtig reindenken. Plötzlich ist es halb vier.

Felix Lobrecht00:59:49

Interessant. Mein erster Gedanke war jetzt auch was mit Street View und zwar, ich gucke ja manchmal gerne so Interviews oder Podcasts mit irgendwelchen US-Rappern, so Breakfast Club oder Joe & Jader, der Podcast von Fat Joe & Jader Kids, die haben manchmal so geile Rapper von früher, so aus unserer Jugend, so Fabulous oder was weiß ich, was zu Gast. Oder einfach so, so US-Hip-Hop-Welt. Und ich gucke mir manchmal gerne auf Street View die Gegenden an, aus denen die Rapper kommen.

Also deren Hoods gucke ich mir an. Dann lasse ich mich irgendwo da, Fat Joe kommt da irgendwo aus der Bronx, wie hieß es, Forest Projects oder sowas und dann laufe ich da durch die Forest Projects und gucke mir an, wo Fat Joe herkommt oder Southside, Jamaica Queens, wo 50 herkommt und laufe dann da lang. Das finde ich irgendwie spannend. Das mache ich schon gerne. Mache ich noch irgendwas? Nerde ich mich noch in irgendwas rein?

Ich bin nicht so der krasse Recherchierer. Ich höre mir einfach ganz, ganz viele Podcasts oder Interviews oder sowas an. Aber das ist jetzt nicht so special. Also wahrscheinlich ist es dann wirklich mein Langtigern mit Street View.

Tommi Schmitt01:01:10

Das finde ich immer, ich finde das immer wahnsinnig toll, wahnsinnig interessant. Ich finde das eher eine der geilsten Sachen. Street View ist wirklich, als das neu war, dachte ich so auch so, was ist das denn jetzt, fahre ich über diese Karren rum? Aber das ist ja so toll. Das macht mir eine Riesenfreude.

Felix Lobrecht01:01:24

Stell dir mal vor, du hast ein eigenes Haus und dann ist dein Haus da drauf. Kann man, muss man das erlauben?

Tommi Schmitt01:01:31

Nee.

Felix Lobrecht01:01:31

Ich würde es nicht wollen.

Tommi Schmitt01:01:32

Das ist doch verpixelten Häuser auch. Man kann es ja verpixeln.

Felix Lobrecht01:01:35

Ach so, ich dachte, das wäre einfach ein Ladefehler.

Tommi Schmitt01:01:37

Nee, nee. Nee, nee. Also ich würde mich jetzt sehr wundern, ehrlich gesagt. Nächste Frage. Wenn du jetzt ein Kind wärst oder ein Jugendlicher.

Felix Lobrecht01:01:51

Schon ein Unterschied, was denn jetzt?

Tommi Schmitt01:01:52

Naja, kommt drauf an. Welche Poster hättest du jetzt an der Wand hängen?

Felix Lobrecht01:01:57

Wenn ich jetzt gerade ein Kind wäre oder weiß ich für welche hätte, als ich ein Kind war.

Tommi Schmitt01:02:01

Nee, nee, das ist ja langweilig. Wenn du jetzt, du musst dich jetzt reinversetzen, wenn du jetzt irgendwie so zwölf wärst und wärst Fan, du müsstest ja, du kannst ja jetzt nicht ein Fat Joe Poster oder.

Felix Lobrecht01:02:10

Ja, ja, verstehe schon.

Tommi Schmitt01:02:11

Was glaubst du von was oder anders? Was glaubst du von was du Fan wärst?

Felix Lobrecht01:02:16

Interessante Frage. Wahrscheinlich ein Pascha in einem Poster.

Tommi Schmitt01:02:23

Sowas hatte ich auch gedacht.

Felix Lobrecht01:02:26

Wobei, der macht auch, ja doch, der hat schon auch viele jugendliche Fans. Ich glaube so, Nina Chuba ist ganz weit oben bei denen so. Obwohl als Berliner dann vielleicht eher hier, wie heißt die? Wie heißt die? Die ist auch aus Kreuzberg. So eine kleine 14-Jährige, die so alles abgerissen hat.

Tommi Schmitt01:02:46

Ach so, meinst du Sahide?

Felix Lobrecht01:02:48

Sahide! Sahide, ich glaube Sahide, aber wahrscheinlich als Junge würde ich mir, würde ich mir jetzt wahrscheinlich keinen Sahide-Poster hinhängen, aber ich glaube so.

Tommi Schmitt01:02:57

Ja, viele Jungs als Fans.

