Transkript von Leinen los, das Heroin wird kalt!

01:23:06 81 Min. Lesezeit 0 Aufrufe Veröffentlicht vor ein Tag

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Zusammenfassung der Folge

In dieser Folge von Baywatch Berlin sprechen Klaas Heufer-Umlauf, Thomas Schmitt und Jakob Lundt über Urlaub, Reisen und Unterhaltung. Ausgangspunkt sind Angela Merkels Urlaubsfotos und die Frage, wie viel Interesse man auf Reisen mitbringen sollte.

Danach geht es um eine Reise der ZEIT auf der Queen Mary 2 nach New York, um Gedanken zu Steuern und Matrosengeld sowie um Politiker im Smalltalk. Weitere Themen sind das Ansprechen fremder Menschen, die Frage, was eine gute Frage ausmacht, und Techniken aus Talkshows.

Die Hosts diskutieren außerdem Reality-TV und einen Halloween-Wettbewerb in der Nachbarschaft. Die Folge lebt von Humor und vielen Abschweifungen.

In dieser Folge Jakob Lundt, Klaas Heufer-Umlauf, Thomas Schmitt

Das Transkript dieser Folge über Merkels Urlaubsfotos und Reisen mit Interesse entstand mit der Technologie, die HappyScribe zum Audio transkribieren nutzt.

Thomas Schmitt00:00:19

Podcast ist so ein bisschen zwischen den Zuständen, zwischen Arbeit und Privat. Es ist so was dazwischen. Es ist eigentlich mit der Nonchalance eines privaten Treffens, aber natürlich ist es in gewisser Weise... Man ist nie außer Dienst. Als Entertainer. Als Entertainer ist man nie außer Dienst. Man hat eigentlich immer Schicht, 24/7. So ist das. Und da habe ich so gedacht, das ist eigentlich derselbe Angang, mit dem zwangsläufig Angela Merkel jetzt durch die Welt reist. Die ist auch, wenn die in Italien im Museum ist, da freuen sich alle.

Und diese Nonchalance, das möchte ich so ein bisschen mit reinkriegen. Hier auch, dass man so ein bisschen mit Strubbelhaaren und sich nochmal so ein bisschen so ein etwas längeres Tuch so umwirft und man wirkt privat, hat ein bisschen vielleicht auch einen neuen Style, aber man ist immer im Dienst, auch als AD. Entertainer AD, jetzt von gestern Abend, bin ich AD heute und morgen dann wieder ganz normal im Dienst. Wie seht ihr das?

Klaas Heufer-Umlauf00:01:17

Ich finde das auf jeden Fall gut, dass also mit Angela Merkels Urlaubsfotos ist es so wie so eine Familien-WhatsApp-Gruppe. Man weiß immer, was Oma macht. Sie schickt mal ein nettes, verwackeltes Selfie. Sie sieht immer verstrubbelt aus mit dem netten Italiener, den man gerade kennengelernt hat. Und man weiß, ihr geht es gut. Sie ist im Museum, sie ist ein bisschen Amalfi, da wird es sicher auch mal eine Bootsfahrt nach Capri geben. Sie war im Kramladen, wo es die Zitrönchen aus den Vasen gibt und so und die schönen Sachen, die man mitbringt dann für die Familie.

Und die müssen dann immer aufgestellt werden.

Thomas Schmitt00:01:51

Wie ein Cello, den man durch halb Italien trägt. Und dann merkt, den gibt es auch beim Rewe.

Klaas Heufer-Umlauf00:01:54

Ja, genau. Und das ist irgendwie deswegen gehören diese Urlaubsbilder für mich als wichtiges Utensil dazu.

Thomas Schmitt00:02:01

Ich frage mich, wann ihre Phase kommt, wo sie noch AIDA macht.

Klaas Heufer-Umlauf00:02:06

Dass sie da auch nochmal aus ihrem Buch liest, mit Beate Baumann eine kleine Nummer macht.

Thomas Schmitt00:02:10

Das ist gut. Das ist super, weil du, wenn du Oversea-Entertainer bist...

Klaas Heufer-Umlauf00:02:13

Das ist der entscheidende Po.

Thomas Schmitt00:02:15

...habe ich mir nämlich auch schon mal überlegt, ob ich da so mit so einem lockeren Schlips-Kragen irgendwie abends nochmal so ein paar Croona singe. Weil man kriegt dann nämlich steuerfrei die Knete. Das wäre doch...

Klaas Heufer-Umlauf00:02:25

Ja, weil man auf See ist.

Thomas Schmitt00:02:27

...ist auf See. Wie Matrose Geld verdienen und dann aber auch, und das ist der wichtige Teil, wie ein Matrose Geld ausgeben. Nämlich mit zwei herausgestülpten Taschen muss man wieder zurückkommen. Sondern wirklich sagt, das Geld ist weg.

Klaas Heufer-Umlauf00:02:38

Direkt im Hafen ausgeben.

Thomas Schmitt00:02:39

Spend money just like a sailor, sagt man.

Klaas Heufer-Umlauf00:02:41

Wobei, ich habe mich da mal schlecht reingegoogelt und da gibt es wohl auch verschiedene Ansichtssachen zu. Deswegen ist es wichtig zu sagen, dass keiner von uns war je auf See und ist da aufgetreten. Weil es ist wirklich ein absoluter Graubereich.

Thomas Schmitt00:02:56

In dem Moment, man muss die Seegrenze praktisch... Ich muss mein "That's Life" von Sinatra beendet haben, bevor ich die Seegrenze erreiche zum nächsten Steuerloch oder was.

Klaas Heufer-Umlauf00:03:07

Hast du auch schon sehr genau gegoogelt, wie das genau abläuft mit der Steuer auf See?

Thomas Schmitt00:03:12

Nee, aber ich frage nur.

Klaas Heufer-Umlauf00:03:13

Nee, genau in der Außenseiter. Weil ich habe das noch nie gemacht.

Thomas Schmitt00:03:16

Es ist ungegoogelt, aber ich kenne Leute, von denen wir auch wissen, sie sind sogenannte Hi-O-Pis, die schon mal auf See da ihr Lied gespielt haben. Und die haben da mit glänzenden Augen von berichtet. Und da habe ich gedacht, das kann man ja auch mal machen. Und ich stelle mir das schon auch romantisch vor, dass ich da so ein bisschen so eine Mischung aus Gigi Anderson und Homo Faber, dass ich da so auch auf so einem Schiff dann bin und dann abends immer singe und dann danach so ein bisschen so angesoffen übers Deck schleiche und immer gucke, wer noch da ist und mir so Geschichten ausdenke zu den anderen Mitreisenden.

Klaas Heufer-Umlauf00:03:52

Und Jakob, hast du schon so ein Comedy-Programm zusammengestellt und dann erst gegoogelt, wie das so ist und es ist noch so ein bisschen Graubereich.

Jakob Lundt00:03:58

Ich habe erst mal die Verdienstmöglichkeiten genau gecheckt. Aber ich hatte tatsächlich mal, kann ich mal aus dem Nähkästchen plaudern, die Anfrage, ob ich irgendwie, glaube ich, irgendwas über Kaffeeschwafel auf der Queen Mary bei irgendeiner, ich glaube, von der Zeit eine Hörerreise hätte ich da bereichert mit meinen reichhaltigen Anekdoten.

Thomas Schmitt00:04:16

Das ist so eine richtige Studie.

Jakob Lundt00:04:17

Das fand ich so richtig kurios. Ja, und nächstes Jahr bin ich unterwegs.

Thomas Schmitt00:04:23

Aber das ist so lustig.

Klaas Heufer-Umlauf00:04:24

Fahren Sie mit mir nach New York.

Thomas Schmitt00:04:26

Es geht von der Zeit, ich weiß nicht, ob wir schon mal darüber gesprochen haben, aber es geht von der Zeit, wie so eine Kaffeefahrt für schlaue Rentner.

Jakob Lundt00:04:33

Ja, klar.

Thomas Schmitt00:04:34

Wo man sagt, die Dovis, die müssen zu Semino Rossi irgendwo nach Hoyerswerda mit dem Bus. Dann müssen die noch einen Toaster kaufen und dann sinkt der denen da was vor und dann müssen die wieder zurück und dann gibt es noch ein Softeis in die Hand gedrückt und das war dann der Ausschlug. Und die werden dann irgendwo in Wilhelmshaven oder sonst wo wieder ausgespuckt. Und das ist aber für feine Leute.

Jakob Lundt00:04:54

Natürlich, für Zeitleser. Ich bin auch einer der Zeitleser zu Hause.

Klaas Heufer-Umlauf00:04:57

Da wird nicht gegrölt, da wird nur gehüstelt.

Thomas Schmitt00:04:59

Ja, genau.

