Transkript von #367 BUCHTELFUTZI

01:36:14 88 Min. Lesezeit 0 Aufrufe Veröffentlicht vor 18 Tage

Link kopieren
Zusammenfassung der Folge

In dieser Folge von Gemischtes Hack sprechen Felix Lobrecht und Tommi Schmidt über ganz unterschiedliche Themen. Sie erzählen von Lederhosen, die kaum gewaschen werden, von Corona-Sendungen im Fernsehen und von einer geplanten Wanderung durch die Rocky Mountains.

Außerdem geht es um das Leben als Comedian, um den Verlust des Lampenfiebers und um das Wort Fuzzi. Den größten Raum nehmen die Proteste in Frankreich ein und die Frage, wie Medien darüber berichten sollten.

Die beiden vertreten dabei unterschiedliche Sichtweisen und ziehen kein endgültiges Fazit. Zum Schluss erzählt Tommi von einem Bruder, der in Wien vergeblich nach Buchteln suchte.

In dieser Folge Felix Lobrecht, Tommi Schmidt

Das Transkript dieser Folge über Lederhosen, Buchteln und Frankreichs Proteste entstand mit der Technologie, mit der HappyScribe Video transkribieren kann.

Werbung00:00:02

Gemischtes Hack wird euch präsentiert von der HUK24-Autoversicherung.

Felix Lobrecht00:00:08

Du riechst zwar irgendwann wie eine Kuh, aber ist geil, Mann.

Tommi Schmidt00:00:12

Ja.

Felix Lobrecht00:00:12

Meine Damen und Herren, das war mein Exil-Berliner Kumpel Elvis, der jetzt in der Nähe von München wohnt und mir seine Wisdom zu Lederhosen geschert hat. Können wir aber später nochmal drauf eingehen. Mein Name ist Felix Lohrig, mir gegenüber sitzt wie immer der wunderbare Tommi Schmidt, der.

Tommi Schmidt00:00:34

Na, Flexonator.

Felix Lobrecht00:00:35

Flexonator, der so ist. Ich darf so viel verraten: Tommi ist heute ein bisschen gestresst. Tommi kam hier heute an.

Tommi Schmidt00:00:41

Ich bin gruselig, Alter. Ich bin richtig.

Felix Lobrecht00:00:43

Der weiß, was du bist. Es gibt da richtig gute englische Redewendungen. Du bist all over the place heute.

Tommi Schmidt00:00:47

Ja, ist. Ich stand heute auch so einmal kurz auf der Straße und habe einmal so gemacht. Ich habe so einen Stress-Tag. Es ist so viel, viel, viel. Dann habe ich gekriegt, du hast es eh mitbekommen, nicht hin, mein Handy einfach mal auf lautlos zu machen. Es bimmelt in einer Tour. Leute haben zu viel Zugriff gerade. Es ist so da noch und da noch und da noch. Es ist zu viel. Ich bin der Montag hat es in sich.

Felix Lobrecht00:01:10

Ja, und wenn ihr gerade den Podcast.

Tommi Schmidt00:01:11

Jetzt sitze ich hier und muss noch mit dir reden. Das ist schön, weil das ist einfach so. Das ist wirklich schön, weil das ist jetzt mal so eine Stunde Flugmodus, keiner erreicht mich. Können wir einfach mal quatschen. Gleich eine kleine Therapiestunde.

Felix Lobrecht00:01:21

Für die, die den Podcast nicht nur hören, sondern auch sehen. Sehen, dass ich mir hier eine Wand aus Flaschen aufgebaut habe.

Tommi Schmidt00:01:27

Vor mir. Ja, wirklich. Warum eigentlich? Ist das ein Spuckschutz?

Felix Lobrecht00:01:30

Nee, das ist ein Tommi all over the place Schutz, dass du hier nicht so schnell hier drüber bist.

Tommi Schmidt00:01:34

Warst du damals eigentlich in irgendeiner Corona-Sendung, wo Glasscheiben zwischen Leuten waren? Ich ja.

Felix Lobrecht00:01:39

Ja, ich auch. Richtig. Das ärgert mich.

Tommi Schmidt00:01:40

Ich war im Kölner Treff einmal. Und ich war nicht auch bei den World Wide Wohnzimmer Jungs?

Felix Lobrecht00:01:45

Weiß ich nicht.

Tommi Schmidt00:01:46

War das nicht auch so? War nicht auch irgendwie bei dem Buzzern? Erkennst du den Song?

Felix Lobrecht00:01:51

Absolut möglich. Ja, ich war auf. Ja, doch, auf jeden Fall. Und ich war, das hat mich voll geärgert, weil es ja so eine Serie ist, die ich, vor der ich so großen Respekt habe, nämlich vor der Sternstunde Philosophie im Schweizer Rundfunk. Habe ich mich ja irgendwie da reingemogelt, wo ich da ja wirklich nichts verloren habe.

Tommi Schmidt00:02:09

Bei Barbara Bleich.

Felix Lobrecht00:02:10

Bei Babsi Bleich. Und da war auch so eine hässliche Glasscheibe zwischen uns. Ich weiß nicht, ob das bei dir auch so ist, aber bei mir ist es so, wenn ich irgendwas sehe, irgendeine Serie oder einen Film oder irgendwas oder eine Doku vor allen Dingen, wenn man sieht, ey, die haben das während Corona gedreht, mache ich sofort aus.

Tommi Schmidt00:02:30

Sofort aus.

Felix Lobrecht00:02:30

Sofort euch auch noch einen mit einer Maske langlaufen sehe, der kein Asiate ist.

Tommi Schmidt00:02:36

Oder Michael Jackson.

Felix Lobrecht00:02:37

Oder Michael Jackson. Da mache ich sofort aus.

Tommi Schmidt00:02:39

Ja, stimmt. Ich hatte nämlich, ich habe am Sonntag war es, glaube ich, so müde mit dem Kaffee im Bett die Glotze angemacht und dann lief es eine alte Folge, nicht wer weiß denn sowas, wie heißt das? Bares für Rares.

Felix Lobrecht00:02:53

Ja.

Tommi Schmidt00:02:54

Und dachte ich auch so, die steht ganz schön weit weg vom Lichter. Und irgendwie sitzen die ja so in Zickzack auseinander. Und dann habe ich direkt gemerkt, ah, das ist eine Corona-Folge. Und dann habe ich mir einen Spaß gemacht, okay, wie waren denn die Maßnahmen damals so? Und dann wollte ich daran, ich wollte dann googeln, weil da stand dann Folge 300, was weiß ich was. Und dann wollte ich selber vorher raten, welcher Monat die wohl aufgezeichnet wurde. Und ich war nicht schlecht. Ich habe gesagt, Ende 21 und Juli 21, weil die waren so ein bisschen auseinander, aber es war so richtig so laissez-faire, so trotzdem so angefasst und so.

Es war nicht diese Zeit, wo man sich so mit den Füßen hallo gesagt hat im Fernsehen.

Felix Lobrecht00:03:34

Weißt du noch, wo sich.

Tommi Schmidt00:03:35

Sabine Rückert war damals bei Studio Schmidt erster Gast. Ich glaube, ich habe da mit dem Fuß hallo gesagt oder mit dem Ellenbogen.

Felix Lobrecht00:03:41

Weißt du noch, wo sich so erwachsene Menschen im Fernsehen öffentlich dafür entschuldigen mussten, wenn sie einen Freund umarmt haben?

Tommi Schmidt00:03:48

Kannst du dich daran noch erinnern?

Felix Lobrecht00:03:50

Oder irgendwie, ich glaube, Olle Lindner war es. Olle Lindner, der da vor die Kamera treten musste und dann da mit so einer gespielten Ernsthaftigkeit und Ernstgemeinheit sich entschuldigen musste.

Tommi Schmidt00:04:02

Du hast ja, ich dachte ja, das geht, aber es geht nicht um öffentliche Personen, ne?

Felix Lobrecht00:04:04

Ja, ja, ja. Der musste sich entschuldigen, weil er irgendwen, ich glaube, auch irgendeinen Arschloch, ich glaube, Waschmeier oder sowas, einfach so im Fernsehen umarmt hat darf. Er hat sich eher dafür entschuldigt, dass es Waschmeier ist und nicht für die Entschuldigung an sich.

Tommi Schmidt00:04:18

Vielleicht haben sie dafür auch die Entschuldigung gefordert. Das hätte ich missverstanden. Ich bin hier eben übrigens reingekommen und Felix hat laut ausgemacht, du riechst anders. Tommi, du riechst anders. Und dann habe ich diesen.

Felix Lobrecht00:04:30

Peinlich sofort eine Rechtfertigung gefunden.

Tommi Schmidt00:04:32

Man kann, und jetzt müssen wir zusammen überlegen, wie man souverän darauf reagiert, weil ich habe etwas gesagt, was klingt wie gelogen, ist aber richtig, nämlich, hä, das habe ich schon vor lange, das Parfüm, aber wahrscheinlich dann hier zum ersten Mal benutzt, weil ich habe so drei Düfte. Und komischerweise habe ich den nie benutzt, aber es klingt ja immer gelogen. Das ist wie wenn jemand irgendwie was Neues anhat und sagt, warum hast du jetzt eine rote Pudelmütze auf, dann sagt man, die habe ich schon voll lang. Weil man nicht sagen will, die habe ich gestern gekauft und wollte die direkt zeigen, weil ich finde die selber cool.

Und ich habe eben wirklich wie so Stromberg fast gesagt, so, das habe ich schon voll lang, den du.

Felix Lobrecht00:05:09

Du hast richtig viel gesagt dazu.

Tommi Schmidt00:05:10

Ja, ja, den habe ich schon voll lang.

Felix Lobrecht00:05:12

Ich kann dir ja mal aus meiner, ich kann dir ja mal meine Perspektive hier spiegeln. Ich kann dir mal sagen, wie das Ganze bei mir ankam. Bei mir kam das Ganze an wie bla bla bla. Hat mich überhaupt nicht interessiert. Ich wollte gar nichts dazu hören. Mir ist einfach nur aufgefallen, aha, Tommi Schmidt riecht anders. Und ich habe mein Herz auf der Zunge. Das sage ich jetzt einfach. Und damit ist das Thema. Als ich es ausgesprochen habe, war das Thema gegessen. Alles, was danach kam.

Tommi Schmidt00:05:39

Aber ich kam in den Rechtfertigungsmodus.

Felix Lobrecht00:05:40

Alles, was danach kam, war absolut auf Durchsage schalten.

Tommi Schmidt00:05:42

Ich habe auch immer Quasselwasser getrunken, wenn ich hier reinkomme. Ich laber ja Felix, obwohl wir uns so lange kennen, wirklich manchmal als Opener wirklich mit dem Wetter voll.

Felix Lobrecht00:05:52

Ja, mit allem. Ey, Tommi kann manchmal einfach keine Stille ertragen. Tommi ist wirklich so ein richtiger Und-sonst-so-Frager, ey.

Tommi Schmidt00:05:59

Und bei dir so?

Felix Lobrecht00:05:59

Ja. Guck mal, Tommi ist so all over the place, dass er heute nicht mal sich involviert hat in den Prozess, was bei dem Wichtigsten dieses Podcasts, nämlich über mir diese Laufschrift, was da steht. Nicht mal das weiß er.

Tommi Schmidt00:06:12

Ich begrüße Sie zur Büffelschau.

Felix Lobrecht00:06:16

Schau. Das habe ich nicht.

Tommi Schmidt00:06:20

Würde ich dir aber zutrauen, dass du sowas moderieren würdest, wenn irgendwie alle Stricke reißen oder du hast mal so einen sagenhaften Burnout oder sowas und machst einfach mal nichts und dann bist du wie in den USA, so in Texas, wenn dann so, wie heißt das Ekelwort, Nutztiere vorgeführt werden und dann moderiert man das so. Hier sind drei Yaks, die können gekauft werden, vier Pferde. Dann sitzt du in so einem Wagen und moderierst das. Kann ich mir vorstellen. Du wärst auch so ein Rodeo-Typ. So, du wärst so ein Promi, der einfach so abhaut.

Also nicht, ja, dass du nicht irgendwie in Berlin dann so dein, ich mache nichts mehr mit Medien und sonst so in der Öffentlichkeit, sondern du bist dann auch weg, aber in so einer Random-Stadt. Du bist dann nicht so, Felix wohnt nicht in New York, der wohnt in Cleveland oder sowas.

Felix Lobrecht00:07:05

In den Flyovers.

Tommi Schmidt00:07:06

Felix wohnt in Memphis. Sowas sehe ich für dich.

Felix Lobrecht00:07:09

Ich hatte, als ich, wo ich jetzt rückblickend sagen würde, war eine komische Phase. Ich habe mal eine Doku gesehen, da ging es um, das habe ich dir sogar mal gepitcht, da hat Tommi mich richtig auflaufen lassen, erzähle ich gleich. Aber ich habe so eine Doku gesehen, ich glaube auf Arte oder ähnliches. Und zwar gibt es so einen Wanderweg aus den Rocky Mountains von Kanada. Und dann kann man das wandern bis runter nach Kalifornien. Das ist eine Strecke durch die ganzen Nationalparks, durch die Natur und bla.

Und dieser Wanderweg ist anscheinend ein Ding. Das ist sowas wie der amerikanische Jakobsweg-mäßig.

Tommi Schmidt00:07:47

Jakobsweg.

Felix Lobrecht00:07:48

Jakobsweg, der Jakobs Way. Und Jakobs Boulevards.

Tommi Schmidt00:07:53

Folgenstitel auch.

Felix Lobrecht00:07:54

Ja. Und das fand ich voll geil. Da dachte ich mir, ey, das würde ich eigentlich auf eine komische Art und Weise, würde ich das gerne machen. Und dann habe ich Tommi gesagt, ey, nächstes Jahr, bla, weil ich habe nächstes Jahr irgendwie technomäßig einen Auftritt in New York und dachte mir so, vielleicht kombiniere ich das mit irgendeinem Urlaub und man könnte so diesen Wanderweg laufen. Und ich habe so offensichtlich impliziert, dass Tommi da mitkommt.

Tommi Schmidt00:08:20

Das stimmt, ja, ja.

Felix Lobrecht00:08:20

Und Tommi hat sich so distanziert involviert. Ja, voll geil, man macht es doch. Ich dachte so, ja, Tommi, ich dachte, wir machen das zusammen. Und dann so, ach so. Er war nie wieder darüber geredet.

Tommi Schmidt00:08:32

Ja, aber das war auch kurz vor unserem Auftritt bei der Jubiläumsfolge. Wir können gerne nochmal darüber reden. Aber das war eigentlich voll süß, wie du das vorgelebt hast. Du hast dich so rangetastet an die Anfrage, an die private. Weil du hast, weiß ich noch, gesagt, wie ist denn das bei dir mit Urlaub so eigentlich? Dann meinte ich so, ja, ich war letztes Jahr, war ich mal so im Winter das erste Mal in meinem Leben in der Sonne auf Lanzarote. Das war irgendwie voll geil, weil man hat dann so ein anderes Wintergefühl, wenn man zurückkommt. Und dann hast du so gesagt, ja, es gibt ja auch diesen Weg da. So, Kanada. Und das war wirklich so eine Stunde bis Auftritt.

Erst so, ist doch geil, mach das doch. Kriegen wir doch alles hin mit Hack. Nimmst du Ausrüstung mit, machen wir remote. Und du so, ja, aber wir können ja auch zusammen. Das war eigentlich voll niedlich. Und ich so, ja, klar, aber da können wir wirklich nochmal drüber reden.

Felix Lobrecht00:09:13

Dann war Stille im Wald. Jetzt habe ich aber keinen Bock mehr drauf.

Tommi Schmidt00:09:18

Kannst du eine Wanderung in den Arsch stecken? Lass mich doch nicht bitten.

Felix Lobrecht00:09:24

Ja. Naja, Mann, das Problem ist ja einfach, wenn man so einen Beruf hat wie wir und einigermaßen bei Sinnen ist, dann hat man nämlich nicht viele Freunde, die auch im Showbusiness arbeiten. Weil die haben alle eine Macke. Beweisstück A, Beweisstück B. Beweisstück alle anderen, die ihr aus der Öffentlichkeit kennt. Die sind ja alle scheiße. Die können ja alle in eine Tonne kloppen.

Tommi Schmidt00:09:48

Alle verrückt.

Felix Lobrecht00:09:49

Alle verrückt. So, das heißt, man hat Freunde im Optimalfall aus dem normalen Leben. Das Problem mit Freunden aus dem normalen Leben war.

Tommi Schmidt00:09:56

Warte ganz kurz, das stimmt halt wirklich, ne? Also ihr konsumiert die ganze Zeit so Medienprodukte von solchen Vollpsychos eigentlich, ne?

Felix Lobrecht00:10:05

Ja, so verrückt.

Tommi Schmidt00:10:06

Alle sind verrückt in der Öffentlichkeit.

Felix Lobrecht00:10:07

So, und das heißt mal im Optimalfall normale Freunde. Aber was ist das Problem mit normalen Freunden? Erstens, sie haben normale Leute Zeiträume, in denen sie irgendwas machen können. Und zweitens, sie haben normale Leute Geld. Nee, aber vor allen Dingen haben sie keine Zeit. Normale Leute haben keine Zeit. Die können nicht einfach mal so wie ich jetzt, lass mal im Januar bitte diesen Weg wandern gehen.

Tommi Schmidt00:10:31

Ja. Meine Kinder müssen in die Schule. Meine Frau macht Sitze. Mein Chef sagt, ich kann nicht. Mein Chef sagt, ich kann nicht einfach mal Urlaub nehmen, 20 Tage am Anfang des Jahres. Ja, und dann stehst du da und greifst dir nach dem letzten Strohhalm, Tommi Schmidt. Und der ignoriert dich. Und der ghostet dich noch. Ja, stimmt. Aber mach.

Felix Lobrecht00:10:53

Nee, mache ich nicht. Ich habe das jetzt.

Tommi Schmidt00:10:55

Doch.

Felix Lobrecht00:10:55

Ich werde.

Tommi Schmidt00:10:56

Aber nicht, dass du dann wieder einmal in Berlin rumhängst.

Felix Lobrecht00:10:58

Ich werde das nie machen.

Tommi Schmidt00:10:59

Okay.

Felix Lobrecht00:11:01

Um es dir heimzuzahlen. Aber wir können ja jetzt mal hier gerade, wenn wir hier gerade schon so lustig am Quatschen sind. Ich war in München das Wochenende. Drei Shows in München. Schöne Grüße, Albin da.

Tommi Schmidt00:11:13

Du sagst das und ich freue mich schon. München ist doch so eine, oder? Das ist so eine Stadt, wo man manchmal denkt, oder wir beide.