Felix Lobrecht01:02:59

Glaube ich auch, aber die hängen sich glaube ich kein Poster auf.

Tommi Schmitt01:03:03

Okay.

Felix Lobrecht01:03:03

Dann irgendwelche, irgendwelche, irgendwelche, ja, Breakdance gibt es, ist immer noch cool, würde ich auch heute cool finden. Wahrscheinlich würden da irgendwie so ein Plakat vom Red Bull BC One Battle 2025 hängen. Dann.

Tommi Schmitt01:03:20

Was glaubst du, welche Medien du verfolgen würdest? Würdest du so.

Felix Lobrecht01:03:24

Realistischerweise TikTok.

Tommi Schmitt01:03:25

TikTok, Twitch, glaube ich, würde ich jetzt so gucken.

Felix Lobrecht01:03:27

Ja, Twitch stimmt, ja, Twitch, Twitch.

Tommi Schmitt01:03:29

Worüber?

Felix Lobrecht01:03:31

Ich bin so, ich bin wirklich, also ich klinge da wie ein Opa, aber das ist mir egal. Ich bin wirklich so froh, dass wir in der Zeit groß geworden sind, in der wir groß geworden sind, ey. Also, dass man, also dass unser Leben noch draußen stattgefunden hat und so. Da bin ich so unendlich froh drüber.

Tommi Schmitt01:03:49

Das ist ja das Geile, alle sagen ja, alle Generationen über sich und das wird ja auch immer als Kritik angebracht, so, ja, das haben alle immer gesagt. Aber ich behaupte, dass das bei uns wirklich so ist. Eine der wenigen Generationen, wo das wirklich so ist. Das war halt wirklich cooler, dieses mehr draußen sein und so und sich Dinge, würde ich auch immer, würde ich immer zustehen.

Felix Lobrecht01:04:12

Naja, von mir aus auch drei, vier Generationen davor, bei denen war das ja auch so. Also ich meine jetzt nicht nur explizit unsere, aber nach uns, da wurde es dann schon immer internetiger.

Tommi Schmitt01:04:24

Ja, genau.

Felix Lobrecht01:04:25

Was würde in deinem Post, in deinem Zimmer hängen?

Tommi Schmitt01:04:28

Fußball.

Felix Lobrecht01:04:28

Welcher Fußballer? Welche Fußballer feiern die Kids und Teens?

Tommi Schmitt01:04:33

Lamine Yamal auf jeden Fall, Bellingham, Florian Wirtz, ich glaube diese Spieler, Musialla und so. Ich wäre wahrscheinlich trotzdem auch weiterhin Gladbach-Fan, weil ich wurde auch Gladbach-Fan, als es auch noch nicht so gut lief. Dementsprechend.

Felix Lobrecht01:04:51

Gibt es da irgend so einen, der so die jungen Leute catcht?

Tommi Schmitt01:04:54

Ja, Wael Moya, das ist ein junger Spieler von uns, der ist cool. Und ja, aber ich glaube so wirklich Lamine Yamal und sowas und Ben Sheldon, ich habe Tennis auch gemocht gerne, deswegen Ben Sheldon wahrscheinlich. Musik, wüsste ich, hatte ich auch damals keine, ich hatte Eminem und Tupac Poster und South Park.

Felix Lobrecht01:05:16

Ich hatte auch einen South Park Poster und einen Eminem Poster.

Tommi Schmitt01:05:18

Deswegen schwierig, Musik. Deswegen schwierig. Aber ich hatte halt auch viel gewechselt. Also ich hatte viele verschiedene. Boah, schwierig. Musik finde ich ganz schwer. Wüsste ich ganz schwer reinzuversetzen, ehrlich gesagt. Jetzt gerade.

Felix Lobrecht01:05:34

Ja, ich habe jetzt auch.

Tommi Schmitt01:05:35

Weil ich eben auch nicht so viele neue Sachen kenne. Aber ich glaube so, ich würde es in die Sportrichtung gehen. Okay. Next Question. Früher, also ich meine so wirklich so Mittelalter und sowas, da waren ja, da hatten die Leute ja auch Verletzungen und Krankheiten und so, die wir jetzt auch haben, zu denen wir einfach schnell zum Arzt gehen. So irgendwie, ich meine jetzt nicht so wirklich sowas wie Blinddarmdurchbruch und so, sondern eigentlich so Muskelfaserriss, Achillessehne, Bandscheibenvorfall, Panikattacken, Mandelentzündung.