Klaas Heufer-Umlauf00:05:00

Hu, hu, hu, hu, hu, hu, hu.

Thomas Schmitt00:05:01

Mach ich mal. Studienratsspäße und los geht's.

Klaas Heufer-Umlauf00:05:04

Also das.

Jakob Lundt00:05:05

Nein, ich bin da offen für. Sage ich auch ganz kritisch.

Klaas Heufer-Umlauf00:05:08

Ich unterstütze das vollkommen. Dass du denen mal was über Kaffee erzählst.

Jakob Lundt00:05:12

Also da will ich hier auch nochmal in aller Klarheit sagen, das finde ich schön.

Klaas Heufer-Umlauf00:05:16

Da wird mal, also das Imposterherz wird explodieren.

Thomas Schmitt00:05:20

Und dann, also was du da, ich weiß nicht, ob das.

Klaas Heufer-Umlauf00:05:23

Es gibt Arabica und das andere.

Thomas Schmitt00:05:28

Oh Gott, ey. Und ich glaube, das ist aber nicht so eine geile Crowd. Meinst du nicht da hier.

Jakob Lundt00:05:33

Hat die Dösen dabei friedlich.

Thomas Schmitt00:05:34

Meinst du so ein.

Klaas Heufer-Umlauf00:05:35

So wie unsere Podcast-Hörer auch.

Thomas Schmitt00:05:38

So ein paar Schuppige mit so Lammwollklamotten.

Jakob Lundt00:05:41

Wie redest du über mein Publikum?

Klaas Heufer-Umlauf00:05:42

Die stehen auf jeden Fall schön in Schlange fürs Autogramm.

Thomas Schmitt00:05:44

Hundertprozentig. Und die kommen mit so, die haben auch so Schmuck, den irgend so eine Frau selber gemacht hat aus alten Löffeln. Weißt du, sowas machen die, was an der Nordsee verkauft wird.

Jakob Lundt00:05:54

Also ich finde das nicht in Ordnung, wie du über mein Publikum, mein geliebtes Publikum sprichst.

Thomas Schmitt00:05:58

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:05:58

Ja.

Thomas Schmitt00:05:59

Ich weiß nicht. Also ich würde aber trotzdem halt.

Jakob Lundt00:06:02

Aber du sagst nochmal ganz klar, du vermutest, dass der Trick ist, dass man sein kleines, sein Lehrer dann auf dem Boot schon durchbringt und dann hat man mit Lehrertasche, ist man dann in New York.

Thomas Schmitt00:06:14

Aber die Zeitleser, scheiße da, das ist doch bestimmt so über den Bodensee oder irgendwas.

Jakob Lundt00:06:18

Nein, nein, da mit der Queen Mary 2 nach New York.

Thomas Schmitt00:06:20

Ach so, ja.

Jakob Lundt00:06:20

Hab ich doch gesagt.

Thomas Schmitt00:06:21

Ach so, hab ich nicht gehört.

Jakob Lundt00:06:22

Ja, ja.

Thomas Schmitt00:06:23

Ja, aber da wollte ich auch mit.

Jakob Lundt00:06:24

Ja, dann können wir doch zusammen auch machen.

Thomas Schmitt00:06:26

Ja, ich kann doch, du kannst doch damit.

Jakob Lundt00:06:27

Du kannst doch mit Pencil abschmieren.

Thomas Schmitt00:06:29

Und ich schon wie auf dem Akkordeon. Das kann ich üben. Yosin Barjin können wir machen.

Jakob Lundt00:06:33

Yosin Barjin.

Thomas Schmitt00:06:35

Aber du kannst doch nachmittags zum Kaffee, zur Zeit, wo man dann auch Kaffee trinkt, kannst du nachmittags deinen Vortrag machen über deine Bodensee und alles.

Jakob Lundt00:06:45

Du machst den abends.

Thomas Schmitt00:06:45

Und ich.

Klaas Heufer-Umlauf00:06:45

Nee, ich da wäre ich auch dabei.

Thomas Schmitt00:06:47

Du kommst auch.

Jakob Lundt00:06:47

Nein, du machst den Leuten das Modem an.

Thomas Schmitt00:06:49

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:06:51

Ich kann den Staubsaugroboter mal vorführen.

Thomas Schmitt00:06:53

Du bist wie so ein Hüda-Typ, weißt du. Du klingelst an der Kabine, schüttest denen erstmal so einen Haufen Dreck in den Flur und sagst, na, wie das wohl wieder weggeht. Und dann hast du den Hüla 3000 dabei und mit dem machst du das dann.

Jakob Lundt00:07:05

Denn du machst so eine Art analogen TikTok-Shop.

Thomas Schmitt00:07:08

Ja.

Jakob Lundt00:07:08

Weißt du?

Klaas Heufer-Umlauf00:07:09

Ist gut, ich könnte den Leuten auch das iPhone einrichten.

Jakob Lundt00:07:11

Ja, na klar, ja. Das ist doch gut.

Thomas Schmitt00:07:13

Nein, aber ich sehe das.

Klaas Heufer-Umlauf00:07:14

Wir hätten IT-Support.

Jakob Lundt00:07:15

Nein, du machst so einen Technikvortrag, was es Neues gibt und was halt auch für Leute ab 70 interessant wird.

Thomas Schmitt00:07:19

Ja, aber dass die auch von der Reise posten können. Dass man sagt, dann ruft man Herrn Schmidt an, mit so einem Kabeltelefon ruft man dann an, sagt, "Hallo Herr Schmidt, ich wollte was", wie das viele ältere Leute ja sagen, "ich wollte was bei Instagram reinsetzen."

Jakob Lundt00:07:33

Reinsetzen. Aber Schmidt, deine Nummer wird ausverkauft sein. Weil wenn du sagst.

Klaas Heufer-Umlauf00:07:39

Ich könnte auch so Urlaubsfilme betreuen.

Jakob Lundt00:07:40

Genau, so macht man ein Selfie, so kriegt man die Freiheitsstatue auch ins Bild und du zeigst denen, wie man nicht den Daumen vor der Linse hat, wie man sich nicht ins eigene Nasenloch schießt und so.

Thomas Schmitt00:07:51

Du darfst die dann aber nicht so fertig machen wie uns.

Jakob Lundt00:07:54

Nee, das muss halt wie eine Schnitt-Abnahme sein.

Thomas Schmitt00:07:57

Wenn die dann irgendwann irgendwelchen Schrott filmen und du sagst, wer will das denn sehen?

Klaas Heufer-Umlauf00:08:03

Ja, dann war nix. Ich komme morgen nochmal.

Thomas Schmitt00:08:05

Alle zittern, sitzen sie da, heute ist Abnahme.

Jakob Lundt00:08:08

Bei unserem Urlaubsfilm.

Thomas Schmitt00:08:10

Nein, da muss halt jeder drin sein.

Klaas Heufer-Umlauf00:08:12

Machen wir.

Thomas Schmitt00:08:12

Ey, lasst uns das machen.

Jakob Lundt00:08:13

Also, wir sind da bereit.

Thomas Schmitt00:08:13

Ich singe da abends da in so einem vollgekleckerten Smoking meine Scheiße. Und dann am Ende wird es ein bisschen ausfallend, weil ich dann doch zu betrunken bin. So, da wird die erste Reihe nochmal so ein bisschen.

Jakob Lundt00:08:24

Da wird es privat.

Thomas Schmitt00:08:25

Ja, irgendwann merkt man, dass ich selber vergesse, dass ich noch einen Auftritt habe.

Klaas Heufer-Umlauf00:08:28

Wir kombinieren das. Du singst, du machst währenddessen Kaffee und ich filme das.

Jakob Lundt00:08:31

Nee, wir machen eher den Tag durch. Und was wir jetzt nicht machen, sondern so ist.

Thomas Schmitt00:08:35

Was wir jetzt unser Verderben, wenn wir jetzt im nächsten Schritt auf die Idee kommen, wir können ja selber so ein Schiff mieten und das machen wir dann für die Hörer und dann sind wir alle insolvent.

Klaas Heufer-Umlauf00:08:43

Nein, nein, nein. Das ist dann sowas wie so eine Metal-Cruise oder gibt es nicht auch so eine Sex-Cruise und so? Das muss man aufpassen.

Thomas Schmitt00:08:49

Können wir auch noch anbieten.

Jakob Lundt00:08:50

Nee, wir fangen jetzt mal an mit der Zeit-Hörer-Reise. Und das werden, glaube ich, unvergessliche Stunden für die Hörer.

Klaas Heufer-Umlauf00:08:56

Baywatch Berlin Sex-Cruise ist aber auch gut.

Jakob Lundt00:08:58

Das kommt dann als nächstes. Wir müssen ja erstmal.