Felix Lobrecht00:11:24

Ich habe es auf der Bühne so formuliert, dass man in München einfach größtenteils Leuten begegnet, die so aussehen, als hätten sie morgens mal in den Spiegel geguckt, bevor sie rausgehen. Und das macht was. Aber egal, darauf will ich nicht hinaus. Ich war in München, danke an alle, die da waren, war geil. Und da habe ich meinen Kumpel Elvis, einer von den Kubanern, der ist ja irgendwie der Liebe wegen nach Bayern gezogen. Und mit dem habe ich über Lederhosen geredet. Weil wir aus irgendeinem Grund einen Lederhosen-Anzug im Backstage hatten.

Und ich habe das einmal angezogen. Jetzt wollte ich dich mal fragen, hattest du jemals so ein bayerisches Lederhosen-Outfit an?

Tommi Schmidt00:12:01

Ja.

Felix Lobrecht00:12:02

Wie alt bist du? 6?

Tommi Schmidt00:12:03

Weiß ich auch nicht.

Felix Lobrecht00:12:05

Ich bin mit Bayerisch reingegangen und dann bin ich abgedriftet.

Tommi Schmidt00:12:08

Einmal geliehen von einem Kumpel für die Wiesen 2015.

Felix Lobrecht00:12:12

Wie war das für dich?

Tommi Schmidt00:12:15

Das anzuhaben, das Tragegefühl, hat sie sie an?

Felix Lobrecht00:12:18

Ich hatte sie an.

Tommi Schmidt00:12:20

Ich finde es, man wäscht die ja auch. Man hat die ja sein Leben lang. Die ist ja immer so, die kriegt dann so richtig Patina.

Felix Lobrecht00:12:25

Ja, du wäschst die auch nicht.

Tommi Schmidt00:12:27

Ja, ja. Es fühlt sich ein bisschen unangenehm an, aber auch bequem gleichzeitig. Es ist schwer, ich muss mich mal versuchen, wieder reinzudenken.

Felix Lobrecht00:12:35

Elvis meinte halt, man muss die eine Weile tragen, so dann ist es irgendwann bequem.

Tommi Schmidt00:12:38

Ja, wie so ein Schuh, den du einläufst.

Felix Lobrecht00:12:39

Genau. Dann riechst du zwar irgendwann wie eine Kuh, aber ist geil, Mann, weil es ein Zitat. Aber ich hatte, vielleicht war es auch einfach die falsche Größe. Das kann sein. Vielleicht war die mir einfach zu klein. Aber ich fand es schon geil, das ist krank unbequem. Das ist halt wirklich so, als wenn du in so ein Tier reinsteigst.

Tommi Schmidt00:12:56

Ist es ja irgendwie auch.

Felix Lobrecht00:12:57

Ja, genau.

Tommi Schmidt00:12:58

Aber wollen wir nicht wirklich mal auf die Wiesen gehen zusammen?

Felix Lobrecht00:13:01

Nein, auf gar keinen Fall.

Tommi Schmidt00:13:02

Hinten irgendwo in der Ecke setzen.

Felix Lobrecht00:13:03

Nein.

Tommi Schmidt00:13:06

Dann den Wanderweg aber. Rocky Mountains. Ja, okay.

Felix Lobrecht00:13:10

Okay, aber du hast keine richtige Meinung zu Lederhosen. Ich würde mich doch mal, ich soll mal ein paar Bayern in Bezug nehmen, wie lange man die denn tragen muss, bis es bequem wird. Weil ich hatte so überlegt, ob ich so als Gag, auch mal interessant, was du davon hältst. Ich hatte überlegt, als Gag bei der letzten Show in der zweiten Hälfte nach der Pause einfach in diesem Bayern-Outfit auf die Bühne zu kommen. Weil das einfach voll, das wäre sehr überraschend gekommen.

Tommi Schmidt00:13:33

Wichtig ist dann nur, dass du nicht irgendwie so einen, so einen Hut hast, als wäre er aus dem Karnevalsladen, sondern richtig geil.

Felix Lobrecht00:13:39

Ja, ja, nö, es war schon, es war authentisch, will ich sagen, was ich anhatte. Ich habe ja auch auf Instagram gepostet, kam jetzt auch nichts Gegenteiliges an Feedback. Glaubst du, also es wäre auf jeden Fall ein Riesenlacher und Jola geworden, so in dem Moment, wo ich rauskomme. Aber ab dann muss ich ja auch noch 50 Minuten Show machen. Die zweite Hälfte geht 50 Minuten. Glaubst du, das hätte abgezogen von der Showqualität? Schon, oder? Weil ich glaube, das hätte zu sehr abgelenkt.

Tommi Schmidt00:14:06

Ja, du bist ja auch so ein Typ, der dann irgendwann, wenn du merkst, so ein Joke trägt nicht mehr, dann bist du ja auch radikal so. Ich muss ja wieder in die anderen Sachen rein. Ich glaube, du gehst dann nochmal kurz raus und ziehst dich um.

Felix Lobrecht00:14:16

Ja, das ist nämlich die Frage.

Tommi Schmidt00:14:17

Ja, ich glaube, das hätte nicht getragen.

Felix Lobrecht00:14:18

Ja, weil der Joke hätte nicht getragen. Aber es wäre doch komischer gewesen, irgendwie sich da doch mal umzuziehen.

Tommi Schmidt00:14:23

Ja, ja, das wäre ganz komische Stille dann im Publikum.

Felix Lobrecht00:14:25

Ja, genau. Die hätten so gedacht, das ist gerade irgendwie Teil der Show. Weil das habe ich auch hin und her überlegt. Weil ich dachte mir, okay, es wird auf jeden Fall eine große Reaktion, wenn ich rauskomme. Aber dann, dann im besten Fall passiert alles, also läuft die Show so weiter, wie sie normal ist. Es ist nur geisteskrank unbequem für mich. Im schlechtesten Fall lenkt es die Leute so sehr ab, dass die Sachen nicht mehr lustig sind. Oder im zweitschlechtesten Fall finde ich es so unbequem, dass ich mich nochmal umziehen muss und dann entsteht so eine komische Situation. Und dann konnte ich es nicht mehr machen.

Tommi Schmidt00:14:54

Oder du bist der Erste, der dann erfindet, dieser Kostümwechsel wie bei Musik, bei Musikkonzerten. Dass du wirklich so, also ich war zum Beispiel Freitag auf einem Materia-Konzert in der Max-Schmeling-Halle in Berlin. Und da war es so, oder beziehungsweise da, das ist ja immer so, dass die dazwischen so ein paar Songs gehen ja mal kurz so raus, weil dann entweder Background-Sänger irgendwas machen oder Gäste, Cameo-Gäste oder so, die irgendwie auftreten oder wie auch immer. Oder es gibt irgendeine Pyro-Show oder was auch immer. Du hast ja immer mal so 30 Sekunden, wo du mal durchatmen oder mal ein Wasser trinken oder so.

Findest du das gut bei Comedy oder wird das die Energie killen?

Felix Lobrecht00:15:31

Also was gibt es erstmal schon?

Tommi Schmidt00:15:33

Echt?

Felix Lobrecht00:15:34

Ja, ja. Also ich glaube, also Teddy macht ja nicht direkt Stand-up, weil der macht ja auch viele Live-Shows. Und meines Wissens nach macht er da auch diverse Outfit-Changes. Aber da passt es ja auch, der spielt ja.

Tommi Schmidt00:15:43

Ja, aber der macht ja eher, du hast schon Varieté.

Felix Lobrecht00:15:45

Ja, genau, der spielt ja auch Rollen. Also meinetwegen, der macht ja keinen klassischen Stand-up. Bei Stand-up fände ich es ehrlich gesagt peinlich.

Tommi Schmidt00:15:50

Oder bei Ricky Gervais geht ja immer an seinen Pult und trinkt da und lacht sich ein. Das ist auch ein gutes Stilmittel eigentlich. Da hast du mal so kurz zehn Sekunden. Der geht ja immer so quasi aus seinem Special so raus und so lacht sich so kaputt für sich. Geht dann wieder in diese Rolle quasi rein, wenn er nach vorne geht.

Felix Lobrecht00:16:08

Aber ich finde, die Zeit kann man sich auch nehmen, ohne sich irgendwie umzuziehen.

Tommi Schmidt00:16:11

Ja.

Felix Lobrecht00:16:12

Man muss halt irgendwie so lernen, auf einer Bühne auch mal so eine Stille auszuhalten, wenn du so was trinken willst. Du musst ja was trinken.

Tommi Schmidt00:16:18

Was mir aufgefallen ist, manchmal gehen so alte Bits von dir, nicht viral, aber landen auf meiner, wie heißt das, For You Page. Und das ist schon, also du kamst ja vom Poetry Slam so ein bisschen, ne? Und du hast ja eine ganz andere Form der Darbietung. Du hast ja viel langsamer geredet und dieses, dieser trockener Mund und so.

Felix Lobrecht00:16:40

Hass ich.

Tommi Schmidt00:16:40

Genau, und da war es mal meine Frage, dein Wechsel zum normalen, Anführungszeichen, Redner, zur normalen Comedy, war das, ist das, war das ein Prozess eigentlich oder hast du irgendwie, war das irgend so ein Sommer, wo du gesagt hast, so ich höre jetzt auf damit? Weil du redest ja ganz anders vor zehn Jahren auf der Bühne.

Felix Lobrecht00:16:54

Ja, ja, ja. Nee, das war ursprünglich mal eine Kompensation von Aufregung, weil mir mal gesagt wurde, wenn du aufgeregt bist auf der Bühne, achte darauf, dass du nicht zu schnell wirst. Und das ist dann so bei mir ins Gegenteil umgeschlagen, weil ich dann so ultra langsam geworden bin. Und das hat aber irgendwie zu der Zeit auch einfach so humormäßig voll gut funktioniert, aber es ging mir extrem schnell auf den Sack schon. So, vor allen Dingen, weil ich, ich habe ja früher auch viel moderiert, ich hatte auch in Marburg und Gießen mit meinem Fotografen Marvin Rupert zusammen eine eigene monatliche Show.

Und da habe ich immer moderiert und habe halt immer Crowdwork gemacht und bla, das war voll geil und hat mich jetzt immer voll genervt, dass ich nie aus meinen Moderationen mit den Leuten quatschen, spontan drauf los ins Material gehen konnte, weil das immer so ein krasser Bruch war von normal reden und dann so Chibo und dann so ganz langsam und so, ich fand das voll anstrengend. Und dann habe ich einfach immer mehr probiert, dass ich quasi aus der Moderation ins Material gehen kann und wieder zurück und die Leute wissen nicht, was war geschrieben, was war spontan.

Und das war dann einfach so ein Lernprozess. Aber ich hasse diese alten Videos, ich finde das ganz unangenehm.

Tommi Schmidt00:18:04

Ja, ich finde es eher wahrscheinlich, weil du das selbst bist, ich finde es wirklich unangenehm, es ist nur einfach eine ganz andere Darbietung.

Felix Lobrecht00:18:08

Ja, ja, aber ich mag diese Art der Darbietung auch nicht. Ich mag auch, gibt ja auch heutzutage noch Comedians, die so low energy, also so by choice low energy Comedians sind. Länger als fünf Minuten kann ich mir das immer nicht angucken, dann langweilt mich das.

Tommi Schmidt00:18:22

Okay. Ich habe übrigens festgestellt, dass ich kein Lampenfieber mehr habe.

Felix Lobrecht00:18:28

Das ist schlecht.

Tommi Schmidt00:18:28

Ja, ne?

Felix Lobrecht00:18:30

Ja, das ist schlecht.

Tommi Schmidt00:18:31

Genau, weil man sagt doch immer, Lampenfieber ist so ein Indikator dafür. Also, oder viele sagen, wenn du jetzt Leute, die so sehr, sehr drin sind im Business, sehr arriviert und so sagen immer, ja klar habe ich Lampenfieber, weil wenn nicht, dann wäre es eigentlich nicht gut. Und ich hatte jetzt so eine Situation, zum Beispiel Kölner Treff, war ja live 2015, ist ja sonst nicht live. Unser Auftritt im Berliner Ensemble. Diese Lesung, die ich moderiert habe von Kramer, das war auch in der Mitsubishi Arena. Jetzt war ich bei Klaas, Experte für alles, es lief gestern, also heute ist ja Mittwoch dann, wenn die Folge rauskommt.

Und sonst war das immer so, wenn ich hinter den Kulissen stand und so, und hier ist Tommi Schmidt und dann war immer so, fuck, fuck, fuck, und dann Puls und dann, wenn ich draußen war, war alles in Ordnung. Oder ersten Minuten Aufregung. Aber ich habe so eine Egalhaltung irgendwie. Finde ich aber auch nicht gut. Ich will so eine, ich hätte gern wieder so ein bisschen, also ich habe dieses, ich habe immer meinen Puls sonst gespürt im Hals.

Felix Lobrecht00:19:30

Naja, die Art der, die Art des Lampenfiebers verändert sich so ein bisschen, beziehungsweise man lernt halt in der häufigen Konfrontation damit halt viel besser damit umzugehen. Aber wenn so jegliche Anspannung weg ist, dann ist man meistens nicht gut auf der Bühne.

Tommi Schmidt00:19:45

Nee, jegliche nicht.

Felix Lobrecht00:19:47

Weil man so völlig unterspannt, dann schlabbert man so rum, so ech.

Tommi Schmidt00:19:50

Nein, nein, angespannt klar, aber dieses wirklich Lampenfieber, dass du sagst so, boah krass, jetzt noch zwei Minuten, könnten es nicht vier sein, wäre das nicht geil? Also dieses, das ist einfach weg.

Felix Lobrecht00:20:01

Na gut, das habe ich so auch nicht mehr, aber man muss sich schon in irgendeiner Form anders fühlen, als wenn man jetzt einfach irgendwie zum Kühlschrank läuft.

Tommi Schmidt00:20:08

Nein, das ist klar. Das wäre gruselig. Aber ich fand es nur interessant. Ich stand irgendwo bei irgendeinem dieser Dinger der Bühne und dachte so, hör, irgendwie freue ich mich jetzt so richtig da rauszugehen.

Felix Lobrecht00:20:19

Ja. Ich habe eine neue Art Lieblingsläden.

Tommi Schmidt00:20:23

Lieblingsläden?

Felix Lobrecht00:20:24

Ja.

Tommi Schmidt00:20:24

Warte. Ich überlege gerade mal kurz, was mein Lieblingsladen ist und was dein Liebling, also mein Lieblingsläden sind so Papier- und Stiftläden.

Felix Lobrecht00:20:32

Die sind auch krass.

Tommi Schmidt00:20:33

Wo ich immer Sachen kaufe, die ich nicht brauche.

Felix Lobrecht00:20:34

Moritzplatz, Modulor. Da kannst du Tage dran verbringen.

Tommi Schmidt00:20:37

So geil. Es gibt in Mitte auch so einen Laden, wie heißt der denn nochmal? Scheiße, das ist so ein ganz kleiner, da gibt es wirklich so, da kaufst du einen Radiergummi für 9 Euro.

Felix Lobrecht00:20:46

Ja, stark. Der ist aus echten Radier.

Tommi Schmidt00:20:51

Ich habe nicht mal einen Bleistift, ich kaufe zwei. Nee, das sind. Und fressen ab, finde ich geil, weil ich keinen Hund habe. Okay, was könnte es bei dir? Klamottenläden nicht. Baumärkte, nee. Lampen, nein. Ah, Laufläden.

Felix Lobrecht00:21:12

Zwei, eins, dört. Nee, ich mag so, ich mag High-Fashion-Vintage-Läden, habe ich gemerkt.

Tommi Schmidt00:21:19

Ah, okay, da bin ich nicht so drauf gekommen.

Felix Lobrecht00:21:21

Wo du so.

Tommi Schmidt00:21:22

Ach so, alte.

Felix Lobrecht00:21:22

Wo du so geile alte, so alte, originale, geile Taschen oder Shirts oder was auch immer so kriegst, die es nicht mehr gibt. Weil das macht voll Spaß, also ich kaufe da dann voll selten nur was, aber es macht voll Spaß, dazu stöbern. Manche Sachen waren früher einfach so viel schöner, voll geil, oder die kennt man, findet man heutzutage einfach nicht mehr. Und ich war, als wir in Hannover waren, bei den Try-Out-Shows, war so direkt gegenüber vom Hotel, war nämlich so ein Laden. Da bin ich einfach mal so reingegangen, dachte ich, wie cool ist das denn?

Tommi Schmidt00:21:50

In Hannover?

Felix Lobrecht00:21:51

Ja. Direkt gegenüber vom Kastenhotel da. Das heißt Kastenhotel, Kastenshotel oder so.

Tommi Schmidt00:21:57

Wo du gepennt hast?

Felix Lobrecht00:21:58

Ja. Direkt schräg gegenüber ist so ein Laden. Und da war ich dann so drinnen, da habe ich tatsächlich auch was gekauft, weil ich voll geil fand, einfach so eine alte Weekender Louis Bag, diese klassische braune mit den beigen Ornamenten drauf, voll geil. Und dann dachte ich mir, irgendwie sind diese Läden interessant. Da kriegst du so coole Sachen.

Tommi Schmidt00:22:15

Da steht dann wahrscheinlich so drauf, so von 74 oder sowas.

Felix Lobrecht00:22:18

Ja, sowas. Das ist irgendwie witzig.

Tommi Schmidt00:22:20

Wie war Hannover? Immer wenn Hannover, da geht ja auch irgendwie, auch wenn ich da nie so richtig warm wurde, immer mein Herz so ein bisschen auf, weil ich da ja auch gelebt habe. Hätten die Künstler nicht sonst alle immer am Luisenhof? Heißt das nicht so?

Felix Lobrecht00:22:30

Ja, das ist dasselbe.

Tommi Schmidt00:22:31

Ach so.

Felix Lobrecht00:22:33

Kastenhotel Luisenhof.

Tommi Schmidt00:22:34

Ach so, ach so, ja, okay. Da gegenüber, alles klar. Ja, beim Kröpke in der Nähe, ne?

Felix Lobrecht00:22:39

Ja.

Tommi Schmidt00:22:39

Ah, schön.

Felix Lobrecht00:22:40

Egal, ich habe noch was. Wir hatten mal hier die Rubrik Kinderbegriffe, die eigentlich, wenn man mal drüber nachdenkt, voll gemein sind. Und das ist jetzt kein, wir hatten als Beispiel Fetzack, Fetzack oder Versager, völlig gemeine Wörter. Oder Opfer. Aber das ist jetzt nicht direkt ein Kinderwort, aber es ist ein Wort, was eigentlich total geläufig war in unserer Situation, aber wenn man sich das mal auf der Zunge zergehen lässt, ist das so ein gemeines Wort. Und zwar der gute alte Fuzzi. Kennst du so einen Versicherungsfuzzi?

Tommi Schmidt00:23:10

Ach so, der Versicherungsfuzzi.

Felix Lobrecht00:23:15

Ein Versicherungsfuzzi.

Tommi Schmidt00:23:17

Das hat er auch zu meiner Mutter gesagt. Wann kommt eigentlich der Lampenfuzzi jetzt?