Was war wohl, glaubst du, weil das hatten die Leute ja damals ja auch. Weißt du, wenn du irgendwie so auf Feld gearbeitet hast, vielleicht gab es auch Leute, die hatten Panikattacken oder Mandelentzündung oder Achillessehne gerissen und so. Mussten ja einfach trotzdem weiterackern. Oder also was glaubst du, war so wirklich mit Abstand das Nervigste? Also musst dir wirklich vorstellen, du bist irgendwie so im Mittelalter, warst auf dem Feld, hast dir so ein Knie vertreten. Weißt du, was ich meine?

Felix Lobrecht01:06:45

Aber was genau ist die Frage?

Tommi Schmitt01:06:47

Was war das von diesen Dingen, für die man eigentlich in Behandlung geht, aber damals eindeutig nicht, wohl das Nervigste.

Felix Lobrecht01:06:57

Okay. Also ich glaube, dass man schon ohne die Sachen so wirklich vielleicht so perfekt benennen zu können oder sowas, aber ich glaube schon, dass die Leute irgendwie mehr wussten über Medizin, als man so denkt. Also ich kann mir schon vorstellen, dass die irgendwann gecheckt haben, okay, Husten, die wissen jetzt nicht, was genau ist Husten, aber die werden irgendwie beobachtet haben, wenn jemand hustet in einer Gruppe und dann fangen am nächsten Tag alle aus der Gruppe auch an zu husten. Also ich glaube, sowas haben die schon irgendwie gecheckt.

Und ich glaube auch so, wenn du irgend sowas Muskuläres oder sowas mit einem Bein hast oder sowas. Ich glaube, was halt gar nicht, ich glaube, was halt gar nicht geht, ich glaube, was halt gar nicht ging, sind so Sachen, die man nicht sehen kann. Kopfschmerzen.

Tommi Schmitt01:07:48

Ja, das sehe ich auch. Ich glaube, alle was Mentales.

Felix Lobrecht01:07:50

Kopfschmerzen, mentale Sachen, sowas.

Tommi Schmitt01:07:55

Boah, Migräne. Versuch das mal Leuten zu verklickern.

Felix Lobrecht01:07:58

Ja.

Tommi Schmitt01:07:59

Sowas, also ohne irgendwie, dass jemand weiß, was Migräne ist. Oder auch Panikattacken. Versuch das mal zu erklären im Jahr 600. So wirklich, so wirklich die absolute Vollhölle. Ja, ich glaube auch. Ich glaube, alles, was man nicht sehen kann.

Felix Lobrecht01:08:16

Wobei, wenn man sich dann überlegt, was so die griechischen Philosophen schon alles so aufgeschrieben hatten, beziehungsweise nicht auf, also was die schon für komplexe Gedanken sich gemacht haben, die werden auch wissen, was Kopfschmerzen sind. Oder? Weiß es nicht.

Tommi Schmitt01:08:34

Ja, wahrscheinlich. Aber der Kopf, ja.

Felix Lobrecht01:08:35

Ich glaube eher, dass man früher halt so total rabia therapiert hat. So, du hast Zahnschmerzen, alle klar, Zahn raus, weg.

Tommi Schmitt01:08:43

Das meine ich ja, Achillessehne riss, chronisch, Fuß ab.

Felix Lobrecht01:08:45

Ja, Bein ab.

Tommi Schmitt01:08:46

Zack, Bein ab, Fuß ab, tschüss.

Felix Lobrecht01:08:49

Ja.

Tommi Schmitt01:08:50

Menschen wurden für so Behandlung.

Felix Lobrecht01:08:52

Dreimal so viel von erzählt, auf dem Marktplatz angezündet.

Tommi Schmitt01:08:55

Ja.

Felix Lobrecht01:08:55

Hundertprozentig.

Tommi Schmitt01:08:56

Sowas.

Felix Lobrecht01:08:57

Ich glaube, da beißt du eher die Zähne zusammen, bevor die dir irgendwie mal prophylaktisch so das Bein abnehmen.

Tommi Schmitt01:09:05

Ey, ich glaube, du bist der erste Mensch, der Kopfschmerzen hat. Also du denkst auch so, was ist denn das jetzt?

Felix Lobrecht01:09:09

Ja.

Tommi Schmitt01:09:09

Sag mal, was ist denn das? Was sind die nochmal jetzt?

Felix Lobrecht01:09:12

Ja.