Thomas Schmitt00:09:00

Boop-Cruise heißt das glaube ich.

Klaas Heufer-Umlauf00:09:01

Boop-Cruise.

Thomas Schmitt00:09:03

Habe ich mal gesehen im Fernsehen. Habe ich nie gegoogelt, ob man da mal mitfahren kann.

Klaas Heufer-Umlauf00:09:07

Nee.

Jakob Lundt00:09:07

Das werden unvergessliche Stunden an Deck.

Thomas Schmitt00:09:10

Ja. Ich fände es wirklich gut. Ich fände so die Vorstellung gut, dass dann einer so Lieder singt und dann merkst du so im letzten Drittel des Programms, ist dann so ein Negroni zu viel auf so einem Barhocker, der so neben mir steht. Da steht so ein Negroni auf so einem Barhocker. Das einzige Bühnenutensil ist ein Barhocker, wo mein Getränk draufsteht. Und dann merkst du schon, mhm. Und dann fängt man an mit so einem Crowd-Work, so ein bisschen, so wie Sinatra. Und du merkst, der Sänger hat jetzt irgendwie vergessen, dass er auf der Bühne steht und fängt so ein normales Gespräch an und hört einfach nicht mehr auf.

Und immer geht das Saallicht an, man denkt, gut, die Show ist wohl vorbei.

Jakob Lundt00:09:46

Das war es wieder.

Thomas Schmitt00:09:47

Quatsch mit anderen Betrunkenen zu.

Jakob Lundt00:09:49

Nächste Woche ist nochmal ein Anlauf. Ey, wir können doch alle unsere Freunde, da können wir doch, ach, Micky bringen wir doch auch noch unter.

Thomas Schmitt00:09:53

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:09:54

Da kann man was über Fußball erzählen.

Jakob Lundt00:09:55

Da kann er in der Politik Fußball irgendwas faseln.

Klaas Heufer-Umlauf00:09:57

Ja, mit Tommy.

Jakob Lundt00:09:58

Ja, sicher, klar.

Klaas Heufer-Umlauf00:10:00

Da wird aber eine teure Reise für die dann. Also, wir haben ja schon auch Vorstellungen.

Jakob Lundt00:10:04

Naja, das ist klar.

Klaas Heufer-Umlauf00:10:05

Oder haben wir Vorstellungen?

Jakob Lundt00:10:06

Naja, aber es ist ja auch begrenzt, weil es muss ja ausgebbar sein. Also, auf dem Schiff.

Klaas Heufer-Umlauf00:10:13

Wieso?

Jakob Lundt00:10:14

Naja, weil wir dürfen ja nichts übrig behalten wegen den Steuern.

Klaas Heufer-Umlauf00:10:16

Das ist doch Quatsch.

Jakob Lundt00:10:17

Nein, bist du doof? Man kriegt das einfach ohne Steuern. Man kann es auch aufgeben, wie man will. Nein, ich habe gesagt, wenn wir dann im Hafen sind.

Klaas Heufer-Umlauf00:10:23

Ach so.

Jakob Lundt00:10:24

Guck mal, ein Matrose kriegt sein, wie heißt das, der Heuer an und was kriegt er, wie heißt das noch?

Klaas Heufer-Umlauf00:10:29

Die Hoyer, glaube ich.

Jakob Lundt00:10:29

Die Hoyer, genau. Also, das ist Matrosengeld. Und dann hast du zwei Tage Zeit in Hamburg, in New York, in Rotterdam, was weiß ich, irgendwo. Und dann musst du halt die Knete, deswegen sagt man doch diese, dass die Leute so Geld ausgeben wie Matrosen, weil die können auf dem Schiff nicht viel ausgeben. Das heißt, die geben dann ihr ganzes Geld, was sie ein halbes Jahr verdient haben, geben die an einem Wochenende aus. Natürlich, jetzt, die kaufen sich da keine Bücher.

Klaas Heufer-Umlauf00:10:56

Ja, Zitrönchen und so.

Jakob Lundt00:10:57

Diese Zitrönchen.

Klaas Heufer-Umlauf00:10:58

Und diese Teller.

Jakob Lundt00:10:59

Genau, und schreiben ein paar Postkarten auf.

Klaas Heufer-Umlauf00:11:00

Und die Geld für den Kühlschrank.

Jakob Lundt00:11:02

Gehen viel ins Museum.

Klaas Heufer-Umlauf00:11:03

Also, da wird natürlich, es wird alles in die Wirtschaft, aber in die Gastwirtschaft investiert.

Jakob Lundt00:11:08

Ja. Und das gastgebende Gewerbe.

Klaas Heufer-Umlauf00:11:11

Auch.

Jakob Lundt00:11:11

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:11:12

Genau.

Jakob Lundt00:11:12

Vermutlich.

Klaas Heufer-Umlauf00:11:13

Ja.

Jakob Lundt00:11:14

PSA.

Klaas Heufer-Umlauf00:11:14

Ja.

Jakob Lundt00:11:15

Ja, okay, da war doch wieder Pläne, das ist doch schön.

Klaas Heufer-Umlauf00:11:18

Das war aber ein ganz kurzer Bogen von Angela Merkel in ihren Zitronenladen bis hin in Matrose im Puff. Also, man kann mit drei einfachen moderativen Kniffen, kann man diese zwei Welten miteinander verbinden.

Jakob Lundt00:11:30

Aber weißt du, was Angela Merkel toll macht, muss ich kurz noch dazu sagen. Es gibt dieses Video, wie sie den Besitzer von dem Kramsladen da, Kramoletti, den Laden in Italien da trifft und da ist sie, da merkt man auch, sie tut so showmäßig begeistert von dem Kram.

Klaas Heufer-Umlauf00:11:45

Ja, das kennt die von der IFA.

Jakob Lundt00:11:46

Genau, also man weiß ja auch, ich glaube selbst die Zitrönchen kommen mittlerweile aus China, ist ja auch klar. Naja, jedenfalls sagt sie dann selber auch, weil ihr dann das Gespräch auch irgendwann auf die Nüsse geht, dass sie jetzt machen wir noch ein Foto und sie bietet es selber an und macht dann schon so eine Geste, na, im Laden, weil sie auch weiß, das soll im Laden hängen. Und dann folgt halt so ein TikTok-Heine ihr für das Video und da macht sie einen ganz bösen Zeigefinger rein und sagt, du nicht, mein Freund. Weil das fand ich irgendwie gut, so dieses klare, wir machen jetzt das Foto, das hängt im Laden, mehr will ich aber jetzt auch nicht.

Und da hat die dann so eine Autorität, das fand ich richtig gut.

Klaas Heufer-Umlauf00:12:23

Ja, ja, die hat immer so eine ganz kleine Uhr, auf die die immer so drauf guckt. Und dann weißt du immer schon, jetzt muss es aber schnell gehen. Jetzt hat sie gleich keinen Bock mehr. Und so eine ganz kleine Mini-Uhr, wie so ältere Leute manchmal so eine Mini-Uhr haben. Und dann guckt die da so drauf. Und das ist aber, was ich tatsächlich gut finde, ist, selber das Gespräch dann in die Hand zu nehmen, den Endpunkt zu setzen und zu sagen, jetzt reicht es. Und aber auch ansonsten freundlich sein.

Jakob Lundt00:12:49

Aber ich finde, Angela Merkel ist auch echt ein gutes Urlaubsvorbild. Also das denke ich dann auch oft, wenn ich diese Fotos sehe, will ich erklären, weil da denke ich, du musst mehr Urlaub machen wie Merkel. Das ist so dieses interessierte Urlaub machen. Also auch wie unsere lieben Hörer von der Zeit Hörerreise, dieses so, man ist mit ganz viel Interesse, hat man im Gepäck. Und wir packen immer nur Badehosen ein, Kindle und wollen dann so angesoffen am Strand liegen.

Klaas Heufer-Umlauf00:13:13

Die hat aber auch Interesse gelernt, muss man auch sagen.

Jakob Lundt00:13:15

Nein, aber das ist doch so ein Vorbildliches. Man auch überhaupt schon mit Interesse reisen.

Klaas Heufer-Umlauf00:13:19

Immer verarscht man sich.

Jakob Lundt00:13:20

In den Wurzeln Europas. Und nicht immer nur, wo es irgendwie eine tolle Bar gibt, es fressen, fressen.

Klaas Heufer-Umlauf00:13:25

Warte mal, halt, stopp. Irgendwann fängt man auch an, sich selbst zu verarschen, indem man dann irgendwie in so Ausstellungen steht, das kennt jeder. Man steht in einer Ausstellung und verarscht sich selber, weil man gerne einer wäre, der sich für irgendwas interessiert.

Jakob Lundt00:13:34

Natürlich, du stehst dann in Madrid in irgendeinem Museum, sagst du, huch, was soll das denn, ich habe Bock auf Pommes.