Felix Lobrecht00:23:22

Der Lampenfuzzi. Der alles, der Heizungsfuzzi, das ist so gemein. Das sind Familienväter, Fuzzi, irgendwie eine Ausbildung gemacht haben, 20 Jahre Berufserfahrung.

Tommi Schmidt00:23:36

Weißt du, wer die Hecke dann pflanzt, auch im Garten?

Felix Lobrecht00:23:38

Ja, der Heckenfuzzi.

Tommi Schmidt00:23:39

Der Gartenfuzzi.

Felix Lobrecht00:23:39

Der Gartenfuzzi, ey. Wir sind einfach zwei Podcast-Fuzzis, ey. Mehr sind wir nicht.

Tommi Schmidt00:23:46

Nee, ich bin, du bist so ein Comedy-Fuzzi, ich bin ein Medien-Fuzzi.

Felix Lobrecht00:23:51

Ja. Ja, und zusammen sind wir Podcast-Fuzzis.

Tommi Schmidt00:23:54

Als Alliteration noch schlimmer, Fernseh-Fuzzi.

Felix Lobrecht00:23:57

Fernseh-Fuzzi.

Tommi Schmidt00:23:58

Tommi, der Fernseh-Fuzzi.

Felix Lobrecht00:24:00

Tommi, der Fernseh-Fuzzi, ey.

Tommi Schmidt00:24:02

Das ist eine super Beobachtung.

Felix Lobrecht00:24:03

So ein geiles Wort, ey. Und ich habe mich gefragt, wie man das schreibt. Ich habe es geschrieben, F-U-T-Z-I.

Tommi Schmidt00:24:11

Ja, weil so mit ZZ ist zu sehr wie so eine amerikanische Actionfigur.

Felix Lobrecht00:24:15

Fuzzi, Fuzzi.

Tommi Schmidt00:24:18

Fuzzi, ja, ich glaube F-U-T-Z-I-E, ne?

Felix Lobrecht00:24:20

Mit I-E sogar?

Tommi Schmidt00:24:21

Ja, Fuzzi.

Felix Lobrecht00:24:23

Ich würde es im Plural mit I schreiben.

Tommi Schmidt00:24:24

Die deutschen seltenen Worte haben einfach nur mit I hinten.

Felix Lobrecht00:24:26

Ich würde es im Plural.

Tommi Schmidt00:24:27

Außer ich.

Felix Lobrecht00:24:28

Ja, okay. Ich würde es im Plural mit I-E schreiben, also Fuzzis. Aber Singular würde ich F-U-T-Z-I. Würde ich jetzt einfach mal, falls es der Duden zuhört, der Duden Fuzzi.

Tommi Schmidt00:24:39

Wörter-Fuzzi.

Felix Lobrecht00:24:40

Der Wörter-Fuzzi.

Tommi Schmidt00:24:41

Aber eigentlich, wir müssten doch hier sagen, Futzende im Plural.

Felix Lobrecht00:24:46

Ja, aber Fuzzi ist ja eigentlich genderneutral, oder?

Tommi Schmidt00:24:48

Ja, stimmt.

Felix Lobrecht00:24:48

Das kann ja auch irgendeine Frau kann ja auch.

Tommi Schmidt00:24:50

Die Fuzzi und der Fuzzo.

Felix Lobrecht00:24:53

Obwohl, nee, der Nagel-Fuzzi, da hat man schon einen Mann vor Augen, wa? Beim Nagel-Fuzzi, da denkt man jetzt nicht an eine Frau, die Nägel macht.

Tommi Schmidt00:25:00

Geil ist auch bei so Sachen, wo eigentlich, wo man das Fuzzi gar nicht mehr bräuchte, das ist dann noch so noch demütigender, weil da der Begriff schon der Beruf ist, so Friseur-Fuzzi. Brauchst du gar nicht.

Felix Lobrecht00:25:12

Wie meinst du?

Tommi Schmidt00:25:13

Ist ja schon Friseur. Also ist ja nicht irgendwie, man sagt das ja, weil man den Namen des Jobs auch nicht kennt. Wie heißt das wieder? Lampen-Fuzzi, was ist denn der Elektriker, ne?

Felix Lobrecht00:25:22

Okay, verstehe.

Tommi Schmidt00:25:23

Lampen-Fuzzi. Der sorgt dafür, dass so eine Familie beim Abendessen zusammensitzen kann.

Felix Lobrecht00:25:30

Das sind alles Familienväter, die irgendwie ihre Familie durchbringen wollen.

Tommi Schmidt00:25:34

Der Garagen-Fuzzi. Das ist super.

Felix Lobrecht00:25:37

Ja. Ich habe neulich fast angefangen zu heulen, was wirklich selten bei mir ist, weil ich mich einfach daran erinnert habe, dass mein geliebter Vater, dass der früher mal, der hat eine Zeit lang mal so, als wir noch Kinder waren, hat der so freiberuflich einfach als Handwerker gearbeitet. So, und früher hast du so deine Dienstleistung ja einfach so inseriert in einer zweiten Hand zum Beispiel, also eine Zeitschrift, wo man so zweite Hand Sachen kaufen konnte. Aber mein Vater hatte so einen süßen Slogan zu sich selber, ich muss schon wieder fast heulen, der hieß "Freundlich, schnell, individuell".

Das finde ich so süß, es war einfach so ein Mitte-40-jähriger Mann, der da einfach nur seine drei Kinder durchbringt. Oh Gott, das ist so süß, ey. Aber ich finde eher, dass man jetzt, also ich zumindest, scheinbar geht es dir auch so, dass jetzt in so ein Alter kommt, wo ein, also es gibt ja diese Phasen, als Kind ist man so gar nicht dankbar, man nimmt das alles einfach so als gegeben hin. So, Mutter fährt einen zum Fußball und chillt an ihrem einzigen freien Tag in so einer Turnhalle. Wenn man sich überlegt, so der heilige Samstag jetzt so, da sitzt du dann in so einer stickigen Turnhalle, es riecht nach Waffeln, Börek.

Tommi Schmidt00:26:50

Nach Waffeln und 13-Jährigen, ey.

Felix Lobrecht00:26:52

Nach 13-Jährigen, nach diesem alten Fußball, diesem gelben Filzball und so überall. Und dann gehst du da raus im Winter, ist dunkel. Das ist wirklich so. Und dann war es gibt es zu essen. Und am nächsten Tag mit dem anderen Blag das Gleiche oder so, keine Ahnung. Aber dann gibt es diese Phase, wo man so merkt, so krass, was die alles für einen gemacht haben. Und jetzt sind wir in dieser Phase, oder ich zumindest, wahrscheinlich dann du auch, wo das einen, wenn man darüber nachdenkt, so rührt. Mich rührt das die ganze Zeit. Deswegen musste ich so, ich bin so aufmerksam, als du gesagt hast, du musst fast weinen.

Das habe ich auch manchmal. Ich stehe dann und denke so, was die so alles gemacht haben. Und die sind ja auch zum ersten Mal auf dem Planeten. Weißt du, wir haben zum ersten Mal mit Mitte 40 dann irgendwie Kinder gehabt oder Anfang 40 oder Ende 30, keine Ahnung. Und für die auch alles neu. Und in dem Alter sind das ja für einen so Superhelden, die alles wissen über Versicherungen, über sonst was, über Kochen, über, und jetzt merkt man erstmal, ach, die waren auch manchmal auch so Try and Error, so alles so irgendwie so im Ansehen.

Tommi Schmidt00:27:52

Im Ansehen sind Eltern eigentlich Fuzzis für alles.

Felix Lobrecht00:27:55

Erziehungsfuzzis.

Tommi Schmidt00:27:56

Ja, aber für alles. Die müssen ja in allem Experte sein. Das ist ja immer der erste Ansprechpartner als Eltern.

Felix Lobrecht00:28:03

Ja, voll. Aber mich rührt das ganz oft mittlerweile. So wie sie Mühe gegeben haben, so Weihnachten oder so, das irgendwie dann cool zu gestalten oder so. Wenn man irgendwie Spaß hat als Kind. Herrlich.

Tommi Schmidt00:28:17

Shoutout an Eltern.

Felix Lobrecht00:28:18

Ja.

Tommi Schmidt00:28:18

Aber wir wurden auch nicht gefragt, ob wir hier sein wollen. Deswegen müssen sie auch Mühe und Spaß machen.

Felix Lobrecht00:28:23

Deswegen war das immer so eine Quatschaussage. Das ist so ein philosophischer Blabla.

Tommi Schmidt00:28:29

Wieso?

Felix Lobrecht00:28:30

Weiß ich nicht. Also ja gut, die Eltern wollten es ja auch nicht. Also das ist nun mal einfach so. Also manche Sachen muss man irgendwie als, ja gut, das ist halt so.

Tommi Schmidt00:28:38

Ja, ja, das schon, aber du hast halt auch die Aufgabe, Eltern als Eltern erfüllen dann in dem Moment.

Felix Lobrecht00:28:46

Ja, ja, das ist richtig. Aber so, ich meine, geht ja oft so bei, also das kannst du ja so als Ausrede sonst für alles nehmen. Ich wurde nie gefragt, ob ich auf die Welt kommen will. Ja, okay. Bist du aber jetzt. Deal with it.

Tommi Schmidt00:28:58

Ja, ich weiß, was du meinst.

Felix Lobrecht00:29:01

Du kommst so eine, kommt man schnell in so einen intellektuellen, nihilistischen, gaga Scheiß irgendwie so.

Tommi Schmidt00:29:06

Ja.

Felix Lobrecht00:29:06

Wegen so einem Aussagen war ich in der Stand schon eine Philosophie.

Tommi Schmidt00:29:08

Da kannst du dich, da kann man stundenlang dran verharren.

Felix Lobrecht00:29:13

Ja.

Tommi Schmidt00:29:18

Tommy.

Felix Lobrecht00:29:19

Ja.

Tommi Schmidt00:29:19

Unser heutiger Werbepartner ist Fitness First.

Werbung00:29:23

Ja.

Kennst du? Die große Fitnessstudio-Kette Fitness First.

Ja.

Und das ist insofern ein total lustiger Zufall, als dass ich die ehemal Shoutouten wollte. Jetzt gerade, ich bin auf Tour. Ich bin heute in Bremen, morgen in Tübingen und danach in Kassel, wenn ich Pech habe.

Und überall gibt es was?

Und überall möchte ich trainieren. Ich will mich von Kassel nicht runterziehen lassen. Ich will trotzdem irgendwie was tun für mein Leben, für mich als Person, für meine psychische und körperliche Gesundheit. Und dann gehe ich immer trainieren. Und da muss man einfach mal die Fitness Firsten dann outshouten, weil die gibt es gefühlt überall. Gefühlt in jeder Stadt, wo du bist, gibt es im Zentrum oder in Zentrumsnähe meistens.

Ich wollte gerade sagen, nicht in so Horrorgegenden, wo man geil, ich bin hier in der Stadt, jetzt muss ich jetzt mal eine Stunde mit dem Auto rausfahren.

Ja, genau, jetzt muss ich in irgendein Industriegebiet, wo du genau weißt.

So ein Sexshop gegenüber oder so.

Sexshop gegenüber, Spielothek nebendran und in der Lagerhalle drüben wird garantiert Meth gekocht. So, das ist meistens im Stadtzentrum. Kannst du vom Hotel in der City meistens hinlaufen. Und das ist wirklich super, weil die sind extrem gut ausgestattet, so in sehr vielen Studios kannst du auch Kurse machen, kannst danach Sauna machen, kannst schwimmen gehen.

Was es oft auch gibt, finde ich geil, wenn man reinkommt, man kriegt schon direkt so ein Sportfeeling, die haben sie oft, diesen Schlittenparcours, diesen grünen langen Kunstrasen, wo du den Schlitten so schieben kannst.

Du hast auch Mitarbeiter greifbar, weißt du? Du machst irgendwann, dann schnappst du dir irgend so eine Frau im Fitness-First-T-Shirt und sagst, junge Dame, mache ich das hier gerade richtig? Dann sagt sie, nee, sieht ganz ungesund aus, ich zeig dir das mal. Und dann zeigen die dir das. Und das ist immer sauber, es ist immer modern. Also wirklich, ich bin wirklich Fan.

Und was ich sagen muss, bei Fitness First ist es oft so, dass man, also wenn man das erste Mal in einem neuen Fitnessstudio ist, geht man ja meistens diesen Weg drum, wo ist denn jetzt hier was? Und das folgt, ich weiß nicht wieso, aber immer irgendeiner gewissen Logik bei denen. Das ist nicht so, wie wenn man das erste Mal in einem neuen Supermarkt ist und wie ist denn jetzt die Milch hier bei dem Apfel und so, weißt du, wenn das alles durcheinander ist. Und da ist immer alles irgendwie so, dass man loslegen kann und es ist so intuitiv. Weißt du, ich weiß nicht genau, wie ich es erklären soll, aber es funktioniert bei dem. Es kommen Leute mit Rübe, die sich wirklich denken Fitness First und nicht irgendwie Geld First.

Erstmal Fitness First.

Nee, da haben sie sich einfach, man kommt da an und fühlt sich so, als wäre man schon mal da gewesen. Okay, Tommy, ich habe noch eine kleine Quizfrage zum Abschluss. Wenn wir sagen, fast überall, gefühlt überall gibt es ein Fitness First Studio. Was glaubst du, bedeutet das in Zahlen? Wie viele Fitness First Studios gibt es in Deutschland? Schätzfrage. Go.

37.

Mehr als 200.

Was?

Ja. Es gibt in ganz Deutschland über 200 Fitness First Studios. Also es gibt keine Ausreden mehr. Du kannst nicht sagen, ja, ich wohne in Kassel, hier gibt es doch, wahrscheinlich gibt es in Kassel sechs.

Kann sein, dass du in dein Gästezimmer gehst und da ist plötzlich ein Fitness First drin. Also überall.

Also Leute, geht, sucht euch ein Fitness First in eurer Nähe. Vereinbart, unverbindlich und kostenfrei einfach mal ein Probetraining. Schnuppert mal da rein.

Gut pumpen, guter Bizeps. Viel Spaß.

Tommi Schmidt00:32:36

Es gibt ja gerade diese krassen Proteste in Frankreich, also in vielen europäischen Städten, auch in Mailand.

Felix Lobrecht00:32:42

Mailand jetzt auch noch.

Tommi Schmidt00:32:44

Und in Albanien ja auch schon länger, weil da die Familie Trump in einem Naturschutzgebiet irgendwie eine Hotelanlage bauen will oder sowas, ist ja, glaube ich, diese Flamingo-Proteste in Albanien und in Belgien und es gibt ganz viel so in Europa. Erstmal die Frage, hast du das Gefühl, wenn du so deine Tommy-Schmitsche Nase in die Berliner und deutsche Luft hältst, das könnt ihr auch, hast du das Gefühl, das liegt ja auch so ein bisschen in der Luft?

Felix Lobrecht00:33:11

Ja, in der Luft schon.

Tommi Schmidt00:33:13

Findest du? So richtig so Riots mit Rausgehen und Plündern?

Felix Lobrecht00:33:17

Also die Franzosen sind da ja, oder Frankreich ist da ja schon immer anders.

Tommi Schmidt00:33:24

Also wenn es sowas gibt.

Felix Lobrecht00:33:25

Das ist eine andere Protestkultur.

Tommi Schmidt00:33:26

Genau, wenn sowas.

Felix Lobrecht00:33:27

Frankreich selbst, also Frankreich gibt es ja quasi außen am Aufbegehren gegen die französische Revolution.

Tommi Schmidt00:33:34

Dann redet man natürlich aber auch immer dann über wirklich so klassische Arbeiterdemonstrationen und Gewerkschaften und sonst wo auf die Straße gehen, hier passiert gar nichts mehr. Und jetzt haben sich ja unter diese Demonstrationen ja auch Leute gemischt, die einfach nur Randale machen. Das ist ja eindeutig. Es koexistieren ja zwei Sachen gerade. Es ist ja einmal wirklich, dass Leute friedlich demonstrieren und gleichzeitig werden da Existenzen von Leuten zerstört, weil alles einfach demoliert und geklaut wird.

Felix Lobrecht00:34:00

Da kommen wir gleich hin. Da kommen wir gleich hin.

Tommi Schmidt00:34:02

Und geplündert wird.

Felix Lobrecht00:34:02

Ja, da will ich gleich noch drüber reden. Aber lass mal erstmal so bei der Frage. Glaubst du, dass in Deutschland gerade auch genug Wut, Frustration, was auch immer so in der Luft liegt, dass das hier auch irgendwie bald so hochkochen könnte?

Tommi Schmidt00:34:15

Aber was von beiden? Weil ich glaube, das muss man dann schon sagen, die beiden Sachen.

Felix Lobrecht00:34:18

Naja, nee, also auch in Frankreich waren es ja Sachen, die quasi, es gab, also ich glaube, es hat angefangen, also lange gibt es ja schon diese Gelbwesten, was ich übrigens einen peinlichen Namen für eine Bewegung finde, aber Julie Jeanne ist ja auch egal, die immer mal wieder demonstrieren und jetzt zuletzt hat sich zu denen, haben sich ja noch Schülerproteste irgendwie so mit reingemischt, die irgendwie für bessere Lern- oder Studienbedingungen und sowas protestieren. Und dann kamen irgendwie noch Leute, denen ist der Sprit zu teuer, dann die Infrastrukturen, haben sich da immer mehr Leute reingemischt, die Bewegung wurde immer größer und diffuser.

Und dann kommen halt immer so einfach so Allround-Frustrierte und einfach Randalierer noch dazu. Aber glaubst du.

Tommi Schmidt00:34:56

Kriminelle auch einfach, muss man so sagen.

Felix Lobrecht00:34:58

Ja, klar. Aber generell, dafür muss ja erstmal viel Wut auf die Straße mobilisiert werden, damit dann auch die Verrückten dazu kommen. Aber glaubst du, dass die Grundbedingungen, also dass es in Deutschland gerade auch in der Luft liegt, dass erstmal so verschiedene Strömungen so zusammen auf die Straße gehen könnten und daraus resultierend dann auch Randale gegebenenfalls entsteht?

Tommi Schmidt00:35:20

Könnten ja, aber ich glaube.

Felix Lobrecht00:35:22

Über welche Themen?

Tommi Schmidt00:35:23

Ich glaube, dass es nicht so besonders fremd ist zu Frankreich in dem Moment. Also Lebensunterhaltungskosten.

Felix Lobrecht00:35:31

Lebenshaltungskosten.

Tommi Schmidt00:35:32

Lebenshaltungskosten.

Felix Lobrecht00:35:33

Gaza, Gaza, Safe.

Tommi Schmidt00:35:35

Gaza, Sprit. Generell diese Frustration, die du ja, diese Frustration auf alles, irgendwie diese diffuse, irgendwie alles ist gerade irgendwie Kacke-Gefühl.