Tommi Schmitt01:09:12

Okay. Nächste Frage. Was würdest du dir, wo würdest du dir sehr wünschen, dass es dir stehen würde im Fashion-Bereich?

Felix Lobrecht01:09:24

Wintermützen. Weil ich jeden Winter in der Birnenregion friere. Aber ich sehe mit Wollmützen einfach aus wie der letzte Lulli. Wie der letzte Lellek, ey. Das ist einfach, das sieht einfach.

Tommi Schmitt01:09:41

Ist das eigentlich so? Also jetzt nicht bei dir, aber wie ist das so, dass bei manchen Leuten irgendwie, wenn die Dinge komisch.

Felix Lobrecht01:09:49

Es gibt ja so Leute, nee, es gibt ja so Leute, da sagt man, ja, der hat irgendwie ein Mützengesicht oder sowas. Weißt du?

Tommi Schmitt01:09:56

Oder Brillengesicht.

Felix Lobrecht01:09:57

Oder ein Brillengesicht. Aber Mützengesichter und also einzelne Mützengesichter haben gar nichts zwangsläufig gemeinsam. Also es gibt Leute, denen stehen Mützen total gut, die sehen aber sonst aus wie Hund unten. Also das ist nicht quasi, also so drei Leute, denen eine Wollmütze steht, die müssen optisch nichts gemeinsam haben. Aber irgendwie gibt es das so 1-0 codiert. Entweder steht die oder steht die nicht. Und bei mir sieht das wirklich lächerlich aus.

Dafür stehen mir fast alle Sonnenbrillen.

Tommi Schmitt01:10:31

Stimmt, du hast ein Sonnenbrillengesicht. Du stehst echt Sonnenbrillen gut. Ja, bei mir sind es Rollkragenpullover. Ich finde Rollkragenpullover wahnsinnig cool im Winter. Sieht immer wahnsinnig intellektuell aus.

Felix Lobrecht01:10:42

Aber das steht mir überhaupt nicht.

Tommi Schmitt01:10:43

Steht mir nicht, habe ich noch nie gesehen. Musstest du mal einen an?

Felix Lobrecht01:10:45

Ja, ich finde nicht. Ich kann mal einen anziehen.

Tommi Schmitt01:10:48

Ja, wir machen im Winter mal eine Folge, du mit Rollkragenpullover, ich mit Wollmütze.

Felix Lobrecht01:10:51

Ja.

Tommi Schmitt01:10:52

Nee, ich sehe dann immer aus wie so, keine Ahnung, wie so Pummeluft, der sich so als Wolfgang Joop verkleidet. Irgendwie so wirklich so ein kleiner dicker Pimmel, sehe ich dann aus. Also das ist irgendwie, das funktioniert nicht. Aber ich ziehe es mal an, vielleicht gefällt es dir ja. Okay, du mit Mütze. Sieht ja wirklich wahrscheinlich aus, als wärst du vom Gerhard.

Felix Lobrecht01:11:13

Ich habe zwei, drei Rollkragenpullover zu Hause. Ich ziehe die zu selten an, aber eigentlich mag ich die total gerne. Und eigentlich sind Rollkragenpullover auch genau das Richtige für mich. Weil ich habe ja so eine latente Abneigung gegen Schals. So, ich sehe die Sinnhaftigkeit absolut. Aber irgendwie finde ich, so Schals sehen auch meistens scheiße aus bei mir. Deswegen trage ich immer keine Schals und habe deshalb meistens einen kalten Hals. Und das kann man mit einem Rollkragenpulli ganz gut abfangen.

Tommi Schmitt01:11:43

Ja. Ja, vielleicht, ich sehe, ich mache es mal. Letzte Frage. So, und jetzt musst du zuhören. Das ist eine Quatschfrage. Aber irgendwie auch nicht, weil es ist mir letztens aufgefallen. Und zwar, die UN ruft an, United Nations, und sagen, ey, ihr Deutschen, also Felix, weil die haben nur deine Nummer. Felix, ihr Deutschen, ihr seid irgendwie komisch. Weil es gibt ja Länder, die in eurer Sprache mit Land hinten enden. Also beispielsweise Deutschland, euer eigenes Land, Finnland, England, Neuseeland, Russland und so weiter und so fort.

Aber die Bewohner nennt ihr manchmal Engländer, aber manchmal eben nicht Finnländer, sondern Finnen oder Letten.

Felix Lobrecht01:12:25

Oder Deutsche.