Klaas Heufer-Umlauf00:13:38

Ja, genau. Und dann guckt man sich da zwei Sachen an, man isst dann raus und dann gibt es die kleine innere Erleichterung, dass man denkt, na, so schön, dass wir jetzt wieder raus sind. Man sagt das natürlich nicht. Man denkt, jetzt können wir mal irgendwo hier ein Törtchen essen. Und natürlich ist der beste Tag, wenn man, der Teil des Tages, wenn man jetzt ganz ehrlich ist und jetzt so ein Honest-Tagebuch schreiben würde, dann würde da nicht drinstehen, habe ich da die Skulptur angeglotzt, sondern da steht, habe ich das geile Törtchen gegessen danach.

Thomas Schmitt00:14:00

Das habe ich so reduziert, weil ich nirgendwo hinfahre, wo es was Interessantes gibt, so kulturell. Ich war einmal in Schottland und dann habe ich den Fehler gemacht, das Schloss von William Wallace da irgendwie, so in Stirling.

Klaas Heufer-Umlauf00:14:12

Er hat ein Schloss?

Thomas Schmitt00:14:12

Nein, der hatte kein Schloss, aber.

Klaas Heufer-Umlauf00:14:14

Sein Haus.

Thomas Schmitt00:14:16

Da kriegst du nicht mehr zusammen. Da war ich da in den Gemäuern.

Klaas Heufer-Umlauf00:14:17

Kriegst du nicht mehr zusammen.

Thomas Schmitt00:14:20

Das war genau so. Man geht von Raum zu Raum und sagt, Mensch, so waren das damals. Und dann so haben die da.

Klaas Heufer-Umlauf00:14:27

Aber das hat die Kanzlerin.

Thomas Schmitt00:14:28

Kannst du dir das vorstellen?

Klaas Heufer-Umlauf00:14:29

Die Kanzlerin hat das natürlich gelernt, weil.

Thomas Schmitt00:14:32

Die ist gefangen, die kann gar nichts anderes. Wo soll die es denn irgendwie faul auf eine Liege legen?

Jakob Lundt00:14:36

Ich frage, die kann doch auch irgendwie auf die Malediven fahren und da richtig schön tauchen. Das geht doch alles.

Klaas Heufer-Umlauf00:14:42

Aber zwischen, ich denke, zwischen so Kulturrentner und Schröder ist ja noch ein bisschen Platz. Da kann man sich es schon noch gemütlich machen. Also dadurch, dass Schröder so way out of everything ist, mit seiner Vorstellung von, was man nach der Kanzlerschaft macht, finde ich.

Thomas Schmitt00:14:58

Also, der macht ja nur Staatsbesuche. Der macht ja gar keinen Urlaub.

Klaas Heufer-Umlauf00:15:01

Der spielt einfach Kanzler weiter. Es hat ihm einfach nach der Elefantenrunde keiner gesagt, dass es vorbei ist. So, der denkt immer noch, wieso, also mit mir ist das nicht zu machen.

Thomas Schmitt00:15:08

Ja, der geht bei Globus Pflichtkäse.

Klaas Heufer-Umlauf00:15:09

Ja, natürlich, klar, dann kriegt er noch Geld für. Also, es ist noch günstiger als ein Euro für den.

Thomas Schmitt00:15:14

Verdammt.

Jakob Lundt00:15:14

Aber jetzt nochmal, das heißt, also Urlaub wie Merkel reizt euch gar nicht?

Klaas Heufer-Umlauf00:15:17

Nee.

Jakob Lundt00:15:17

Nee, weil sie ist, das wollte ich sagen, sie ist professionell, weil 80 Prozent des Kanzlerinnenlebens besteht daraus, auf Sachen zu gucken und so zu tun, als würde einen das interessieren. Das ist ganz viel, weil man hat viele repräsentative Tätigkeiten. Ich rede jetzt nicht davon, wenn sie mit Beate Baumann da die neue Pläne ausheckt für Deutschland. Das macht Spaß, das ist der coole Teil.

Klaas Heufer-Umlauf00:15:40

Aber wenn sie bei Schrauben wird ist und die sagen, hier ist der neue Kreuzschlitz und dann sagt sie.

Thomas Schmitt00:15:45

Ja, setzen Sie mal hier die VR-Brille auf und hier noch einen Papagei auf den Kopf im Vogelpark Walsrode. Ob das jetzt dann immer so, da muss man dann immer so, ah ja, mhm, und man muss dann so Interesse heucheln, was ja schön ist, weil Merz macht das halt gar nicht. Merz geht da hin, der lässt jeden spüren, na, was schraubt ihr Arschlöcher hier zusammen, ne? Aha, aha, naja. Dann heult er noch, weil ein Kind eine liebe Frage stellt, weil man dann doch seinen wunden Punkt einmal anpiekst, aber dann sofort wieder im Bereich, nee, Sie müssen auch mal überlegen, was Sie für Deutschland tun können. Nicht immer hier fragen, was ich soll.

Jakob Lundt00:16:17

Aber das ist interessant, das muss ich kurz berichten. Ich habe die tolle Folge gesehen von unserem Kollegen Markus Fellenkirchen mit Bärbel Baas. Ich habe es leider vergessen, wie seine Sendung heißt.

Thomas Schmitt00:16:26

Spitzengespräch.

Jakob Lundt00:16:27

Nee, nee, nee, das meine ich nicht, sondern ich meine diese WDR.

Thomas Schmitt00:16:30

Diese Konfrontation.

Jakob Lundt00:16:31

Konfrontation. Das Konzept ist, er begleitet die Politiker über einen gewissen Zeitraum, dann gibt es so Doku-Clips und die selber dürfen die dann stoppen mit dem Buzzer, wenn die sagen, mit der Bewertung von Fellenkirchen in der Doku bin ich nicht einverstanden oder will ich nochmal was ins rechte Licht rücken. Also wirklich wieder tolle Folge. Jede Folge hat mir bisher Spaß gemacht. Und Bärbel Baas ist ja insofern auch interessant, weil sie gerade zurückgetreten ist, hatte zwei Trauerfälle in der Familie und hat gesagt, ich will das Ministeramt nicht mehr machen, ich brauche jetzt erstmal Zeit für mich.

Und es ist wirklich auch bewegend, wie sie das in dem Gespräch darstellt, aber es gibt eben eine Szene, da ist sie bei irgend so einer Firma und geht dann da so durch. Und da stellt Fellenkirchen auch zu Recht fest, dass sie kein Smalltalk-Profi ist. Und das, was Merkel, dann so drei interessierte Nachfragen und aha, super, klasse, Foto, tschüss, das beherrscht sie nicht so gut. Und dann gibt es so eine Szene, da stehen dann so irgendwelche Azubis so, glotzen sie so an, denken auch, wer ist das? Und dann sagt sie so, ja, habt da noch eine Frage an mich?

Und dann wieder, na gut. So eine Atmosphäre herrscht da, wo du auch so denkst, grauenvoll, wie schrecklich.

Klaas Heufer-Umlauf00:17:45

Das muss man schon drauf haben, dass man halt die stillen Momente durchmoderiert.

Thomas Schmitt00:17:49

Also schreckliche Situationen.

Klaas Heufer-Umlauf00:17:50

Ich glaube nicht, dass Merkel das eigentlich drauf hat.

Thomas Schmitt00:17:51

Doch, doch, das hat sie drauf.

Klaas Heufer-Umlauf00:17:52

Die hat sich das antrainiert.

Thomas Schmitt00:17:54

Das denke ich auch, die hat sich das antrainiert.

Klaas Heufer-Umlauf00:17:56

Nicht so Cem Özdemir oder so mit den Leuten.

Thomas Schmitt00:17:59

Die wollte immer mit ihren Reagenzgläsern irgendwo in der Ecke stehen und die hasst das. Man weiß jede Frage.

Klaas Heufer-Umlauf00:18:03

Aber die ist ja witzig.

Thomas Schmitt00:18:05

Ja, die ist witzig, aber jetzt auch nicht mit Hans und Franz, vor allem nicht mit Idioten, für die sie eine große Verachtung hat. Aber manchmal gibt es auch so Leute, ich habe am Flughafen gewartet in London und stehe da und warte da auf jemanden. Und stehe da so richtig so 20 Minuten und ich merke schon, so einer guckt immer, man gibt so Side ein, von links, so ein Typ mit so einem Rollkoffer. Und irgendwann kommt er angeschlupft und sagt, ja, also jetzt, wo wir hier beide warten, dann nutze ich jetzt doch mal die Gelegenheit und spreche sie mal an.