Felix Lobrecht00:35:48

Ja, Krieg.

Tommi Schmidt00:35:49

Ist, glaube ich.

Felix Lobrecht00:35:50

Waffenlieferungen.

Tommi Schmidt00:35:51

Waffenlieferungen. All diese Themen, das ist schon da. Da ist die Frage nur, wenn man wirklich davon ausgeht, dass mit dieser kulturell geprägten Protestkultur, also Protestart wie in Frankreich, wenn es damit losgeht, das ist.

Felix Lobrecht00:36:05

Weil es in Frankreich einfach geübter ist.

Tommi Schmidt00:36:07

Genau, das ist in Deutschland schwerer, dass es so orchestriert losgeht, wenn man davon ausgeht, dass sich da dann Kriminelle und Randalierer so draufzwängen, wenn die nicht beginnen. Deswegen glaube ich es eher nicht, dass es passiert in dem Ausmaß in Deutschland. Kann natürlich schlecht altern, aber zumindest jetzt nicht. Jetzt nicht so als Kettenreaktion zu Frankreich und Mailand und so. Irgendwann bestimmt kann das passieren, aber jetzt gerade, glaube ich, irgendwie nicht.

Felix Lobrecht00:36:35

Und ich habe jetzt zuletzt immer öfters so Takes gehört von Leuten, die sagen, ja, Randale in Frankreich, bla. Aber die Medien zeigen auch nur das, so, was ist denn mit den Hunderttausenden, die friedlich demonstrieren? Und da du ja ein medienaffiner Mann bist, dachte ich mir, was hast du da eine Meinung zu? Weil ich kann schon irgendwie verstehen, was die meinen so. Ja, es wird dann immer sich auf das Negative irgendwie gestürzt in der Berichterstattung. Andererseits denke ich mir aber auch, also einerseits muss man sich immer auch ein bisschen an den Leuten messen lassen, die da mit einem laufen.

Und andererseits.

Tommi Schmidt00:37:13

Aber wie gehst du damit um, wenn Leute deine.

Felix Lobrecht00:37:15

Und andererseits muss sowas natürlich berichtet werden, wenn da Leute komplett frei drehen. Also es ist ja völlig klar, dass das irgendwie auch dann die Berichterstattung dominiert.

Tommi Schmidt00:37:26

Ja, aber das Absurde ist ja, wenn du jetzt aber mal ins Internet schaust, dann werden, in Anführungszeichen, die Medien ja dafür kritisiert, dass sie es immer noch so schönreden, dass sie immer noch von Schülern sprechen und Studenten und so. Und gar nicht so sehr. Also das ist ja das Absurde in dieser absurden Medienwelt mit diesen verschiedenen Strömungen, in denen wir leben. Jeder hat eine andere Wahrheit, jeder hat eine, du bist dir bei ganz vielen Videos gar nicht, du kannst dir nicht mal sicher sein, ob das alles stimmt.

Felix Lobrecht00:37:48

Das ist ja nicht meine Meinung.

Tommi Schmidt00:37:49

Das ist echt, aber das kommt ja auch noch dazu.

Felix Lobrecht00:37:51

Genau, nur damit man es richtig versteht. Ich habe ja gerade nicht meine Meinung gesagt, sondern ich habe gesagt, das ist eine Sache, die ich gerade, also eine Argumentationslinie, die ich gerade oft sehe, ist, dass Medien dafür kritisiert werden, dass, wenn es um die Proteste in Frankreich geht, immer nur diese Extrembilder gezeigt werden, nicht die Hunderttausenden, die friedlich demonstrieren. Aber jetzt die Frage, also beobachtest du das erstmal auch und dann wäre die Frage, wie siehst du das? Also sollten Medien mehr sich auf den friedlichen Teil konzentrieren oder sollten die genauso das machen, wie sie es gerade machen oder sollen sie es noch härter nur darüber berichten?

Was weiß ich was? Also hast du da Gedanken zu?

Tommi Schmidt00:38:26

Können wir ja laut drüber nachdenken. Also ich denke vor allem, was ist der Nachrichtenwert für ein Nachbarland? Also für uns Deutsche ist ja der Nachrichtenwert wahrscheinlich höher, dass da extreme Randale.

Felix Lobrecht00:38:38

Das ist richtig, aber auch irgendwie die französische Schulpolitik.

Tommi Schmidt00:38:41

Aber hunderttausende Leute, also ab einer gewissen.

Felix Lobrecht00:38:45

Ja, das wird ja nicht verschwiegen, dass da Schüler.

Tommi Schmidt00:38:48

Genau, ab einer gewissen Quantität ist es schon auch erwähnenswert, dass einfach so viele Leute überhaupt für irgendwas auf die Straße gehen, finde ich. Weil man dann als Nachbarland irgendwie erfährt, ah okay, krass, hier bei unserem Nachbar Frankreich brodelt hier gerade dieses Thema. Da gehen hunderttausende auf die Straße.

Felix Lobrecht00:39:03

Das wird ja erwähnt.

Tommi Schmidt00:39:05

Das wird ja schon gesagt. Also nochmal, wenn du jetzt ins Internet schaust, ist eher die Kritik daran, dass das noch zu viel erwähnt wird. Dass da viel mehr.

Felix Lobrecht00:39:12

Das kann man so nicht sagen, Tommy.

Tommi Schmidt00:39:13

Nee, natürlich, aber.

Felix Lobrecht00:39:14

Man kann in eine, wenn man genau das hier ins Internet schaut.

Tommi Schmidt00:39:17

Genau, genau, das ist ja das Problem. Und wenn du in diese Ecke, die haben diese Wahrheit für sich. Wir haben eine andere Wahrheit, die haben, das ist ja das Absurde.

Felix Lobrecht00:39:24

Ja, genau, jetzt interessiert mich ja deine Meinung.

Tommi Schmidt00:39:27

Die welche, was ist konkret die Frage?

Felix Lobrecht00:39:30

Findest du, dass darüber gerade falsch berichtet wird? Findest du, dass da gerade mehr auf das eine oder auf das andere geguckt werden müsste? Also mich interessiert einfach, wie du, wenn du das entscheiden könntest, mit sowas umgehen würdest. Ich kann ja auch mal meine Meinung sagen, wenn dir das hilft.

Tommi Schmidt00:39:50

Ich finde es aber auch schwer zu sagen, es wird falsch berichtet, wenn ich jetzt nicht alle Nachrichten gescannt habe der letzten Tage, was nicht so war.

Felix Lobrecht00:39:55

Nee, mir geht es ja um deine Wahrnehmung.

Tommi Schmidt00:39:56

Ich habe Fußball geguckt.

Felix Lobrecht00:39:57

Mir geht es ja um deine Wahrnehmung.

Tommi Schmidt00:39:59

Ja, meine Wahrnehmung ist, dass jetzt gerade vor allem die Medien, die ich konsumiert habe, darüber berichtet wird, was da für Randale ist. So, und was da, ja, ich habe viele Videos gesehen von Leuten, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. So eine junge Frau, die vor ihnen, genau, da steht so eine junge Ladenbetreiberin, völlig aufgelöst und versucht irgendwie, Randalierer aus ihrem Laden zu kriegen, die aber einfach drauf scheißen. Dann sehe ich so ein Video von so einem Typen, der auch versucht, seinen Laden zu schützen, der dann auch umgetreten wird und die Leute im Hintergrund einfach alles raustragen.

Gleichzeitig habe ich ja am Anfang dieser Zeit gesehen, wie Schüler demonstriert haben. Also ich habe eher so wirklich die Entwicklung verfolgt, die ja auch nicht falsch ist. Das ging ja von da nach da. Und dann habe ich plötzlich brennende alte Gebäude gesehen. Das kann ja wohl nicht wahr sein. So. Dementsprechend fühle ich mich da nicht falsch oder zu wenig informiert, muss ich sagen.

Felix Lobrecht00:41:00

Das war nicht die Frage, mir ging es ja um eine Bewertung, aber weil ich finde dieses Argument so ein bisschen blöd, ja, dann wird nicht über die Hunderttausenden friedlich berichtet. Ja, okay, vielleicht wird nicht gleichermaßen viel über die berichtet, aber die zerlegen auch gerade nicht die Stadt, ja. Also wenn da Leute anfangen, so eine komplette Stadt irgendwie kurz und klein zu kloppen, dann muss darüber berichtet werden. Und auch wenn man als friedlicher Demonstrant das irgendwie nicht will, dass die Leute das machen, dann muss man sich ja in irgendeiner Form, also davon so klar abgrenzen.

Das kann man ja nicht so billigend in Kauf nehmen oder sowas, ja. Und dann kann man sich auch nicht darüber beschweren, dass, wenn im selben Namen da Leute so eine Scheiße bauen, ja, aber warum berichtet ihr nicht über uns? Also ich finde das irgendwie immer so ein bisschen, so ein bisschen blöd. Vielleicht bin ich da so alt geworden und so, aber ich denke mir mal so, ja, Leute, stell dir mal vor, das wären rechte Proteste. Stell dir mal vor, das wären nicht irgendwie eher links gelesene Proteste, sondern rechte.

Tommi Schmidt00:41:55

Aber siehst du da noch Politik gerade in den letzten Tagen?

Felix Lobrecht00:41:59

Nee, weil da wird ja nicht gesagt, dass da jemand Vandalismus.

Tommi Schmidt00:42:02

Ja, natürlich, aber es wird ja von Linken, wird das ja geframed als Widerstand gegen den Staat. Also von radikalen Linken. Und jetzt stell dir mal vor, das wäre von, stell dir mal vor, radikal rechts geframte Leute würden so frei drehen, da würde man doch von allen anderen, die da auch demonstrieren, eine krasse Distanzierung erwarten und irgendwie so und auch wollen, dass der Staat da hart durchgreift gegen diese Leute. Da wird es ja dann auch nicht wollen, da wird es ja dann auch nicht irgendwie so sagen, ja, aber es gibt hier auch irgendwie Polizeigewalt gegen die Demonstranten, die es wahrscheinlich auch gibt.

Und das soll natürlich nicht so sein. Aber also ich finde das einen ganz komischen Fokus, der da, also eine komische Fokusverschiebung und so eine schwierige Leistung.

Felix Lobrecht00:42:42

Total, aber gleichzeitig, da bin ich bei dir, gleichzeitig sehen wir aber auch in der Medienwirklichkeit, wo sich vielleicht die Anführer der eigentlichen Proteste schon längst davon distanziert haben, wir es aber gar nicht mitbekommen haben, weil der Nachrichtenwert in dieser aufgeladenen Medienwelt mit den vielen Videos, die mehr knallen, dass diese Abgrenzung schon längst passiert ist. Weiß ich gar nicht. Könnte ich gar nicht, könnte ich jetzt gar nicht sagen, dass es nicht so ist. Weiß ich nicht, weißt du? Und vielleicht ist es aber auch einfach gar nicht, hat es keinen hohen Nachrichtenwert, klickt nicht gut, landet weiter unten irgendwo. Ich habe keine Ahnung. Und das macht es halt so schwierig, diese Dinge zu bewerten, weil irgendwie gefühlt hat ja eh keiner mehr Muße und Hirnkapazität, sich überhaupt auch so umstimmen zu lassen, mal intellektuell, sondern du gehst immer mit deiner Meinung in so eine Situation, also die wenigsten analysieren dann mal für sich auch so, was passiert da eigentlich gerade, sondern ja, es passiert das und das und das entspricht genau meiner Meinung, das mache ich groß, das entspricht nicht so meiner Meinung, das lasse ich klein und so und dadurch.

Tommi Schmidt00:43:41

Nee, genau.

Felix Lobrecht00:43:41

Das ist alles so diffus.

Tommi Schmidt00:43:42

Ja, aber dann kommt man auch irgendwie immer an so einen Punkt, wo dann irgendwie alles und nichts ist, ja. Also ich habe.

Felix Lobrecht00:43:50

Aber ist das nicht vielleicht auch so.

Tommi Schmidt00:43:52

Lass mich mal kurz ausreden. Ich habe dich ja mit einer Meinung, die ich so öfters gesehen habe, im Internet konfrontiert und mich hat interessiert, was du dazu denkst, dass man am Ende zu dem Punkt kommt, dass alles irgendwie alles sein kann.

Felix Lobrecht00:44:04

Nein, ich denke wie du.

Tommi Schmidt00:44:05

Da kommen wir auch nicht weiter. Mich hat ja interessiert, wie du das eigentlich.

Felix Lobrecht00:44:07

Aber ich sehe das wie du, der Nachrichtenwert jetzt gerade ist, dass da ganze Städte zerlegt werden und darüber muss berichtet werden. Und das musst du als Journalist und Journalistin ja immer machen. Du musst immer gucken, was ist der Nachrichtenwert? Was ist gerade das Relevante? Und wenn nicht wie sonst, wenn etwas sich so sehr vom Alltag abgrenzt, nämlich dass einfach Städte komplett auseinandergenommen werden, so ein Ausnahmezustand herrscht, dann muss darüber berichtet werden. Und das ist dann auch in dem Moment relevanter.

Tommi Schmidt00:44:33

Ja, die Frage, die man sich dann natürlich kritisch gefallen lassen muss als Medien oder was auch immer, ist natürlich, feuert das diese Ausschreitung noch weiter an?

Felix Lobrecht00:44:44

Ja, das ist aber nicht, das darf nie die Maßgabe von Journalismus sein, das zu beeinflussen oder nicht zu beeinflussen. Du musst am Ende, musst du berichten. Ganz rational. Das ist passiert und das ist nicht meine Aufgabe, was daraus jetzt passiert. Und das ist ja eh so wichtig, dass ich Journalismus das mal wieder so immer mehr, also es gibt immer noch, das gibt es natürlich immer noch, das ist immer noch das Credo, aber einfach berichten und nicht irgendwie aktivistisch berichten.

Tommi Schmidt00:45:08

Ja, und nicht meinen.

Felix Lobrecht00:45:09

Genau. Seit Ende ist es ein Meinungsstück. Mittlerweile konsumieren wir auch so viele Medien, dass das, was ich zum Beispiel im Studium gelernt habe, eigentlich alle mal wirklich alle irgendwie lernen müssen, auch in der Schule. Dieses nämlich, die Unterscheidung zwischen Darstellungsformen, die Unterscheidung zwischen Reportage, zwischen Meinungsstück, also Bericht, also das ist jetzt kein Meinungsstück, aber zwischen einer Glosse, zwischen einer Satire, einem Bericht, einer Nachricht.

Tommi Schmidt00:45:34

Ja, gut, aber ich finde.

Felix Lobrecht00:45:35

Diese Dinge, weil viele schreiben, mach doch auch mal dazu einen Bericht oder der ist zu gewertet, ja, aber das ist auch ein Kommentar. Ein Kommentar ist immer eine geframte Meinung.

Tommi Schmidt00:45:44

Ja, ja, aber ich finde zum Beispiel, dass das heute Journal kommt genauso daher in der Optik, in der Aufmachung wie die Tagesschau. Ist aber viel, viel meinungsgefärbter in meiner Wahrnehmung.

Felix Lobrecht00:45:56

Das wäre ein Magazin.

Tommi Schmidt00:45:57

Ja, genau, aber diese Unterscheidung, die kann man doch nicht von den Leuten erwarten, dass die das machen. Weil das ist total aufgezogen wie eine ganz klassische Nachrichtensendung.

Felix Lobrecht00:46:08

Ach so.

Tommi Schmidt00:46:08

Also genauso als die Tagesschau, einfach nur mit anderen Leuten. Und da verschwimmt es, da fängt es dann schon an zu verschwimmen. Und da finde ich, kann man da nicht von den Leuten erwarten, ja, aber das ist doch jetzt gerade ein Journal und keine bla. Also da muss das Format irgendwie unmissverständlicher sein. Und das ist total missverständlich. Also ich rege mich jedes Mal, wenn ich das heute Journal gucke, darüber auf, dass dann nach so einem Bericht noch einfach so ein wertender Satz kommt. Oder so in der Berichterstattung schon die Meinung, die man dazu am besten haben sollte, mitgeliefert wird.

Das fehlt zum Kotzen.

Felix Lobrecht00:46:43

Ja, also wenn, klar, dann ist das ein Kritikpunkt, den man sich auch, den man annehmen muss, keine Frage. Aber ich glaube aber auch in Zeiten von, in diesen Social-Media-Zeiten ist das wichtig, dass, ich weiß nicht wie, aber ich lese das oft, dass Leute, da gibt es einen Kommentar von jemandem zu irgendeinem politischen Thema, eindeutig geframed und die Leute verstehen, und ich mache dir nicht mal einen Vorwurf, verstehen das nicht, dass das gerade kein Bericht ist, sondern es ist die Meinung von diesem Journalisten, der vielleicht sogar bei diesem konservativen oder bei diesem linksliberalen Blatt arbeitet, was auch noch die Blattlinie ist und so.

Und ich als der jetzt irgendwie an Medien interessiert ist und das auch mal so gemacht hat, weiß halt, ah, jetzt erwartet mich folgende Meinung, wird jetzt wahrscheinlich kommen, nämlich aus dieser linksliberalen Perspektive oder eher aus der konservativen, dann kann ich es für mich einordnen. Und das ist, glaube ich, für viele schwer verständlich. Und dadurch entsteht dann auch so die, wir werden hier missinformiert oder wie auch immer. Aber es ist.

Tommi Schmidt00:47:43

Glaubst du, du hättest diese, oder hast du vielleicht, als es sowas früher schon mal gab, so eine Proteste, Randalen, so als Jugendlicher, junger Erwachsener anders bewertet als jetzt? Dass du es früher so mehr verstanden hast oder gedacht hast, ja, geil, man, endlich macht hier mal einer alles kaputt oder so.

Felix Lobrecht00:47:59

Ich glaube, man hat, wenn man jünger ist, mehr dieses Denken, die brauchen mal einen Denkzettel da oben. Also dieses rebellischere. Schwer zu sagen, weiß ich nicht. Ich wäre jetzt keiner, der in den Kiosk gerannt wäre und Sachen geklaut hätte. War aber auch nie in einer Situation von Armut betroffen, zum Beispiel. Dementsprechend, wenn du von, also ich will es jetzt nicht gutheißen, aber ich kann es nicht beantworten.

Tommi Schmidt00:48:23

Ja, und finde ich auch völlig daneben, einfach so irgendwelche kleinen, so spätimäßigen Läden von irgendwelchen Leuten, die selber Migranten sind und irgendwie sich da einfach nur so.

Felix Lobrecht00:48:34

Ja, klar.

Tommi Schmidt00:48:34

So das, was wir gerade über meinen Vater gesagt haben, dass wir was Kleines, Liebes aufbauen wollten.

Felix Lobrecht00:48:37

Das war kaputt.