Tommi Schmitt01:12:25

Oder dann doch wieder Neuseeländer. So, und da braucht man was Einheitliches. Also entweder nennt alle so wie Neuseeländer oder alle so ohne Länder hinten. Also es wäre dann quasi dann so, wenn man sich darauf einigt, dann würden die ab sofort so Neuseelen heißen dann. Und du musst, du darfst nicht nur, du musst es jetzt entscheiden. Gehen wir mit Land, gehen wir mit Länder hinten oder sagen wir ab sofort. Äh, was haben wir denn noch?

Felix Lobrecht01:12:52

Na, einfach erste Silbe plus ER.

Tommi Schmitt01:12:56

Sagt man also ab sofort Russländer? Oder weiterhin Russen?

Felix Lobrecht01:13:02

Ich verstehe schon. Also erstmal würdest du dann, ich würde der UN erstmal sagen, dass sie.

Tommi Schmitt01:13:07

Die Isen sind ein nettes Volk. Die Isländer, weißt du, die Isen.

Felix Lobrecht01:13:10

Ja. Ich würde der UN erstmal sagen, dass die ganz viel so eine Unlogischkeiten, Unlogiken in der deutschen Sprache finden werden. So. Deshalb erstmal frage ich mich, warum die mir genau mit dem Problem auf den Sack gehen, aber gut. Aber wenn ich das dann entscheiden müsste, dann würde ich, glaube ich, mit Länder gehen. Dann muss Maximilian K. seinen Spruch nochmal neu machen. Dann muss er sagen, du bist Deutschländer, mach was draus.

Tommi Schmitt01:13:41

Deutschländer.

Felix Lobrecht01:13:42

Ja, Russländer.

Tommi Schmitt01:13:43

Also ab sofort, das würde aber, guck mal, Finnländer, Iren sind ab sofort Irländer, Lettländer, finde ich völlig okay. Ich finde das völlig in Ordnung.

Felix Lobrecht01:13:55

Ich finde auch, es geht, also geht auf jeden, flowt auf jeden Fall besser als, also da müsste, sonst muss man halt immer dazulernen, Neuseelen oder Neuseelen, also da ist immer klar, wo man quasi den Cut macht. Engen, die Engen sind dann die Engländer oder was?

Tommi Schmitt01:14:12

Ja, ja.

Felix Lobrecht01:14:12

Also das.

Tommi Schmitt01:14:14

Ja, die bleiben Engländer, aber so Estländer, also Esten ist doch nicht cooler als Estländer, oder?

Felix Lobrecht01:14:20

Genau, aber wenn man quasi den anderen Weg gehen würde, dann müsste es ja Engen heißen, die Engen. Die Russen ist richtig, die Deutschen ist richtig, die Neuseelen, nee, das funktioniert nicht, das ist Quatsch.

Tommi Schmitt01:14:36

Die Isen.

Felix Lobrecht01:14:37

Also, die Isen.

Tommi Schmitt01:14:38

Isländer, okay, wir gehen voll mit, das heißt an alle Hörerinnen und Hörer, ab sofort einfach in eurem Freundeskreis immer korrigieren. Wenn jemand sagt Iren und dann sagen sie, das heißt Irländer.

Felix Lobrecht01:14:46

Ja, Deutschländer.

Tommi Schmitt01:14:48

Und so, und dann einfach in die Gesichter gucken. Weil mich hat das wirklich irritiert. Und wir gingen es letztens um Irland und da haben viele Leute immer geschrieben Irländer und ich habe gesehen, das sind doch Iren und dann dachte ich aber, ja, aber eigentlich haben sie recht, wieso sind das Iren und alle anderen sind Länder. Das verstehe ich nicht. Komisch. Vielleicht gibt es aber auch einen Grund.

Felix Lobrecht01:15:07

Deutsch muss ganz.

Tommi Schmitt01:15:08

Keine Ahnung. Und es gibt eine Nation auch, wo das immer, wo beides geht. Thais und Thailänder irgendwie.

Felix Lobrecht01:15:15

Ja, aber die deutsche Sprache ist für Ausländer wirklich extremst schwer zu lernen. Weil da so viele so eine Sachen drin sind, die einfach keinen Sinn ergeben. Also es gibt ja auch keinen Grund dafür, warum der Tisch irgendwie männlich ist, aber die Leiter weiblich und das Mikrofon neutrum. Also es ist ja einfach Freestyle. Das folgt ja keiner Logik.