So, und dann Ruhe. Ruhe. Das ist, ich denke, es kann doch nicht nur aus dem Ansprechen an sich bestehen. Und dann sagt er nichts. Und ich denke, na, jetzt halte ich das jetzt mal aus, mal gucken, was kommt. Und dann kommt nichts. Und dann sagt er, also ich war mir da jetzt gar nicht sicher, ob ihm das jetzt so recht ist. Und dann habe ich zu ihm gesagt, also weil natürlich hätte ich direkt übergehen können, nehme mir das eigentlich gar nicht recht. Aber wir stehen dann ja beide noch da, weil beide dann noch warten müssen und sowas. Und ich bin auf einmal verantwortlich für die Encringung, obwohl ich gar nichts gemacht habe.

Und dann sage ich zu ihm, nehme mir das recht, alles in Ordnung. Und dann denke ich so mehr oder weniger, ich habe das in so einem Tonfall gesagt, ja, dann red mal los jetzt, dann Entertainment.

Jakob Lundt00:19:17

Aber weißt du, was das ist? Ich glaube, die Leute, die dich ansprechen und seltene Momente, Ken Schmidt und ich das ja auch, die haben sich nur überlegt, kenne ich ja auch andersrum. Ich weiß noch, als ich mal bei so einer Bayernfeier Frank Ribéry angesprochen habe. Und man denkt dann, so Karussellgedankenmäßig nur, ich muss jetzt mal ansprechen, ich muss jetzt mal ansprechen, ich muss jetzt mal ansprechen. Aber man spricht erstens sonst im Leben keine Fremden an, ohne Agenda. Man sagt sonst, oh, Achtung da, nicht, dass sie hinstürzt oder irgendwie sowas. Aber man spricht ja sonst keine Fremden an. Das heißt, man denkt, ansprechen, ansprechen. Dann sagt man, dann spricht man den an und merkt dann, weiter habe ich nicht gedacht.

Und diese Ruine musst du dann verwalten.

Thomas Schmitt00:19:53

Also ich glaube, man muss bei Promis eh so ein Selfie mitnehmen. Das ist ja eigentlich schon.

Jakob Lundt00:19:57

Einfach, das ist doch ein Ablauf. Wir haben doch einen Plan für sowas.

Thomas Schmitt00:19:59

Aber pass auf, vielleicht müssen wir es rausschneiden, ich weiß es nicht. Aber ich war kürzlich auch in einem Hotel und da war ich in so einem Plupperwasser, in so einem Thermalwasser. Und da, wenn du da angesprochen wirst, also da ist auch jemand so wie so ein Hai um einen so ein bisschen rumgekreist. Da wusste bald, ist es soweit.

Jakob Lundt00:20:15

War der selber auch im Wasser?

Thomas Schmitt00:20:16

Der war auch im Wasser. Und da hast du natürlich kein Handy dabei, deswegen war die Selfie-Option, die war nicht gegeben.

Jakob Lundt00:20:23

Ah, scheiße.

Thomas Schmitt00:20:23

Und er ist ein Hörer von unserem Podcast, liebe Grüße an der Stelle, er weiß, wer gemeint ist. Und der wusste dann auch, dass ich da jetzt nicht so drauf abfahre. So wahrscheinlich.

Jakob Lundt00:20:35

Das ist schon gut eingeschätzt.

Thomas Schmitt00:20:36

Ja, ja, deswegen ist er sehr lange rumgekreist.

Jakob Lundt00:20:38

Aber er konnte nicht anders.

Thomas Schmitt00:20:39

Und er hat sich wahrscheinlich überlegt, was stelle ich ihm für eine Frage. Und wenn man ein bisschen unseren Job lang genug macht, dann wirst du ja öfter mal angesprochen, auch selbst wenn du nicht prominent bist. Aber es kommen eigentlich immer die fünf gleichen Fragen. So hassen sich Joko und Klaas oder mögen die sich privat?

Jakob Lundt00:20:56

Nein.

Thomas Schmitt00:20:56

Sind die Freunde?

Jakob Lundt00:20:57

Nein.

Thomas Schmitt00:20:58

Dann gibt es noch irgendwie, warst du wirklich so besoffen bei der Weinmesse?

Jakob Lundt00:21:04

Ja.

Thomas Schmitt00:21:04

Ja. Und so. Also man kennt die drei, vier Standardfragen. Und der war, glaube ich, so verlegen, der wollte eine Frage, ihm ist aber nichts eingefallen. Manchmal weiß man so.

Jakob Lundt00:21:13

Ja, man will nur irgendwas reden.

Thomas Schmitt00:21:15

Ja. Und da hat er mir eine Frage gestellt, die wirklich in den 20 Jahren noch nie gestellt wurde. Er hat gefragt, eine Sache interessiert mich jetzt wirklich. Joko und Klaas, ne? Also, haben die ihr Samsung-Handy wirklich benutzt? Also.

Jakob Lundt00:21:41

Also, den würde ich nicht zum Orakel nach Delphi schicken. Als Abgesandter der Menschheit sollte er nicht das Orakel befragen und auch nicht der Erste sein, der mit Aliens ins Gespräch geht. Das würde ich schon mal, da würde ich ihn jetzt von der Liste nehmen.

Thomas Schmitt00:21:54

Da fängt man an zu denken, what? Rauchen Sie? Hast du einen Hund? Mögen Sie Spinat? Hä, what? Ja, interessante Frage. Kann ich mich gar nicht mehr erinnern, ob ich das Ding benutzt habe.

Klaas Heufer-Umlauf00:22:07

Nee, ich war auch wie vernagelt.

Thomas Schmitt00:22:08

Ja, weiß man gar nicht mehr. Nee, nee, kann ich jetzt gar nicht sagen, aber witzig.

Jakob Lundt00:22:13

Zu der Zeit wart ihr voller Begeisterung. So kann man es zusammenfassen.

Thomas Schmitt00:22:16

Zu der Zeit waren wir voller Begeisterung.

Klaas Heufer-Umlauf00:22:18

Alles hat seine Zeit.

Thomas Schmitt00:22:19

Ja, alles hat seine Zeit. Die hatten auch so ein Aufklapp-Handy, das war auch nicht schlecht. Also, die.

Jakob Lundt00:22:25

Aber eigentlich, je länger ich über die Frage nachdenke, die ist präzise.

Thomas Schmitt00:22:31

Die ist nicht schlecht.

Jakob Lundt00:22:31

Die ist doch recht präzise.

Thomas Schmitt00:22:33

Ja, ja, die ist auch klug.

Jakob Lundt00:22:35

Die lohnt sich auch.

Thomas Schmitt00:22:36

Natürlich.

Klaas Heufer-Umlauf00:22:36

Es ist ja, ja, 100 Prozent. Also, ich war auch stolz darauf, weil da irgendeinen Vibe habt ihr da wohl ausgestrahlt.

Thomas Schmitt00:22:42

Wir sollten ihn doch zu den Aliens schicken.

Klaas Heufer-Umlauf00:22:44

Ja, aber das war auch. Das sind auch jetzt im Nachhinein recht dadaistische Clips. Also, ich gehe jetzt mal davon aus, dass wir jetzt da nicht mehr zusammenkommen.

Thomas Schmitt00:22:53

Was redest du denn jetzt hier völlig unnötig? Erst versaust du mir meine Passage nach New York für die paar Kröten.

Klaas Heufer-Umlauf00:22:58

Wieso? Das haben wir doch gerade neu aufgestellt.

Thomas Schmitt00:23:00

Nein, wir wollen es ja machen.

Klaas Heufer-Umlauf00:23:01

Ja, klar.

Thomas Schmitt00:23:02

Wir verhandeln nur direkt mit der Queen Mary Tour jetzt.

Jakob Lundt00:23:04

Queen Mary soll sich melden.

Thomas Schmitt00:23:06

Ja.

Jakob Lundt00:23:07

Ich schicke meine Zofe.

Thomas Schmitt00:23:08

Ja.

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Diese Werbung unterstützt unabhängiges dummes Gelaber.

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Also, ich finde ja, so wie man seinen Summerbuddy im Winter machen muss, muss man eigentlich seine Sommersprache für die Sommerausflüge, die man jetzt ja eigentlich schon plant, man weiß ja, nächstes Jahr wird es wieder nach Italien, nach Spanien, nach Griechenland, sonst wohin gehen, nach Portugal. Also könnt ihr doch jetzt mal euch einschließen und alle überraschen. Ihr könnt jetzt heimlich, das ist doch voll witzig, wenn man heimlich eine Sprache lernt und dann fährt man mit der Familie in den Urlaub, keiner weiß das.

Das ist echt cool.

Und dann fängt man einfach an, fließend Spanisch zu sprechen. Also, man kann sich natürlich sozusagen auch ausgeschlossen fühlen aus dem Leben des Partners. Also, wenn er das heimlich schafft, Spanisch zu lernen, was schafft er noch alles heimlich?