Tommi Schmidt00:48:38

Für ihre Familie so, ja. Und irgendwie sind das meistens gefühlt die Leute, die unter so einem Protesten am Ende leiden. Das ist ja in Berlin genauso, wenn am 1. Mai irgendwie randaliert wird oder sowas, irgendwelche Autos angezündet werden, dann triffst du ja in den seltensten Fällen irgendwelche klischeemäßigen Bankenarschlöcher, sondern einfach irgendwelche, irgendwie eine türkische Familie.

Felix Lobrecht00:48:58

Ja, ein Video gesehen von einem, ich glaube, Kioskbesitzer oder so, mit Migrationshintergrund, der war völlig noch geschockt, in Tränen da und dachte, ich habe hier 100.000 Euro, aber ich weiß nicht, was ich machen soll. Und das ist halt, ja, das ist einfach grausam, schrecklich.

Tommi Schmidt00:49:15

Das ist ja Quatsch. Und my least favorite kind of people sind Leute, die da mitlaufen und mitmachen und mitrandalieren, die dann nicht mal so diesen Armuts-Background haben. Also einfach so weiße Linksradikale aus der Mittelschicht, die irgendwie einfach nur so ein bisschen Action wollen. Die dann da irgendwie mit den Blockkids da irgendwie rumlaufen und glauben, dass die hier gerade, also einfach so eine Terrortouristen, ja. Da sind wirklich, da ist wirklich ganz weit unten anzusiedeln.

Felix Lobrecht00:49:46

Aber um auf die Frage zu kommen, ob das bei uns kommen wird.

Tommi Schmidt00:49:51

Aber die Zahlen sind krass, ey. Über 500 verletzte Polizisten, 1.800 Festnahmen, sehr hoher Millionenschaden an, das ist alles katastrophal. Garantiert auch viele, die von der Polizei verletzt wurden, dazu habe ich jetzt auf die Schnelle keine Zahlen gefunden. Auch scheiße, soll auch nicht sein, so muss man auch klar noch erwähnen. Alles kacke. Alles kacke. Führt zu nix, alles kacke. Jetzt, ich meine, Marine Le Pen, die da irgendwie gerade kandidiert als Präsidentin und so eine Präsidentin in Frankreich hat nochmal viel mehr Macht als so ein Kanzler in Deutschland, ja.

Die kann das natürlich perfekt, also bessere Bilder hätte die sich ja gar nicht wünschen können. Und die linke Gegenkandidatin, oder Gegenkandidat, weiß ich gar nicht, ob es immer nur eine Frau ist, die probiert sich halt auf diese friedlichen Proteste da irgendwie zu konzentrieren, ja, aber es sind ja trotzdem legitime Anliegen und so. Und am Ende ist ein Mann. Am Ende verlieren alle. Alle verlieren.

Felix Lobrecht00:50:44

Ja.

Tommi Schmidt00:50:45

Also ich hoffe, dass sowas in Deutschland nicht in der Luft liegt, aber es gibt schon viel Frust hier auf der Straße. Also ich halte das für wahrscheinlich als du, glaube ich.

Felix Lobrecht00:50:57

Ja, mir ging es eher darum, ob die Kettenreaktion jetzt, ob das jetzt in Deutschland dadurch passiert, durch angefacht, durch das, was in Frankreich passiert. Das glaube ich nicht. Dass es irgendwann passiert, kann ich mir sogar vorstellen, ja. Vor allem in Berlin wahrscheinlich. So.

Tommi Schmidt00:51:17

Es sieht ja auch gerade so aus, als wenn ich mich, ich habe ja gesagt, dass wahrscheinlich Grüne und SPD mit CDU in eine Koalition gehen. Gerade sieht es ja so aus, als wenn ich mich geirrt habe. Wenn ich mich recht entsinne, es stand heute, Montagabend, Montag später Nachmittag, sieht es eher so aus, als wenn die irgendwie mit den Linken koalieren. Mal sehen.

Felix Lobrecht00:51:41

Das wird dann auch noch.

Tommi Schmidt00:51:42

Dabei rumkommt.

Felix Lobrecht00:51:43

Medial funny diese Woche.

Tommi Schmidt00:51:45

Ja.

Felix Lobrecht00:51:48

Oh Mann, ey. Okay. Übergang gibt es nicht, wa? Wollen wir zu fünf Fragen kommen? Hast du Bock?

Tommi Schmidt00:51:54

Ja, do it. Ich will nur eine komische Sache noch sagen.

Felix Lobrecht00:51:57

Ich habe auch noch eine Beobachtung, eine schnelle.

Tommi Schmidt00:51:58

Okay, sag du erstmal.

Felix Lobrecht00:52:00

Wenn Alarmanlagen irgendwie zu hören sind, schlechtes Beispiel für den Ausblick auf Paris, aber das jetzt mal bitte das ausblenden. Aber wenn man irgendwo Alarmanlagen hört und in einer Großstadt wohnt, dann geht man immer davon aus, ein Fehlalarm ist, ne?

Tommi Schmidt00:52:12

Ja.

Felix Lobrecht00:52:14

Ich habe mal eine sehr lange Alarmanlage und ich habe einfach nur so runtergeguckt und dachte so, ja gut, wann geht denn die wohl aus?

Tommi Schmidt00:52:20

Ja, man guckt meistens nicht mal mehr.

Felix Lobrecht00:52:21

Aber vielleicht wurde da einfach eine ganze Wohnung gerade ausgeräumt und es wäre eigentlich an mir gewesen, Aufmerksamkeit zu bekommen, habe ich, und dann eben die Polizei anzurufen. Und dann ist es eher immer, oh, wann geht denn das aus? Das ist immer so die Haltung.

Tommi Schmidt00:52:33

Ja, dann gehe ich mit.

Felix Lobrecht00:52:34

Und es geht auch immer irgendwann aus.

Tommi Schmidt00:52:36

Na klar.

Felix Lobrecht00:52:38

Aber wieso eigentlich? Selbst wenn die Leute nicht da, wie passiert das eigentlich?

Tommi Schmidt00:52:40

Ja, weil es ja wirklich in den meisten Fällen irgendwie Fehlalarm ist. Dann weißt du, dann hast du, ist irgendeiner so gegen ein Auto gestolpert, irgend so ein Besoffener, Alter. Dann fängt die Alarmanlage an zu grölen, dann machst du irgendwas, was ist denn jetzt?

Felix Lobrecht00:52:52

Ich meine vor allem so Wohnungen und Gebäude und so.

Tommi Schmidt00:52:54

Echt, aber bei Wohnungen, wenn ich sowas aus einer Wohnung höre, würde ich schon irgendwie reagieren, oder?

Felix Lobrecht00:52:58

Ja, wie denn?

Tommi Schmidt00:52:58

Ich kenne das so, weiß ich auch nicht.

Felix Lobrecht00:53:01

Wenn du so drei Häuser weiter denkst, da wohnen ja noch zwei weitere Häuser zwischen dir, die könnte man sich schon.

Tommi Schmidt00:53:06

Ja. Ich habe nur eine komische Frage, die mir erstaunlich oft gestellt wird, weil ich nicht das immer bei Instagram beantworten kann oder will oder so. Ich werde relativ oft gefragt, und das hängt auch damit zusammen, dass meine Tour schon so lange im Verkauf ist. Ich habe ja vor zwei Jahren die Tickets für meine jetzige Tour angefangen, in den Verkauf zu geben. Da haben sich ganz viele Leute Tickets gekauft, weit im Voraus, weil ich wirklich extrem dankbar für bin. Und jetzt ist zwei Jahre später, die Show ist irgendwie nächste Woche, und jetzt hat sich in der Zeit teilweise voll deren Lebenswelt verändert.

Sie sind schwanger geworden, haben auf einmal ein Kind, irgendwie in der Zeit haben die einen Hund aufgenommen, kann alles Mögliche passiert sein. Und ich kriege erstaunlich oft die Frage gestellt, ob man zu meinen Shows einen Hund oder ein Baby mitbringen kann. Und ich muss leider sagen, so viel Empathie ich sowohl für Hund und Baby habe, dass ich davon wirklich nur abraten kann. Weil klar, es ist eine Comedy-Show, größtenteils labere ich da.

Felix Lobrecht00:54:07

Aber man knallt es auch durch.

Tommi Schmidt00:54:08

Aber genau, aber es ist auch eine Show. Also ich meine, wir finden da in einer Arena statt. Ich gebe mir da schon Mühe, dass das auch irgendwie ein bisschen spektakulär ist und sowas. Und da kann auf gar keinen Fall ein Hund oder ein Baby im Raum sein, wenn da irgendwie Feuerwerk und Strobo und laute Musik und Knall und Peng und Puff.

Felix Lobrecht00:54:26

Auf keinen Fall.

Tommi Schmidt00:54:28

Ja, also kann ich wirklich nicht nur nicht empfehlen, sondern wir können die nicht reinlassen, einfach zum Schutze der Babys und Hunde.

Felix Lobrecht00:54:35

Ja, nee, das würde ich auch nicht machen. Ich kenne die Show ja.

Tommi Schmidt00:54:38

Das tut mir wirklich leid.

Felix Lobrecht00:54:40

Ja.

Tommi Schmidt00:54:40

So. Und ich weiß, dass es auch für manche.

Felix Lobrecht00:54:43

Aber auch komisch fürs Bild, dass da jemand so sitzt in der dritten Reihe mit so einem Boxer.

Tommi Schmidt00:54:46

Ja, oder mit so einem Baby, was dann so, sieht man manchmal ganz niedlich, so ein Baby mit so Kopfschutz, kennst du, mit so einem Haarschutz?

Felix Lobrecht00:54:50

Ja, klar.

Tommi Schmidt00:54:51

Das ist ja voll niedlich. Aber würde ich wirklich nicht empfehlen. Ich habe total Empathie dafür, dass man sich auch nicht jeder irgendwie mal eben so einen Babysitter und einen Hundesitter leisten kann. Schon gar nicht, wenn die Tickets jetzt auch irgendwie so mindestens 50 Euro kosten, tut mir total leid. Ich kann dann gerne anbieten, dass ihr die Tickets irgendwie kostenfrei zurückgeben könnt und das Geld natürlich zurückbekommt. Aber das geht leider nicht.

Felix Lobrecht00:55:12

Ja.

Tommi Schmidt00:55:13

Sorry.

Felix Lobrecht00:55:13

Geht nicht.

Tommi Schmidt00:55:14

Ja. Und wenn das irgendwie das Thema ist, dann schreibt dem Ticket-Ding. Kümmern die sich. Aber vielleicht finden wir eine.

Felix Lobrecht00:55:22

Und nicht auf dem Parkplatz im Auto lassen.

Tommi Schmidt00:55:24

Boah, das wäre das.

Felix Lobrecht00:55:25

Es gibt alles.

Tommi Schmidt00:55:26

Alles. Ja, bitte nicht. All right, rein da.

Felix Lobrecht00:55:31

Erste Frage.

Tommi Schmidt00:55:33

Oh, ich habe eigentlich noch eine Geschichte.

Felix Lobrecht00:55:35

Ja, los, erzähl doch.

Tommi Schmidt00:55:38

Mein Bruder. Problem wäre mein Bruder. Hat sich krass blamiert.

Felix Lobrecht00:55:42

Ah.

Tommi Schmidt00:55:44

Wir waren ja in Wien, also in Österreich, vorletzte Woche. In Wien und Graz. Und mein Bruder ist ja so ein kleines Leckermäulchen. Der kocht gerne, der isst gerne, der schnabelt gerne. Schnabeln ist Essen, aber eher so Süßkram. Und irgendwo hat mein Bruder anscheinend aufgeschnappt, dass es in Wien irgendeine Süßspezialität namens Buchteln gibt. Buchteln.

So, das ist irgendwie, weiß ich, so wie ich das verstanden habe, ist das wie so ein Krapfen mit Zucker und Buchteln.

Felix Lobrecht00:56:26

Irgendwas Gesundes.

Tommi Schmidt00:56:27

Irgendwas sehr Gesundes, irgendein Buchteln. Und mein Bruder dachte, oh, geil, ja, dann hole ich mir in Wien mal so ein paar Buchteln und bringe vielleicht noch Buchteln mit für zu Hause, für Franky, was auch immer. Und dann ist er so, einfach so ganz selbstbewusst so dann losgegangen, also am Tag, wo wir Show hatten, einfach so, bevor wir in die Venue gefahren sind, einfach so, ja, ich gehe jetzt ein paar Buchteln holen. Und dann läuft mein Bruder, dann geht er so los, ja, klar, hol mal deine komischen Buchteln. Weil ich selber auch draußen ein bisschen spazieren ging, habe ich ihn immer mal wieder getroffen, wie er von Mal zu Mal verzweifelter wurde, weil er nirgendwo diese Buchteln gefunden hat.

Und dann habe ich mir mal probiert vorzustellen, wie das dann so operativ abgelaufen sein muss, weil dann kommt da dieser deutsche Junge in so eine Wiener Bäckerei beispielsweise, redet Hochdeutsch und sagt, ich hätte gern einmal Buchteln. Und keiner kannte das.

Felix Lobrecht00:57:26

Ach so.

Tommi Schmidt00:57:28

Niemand kannte Buchteln. Mein Bruder war frustriert, weil er keine Buchteln bekommen hat. Und das heißt, dass niemand die da hatte. Und größtenteils wussten die nicht mal, was er meint. Und stell dir mal vor, wie peinlich das ist, wenn du da so gut gelaunt bist, oh, ich hole jetzt, ah, jetzt hole ich mir meine Buchteln hier, gehst in so einen Bäckerei, ich hätte gern einmal Buchteln.

Felix Lobrecht00:57:46

Vor allem, wenn du dann von so einem wie arroganten Wiener weggeschmäht wirst aus dem Laden.

Tommi Schmidt00:57:50

Entschuldigung, was? Ja, Buchteln.

Felix Lobrecht00:57:51

Geschessen mit der Buchtel.

Tommi Schmidt00:57:53

Ja, die Buchtel haben wir nicht. Gibt es hier keine Buchteln?

Felix Lobrecht00:57:57

Bist du deppert mit der Buchtel?

Tommi Schmidt00:57:59

No, er hat sich da sieben, acht Körbe hintereinander abgebuchtelt.

Felix Lobrecht00:58:02

Aber keine Buchteln drin im Korb.

Tommi Schmidt00:58:03

Und keine einzige Buchtel mit nach Hause gebracht.

Felix Lobrecht00:58:06

Und was soll das jetzt gewesen sein? Scheinbar ist er da ja einem Irrtum aufgesessen.

Tommi Schmidt00:58:10

Naja, eine Buchtel ist.

Felix Lobrecht00:58:11

Gibt es doch Google, hätte ich mal gegoogelt, ob es Buchteln gibt.

Tommi Schmidt00:58:14

Ja, ich weiß nicht mal, wo er diese Information in the first place herhatte. Also, das war wirklich nur peinlich.

Felix Lobrecht00:58:20

Also, es gab keine.

Tommi Schmidt00:58:22

Das Ende der Geschichte ist, es gab keine Buchteln. Und mein Bruder hat in mindestens zehn Bäckereien verbrannte Erde hinterlassen. Verbrannte Buchtelerde.

Felix Lobrecht00:58:29

Weil du bist dann irgendwann so dran, hinter dir so sieben andere noch, in so einer normalen Lautstärke. Buchteln. Was?

Tommi Schmidt00:58:36

Buchteln ist ja auch kein Wort, was du unpeinlich aussprechen kannst. Also, wenn du irgendwo Buchteln bestellst, dann they better have them. Weil jetzt stehst du so zwei Reihen hinter, was, Schmuchteln? Beleidigst du ja gerade den Bäckersmeister als Schmuchtel? Was ist denn das für einer?

Felix Lobrecht00:58:51

Ja, doch hat er, weil er hat auch nichts gekauft. Zieh dich raus.

Tommi Schmidt00:58:53

Ja, genau, er hat auch nichts gekauft.

Felix Lobrecht00:58:54

Er wird einfach nur beleidigt. Guck, die leeren.

Tommi Schmidt00:58:57

Ja, und dann, also keine Buchteln, weit und breit. Keiner wusste, was Buchteln ist, keine Buchteln verkauft. Dann hat mein Bruder irgendwann rausgefunden, dass es gar kein Wien-Spezifikum ist, sogar gar nichts mit Österreich zu tun hat, sondern er hat das irgendwie nur in dem Kontext mal gehört, aber eigentlich ist das irgendwas aus Tschechien oder so. Und dann ist er einfach da lang gebuchtelt und hat sich bis auf die Knochen blamiert. Wollte ich nur kurz erzählen.

Felix Lobrecht00:59:26

Das ist witzig.

Tommi Schmidt00:59:29

Der Buchtel-Fuzzi, ey. Das ist der Folgentitel.

Felix Lobrecht00:59:32

Buchtel-Fuzzi, nicht gut.

Tommi Schmidt00:59:33

Oh, Buchtel-Fuzzi.

Felix Lobrecht00:59:34

Bei Jacob's Way bin ich mir auch unsicher, weil nachher heißt es das wirklich so.

Tommi Schmidt00:59:37

Ja, könnte voll sein.

Felix Lobrecht00:59:38

Nö.

Tommi Schmidt00:59:39

Buchtel-Fuzzi.

Felix Lobrecht00:59:44

Da kommt der Buchtel-Fuzzi.

Tommi Schmidt00:59:46

Der Buchtel-Fuzzi.

Felix Lobrecht00:59:47

Da ist er wieder, der.

Tommi Schmidt00:59:48

Der Beef, gell?

Felix Lobrecht00:59:50

Okay. Erste Frage. Jetzt sag nicht Buchteln. Was ist dein Lieblingsbestellessen?

Tommi Schmidt00:59:57

Wir können ja mal reverse ausschließen. Also, das Schlechteste, was man bestellen kann, ist Döner, alles mit Pommes und Pizza. Die drei Sachen kommen immer scheiße an. Pizza, meistens am ehesten dann noch von den reinen Pizzalieferservicen. So, weil dann kriegst du zwar keine ausgefeilte Pizza, aber die sind zumindest so konzipiert, dass die geliefert noch ganz gut funktionieren. Ich muss ganz ehrlich sagen, so eine gelieferte Pizza von Domino's schmeckt mir achtmal besser als von irgendeinem geilen italienischen Restaurant, die dann vielleicht live vor Ort viel leckerer ist.

Felix Lobrecht01:00:33

Ja, richtig.

Tommi Schmidt01:00:33

Aber dann kommt die bei dir an als so ein fetter, kalter Haufen Kacke.

Felix Lobrecht01:00:36

Ja.

Tommi Schmidt01:00:37

So.

Felix Lobrecht01:00:41

Ich schaue vor. Das ist eine Calzone-Box.

Tommi Schmidt01:00:43

Ja, so ein fetter Kackhaufen, ey.

Felix Lobrecht01:00:45

Ein Haufen Scheiße. Ich habe doch einen Haufen Scheiße bestellt.

Tommi Schmidt01:00:49

Ich glaube, am besten, das beste Bestellessen ist so vietnamesisch. So Eierreis, also Chinarnudeln-mäßig.