Tommi Schmitt01:15:43

Ich schnappe, du lernst wirklich Deutsch und bist talentiert in der Sprache, aber bist du auch im Sprachenlernen talentiert und dann checkst du irgendwann, und dann checkst du irgendwann, okay, es heißt, es gibt verschiedene Artikel, es heißt der Mann und die Frau. Der Mann, die Frau, verstehe. Okay. Und dann kommt der Genitiv ins Spiel und das heißt plötzlich wegen der Frau. So. Und dann denkst du ja auch so, hä, was, wieso das denn? Okay, dann verstehe ich, dann heißt es ja wahrscheinlich dann auch im gleichen Fall wegen die Mann, oder?

Nö, da nicht. Da heißt es wegen dem Mann. Oder wegen des Mannes. Das kannst du ja keinem erklären.

Felix Lobrecht01:16:23

Der Mann, die Männer.

Tommi Schmitt01:16:24

Völliger Schwindel, Quatsch. Aber schöne Sprache.

Felix Lobrecht01:16:26

Ja. Der Mann, die Männer, die Frau, die Frauen. Hä?

Tommi Schmitt01:16:32

Der Mann, aber wegen der Frau. Egal. Okay, dann gehen wir mit Länder. Das waren fünf schnelle Fragen an Felix Lobrecht, vielen Dank.

Felix Lobrecht01:16:41

Glückwunsch. Danke, Tommy. Schöne Fragen dabei. Dann würde ich sagen, machen wir den Sack jetzt zu. Leute, ich bin wieder auf Tour. Ich bin diese Woche in Graz und in Wien. Ihr erinnert euch, Wien ist die Show, die eigentlich im Mai stattfinden sollte, die uns damals unterm Arsch weggecancelt wurde wegen dem Eurovision Song Contest. Alle Tickets von damals behalten ihre Gültigkeit, also ihr wisst ja eh Bescheid, aber alle, die Tickets hatten, können damit kommen.

Es gibt, glaube ich, ich glaube, ein paar haben ihre Tickets zurückgegeben. Die sind im Verkauf auf felixlobrecht.de. Für Graz gibt es auch noch ein paar. Und ab jetzt sind wir wieder jedes Wochenende auf Arena-Shows. Ich habe richtig Bock, die Shows in Hannover waren richtig geil. Ich habe richtig Bock, jetzt erstmal die letzte Tour für eine längere Zeit. Da freue ich mich sehr drauf. Ich freue mich auf alle, die vorbeikommen. Wir quatschen aber ganz normal, Hacki geht ganz normal weiter, Tommy geht ganz normal weiter. Der sucht sich jetzt erstmal, bring mal einen Hund mit. Bring uns mal einen Hund mit, Tommy, einen süßen, neuen Bürohund.

Tommi Schmitt01:17:46

Oh, ist das schön, ne? Das ist richtig schön. Ich habe ein bisschen Sorge, ehrlich gesagt. Das wird sehr emotional, glaube ich.

Felix Lobrecht01:17:52

Ja, ich würde mir das emotional nicht zutrauen.

Tommi Schmitt01:17:55

Ja, mal gucken.

Felix Lobrecht01:17:57

Ja.

Tommi Schmitt01:17:57

Also Leute, Copper-TS pumpen.

Felix Lobrecht01:17:58

Genau. Copper-TS hören, Tommy die Pfoten drücken. Nächste Woche Mittwoch hören wir uns wieder. Mittwoch ist und bleibt Takt-Tack, ihr wisst doch Bescheid, Alter. Bleibt gesund, bleibt stabil, seid bitte lieb zueinander. Das war es für diese Woche, Leute. Wir sehen uns auf Tour und hören uns nächste Woche. Mein Name ist Felix Lobrecht, letztes Wort hat wie immer der wunderbare Tommy Schmidt.

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Adios aus Spanien. Ay, caramba. Schön gesagt. Diese Folge "Gemischtes Hack" wurde euch präsentiert von der HOK24-Autoversicherung.

Beschreibung der Folge

Tommi der Streber tapert in Madrid von Museum zu Museum, Felix endlich wieder am Comedieren. Was macht gute Kunst aus? Dass sie leicht zugänglich und für jeden verstehbar ist? Oder gilt, je kleiner der Kreis, der checkt, worum es geht, desto besser? Hunde sind Kollegen, was bringen Videos an sich selbst und was hören, wenn man Hack nicht hören kann (weil man selber einer der Hosts ist)? Es gibs 5 Fragen, es gibs gute Laune, es gibs Hack. Titten!

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