Ach, papperlapapp. Also, ich finde das eine super Idee, heimlich eine Sprache zu lernen. Ich glaube, wir drei sind ja verführt, wenn wir was so eine Minute machen und können, dann schon drüberziehen.

Dann wirst du aber plötzlich mit meinem Griechisch kommen.

Das wäre echt nicht schlecht.

Das wäre nämlich so Spanisch, das kann einem so durchrutschen.

Ja.

Zum Beispiel, schönen Urlaub, Sie haben ein tolles Haus, heißt Calimera, Malakas. Musst du dir merken?

Calimera, Malakas.

Ja, das heißt, schönes Haus haben Sie. Danke.

Top. Also, und um solche Sprachkenntnisse und vielleicht sogar noch bessere zu erlernen, da muss man dann in der Heimlichkeit sich eigentlich nur kurz einschließen. Denn fünf bis zehn Minuten lernen mit Bubble am Tag, um eine effektive Routine zu entwickeln, das kann schon spürbare Fortschritte ermöglichen. Es ist also gar nicht so aufwendig, wie man vielleicht vermutet oder wie man es aus der Schule trocken gewohnt ist, da mit dem Karteikasten die Vokabeln pauken. Mit Bubble macht das alles richtig Spaß und ihr lernt eben nicht nur einzelne Wörter, sondern ihr übt wirklich von Anfang an mit echten Dialogen.

Und diese Dialoge, das ist nicht irgendwas Mama, prepare, repare, sondern das ist aus dem Alltag und das sind direkt nützliche Sätze, die man da einüben kann.

Das Ganze ist von Menschen gemacht, nicht von KI, muss man heute dazu sagen. Hinter den Lektionen und Kursen von Bubble steht ein Team aus über 200 Sprachexpert*innen.

Jeder Mensch lernt ja anders. Bei Bubble gibt es eine Vielzahl an Lernmethoden und es gibt auch Zusatzinhalte wie Podcasts. Man kann flexibel daraus auswählen und mit Bubble trainiert man eben nicht nur das Sprechen, Lesen, Hören, Schreiben, sondern man lernt zum Beispiel durch die Podcasts auch eine Menge über die Kulturen deiner neuen Sprache. Das heißt, man kann nicht nur in der Sprache sprechen, sondern auch noch in den Themen ein bisschen mitreden und man weiß Bescheid und die Zahlen sprechen für sich. Bubble hat weltweit 25 Millionen Abos verkauft.

Aber wer braucht schon eine Sicherheitstür, wenn er bei diesem Angebot zuschlagen kann? Ihr bekommt nämlich jetzt bei Abschluss eines Bubble-Abos bis zu 60 Prozent Rabatt, ja richtig gehört, 60 Prozent Rabatt. Und dabei habt ihr die Wahl, lernt sechs Monate, zwölf Monate oder für immer mit Bubble. Und darauf dann eben nochmal 60 Prozent. Weitere Infos auf bubble.com/baywatch. Ich wiederhole es nochmal, bubble.com/baywatch. Also starte jetzt, ihr habt die Wahl, eine von 14 Sprachen oder direkt alle. Ihr entscheidet, welche gute Figur ihr schon im Sommer machen wollt.

Werbungende.

Thomas Schmitt00:26:09

Ich habe genau zu dem Thema eine sehr gute Checkerfrage. Ich konnte sie nicht beantworten. Vielleicht könnt ihr mir sie beantworten.

Klaas Heufer-Umlauf00:26:15

Na, schieß los.

Sprecher 400:26:19

Baywatch Berlin, Checkerfrei mit Checkerfree.

Thomas Schmitt00:26:23

Der Stefan schreibt, in der letzten Folge Baywatch Berlin sprach Klaas über Magic-Karten und Jakob fragte, wann Klaas dann denn anfangen werde, selbst zu spielen. Darauf erwiderte Klaas, dass dies eine interessante Frage sei. Dann fiel mir auf, manchmal stelle ich Menschen Fragen und es wird direkt erwidert, gute Frage. Und meist kommt dies, wenn der Gegenüber entweder keine Antwort hat oder nur endlich sein Klugschiss loswerden darf. Was macht eine gute oder eine interessante Frage zu einer guten oder interessanten Frage? Muss die Beantwortung besonders schwierig sein oder hilft die Antwort vielen Menschen?

Trifft eine gute Frage die Expertise einer Person? Hat man da eine Antwort?

Klaas Heufer-Umlauf00:26:59

Also, eine gute Frage grundsätzlich würde ich sagen, jetzt intuitiv, erstes Gefühl ist eine überraschende Frage. So wie die auch gerade. Eine Frage, mit der man nicht gerechnet hat, die sozusagen eine neue Abbiegung macht, eine interessante Abbiegung im Gespräch.

Jakob Lundt00:27:20

Ich glaube, wenn man eine gute Frage bekommt, sagt man auch nicht erstmal, es ist eine gute Frage, sondern ich glaube, das sagt man nur, um sich Zeit zu kaufen zum Nachdenken, weil man erstmal noch keine Antwort hat. Aber ich würde dir total recht geben, weil wir müssen da unterscheiden. Im Unterhaltungskontext empfinde ich, ich habe sogar ein Beispiel für eine gute Frage. Die fällt mir immer ein als wirklich gute Frage. Und zwar gab es mal eine Doku über eine meiner Lieblingsbands, The National, und die hat der Bruder gemacht vom Sänger. Und der fragt den dann backstage, ob der eigentlich auf die Bühne geht, was der dann in seinen Hosentaschen hat, ob der da seinen Hausschlüssel und sein Portemonnaie und seinen Ausweis dabei hat.

Und diese Frage, die finde ich erstens sauwitzig. Ich habe das Gefühl, ich habe so eine Frage an einen Superstar, noch nie gehört, und sie macht ja auch was. Die Frage macht aus so einer Lichtgestalt, also Matt Berninger als Frontmann von The National, zumindest für Fans ist er eine absolute gottähnliche Figur. Und dann macht die so ein Bild aus, dass man denen dann die Lieder singen sieht, die man so gern hat. Und dabei hat er aber seinen Hausschlüssel in der Hosentasche und sein U-Bahn-Ticket und sein Perso.

Und das macht irgendwie ein schönes Bild auf. Und ich glaube, selbst für ihn als Beantwortender, tatsächlich habe ich die Antwort vergessen, er hat gesagt, ja, hat er dabei, macht das auch was auf, was er dann erzählen kann. Auf einmal entstehen Bilder im Kopf und ich glaube, sowas trägt dann wirklich im besten Sinne zur Unterhaltung bei, weil man denkt doch als Zuschauer direkt, ach, das ist ja mal eine schöne Überlegung. Und die Überlegung macht Spaß, die Antwort macht Spaß und das würde ich als interessante Frage.

Thomas Schmitt00:28:54

Ja, aber wie du es schon gesagt hast, ich glaube, wenn so eine interessante, also ich habe bei dem Samsung-Dude da, habe ich nicht gesagt, gute Frage. Ich war erst richtig perplex, was antwortest du jetzt? Okay, okay, habe ich jetzt eine Verpflichtung, richtig zu antworten oder habe ich eine Verpflichtung.

Klaas Heufer-Umlauf00:29:11

Sind das zwei verschiedene Dinge?

Thomas Schmitt00:29:12

Eine Story zu erzählen.

Klaas Heufer-Umlauf00:29:13

Ja, Quatsch.

Jakob Lundt00:29:14

Aber der hat dich doch voll aus deinem, du hast es ja schon erzählt, der hat dich voll aus deinem Beantwortungsmuster rausgerissen, weil du warst auf Weinmesse eingestellt und jetzt musstest du tatsächlich nochmal neu nachdenken. Und ich finde, das schafft auch Markus Lanz immer mal wieder mit seinen Politikern, dass er die so befragt, dass die so ein bisschen auch ins Straucheln geraten, was so ihre Stanzen anbelangt. Und dann hat man ja auch die Chance auf ein interessantes Gespräch.

Klaas Heufer-Umlauf00:29:38

Was ich oft mache, was das Gegenteil ist von einer guten Frage, wenn ich jetzt, oder was ich, glaube ich, früher noch mehr gemacht habe, jetzt achte ich so ein bisschen drauf, aber das hat was damit zu tun, wenn man selber jemand ist, der sich selbst gern reden hört. In dem Bereich würde ich mich schon einordnen. Also muss man ja ehrlich sein. Man sagt ja.

Thomas Schmitt00:29:58

Soll ich ehrlich machen?

Klaas Heufer-Umlauf00:29:59

Ja, warum steht man auf einer Bühne, wenn man das alles nicht ertragen kann?

Jakob Lundt00:30:02

Ich glaube, wir sind hier am Podcast voll.