Felix Lobrecht01:00:58

Ich habe mal ein Sushi bestellt und dann habe ich die andere Bestellung bekommen von jemand anderem. Und das war dann so voll ekliges Zeug. Das war so einmal so ein ganzer Fisch, so irgendwie so, das war so mit Kopf.

Tommi Schmidt01:01:10

Oh, easy. So eine Dorade.

Felix Lobrecht01:01:11

Ja, wo du aber auch denkst, das ist jetzt auch schade drum und so. Und dann das gegessen.

Tommi Schmidt01:01:18

Naja. Ja, Sushi ist aber eigentlich auch gut zu bestellen. Da kann nicht viel kaputt gehen.

Felix Lobrecht01:01:24

Aber es ist auch eine Milliarden-Euro-Geschäftsmarktlücke noch. Dieses, weil die Leute, die bestellen, haben ja meistens Bock, so, ich will jetzt irgendwas Ekliges, ich will jetzt so was Ungesundes. Und das ist ja meistens frittiert. Aber alles, was frittiert ist, ist ja dann immer so laberig und nass. Und da irgendein Gefäß, was das irgendwie geil hält. Also Alufolie nicht, falls jetzt jemand mir Alufolie schreibt, funktioniert nicht. Aber so Pommes, dass die nach 20 Minuten Fahrt durch irgendeine Stadt immer noch so schmecken wie im Imbiss.

Tommi Schmidt01:01:53

Ja, das stimmt.

Felix Lobrecht01:01:54

Oder so Falafel und Döner und den ganzen Kram.

Tommi Schmidt01:01:57

Ja, genau, aber guck mal, so ein Eierreis, der schmeckt geliefert exakt genauso.

Felix Lobrecht01:02:01

Ich habe nämlich auch vietnamesisch. Ja, so ein Tofu-Curry oder so. Irgendwie sowas.

Tommi Schmidt01:02:05

Ja, Curry ist schon wieder ein bisschen was anderes. Weil da kommt es dann schon darauf an, dass das irgendwie separat gelagert wird. Also die Soße und der Reis. Wenn das so von vornherein so zusammengemischt ist, dann ist das auch immer zu schlabberig, wenn es ankommt. Und da läuft halt auch oft was aus. Und dann muss man ja alles mit einberechnen. Also ich sage echt, so ein klassischer Eierreis. Weißt du, einfach so dieser in der Pfanne gebratene Reis mit ein bisschen Gemüse, diesen Sojasprossen, Tofu, Ei, Salz, Pfeffer, Sojasoße.

Und dazu dann noch irgendwie schön hier Fleingussoße, Hot Sauce.

Felix Lobrecht01:02:44

Ja, ja.

Tommi Schmidt01:02:44

Weißt du.

Felix Lobrecht01:02:46

Ja, in Berlin ist auch manchmal das Problem, aber bei mir zumindest, dass wenn ich bestelle, wenn ich so klassische Sachen bestelle wie Pizza, dass dann auf der Tour doch noch so viele andere Haushalte auch beliefert werden, sodass ich oft das jetzt hatte, dass ich Pizza dann in den Ofen noch machen musste, locker. So ein bisschen, so ein paar, so zehn Minuten.

Tommi Schmidt01:03:02

Das finde ich aber nicht schlimm, wenn es das rettet.

Felix Lobrecht01:03:04

Ja, ja, genau, das ist nicht tragisch. Aber das würde jetzt, normalerweise würde ich nämlich Pizza sagen. In Köln war es Pizza am besten zu bestellen.

Tommi Schmidt01:03:10

Echt, ja?

Felix Lobrecht01:03:11

Weil es schnell kam, war noch heiß, zack, zack, Essen ist da. Direkt Karton von wie Glotze, Mampfen. Und das habe ich in Berlin bislang noch nicht so gehabt. Es war oft immer so ein bisschen lauwarm dann und oder kalt auch und so. Und das ist dann, das ist scheiße.

Tommi Schmidt01:03:25

Ja, ich glaube, es hängt damit zusammen, dass die Volt-Atzen, dass die pro Lieferung bezahlt werden.

Felix Lobrecht01:03:30

Ja, klar.

Tommi Schmidt01:03:31

Und dass du halt natürlich probierst, mit einer Strecke fünf Lieferungen zu machen.

Felix Lobrecht01:03:35

Voll. Also es ist total verständlich, dass sie es machen, aber es ist.

Tommi Schmidt01:03:37

Aber für einen Kunden ist es scheiße. Das ist übrigens sowas, das verstehe ich nicht. Man hat ja immer irgendwie so ein komisches Störgefühl, wenn man so bei Volt OE bestellt. So, weil man ja irgendwie schon öfters mal gehört hat, die Arbeitsbedingungen da sind alles nicht so geil und so. Aber ich finde irgendwie nicht, dass das eine Sache ist, um die sich der Kunde Sorgen machen müsste. Ich finde, das ist eine Sache, da muss Deutschland ran.

Felix Lobrecht01:04:01

Absolut.

Tommi Schmidt01:04:02

Warum, wie kann denn sowas erlaubt sein, wenn wir wissen, dass da irgendwie shady gewirtschaftet wird, dass die Leute da teilweise unter Mindestlohn und auch nur in bar und so ganz, also so ganz sketchy irgendwie bezahlt und behandelt werden.

Felix Lobrecht01:04:15

Zumal die Leute.

Tommi Schmidt01:04:17

Warum muss ich als Kunde mich denn darum kümmern? Wozu haben wir denn Deutschland?

Felix Lobrecht01:04:21

Zumal die Leute ja nicht, das zeigen ja auch die Zahlen, nicht weniger bestellen, seit das alles aufgedeckt wurde, sondern jetzt mit so.

Tommi Schmidt01:04:29

Mit einem schlechten Gewissen.

Felix Lobrecht01:04:29

Mit so einem schlechten Gewissen bestellen.

Tommi Schmidt01:04:30

Ja, genau. Nein, klar, weil es gibt anscheinend irgendwie ein Bedürfnis nach Essen, sich liefern lassen. So, weil die Leute irgendwie einfach.

Felix Lobrecht01:04:40

Weil es geht.

Tommi Schmidt01:04:41

Weil es geht. Weil die Leute bequem sind, ist jetzt einfach die ehrliche Antwort. Und wenn man es ein bisschen schöner sagen will, weil die Leute auch viel zu tun haben, sondern haben die nicht dafür auch noch Zeit. Ist ja auch egal, warum. Aber also das ist doch so eine ganz klassische Sache. Da will ich, dass Deutschland rangeht. Wofür habt ihr denn irgendwie ein Gewaltmonopol? So, warum müsst ihr uns diese Sachen immer so aufbürden?

Felix Lobrecht01:05:04

Das sehe ich auch nicht beim Endverbraucher, das zu lösen.

Tommi Schmidt01:05:08

Nee. In manchen Sachen denkst du echt, ey Leute, Alter, komm. Ich denke mir, du bist heute noch drüber aufregend, als da der SPD-Kandidat zur Bürgermeisterwahl, als es darum geht, wie kriegen wir diese Stadt sicherer, als er dann einfach so eiskalt meinte, so, naja, als erstes will ich in Berlin erstmal wieder ein Gefühl schaffen, wo wir so alle sagen, nee, wir machen uns das miteinander hier schön. Nee, das ist ja mal was. Erstmal muss hier wieder so eine gute Stimmung in die Stadt, hat er gesagt. Ich spinne.

Felix Lobrecht01:05:38

Ich spiele mit Gitarre Imagine.

Tommi Schmidt01:05:40

Ja, aber mache hier eine gute Stimmung in der Stadt, dann fühle ich mich auch in den U-Bahnhöfen wieder sicherer.

Felix Lobrecht01:05:44

Jetzt ist hier Stimmung.

Tommi Schmidt01:05:46

Ja. Warum ist es eigentlich.

Felix Lobrecht01:05:48

Wie in Stromberg. Es ist hier Karneval im Puff.

Tommi Schmidt01:05:50

Ja. Wieso ist es eigentlich nur in Deutschland so, dass jeder Schwanz an den U-Bahnhöfen abhängen darf? Weil in allen anderen Ländern kommst du nur mit einer gültigen Fahrkarte überhaupt erst auf den U-Bahnhof.

Felix Lobrecht01:06:01

Ja.

Tommi Schmidt01:06:02

Warum ist das in Deutschland nicht so?

Felix Lobrecht01:06:03

Ich glaube, weil ich kann mir vorstellen, dass von Anfang an, bevor der Ausbau größer wurde, so schon so war und jetzt ist das nachzurüsten eigentlich unmöglich. Das ist mein Tipp. Ich weiß aber nicht.

Tommi Schmidt01:06:14

Ja, aber unmöglich ist es garantiert nicht. Da will einfach nur irgendjemand kein Geld für ausgeben. Ich wette mit euch, das ist hundertmal sicherer, wenn nur Leute, die wirklich, also die bezahlen, um da auf diesen U-Bahnhof gehen zu müssen, wenn die sich da aufhalten, ist es garantiert sicherer, als wenn da jeder Hans und Schwanz einfach so abhängen kann, weil es da irgendwie.

Felix Lobrecht01:06:33

Aber es gibt ja, Alkohol ist ja jetzt verboten, ne, in Bahnhöfen. Darf kein Alkohol mehr trinken.

Tommi Schmidt01:06:36

Ja, kann ich dir erstmal sagen, dass dich da garantiert keiner dran hält.

Felix Lobrecht01:06:39

Ich wollte gerade sagen, wie würde das denn, das wird hart, das durchzusetzen.

Tommi Schmidt01:06:42

Ja, wobei in Hamburg zum Beispiel, da ist das ja schon länger so. Und da war ich immer erstaunt, wie in Hamburg selbst so, selbst um die Reeperbahn rum, so die U-Bahnhöfe und diese Strecke. In Berlin ist ja so, wenn eine U-Bahn an zwei ekligen Stationen langkommt, ist die ganze Strecke versaut. So, also, weißt du? Und in Hamburg war das nicht so, Alter. Da bist du irgendwie da mitten durch St. Pauli, Kiez, was auch immer, was da was ist. Und die U-Bahnen waren trotzdem sauber und es war nicht so eine Grundaggressivität in der Luft wie früher so in Berliner U-Bahnen.

Und vielleicht liegt es am Alkoholverbot. Ich sage mal, wenn man Alkoholverbot und das wirklich durchzieht und dann nur Leute auf U-Bahnhöfe, die ein gültiges Ticket haben, dann ist aber eine ganz andere Stimmung in der U-Bahn.

Felix Lobrecht01:07:24

Hundertprozentig. Hundertprozentig.

Tommi Schmidt01:07:27

Ja. Warum eine olle Krache, Alter, mach doch das mal nicht hier, irgendwie eine gute Stimmung, ey.

Felix Lobrecht01:07:34

Ja, gute Stimmung. Zweite Frage. Was kannst du nicht, was dir aber total peinlich ist?

Tommi Schmidt01:07:40

Dass ich es nicht kann?

Felix Lobrecht01:07:43

Mhm. Also wenn jetzt zum Beispiel dir eine Freundin oder ein Freund dich fragt, hilf mir mal gerade die Lampe aufhängen, bitte. Oder kannst du mal gerade die Lampe für mich aufhängen und du könntest das jetzt nicht? Oder sagst du, ah, eigentlich kann ich das gar nicht. Also irgendwas, was einem unangenehm ist, was man nicht kann.

Tommi Schmidt01:07:56

Kannst du nicht so einen.

Felix Lobrecht01:07:57

Kannst du einen guten Kopfsprung?

Tommi Schmidt01:07:59

Ja.

Felix Lobrecht01:07:59

Kannst du, aber du kannst nicht kraulen, ne, das war's. Kraulen kann ich gar nicht.

Tommi Schmidt01:08:04

Kraulen kann ich gar nicht.

Felix Lobrecht01:08:04

Ich bin auch kein guter Krauler.

Tommi Schmidt01:08:05

Also wenn Kraulen so geht, wie ich das mache, dann ist es das ineffizienteste, was es auf der Welt gibt. Also der Energie- und Vorwärtskommen-Koeffizient geht gar nicht auf bei mir.

Felix Lobrecht01:08:14

Ja, okay.

Tommi Schmidt01:08:15

Es ist mir nicht so richtig peinlich, aber ich finde schon, dass ich sehr schlechtes Englisch spreche. So, also ich verstehe es okay eigentlich, gucke auch viele Serien und so auf Englisch und auch Musik und so. Aber irgendwie spreche ich es schon wirklich peinlich.

Felix Lobrecht01:08:27

Ich finde es voll krass. Ich hatte, als ich jetzt in Madrid war, für Tiere so ein Zuhause, kommt übrigens Sonntag, 18 Uhr im WDR.

Tommi Schmidt01:08:33

Muss ich mir angucken.

Felix Lobrecht01:08:35

Und da hatte ich mit einem.

Tommi Schmidt01:08:36

Was war da der Plan eigentlich, ganz kurz, sorry? Können dann die Deutschen, die das hier gucken, die sich dann da verlieben in irgendeinen Hund, geht es dann darum, diese particular Hund aus Spanien zu holen?

Felix Lobrecht01:08:44

Ja, wir haben Hunde mitgebracht. Wir haben Hunde ausgesucht und mitgebracht.

Tommi Schmidt01:08:47

Die sind jetzt in Deutschland.

Felix Lobrecht01:08:49

Ich sehe die wieder.

Tommi Schmidt01:08:50

Ah, geil.

Felix Lobrecht01:08:50

Das freue ich mich voll drauf.

Tommi Schmidt01:08:51

Witzig.

Felix Lobrecht01:08:53

Die sich morgen hinsetzen.

Tommi Schmidt01:08:54

Also dann sind es ja wirklich Kollegen.

Felix Lobrecht01:08:55

Genau, also freue ich mich.

Tommi Schmidt01:08:56

Ich weiß, ich schaue schon mit euch.

Felix Lobrecht01:08:57

Ja, die werden auch so, Tommi, grüß dich, die Hunde sagen, weißt du.

Tommi Schmidt01:09:00

Der eine Begrüßer ist dann gerade in der Maske, so ein kleines, so ein kleines Tuch hier.

Felix Lobrecht01:09:04

Mit Management.

Tommi Schmidt01:09:05

Ja, mit Management.

Felix Lobrecht01:09:08

So wie so ein Papagei oder so. Wo war ich denn jetzt? Ach so, genau. Da habe ich mit einer gesprochen, da in einem Tierheim, die super Englisch konnte. Also ich habe mit zwei gesprochen. Ich weiß nicht, welche jetzt immer reingeschnitten wurde in den Beitrag. Sehen wir dann. Aber die war auf jeden Fall jünger. Die konnte super Englisch. Und die haben mir das nachher so erklärt, weil die Spanier und Italiener, die haben ja auch immer dieses Klischee und Franzosen auch, dass die gar nicht so gut Englisch können wie jetzt die skandinavischen Länder und so. Aber die Vokabeln waren perfekt.

Es war alles wirklich top Englisch. Und dann meinte sie, dass die im Schulsystem, haben die was umgestellt und mehr Englisch, wie genau, weiß ich jetzt nicht mehr genau, was sie genau gesagt hat. Plus Serien und sowas auch mit Synchro nicht so doll. Und diese Umstellung im Schulsystem siehst du perfekt daran. Sie spricht wirklich super Englisch. Und ihre Schwester ist irgendwie vier Jahre älter. Die kann fast gar kein Englisch. Und das ist, und ich finde, wir sind ja auch noch diese Generation, so diese 85er bis Anfang 90er Generation, die eigentlich nur richtig gut Englisch konnte, wenn sie von der Schule gegangen ist, wenn sie.

Tommi Schmidt01:10:14

MTV geguckt haben.

Felix Lobrecht01:10:15

Nee, nee, wenn sie diese so ein halbes Jahr in der Jahrgangsstufe 11 ins Ausland gegangen ist. Das sind bei uns die, in Detmold, die richtig gut Englisch bis heute noch können. Die waren so ein halbes Jahr in den USA oder in England, Australien, irgendwie sowas. Irgendwie so Austauschmäßig. Und die, die das nicht gemacht haben, hatten, also ich hatte zum Beispiel Englischlehrer, ich hatte einen Englischlehrer in meinem, also ich hatte mehrere Englischlehrer, aber einer davon zum Beispiel, der war noch nie im Ausland. Bei dem habe ich Englisch unter anderem mal gehabt.

Und gleichzeitig sind wir ja noch in einer Zeit groß geworden, wo alles, was mit Popkultur zu tun hat, bis auf MTV, ja synchronisiert war. Alles. Alles. Und es gab kein Social Media. Das heißt, all diese Reels, die man jetzt sieht, all diese Memes, die man sieht, die Interviews, die Jimmy Fallon Ausschnitte, was weiß ich was. Das gab es alles nicht. Gar nichts. Das Einzige, was wir ja Englisch gehört haben, waren Eminem und vielleicht mal bei MTV Room Raiders, wenn Folge X das Bett lagen vom 16-Jährigen. Guck mal, der hat sich selbst befriedigt. So, oder Next und diese Serien und so.

Oder MTV Crips. So. Und wenn du dann nicht im Ausland warst, wo sollst du es denn gelernt haben? Also wo? Plus, wir müssen in unserem Job nie Englisch reden. Nie. Also nie. Ich habe beim OMR stand ich mit der Spotify Podcast-Chefin, mit der habe ich Englisch geredet. Und dann habe ich danach zu einem Kumpel gesagt, krass, das war das erste Mal, dass ich Englisch reden musste, außer jetzt im privaten Bereich, so im Urlaub oder so, seit, glaube ich, 2015 oder so.

Im Studium hatten wir irgend so ein Modul.

Tommi Schmidt01:11:53

Ja, bei mir stimmt es nicht ganz, weil eine Techno-Bookerin spricht Englisch. Ich kann Deutsch.

Felix Lobrecht01:11:57

Aber überleg mal, aber bevor du die jetzt kennenlernst, du machst es ja auch noch nicht so lange. Und dann sind natürlich Vokabeln eszig, die sind weg. Aber man versteht natürlich noch alles, weil wir halt alles auch gucken auf Englisch und so. Aber du bist nie in der Situation, es sprechen zu müssen. Also ich nicht, nie. Außer ich bestelle mir Kaffee im Ausland. Und dann geht halt viel verloren.

Tommi Schmidt01:12:19

Aber das ist ja trotzdem irgendwie voll good news, weil es ja zeigt, dass irgendwie eine kluge Anpassung in so einem Schulsystem ja voll den Effekt haben kann.

Felix Lobrecht01:12:26

Ja. Ich hoffe, dass das im System ist und nicht nur in ihrer Schule. Da will ich jetzt nicht meine Hand für ins Feuer legen. Das ist a hand in the fire. Ja, genau. Bei mir ist es Thema Finanzen.