Klaas Heufer-Umlauf00:30:04

Ja, also da könnt ihr auch mal euch die, also da könnt ihr den ersten Stein werfen.

Thomas Schmitt00:30:08

Ist ja auch uns zu beleidigen.

Klaas Heufer-Umlauf00:30:09

So.

Jakob Lundt00:30:10

Es geht ja nicht um uns, es geht um dich.

Klaas Heufer-Umlauf00:30:12

Und dann gibt es oft diese Sache, die dann halt so ein bisschen eitle Leute machen, die dann sagen, the question, the answer of the question is the question. Das heißt.

Jakob Lundt00:30:21

Ein kleiner Scooter.

Klaas Heufer-Umlauf00:30:22

Ja, man stellt eine Frage, die so geschlossen ist, weil man sie eigentlich nur stellt, um zu sagen, wie doll man selber sich darauf vorbereitet hat. Man hat alle Infos eigentlich, glauben Sie nicht, dass das so und so ist, weil das ja so und so ist. Und kommt es Ihnen nicht so vor, dass das so und so ist, weil Sie ja bla bla bla bla bla und Sie waren ja schon 1975 mal da und da, hat sich das nicht für Sie ein bisschen so angefühlt wie damals in dem einen Sommer, wo Sie das dann nochmal gemacht haben? Und dann sagt der Interviewte, der eine tolle Geschichte zu erzählen hätte.

Und dann ist die Antwort auf die Frage die Frage.

Jakob Lundt00:30:55

Aber das ist halt auch die Falle, das kann man ja auch mal als Hinter-die-Kulissen-Big zulassen, gerade in so Talksendungen, wo du einen Gast hast und dann hat jeder Gast, würde ich jetzt mal sagen, auch in so einer NDR-Talkshow oder Kölner Treff, die haben so 10, 12 Minuten wahrscheinlich als Kontingent für den. Und die müssen ja, die Moderatorinnen und Moderatoren müssen ja genau das so ein bisschen machen, die müssen die Zuschauer ja mitnehmen. Und die müssen ja dann das, was sie selber im Buch gelesen haben, schon irgendwie in so eine Frage reinpacken, damit ich zu Hause schnalle, ah ja, der war mal in Gladbach bei der Bundeswehr und so, weil es da jetzt drum gehen soll.

Klaas Heufer-Umlauf00:31:27

Ja, das ist was anderes, wenn du jetzt nicht willst, dass der sein halbes Leben erzählt.

Jakob Lundt00:31:30

Genau, du willst den auch abkürzen.

Klaas Heufer-Umlauf00:31:32

Du fasst zehn Jahre zusammen, weil du genau weißt, wenn du den jetzt fragst, wie war es bei der Bundeswehr.

Jakob Lundt00:31:36

Dann fängt Horst Lichter mit drei Jahren an, wie der das erste Mal beim Bäcker war.

Klaas Heufer-Umlauf00:31:39

Dann fängt er an zu weinen und sagt, ich war mal Bodybuilder.

Jakob Lundt00:31:41

Ich war beim Bäcker.

Klaas Heufer-Umlauf00:31:43

Ja, ich war ja Bodybuilder.

Jakob Lundt00:31:45

Und das geht nicht.

Klaas Heufer-Umlauf00:31:46

Das geht nicht. Das muss man abkürzen, das verstehe ich auch, aber man muss die Leute natürlich auch so ein bisschen selber mal erzählen. Wir haben zum Beispiel irgendwann bei MTV Home war das, glaube ich, oder Paradise, weiß ich nicht mehr. Auf jeden Fall war irgendwann mal Peter Maffay zu Gast. Und dann habe ich Vogel Thorsten, das ist der Mann meiner Mutter, den habe ich angerufen, weil der ist.

Jakob Lundt00:32:10

Das habe ich, glaube ich, im Fernsehen damals gesehen, mich total gefreut.

Klaas Heufer-Umlauf00:32:12

Nee, das war noch was anderes.

Jakob Lundt00:32:15

Das hat er Peter Maffay befragt. War das nicht so?

Klaas Heufer-Umlauf00:32:18

Das war nicht im Fernsehen, das hast du dir vorgestellt. Das war privat, das war hinter den Kulissen. Du stellst dir vor, dass das im Fernsehen war.

Jakob Lundt00:32:24

Ich dachte, das war im Fernsehen.

Klaas Heufer-Umlauf00:32:25

Aber das war so.

Jakob Lundt00:32:25

Eine Überlegung nämlich.

Klaas Heufer-Umlauf00:32:27

Die Story wäre gut, auf jeden Fall. Ist aber egal. Dann waren die irgendwie da und habe ich gesagt, du, der ist da und der sitzt dann da bei MTV da unten im Foyer. Und da gibt es dann Chili con Carne und dann kannst du dich ihm annähern.

Jakob Lundt00:32:42

Wie frech, ey. So was würde auf die Idee mit Sarah Weit auch nicht mehr kommen.

Klaas Heufer-Umlauf00:32:45

Doch. Klar. Wenn ich sage, da würde ich also für meinen guten Freund Vogel Thorsten, würde ich hundertprozentig den zum Abschluss freigeben.

Jakob Lundt00:32:55

Genau, weil du hast einen super Fan, Thorsten, nämlich, der ein begeisterter Peter-Maffay-Fan ist, auf Peter Maffay gehetzt.

Klaas Heufer-Umlauf00:33:01

Und der hat gehetzt. Und das war aber so, aber die haben sich dann wirklich gut verstanden, aber es war natürlich, das Gespräch war auch sehr einseitig verteilt. Das war auch wie so ein Interview, wo der Interviewte nicht zu Wort kommt. Weil nämlich, das endete damit, dass Peter Maffay in Ruhe seine Chili con Carne essen konnte, während Thorsten neben ihm saß und ihm sein ganzes Leben erzählt hat. Und man hatte auch den Eindruck.

Jakob Lundt00:33:22

Du hast ja 1970 dann so.

Klaas Heufer-Umlauf00:33:24

Genau. Damals Steppenwolf und so. Und der hat dann wirklich, der weiß mehr über Peter Maffay als Peter Maffay selber mittlerweile.

Thomas Schmitt00:33:31

Und das hast du dabei?

Klaas Heufer-Umlauf00:33:32

Ich habe mir das kurz, ich habe so reingezoomt.

Thomas Schmitt00:33:34

Aber hast du dich da nicht ein bisschen, also wie waren die Gefühle dabei?

Klaas Heufer-Umlauf00:33:37

Ich habe mir nicht alles gegeben, wie man so sagt.

Thomas Schmitt00:33:39

Warum ist dir Peter Maffay so egal?

Klaas Heufer-Umlauf00:33:41

Was heißt egal? Man muss doch ein guter, ja, ein guter Fastsohn muss man sein und das klären.

Thomas Schmitt00:33:51

Ja, das ist okay.

Klaas Heufer-Umlauf00:33:53

Ich finde es bemerkenswert.

Jakob Lundt00:33:55

Bemerkenswert.

Klaas Heufer-Umlauf00:33:55

Wie wenn du jetzt zum Beispiel, wenn jetzt meine.

Thomas Schmitt00:33:58

Im Leben würde ich meine Mutter nicht jemandem Peter Maffay an den Tisch setzen.

Klaas Heufer-Umlauf00:34:01

Von wem ist denn die Fan?

Jakob Lundt00:34:02

Ja, das weiß ich auch nicht, was er mag.

Klaas Heufer-Umlauf00:34:05

Von dir, das stimmt. Aber wenn jetzt zum Beispiel meine geliebte Oma, meine Oma Schatzi, die war zum Beispiel Fan von André Rieu und Semino Rossi und von Maxi Arland. Und ich würde alle drei opfern, damit meine Oma einen schönen Nachmittag hat. Hundertprozentig würde ich die da einfach ihr vor die Flinte laufen lassen.

Thomas Schmitt00:34:24

Aber wenn es jemand wäre, der dir selber sehr wichtig ist.

Klaas Heufer-Umlauf00:34:27

Ja, wer denn?

Thomas Schmitt00:34:29

Ja, das ist ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:34:30

Ja, selbst, also sagen wir mal.

Thomas Schmitt00:34:32

Ich.

Klaas Heufer-Umlauf00:34:33

Du.

Jakob Lundt00:34:34

Ja, du müsstest da auch durch.

Klaas Heufer-Umlauf00:34:36

Du müsstest da Hallihallo Schmidt machen, dich würde ich dann einfach, da würde ich dann einfach dich zwingen, dich anzuknipsen, würde ich sagen, mir egal, ob du jetzt hier Stress hast.