Tommi Schmidt01:12:38

Ah ja.

Felix Lobrecht01:12:39

Finanzen ist bei mir wirklich, also ich kann gut mit Geld umgehen, aber ich meine Finanzen, Finanzmarkt.

Tommi Schmidt01:12:45

Ja, weil da haben auch selbst die Leute, die da richtig drin arbeiten, keine Ahnung von.

Felix Lobrecht01:12:50

Das ist Staatsanleihe, Felix.

Tommi Schmidt01:12:53

Staatsanleihe, kann ich dir sagen. Staatsanleihen werden rausgegeben, also geben Staaten raus, wenn sie Geld brauchen.

Felix Lobrecht01:12:58

Na gut. Wie funktioniert, also was eine Staatsanleihe ist, weiß ich, aber wie das funktioniert?

Tommi Schmidt01:13:03

Naja, die veräußern, also das ist dann quasi wie ein Wertpapier, das wird über Banken verkauft. Und dann kannst du dir als entweder Privatmensch oder als anderer Staat kannst du dann quasi Staatsanleihen von Deutschland kaufen, zu einem Preis X. So, und Deutschland kriegt dann dieses Geld, kann mit diesem Geld irgendwie, kann das Geld irgendwo versenken. Und dann Deutschland Geld, um eine Maut zu versenken. Oder verschwindet irgendwo in diesem gottlosen Militärbeschaffungsapparat, wo wir die doppelten und dreifachen Preise zahlen wie alle anderen.

So, und du hältst dann diese Staatsanleihe, die relativ sicher sind noch, weil Deutschland ein Triple-A-Rating hat, und dann kannst du in fünf Jahren das wieder zurück an Deutschland geben, und dann kriegst du dein Geld zurück.

Felix Lobrecht01:13:49

Sehr gut.

Tommi Schmidt01:13:50

Mit einer kleinen Fraktion so.

Felix Lobrecht01:13:52

Wir machen jetzt irgendwas Finanznachhilfe hier. Das ist nicht auch gut.

Tommi Schmidt01:13:55

Nee, ich bin nicht ganz schlecht.

Felix Lobrecht01:13:56

Und Eurobonds, was damals das Thema war, war quasi dasselbe, nur mit allen EU-Ländern. Oder mit allen Ländern der Währungsunion. Dass die gebündelt Wertpapiere, Schuldscheine rausgeben, damit man damit halt dieses Griechenland-Desaster bezahlen kann.

Tommi Schmidt01:14:13

Drachme.

Felix Lobrecht01:14:13

Drachme. Ja, das ist etwas, da bin ich, das ist ein blinder Fleck von mir. Aber möchte ich mich aber wirklich mit beschäftigen, weil es geht nicht.

Tommi Schmidt01:14:24

Ja, aber es geht nicht. Also ich habe mir mal, also ich habe ja auch einen Podcast aufgezeichnet, ich habe mir früher eine komplette Vorlesungsreihe Finance angeguckt, Finanzmärkte von der Open Yale Universität, kann ich immer noch sehr empfehlen mit Robert Schiller. Und selbst danach weißt du nichts.

Felix Lobrecht01:14:41

Nee, aber dieses, also ich muss mal so ein Studium Generale machen, das schon. Und das mache ich jetzt auch. Also ich beschäftige mich jetzt damit, mit so, mache ich auch schon. Ich habe mir so ein Buch bestellt, zum Beispiel. Und da lese ich vielleicht mal rein. Nee, aber wirklich, das ist dann, finde ich, auch was mit Erwachsenwerden, Sein, Seinigwerden zu tun, sich da nicht so wie so ein Kind zu verhalten.

Tommi Schmidt01:15:00

Würdest du dich als Erwachsenen bezeichnen?

Felix Lobrecht01:15:02

Ja. Leider ja.

Tommi Schmidt01:15:04

Seit wann? Weil noch nicht seit du 18 bist.

Felix Lobrecht01:15:07

Erwachsen ist auch so ein, jetzt könnte man wieder in diese Wortklauberei gehen. Ist erwachsen, also ausgewachsen. Also das ist ja, ist man ja nie. Man ist ja immer das erste Mal so alt, wie man ist. Und je älter man wird, desto mehr merkt man ja auch, es ist eine Behauptung, dass man irgendwann einfach so reif ist und alles weiß. Ist ja nicht so. Du bist ja immer noch irgendwie ein, du bist einfach nur ein altes Kind. Deswegen ist es schwierig zu sagen.

Aber für Erwachsenen ist ja eigentlich ein Attribut, was einem zugesprochen wird. Wenn jetzt ein Kind mich sieht, sagt es, das ist ein Erwachsener. Dementsprechend würde ich sagen, ich habe.

Tommi Schmidt01:15:45

Genau, ich habe ja gerade dich gefragt.

Felix Lobrecht01:15:46

Nee, ich bin ein altes Kind. Aber das bin ich mit 70 auch noch. Aber nicht, weil ich so ein cooler, edgy Typ bin, sondern alle 80-Jährigen jetzt sind auch alte Kinder. Das will ich damit sagen. Weil die werden auch, die sind auch zum ersten Mal 80. Und dann zum ersten Mal fühlen sie sich so, mit 81 dann so und wissen auch noch fünf gute Jahre. Und das ist ja alles neu. Alles neu.

Tommi Schmidt01:16:09

Ja, aber das hat ja gar nicht so richtig was mit der Frage zu tun.

Felix Lobrecht01:16:12

Ob ich mir erwachsen, ob ich erwachsen bin? Nee. Altes Kind. Man ist nie erwachsen, will ich damit sagen. Ist nur verkompliziert.

Tommi Schmidt01:16:20

Ich fühle mich seit vier, fünf Jahren erwachsen.

Felix Lobrecht01:16:21

Ja, bist du aber nicht. Das weiß Gott nicht erwachsen, Felix. Wirklich nicht.

Tommi Schmidt01:16:31

Mit vielen unerwarteten Themen, glaube ich, erwachsener als du. Bei anderen nicht, aber bei manchen Leuten, was so läuft.

Felix Lobrecht01:16:39

Aber das ist bei allen Menschen so, dass man da erwachsen ist.

Tommi Schmidt01:16:41

Ja, genau, ich glaube, wenn man uns beide von außen sehen würde, würde man bei so ein paar Themen denken, ja, safe ist Tommy da der Vernünftigere.

Felix Lobrecht01:16:48

Ja, ja, das stimmt. Das glaube ich auch. Was glaubst du, wenn man Serienmörder ist, was glaubst du, ist am nervigsten?

Tommi Schmidt01:16:56

Ab einem gewissen Punkt die Leichen.

Felix Lobrecht01:16:58

Glaube ich nämlich auch.

Tommi Schmidt01:16:59

Wohin?

Felix Lobrecht01:16:59

Ich glaube, du bist krass genervt bist. Also davon einfach. So fuck jetzt, weil das ist, glaube ich, das, was am wenigsten Spaß macht. Ich glaube, du musst schon ein ganz schön abgewichster Serienmörder sein, wenn du so Polizeisirenen hörst. Die sind nicht wegen mir. Weil bei mir würden die ja, wenn ja auf leisen Sohlen kommen die ja, weil ich bin zu viel schon auf dem Kehrpolz. Ich glaube wirklich, ich glaube so Sirenen, du machst so, ha, ha, nee, alles gut. Nee, was hast du?

Nee, gar nichts. Ich glaube das.

Tommi Schmidt01:17:32

Na gut.

Felix Lobrecht01:17:33

Also du, Leichenbeschaffen und nicht Sirenen.

Tommi Schmidt01:17:37

Ja, na ja, klar, weil du musst ja irgendwie, das war ja auch bei der, ich habe jetzt zuletzt viel so Mafia-Kram angeguckt und das ist immer der Weak Spot. Das ist meistens das, woran es scheitert.

Felix Lobrecht01:17:50

Jeder, der Sopranos gesehen hat, weiß ja schon, Vorteil in der Nähe von einem Meer zu wohnen, ne?

Tommi Schmidt01:17:54

Ja, aber auch da brauchst du ein Meer mit Haien. Mit hungrigen Haien.

Felix Lobrecht01:18:02

Ja, meinst du? Ist das nicht einfach dann erledigt? Sucht da jemand nach?

Tommi Schmidt01:18:07

Ja, gut, da gibt es ja auch Strömungen.

Felix Lobrecht01:18:08

Nicht mal dieses Flugzeug, dieses Malaysian Airlines. Das ist Malaysian Airlines?

Tommi Schmidt01:18:14

Da gibt es doch garantiert auch eine Verschwörungstheorie zu der, dass es nie abgestürzt ist oder so.

Felix Lobrecht01:18:18

Ja, aber das heißt ja nicht, dass es die gibt, dass die richtig.

Tommi Schmidt01:18:20

Naja, gut, aber dann hättest du ja deine Antwort.

Felix Lobrecht01:18:23

Ja, okay. Nächste Frage.

Tommi Schmidt01:18:30

Wie viele Fragen ist das denn jetzt? Vier?

Felix Lobrecht01:18:31

Das war die dritte. Lesh ruft an. Oder?

Tommi Schmidt01:18:37

Ich würde als erstes sagen, Lesh, sag, dass du mich bitte nicht mehr anrufst.

Felix Lobrecht01:18:40

Mit Ranga Yogeshwar.

Tommi Schmidt01:18:41

Ich habe neulich mit Ranga Yogeshwar telefoniert.

Felix Lobrecht01:18:43

Geil. Voll schön. Eine geile tiefe Stimme.

Tommi Schmidt01:18:46

Ja, mein Neo Agatzi zu Gast. Ich war fasziniert von der Stimme.

Felix Lobrecht01:18:49

Ein guter Mann.

Tommi Schmidt01:18:50

Ranga Yogeshwar.

Felix Lobrecht01:18:52

Dann ruft Ranga Yogeshwar an und sagt, ey, ich mache ein neues Format. Ich will aber so einen Sidekick dabei haben, witzigen. Kannst dir aber aussuchen. Machen wir Tiefsee. Fahren wir mit so einem Boot, U-Boot in die Tiefsee, Marianengraben oder All?

Tommi Schmidt01:19:05

All.

Felix Lobrecht01:19:06

Warum? Nee, der sagt dann, warum.

Tommi Schmidt01:19:12

Hatten wir ja schon mal Thema, weil die Tiefsee ist schweinelangweilig, finde ich. Ist mir scheißegal, was da unten ist. Kannst du da unten 800 neue Lebewesen interessieren, die würden wir jetzt nicht mal angucken.

Felix Lobrecht01:19:20

Ja, die sind auch immer.

Tommi Schmidt01:19:21

Würde mir die Schlagzeile, wenn mich so Präsident wäre und dann, Herr Präsident, wir haben hier 800 neue Kreaturen im Tiefsee. Den Ordner würde ich so wie er ungesehen.

Felix Lobrecht01:19:30

Ja, weil es ist ja immer uncool. Es sind ja immer nur so, so meistens, wenn es dann heißt, es gibt Leben auf dem Mars, denkt man, ja geil, irgendwas mit Fell oder so mindestens.

Tommi Schmidt01:19:38

Aber das ist ja immer ein Bakterium.

Felix Lobrecht01:19:40

Ja, wir haben ja Aminosäuren nachgewiesen.

Tommi Schmidt01:19:42

Ja, auch.

Felix Lobrecht01:19:43

Hier sind auch Aminosäuren drin, ey.

Tommi Schmidt01:19:45

Ja, solange das.

Felix Lobrecht01:19:46

Habe ich auch nachgewiesen. Solange das, was die auf dem Mars finden, nicht knurrt oder so oder beißt, will ich das nicht sehen.

Tommi Schmidt01:19:52

Aber das kann Ranga jetzt mal, wenn er hier eh gerade schon zuhört, das würde mich mal interessieren, weil wir suchen ja die ganze Zeit nach Leben im All.

Felix Lobrecht01:20:00

Ja.

Tommi Schmidt01:20:02

Aber, also wir suchen ja nach unserer, nach unserer Definition, nach unserem Verständnis von Leben. Wir wissen doch gar nicht, was Leben noch sein kann. Also es ist ja für uns völlig unmöglich, outside the box zu denken, weil wir ja quasi dieses eine Konzept von Leben haben, aber wir wissen ja überhaupt nicht, ob es nicht noch ganz andere Sachen gibt, die auch auf eine Art leben, die aber ganz anders sind, ganz anders funktionieren als das, was wir ist.

Felix Lobrecht01:20:27

Also in Sphären, die wir nicht wahrnehmen können, meinst du?

Tommi Schmidt01:20:29

Ja, oder einfach, was weiß ich was, ja. Vielleicht auch irgendein völlig unbewegliches Objekt, was ultralebendig ist, was einfach so unsere Vorstellungskraft oder unser Verständnis davon übersteigt. Also wir suchen quasi nicht nach Leben, sondern wir suchen nach unserem Verständnis von Leben. Vielleicht haben wir es ja schon längst gefunden. Wir checken es einfach nicht, weil wir so dumm sind.

Felix Lobrecht01:20:54

Meinst du wirklich Materie? Also wenn du irgendwo landest auf dem Land, da steht ein Stein und das könnte.

Tommi Schmidt01:21:00

Weil wir das vielleicht gar nicht denken können.

Felix Lobrecht01:21:02

Ach so, ja genau. Also in Sphären, das, was ich vorher meinte, die wir gar nicht wahrnehmen.

Tommi Schmidt01:21:06

Ja, oder nicht die wir nicht wahrnehmen. Vielleicht ist der Mond an sich, vielleicht lebt er. Aber wir wissen es einfach nicht.

Felix Lobrecht01:21:12

Ach so, okay.

Tommi Schmidt01:21:15

Weil das eine andere Art von Leben ist oder was weiß ich was, ja. Also wir denken ja voll, wir denken ja mit unseren Werkzeugen, aber wer sagt denn, dass unsere Werkzeuge außerhalb der Erde überhaupt anwendbar sind?

Felix Lobrecht01:21:28

Ja. Das ist auch der Grund, warum ich diese Frage, da hatten wir ja mal, also diese Küchenphilosophie nach dem Sinn des Lebens, mich immer so beruhigt, dass ich glaube, dass es den ganz einfach zu sehen gibt. Ganz easy. Nur wir können ihn halt einfach nicht wahrnehmen. Wie der Regenwurm den Adler nicht wahrnimmt, in Anführungszeichen, sehen wir jetzt irgendwie, können wir das nicht wahrnehmen, aber es ist ganz easy, er ist auf jeden Fall da. Wieso sollten wir das einzige Lebewesen auf diesem Planeten sein, was alles wahrnehmen kann, was um ihn herum passiert?

Wir wären das Einzige. Der Wal hat keine Ahnung, dass es eine Eule gibt.

Tommi Schmidt01:22:04

In einer Family Guy Folge würde jetzt so ein Schnitt, ein Wal, ich weiß, was eine Eule ist.

Felix Lobrecht01:22:11

Ja, der würde halt mit, so ein Blauwal mit im Baum sitzen, so.

Tommi Schmidt01:22:15

Der würde wirklich so, ich weiß ja wohl, was eine Eule ist.

Felix Lobrecht01:22:18

Und dann rauchen so, ohne Grund. Nee, aber das gibt mir immer so eine Ruhe. Das hat wirklich mindblowing für mich, dieser Gedanke mal, der ist nicht von mir.

Tommi Schmidt01:22:27

Kann halt sein, dass er nicht stimmt, ja.

Felix Lobrecht01:22:29

Ja, aber der ist so, der beruhigt mich sehr. Okay, bei mir wäre es, weiß ich nicht.

Tommi Schmidt01:22:38

Ja, bei dir wäre es auch das Eine.

Felix Lobrecht01:22:40

Ich habe Angst vor so, ja, ich glaube auch, weil ich finde es, boah, in so ein U-Boot, so ein enges. Ach, nee.

Tommi Schmidt01:22:47

Nee.

Felix Lobrecht01:22:47

Nee, nee, nee. Letzte Frage. Wenn du jetzt aufwachen würdest, psychedelische Frage, du merkst all das, diese ganze Felix Lobrecht-Haftigkeit der letzten 13 Jahre, war alles nur ein Traum. Wie so ein Daydream. Aber du kannst dich genau daran erinnern. Würdest du das dann versuchen, alles wieder so herzustellen, wie es war?

Tommi Schmidt01:23:11

Geht ja nicht.

Felix Lobrecht01:23:12

Wieso nicht?

Tommi Schmidt01:23:14

Naja, weil ich ja.

Felix Lobrecht01:23:15

Du weißt ja, wie es funktioniert. Du hast die Formel ja, du weißt ja, was du gemacht hast.

Tommi Schmidt01:23:17

Naja, gut, aber die Formel hat ja nur im Kontext ihrer jeweiligen Zeit funktioniert.

Felix Lobrecht01:23:21

Ja, aber du bist ja intelligent genug, dass.

Tommi Schmidt01:23:24

Nee, wenn ich jetzt mit dem raus, ich würde heute niemals mehr berühmt werden wollen.

Felix Lobrecht01:23:28

Wollen oder können?

Tommi Schmidt01:23:30

Wir wollen schon, aber ich, also im Sinne von, ich hätte, also jetzt auf den, wenn ich jetzt so ein Newcomer wäre, also einerseits ist es gerade so leicht wie nie und gleichzeitig so schwer wie nie.

Felix Lobrecht01:23:43

Aufmerksamkeit ist leicht wie nie.

Tommi Schmidt01:23:45

Nein, nee, bekannt zu werden als Comedian. Weil einerseits bist du nur zwei Reels, die viral gehen, von der ersten ausverkauften Solotour entfernt, immer. Andererseits hast du so viel Konkurrenz wie nie und es ist so viel weniger Spielraum auf eine Art, in der Art, wie man bekannt werden kann. Früher gab es irgendwie, ja, es ist irgendwie auch schwer zu sagen.

Früher gab es eigentlich ja auch nur, also ich habe ja, ich bin ja quasi, blöd gesagt, über YouTube bekannt geworden.

Felix Lobrecht01:24:22

Du bist YouTuber ja eigentlich.

Tommi Schmidt01:24:23

Nee, nee, genau, aber ich bin, also die Generation Comedians vor mir, die, ich glaube, die letzten Comedians, die noch übers Fernsehen berühmt geworden sind, sind Chris und Enisa. Chris und Enisa.

Felix Lobrecht01:24:34

Ja.

Tommi Schmidt01:24:34

Genau, aber jetzt, also wirklich die letzten beiden waren Chris und Enisa. Die sind beide noch über, beide über TV total, glaube ich, auch. War so deren Initialzündung. Und ab danach ist eigentlich kein Comedian mehr übers Fernsehen fame geworden. Dann kam erstmal eine Zeit lang YouTube. Und da zählt, und YouTube und Live. Und da zähle ich auf jeden Fall zu. Ich hatte irgendwie einen Grundstock an Live-Followern durch sechs, sieben Jahre, fünf, sechs Jahre Poetry Slam, die ich damals gemacht habe. Damals noch Facebook, weiß nicht, ob es Follower hieß, Freunde, was auch immer.

Und die hatte ich quasi so durch Live-Shows mir erspielt und dann halt das, was über YouTube neu dazu kam und dann halt immer neue Auftritte, neue Lives so. Und dann irgendwann der Podcast, dann kam immer mehr dazu. Aber so breiter bekannt geworden bin ich definitiv durch gut geklickte YouTube-Videos. Aber heutzutage ist YouTube als Plattform auf jeden Fall viel weniger relevant als damals. So, es gibt viel mehr Comedy, so auf Instagram und TikTok und so. Aber dadurch halt auch viel, viel mehr Konkurrenz.

Man hat alles schon mal gesehen. Du bist immer in Konkurrenz mit der ganzen Welt. Weil die Leute, wie wir vorhin besprochen haben, mittlerweile alle auch Englisch können und so. Das heißt, die sind überhaupt nicht darauf angewiesen, deutsche Comedy sich angucken zu müssen, sondern die klicken einfach dreimal auf Andrew Schulz Bit und haben dann einfach ihre Timeline voll mit Ami-Comedians drin. Und also da noch so rauszustechen und aufzufallen, es gibt so viele Comedians, die posten jeden Tag Content. Und bei ein paar von denen, so Ozan Yaran oder so, poppt es dann irgendwann und dann spielen die auf einmal riesige Touren so.

Bei ihm liegt es aber auch daran, dass der einfach ein krass fleißiger Comedian war. So, der hat einfach, als die Gelegenheit dann kam, war der auch ready. So. Aber bei ganz vielen, die jeden Tag posten, passiert auch einfach gar nichts. Oder wenn die dann, wenn es dann passiert, dann sind die trotzdem nicht ready, weil die die ganze Zeit nur auf virale Reels gearbeitet haben, aber überhaupt nicht irgendwie mal an ihrem Act gearbeitet haben, dass sie am Ende auch irgendwie was anzubieten haben. Und dann, also das ist so schwer alles ja.

Und ich erlebe ja auch viele Newcomer und die haben es auch alle so eilig. Also die denken irgendwie, wenn sie jetzt zwei Jahre Comedy machen, dass sie jetzt eigentlich schon eine Solotour spielen müssen und irgendwie, also.

Felix Lobrecht01:26:54

Ja, mir tut das dann aber auch immer direkt leid, weil.

Tommi Schmidt01:26:56

Also ich stand acht Jahre auf der Bühne, bevor ich das erste Mal ein Solo gespielt habe.

Felix Lobrecht01:27:00

Ja, genau. Mir tut das aber auch gleichzeitig immer leid, weil dir ja von allen Seiten auch suggeriert wird, Social Media funktioniert so, du hast jetzt die Aufmerksamkeit, du musst es auch jetzt machen. Ich frage jetzt eben genau, dass du sagst, dieses acht Jahre, geht das überhaupt noch? Funktioniert das noch? Also kannst du überhaupt noch dir selbst diese Zeit lassen? Oder machst du damit genau alles falsch, weil wir eine ganze Zeitebene mittlerweile haben, was Fame angeht.

Tommi Schmidt01:27:25

Na gut, aber dann ist, also ich würde dann, also ich empfehle den Leuten dann immer, mach erstmal die Arbeit, werd erstmal gut und zögere dein erstes Video, was du raushaust, mal noch ein bisschen hinaus. Weil du wirst dich eh darüber ärgern, wir haben vorhin drüber gesprochen. Also mir sind meine alten Videos peinlich. So, es ist okay, die sind Teil meines Weges, ja, ich stehe dazu. Aber ich finde es mir unangenehm. Ich wäre mir lieber, wenn die nicht draußen wären. So, und das wird euch auch passieren, wenn ihr jetzt so ein, ich mache jetzt sechs Wochen Comedy und haue direkt irgendwelche Videos in die Welt.

Im schlimmsten Fall geht dann davon noch eins viral. Ja, und dann hast du ein virales Video, Leute wollen Tickets kaufen und du kannst das, was die von dir sehen wollen, kannst du überhaupt nicht. Du hattest Glück mit einem Video. So fünf gute Minuten, die schreibt jeder.

Felix Lobrecht01:28:09

Ja, aber das meine ich, es tut mir leid, weil gleichzeitig bist du ja auf diese Art.

Tommi Schmidt01:28:12

Nein, bist du nicht. Bist du nicht, weil du könntest genauso gut einfach fünf Jahre lang hart arbeiten, bis du wirklich was kannst und dann kannst du anfangen.

Felix Lobrecht01:28:20

Ach so, meinst du.

Tommi Schmidt01:28:20

Den Hassel zu machen. Dann kannst du anfangen mit viel posten, weil dann hast du auch was im Angebot, wenn was passiert. Also es gibt ja diese wahrscheinlich sehr neoliberale, aber ich finde die trotzdem nicht schlecht. Luck ist, when opportunity meets preparation. Also Glück ist, wenn eine Gelegenheit auf gute Vorbereitung trifft. Und damit das passieren kann, musst du erstmal gut vorbereitet sein. Und die allermeisten Leute sind nicht gut vorbereitet. Und ich hätte überhaupt keinen Bock, mich jetzt durch diesen Dschungel so durchzukämpfen, wo gefühlt die Kuchenstücke schon verteilt sind.

Also ich bin total froh, dass ich das nicht mehr machen muss. Die ersten 10.000 Follower ist das Schwierigste überhaupt.

Felix Lobrecht01:29:05

Das ist klar. Die Frage ist nur, würdest du es nochmal trotzdem machen? Also.

Tommi Schmidt01:29:11

Probieren würde ich es auf jeden Fall, klar. Aber ich würde es, aber es würde nicht, also es geht ja auf deine Frage zurück und das würde nicht funktionieren, weil der Weg, den ich gegangen bin, der würde heutzutage so nicht mehr funktionieren. Ich müsste mir einen komplett neuen Weg mir nicht überlegen, sondern machen.

Felix Lobrecht01:29:32

Aber das meine ich ja gerade. Da dachtest du doch, man kann doch einfach hasseln und dann kommen.

Tommi Schmidt01:29:37

Ja, genau, darauf hätte ich jetzt keinen Bock.

Felix Lobrecht01:29:39

Ach so, okay.

Tommi Schmidt01:29:40

Vor allen Dingen nicht, also guck mal, du fängst quasi mit.

Felix Lobrecht01:29:42

Aber das meine ich mit tut mir leid, die tut mir leid, weil denen ja auch suggeriert wird, dass man das jetzt auch alles geht. Jetzt mach es jetzt. Weißt du, es ist ja auch schwer, da nicht zuzugreifen.

Tommi Schmidt01:29:53

Ja, es ist total schwer, bei sich zu bleiben. Du bist irgendwie, so Newcomer hängen ja oft viel zusammen ab, so finde ich auch immer cool. Die feedbacken sich gegenseitig, gehen zusammen zu Shows, fahren von Mike zu Mike, was auch immer. So, und dann hast du eine Person, die sagt irgendwie, ey, ich will erstmal gut werden. Und links und rechts, die Leute, mit denen du angefangen hast, fangen schon an, irgendwie Reels zu posten. Bei einem geht es schnell bergauf, beim anderen passiert gar nichts und du postest überhaupt nicht und machst einfach nur deine Arbeit. Und da dann so über Jahre so bei deiner Strategie zu bleiben, obwohl hier immer was passiert, dann hat der mal da das und da einfach so bei sich zu bleiben, die Ablenkung ist so viel größer als früher.

Und generell ist es, glaube ich, nicht gut, irgendwas anzufangen mit dem Ziel, darin berühmt zu werden oder damit Geld zu verdienen.

Felix Lobrecht01:30:38

Was gleichzeitig aber besser ist, um auch positiv zu sein, ist, du kannst viel geiler, also deine Art von Entertainment durchdrücken, weil du dir selber einen Kanal bauen kannst. Du hast nicht mehr diese Barriere, TV-Produzent, der irgendwie sagt, ich finde dich witzig, aber du machst jetzt die große Tiershow oder sowas.

Tommi Schmidt01:30:57

Ja, das gab es bei mir auch schon nicht mehr.

Felix Lobrecht01:30:59

Genau, ja, okay.

Tommi Schmidt01:30:59

Da gab es auch nicht mehr die Gatekeeper.

Felix Lobrecht01:31:01

Okay. Weil das ist eben, das ist eben das Gute, dass du einfach irgendwie sowas bauen kannst.

Tommi Schmidt01:31:06

Ja, deswegen sage ich ja, es ist gleich am meisten so leicht wie noch nie, genauso, und trotzdem genauso schwer wie noch nie. Und auch so cool wie noch nie, weil du halt, wie du sagst, alles machen kannst, aber dadurch kannst du halt auch irgendwie nichts machen. Manchmal ist ja auch geil, wenn du nur so vier Sachen zur Auswahl hast, anstatt wenn du alles zur Auswahl hast.

Felix Lobrecht01:31:24

Ja, das ist oft schlecht.

Tommi Schmidt01:31:26

Zu viel Auswahl ist oft auch nicht gut, ja.

Felix Lobrecht01:31:28

Man braucht ein paar Leitplanken. Ja, aber spannend. Spannendes Gedankenexperiment. Wir waren fünf Fragen.

Tommi Schmidt01:31:35

Ja, bei dir könnte man das auch nicht machen. Du würdest so auch nicht mehr funktionieren. Wenn wir beide jetzt mit dem Podcast rauskommen würden, es wird dann irgendwen wie uns, also wie gemischtes Hack, die Position, die wäre anderweitig vergeben. Also die würde es trotzdem geben, es wären halt nur nicht wir.

Felix Lobrecht01:31:51

Ich glaube, das, womit wir mal.

Tommi Schmidt01:31:52

Und wenn wir beide dann jetzt neu kommen würden, dann können wir uns aber schön ganz hinten anstellen.

Felix Lobrecht01:31:57

Ja, und ich glaube, jetzt wird das Lustige ist, würden wir jetzt anfangen, wird es wirklich wahrscheinlich das werden, was wir mal gedacht haben, dass es werden könnte. Nämlich, du warst ja ein Newcomer-Comedian auf der Bühne und ich war hinter den Kulissen in der Medienbranche.

Tommi Schmidt01:32:15

Das hat sich ein halbes Jahr gehalten.

Felix Lobrecht01:32:15

Ja, warte.

Tommi Schmidt01:32:16

Ja, genau.

Felix Lobrecht01:32:17

Aber die Idee war, da war ja, dass es vielleicht in so eine Special-Interest-Welt gehen könnte. Jemand auf der Bühne, jemand hinter der Kulissen.

Tommi Schmidt01:32:23

Ja, aber ich finde gar nicht, dass wir das so, dass das so der Plan war.

Felix Lobrecht01:32:26

Ja, wir haben aber schon länger einmal darüber geredet. Erinnere ich mich, boah, sorry, erinnere ich mich noch genau dran.

Tommi Schmidt01:32:31

Ja, aber ich habe niemals gesagt, ja genau, lass das safe so machen. Also lass das so in Stein meißeln. Niemals.

Felix Lobrecht01:32:37

Nein, nein, es ging ja mal darum, wenn wir, das ist ein möglicher Abzweig, weiß ich noch ganz genau, hundertprozentig, wenn wir essen. Ist ja auch scheißegal. Das hatten wir mal besprochen. Ich glaube, dass, wenn wir das jetzt machen würden, dann würde es wahrscheinlich sowas werden.

Tommi Schmidt01:32:50

Nee, wir würden dann.

Felix Lobrecht01:32:51

Weißt du, du würdest nämlich gerade anfangen mit Comedy, würdest richtig strugglen. Ich wäre irgendwie hinter den Kulissen in den wenigen TV-Shows, die es noch gibt, wo man irgendwie dann schreiben könnte, würde ich dann so von da.

Tommi Schmidt01:33:01

Nee, du würdest wahrscheinlich im Team von irgendeinem Streamer arbeiten.

Felix Lobrecht01:33:05

Ja, aber auch die, meinst du, die haben.

Tommi Schmidt01:33:07

Na klar, also man müsste dann quasi einfach alles in die Jetztzeit holen.

Felix Lobrecht01:33:10

Genau, aber ich würde sagen wollen, ich glaube, es würde dann so ein Special Interest werden.

Tommi Schmidt01:33:14

Ich wäre ein Berliner Open Micer, du wärst irgendwie im Backend von irgendeinem großen Streamer oder von weiß ich was.

Felix Lobrecht01:33:21

Genau, exakt. Und das meine ich ja, das würde dann so ein Special Interest mit so 800 Hörern erstmal sein, so pro Woche. Weißt du, und dann würde sich das entwickeln.

Tommi Schmidt01:33:29

Ja, und alles andere wäre anders verteilt. Dann gäbe es jetzt irgendwie einen anderen großen gemischtes Hack-Podcast, der nicht wir wären. Dann bla bla bla. Also man muss sich auch immer wieder klar machen, dass man auch einfach voll viel Glück hatte.

Felix Lobrecht01:33:42

Klar.

Tommi Schmidt01:33:42

Und dass auch, wenn es uns jetzt nicht geben würde, ja, dann würde es irgendwen anders geben, der den Job macht.

Felix Lobrecht01:33:48

Hundertprozentig.

Tommi Schmidt01:33:49

Ja.

Felix Lobrecht01:33:50

Also jeder, der.

Tommi Schmidt01:33:51

Also die Leute, die.

Felix Lobrecht01:33:51

Keine Zweifel mehr hat, beziehungsweise jeder, der immer glaubt, all das, was man, wenn man erfolgreich ist, ist irgendwie so gottgegeben und ist auch richtig so, ab dann bist du ja auch ein Arsch.

Tommi Schmidt01:34:00

Ja, aber die Leute, die.

Felix Lobrecht01:34:01

Also wenn du das wirklich glaubst, dass das alles nur deinetwegen passiert ist, dann bist du ein schlechter Mensch.

Tommi Schmidt01:34:06

Nee, man war einfach nur selber da und hatte irgendwie was anzubieten in dem Moment.

Felix Lobrecht01:34:10

Genau.

Tommi Schmidt01:34:10

Aber die Leute, die jetzt irgendwie nächstes Wochenende in Hamburg zu meinen Shows kommen, die würden sonst zu irgendeiner anderen Show jetzt am Wochenende gehen.

Felix Lobrecht01:34:17

Ja.

Tommi Schmidt01:34:18

Würden mich nicht kennen.

Felix Lobrecht01:34:18

Ist halt so.

Tommi Schmidt01:34:19

Ist halt so. Würden Mittwoch irgendeinen anderen Podcast gehen, Freitag zu irgendeiner anderen Show.

Felix Lobrecht01:34:23

Ja.

Tommi Schmidt01:34:23

Und gut ist. Und Sonntag gucken sie Tiere suchen eins zu Hause mit einer anderen Nase.

Felix Lobrecht01:34:27

Ja. Der da auf den Heuballen sitzt, ist irgendwie Hundestreichel beruflich.

Tommi Schmidt01:34:30

So, und damit machen die Podcast-Fuzzis eures Vertrauens jetzt einen Sack zu hier.

Felix Lobrecht01:34:34

So ist es. Tschüssikowski.

Tommi Schmidt01:34:36

Nee, jetzt bleibt mal jetzt ruhig, ihr könnt hier mal meine Abmoderation.

Werbung01:34:38

Letztes Wort habe ich, tschüss.

Also Leute, das war gemischtes Hack für diese Woche. Kurzer Werbeblock noch. Für die eine Hamburg-Show gibt es noch, ich glaube, ungefähr 20 Tickets. Besorgt euch die auf felixlobrecht.de. Oder wenn die da ausverkauft sind, guckt auch nochmal auf eventim.de, vielleicht gibt es da noch welche. Ansonsten, unser Vlog, unser Video-Tour-Blog ist wieder da. Seit letzter Woche schon immer donnerstags 16 Uhr eine neue Folge. Heißt, wenn ihr jetzt Hack gehört habt, könnt ihr jetzt noch einmal schön schlafen und dann punkt euch morgen auf Stand-Up 44 YouTube den neuen Videoblog ein. Drei Tage München war sehr witzig. Sonntag guckt ihr Tiere suchen eins zu Hause mit Tommi Schmidt im WDR.

Wann?

18 Uhr.

18 Uhr.

Ich glaube, bei Claas gibt es noch, wahrscheinlich bei Join, das lief ja gestern. Könnt ihr auch angucken.

Könnt ihr auch angucken.

Koppa TS.

Das ist für alles.

Koppa TS. Vielen Dank übrigens fürs viele Einschalten von Koppa TS Talks. Dieses neue Format, wo ich mit Gregoric gequatscht habe. Kam gut an, hat Spaß gemacht. Ja.

Und weil Tommi es nicht sagt, seine Tickets waren nach einer Minute ausverkauft. Also habt ihr Pech gehabt, Leute.

Danke schön.

Tommi Schmidt01:35:37

Gut. Danke fürs Zuhören. Bleibt gesund, bleibt stabil, Leute. Wir hören uns nächste Woche wieder. Mittwoch ist unser Tag. Ihr wisst doch Bescheid, Alter. Wir lieben euch alle. Letztes Wort hat jemand aber auch zu holen. Wunderbare Tommi Schmidt.

Felix Lobrecht01:35:49

Das wollte ich auch noch sagen. Gibt wieder ein paar Trikots. Koppa TS.de, glaube ich, ist die Domain.

Tommi Schmidt01:35:55

Koppa.

Felix Lobrecht01:35:56

Koppa TS.

Tommi Schmidt01:35:57

Trikots.

Felix Lobrecht01:35:57

Vielleicht was für Weihnachten. Oder einfach so. Oder auch nicht, wenn ihr keinen Bock habt, ist auch in Ordnung.

Tommi Schmidt01:36:01

Tschüss.

Felix Lobrecht01:36:02

Hade.

Werbung01:36:10

Diese Folge Gemischtes Hack wurde euch präsentiert von der HOK24 Autoversicherung.

Beschreibung der Folge

Lederhosen. Kann man machen, muss man nicht machen. Oder doch? Der größte Vorteil ist der größte Nachteil - man muss sie nicht waschen. Gut für Faule, schlecht für Nase und Angehörige. Was geht in Frankreich ab und wie finden wir die Berichterstattung? Kann das in Deutschilandi auch passieren? Hättet ihr Bock, jetzt nochmal berühmt zu werden? Wir nicht. Furthermore es gibs eine blamable Story von Podcastbruder Julian, 5 schnelle Fragen und ein altes Wort, das wieder gross gemacht werden muss. Viel Spaß beim Hören, wünschen Euch die Podcastfutzis Eures Vertrauens!

Jetzt unverbindliches Fitness First Probetraining vereinbaren: fitnessfirst.de/gemischteshack
Learn more about your ad choices. Visit podcastchoices.com/adchoices