Jakob Lundt00:34:44

Aber du willst darauf hinaus, Schmidt, das sind ja auch keine Blödis. Jetzt stellen wir uns vor, eine Klaas-nahe Person würde jetzt zum Beispiel Obama da voll quatschen.

Klaas Heufer-Umlauf00:34:51

Ja.

Thomas Schmitt00:34:51

Würdest du deine Vogel Thorsten zu Obama setzen, weil der ein Riesenfan ist?

Klaas Heufer-Umlauf00:34:56

Na, mittlerweile, also nachdem ich den ja auch schon mal zugequatscht habe, muss er ja auch dürfen.

Thomas Schmitt00:35:03

Ja, aber du hattest ja die Erlaubnis.

Klaas Heufer-Umlauf00:35:05

Ich hatte die Erlaubnis, er hat ja gefragt, er hat darum gebeten.

Thomas Schmitt00:35:07

Dann hast du ihn ausquetscht.

Klaas Heufer-Umlauf00:35:08

Ja, klar, er hat mehrmals, er hat, ich habe ihn geghostet ein halbes Jahr und irgendwann dann gesagt, okay, wo soll ich dich vollquatschen? Er hat gesagt, hier Berlin. Er hat gesagt, na gut.

Jakob Lundt00:35:17

Übrigens, eine Fragetechnik, die müssen wir auch noch beleuchten, das ist die sogenannte Fernsehjargon, sagt man, Ausmelktechnik. Und zwar ist es, man fragt so irgendeine Scheiße aus dem Comedy-Programm des Gastes ab. Und dann sagt er, Mensch, du hattest doch aber auch mal erst kürzlich die Maura da. Und dann muss der Gast sagen, ja, das war auch eine Geschichte. Und dann muss der diese Stelle aus seinem Programm, die muss der dann komplett als Antwort parat haben und abliefern, damit so eine Runde aus jemand, der, weiß ich, aus Unkraut Tee macht oder so eine typische Talkrunde, muss er da richtig da zum Keifen bringen.

Und dann ist aber auch gut. Dann ist nämlich auch das Traurige für die Person, nachdem das Programm abgemolken wurde, in Anführungsstrichen, dann ist der durch, dann ist er auch als Mensch nicht weiter interessant. Da fragt man jetzt nicht, dein Vater ist doch gestorben und so, das ist dann egal.

Klaas Heufer-Umlauf00:36:11

Das ist so ein bisschen wie wenn Lehrer früher gesagt haben, so, ihr müsst jetzt mal hier, guckt mal den Film und dann haben sie so Zeitung gelesen. Und so ist das dann, glaube ich, am Entertainment. Du schnallst den auf so einen Katapult, sagst, hier ist jetzt meine Frage und Feuer. Und dann wird er weggeschossen. Dann guckst du zehn Minuten später, hörst du nochmal rein, wo die Sendung gerade steht.

Jakob Lundt00:36:30

Genau. Aber da muss man solche Gäste mag man gerne.

Klaas Heufer-Umlauf00:36:32

Und wir müssen sagen, Klaas nicht aufs Handy gucken.

Jakob Lundt00:36:34

Aber solche Gäste mag man gerne. Die einfach ihr Stück da, also wirklich taub runterspielen.

Klaas Heufer-Umlauf00:36:40

Ich sage das oft zu meinen Gästen, es gibt manche Gäste, zu denen fühle ich ein persönlicheres Band und die weiche ich dann auch ein und sage dann auch die Wahrheit zu denen. Ich sage dann nur, damit du dann nicht denkst, ich interviewe dich nachher, ich interessiere mich für gar nichts und ich habe auch keine Fragen vorbereitet.

Jakob Lundt00:36:56

Ich habe den Film nicht gesehen.

Klaas Heufer-Umlauf00:36:57

Ich habe den Film nicht gesehen und hatte keine Zeit und so. So ist es, aber ich freue mich, dass du da bist, weil ich dich sehr schätze und mag. Das ist dann auch die Wahrheit. Ich sage aber, wir haben nichts weiter als gemeinsame Sendezeit und wir sind beide gleichermaßen dafür verantwortlich, dass das heute eine gute Sendung wird und ich will dich da jetzt nicht so zum Jagen tragen, sondern.

Jakob Lundt00:37:15

Ja, weil ein guter Gast fängt nicht bei Kartoffel, Erbsen, sondern direkt beim guten Filet-Stich. Direkt. Du sagst guten Tag, dann sagt er aus dem Weg, mir ist folgendes passiert. Dann sagen wir auch in der Regie, bingo, so wird es gemacht. Und nicht erst so sich da so was rausziehen.

Klaas Heufer-Umlauf00:37:31

Dass die das nicht verwechseln mit einem Interview, wo man sagt, ich bin jetzt hier keiner, der, also das ist jetzt nicht Hotel Matze hier, sondern hier ist jetzt, ja, abliefern.

Jakob Lundt00:37:42

Ja. Aber das wäre im Grunde, sind das ja, also das ist interessant, weil es ist ja per se keine gute Frage, die man da gestellt hat. Du hattest die Maura da.

Klaas Heufer-Umlauf00:37:50

Das ist eine Dienstleistung.

Jakob Lundt00:37:51

Ist keine gute Frage.

Klaas Heufer-Umlauf00:37:52

Es ist eine Win-Win-Situation. Also der weiß, er hat da seine Pointen im Gepäck und er wird freundlicherweise von dir an die Pointen erinnert.

Jakob Lundt00:37:59

Aber das ist auch ein toller Job, merke ich gerade nochmal. Du hast dann da diese Talkrunde und sagst, Mensch, Mario in Berlin haben sie jetzt beim Flughafen länger gebaut. Wie siehst du das? Und dann lehnst du dich zurück, fährst im Grunde nochmal in die Innenstadt, gehst frühstücken und dann, wenn er fertig ist, bist du wieder da.

Klaas Heufer-Umlauf00:38:14

Stand-up-Comedy finde ich eigentlich auch irgendwie witzig. Weil normalerweise achtet man ja darauf, das gelingt ja nun auch in diesem Podcast nicht immer, wenn man jetzt jahrelang hier ist, dass man jetzt nicht irgendwas doppelt erzählt. Kann schon mal sein.

Jakob Lundt00:38:25

Das ist maximal einmal vorgekommen.

Klaas Heufer-Umlauf00:38:27

Dass vor allem ich vielleicht auch schon mal was erzählt habe, was ich so oder so ähnlich schon mal angerissen hätte. Und ihr mich wie so eine demente Oma dann nicht korrigiert, sondern sagt, lass mich in seiner Welt, sonst kriegt er einen Schreck.

Jakob Lundt00:38:37

Eine Kernfähigkeit unseres Berufs ist das Vergessen. Und das ist einfach schön.

Klaas Heufer-Umlauf00:38:42

Ich vergesse auch viel und so. Ist aber auch egal.

Jakob Lundt00:38:44

Sind wir darauf angewiesen.

Klaas Heufer-Umlauf00:38:45

Weil wenn ich ja, und wenn ich jetzt aber überlege, als Stand-up-Comedian ist das ja total akzeptiert, weil das ist so durch die Tür, dass man jeden Abend denselben Schrott erzählt und teilweise zwei Jahre lang.

Jakob Lundt00:38:56

Siehst du, ein Programm.

Klaas Heufer-Umlauf00:38:57

Und dann sag, ich mein Programm. Selbst wenn ich jetzt in der Talkshow sitze und da meine drei Gags über den Maurer, die jetzt wahrscheinlich jetzt auch nicht so eine Weltgag sind, sondern so okay für so ein leichtes Kichern da sorgen, dann weiß ich genau, wenn ich mir jetzt Tickets kaufe, dann kommt die Stelle, wo der das wieder erzählt. Und dann geht es wieder um die Maurer. Sag ich, das kenne ich schon mit den Maurern, das sagt er jetzt hier.

Jakob Lundt00:39:15

Das ist super, jetzt Achtung gleich.

Klaas Heufer-Umlauf00:39:16

Jetzt hat er die Schuhe nicht ausgezogen, der Maurer, das erzählt er gleich.

Jakob Lundt00:39:19

Da scheißt er das Klo vor, er hat schon jetzt kommt.

Klaas Heufer-Umlauf00:39:21

Ja, pass auf, so, dann kriegt er die Tür nicht mehr auf. So, und das, und dann denkt man so, das haben die irgendwie so kultiviert, dass das vollkommen in Ordnung ist, dass man zwei, also jeder Typ wäre doch super nervig, wenn man weiß, jetzt erzählt er da zwei Jahre, dass man überhaupt damit auf Tour gehen kann, zu sagen, man erzählt ganz präzise, ich schäme mich ja schon, dass ich immer dasselbe Warm-up mache, also das voll gequatsche, bevor die Sendung losgeht.

Thomas Schmitt00:39:45

Da schämst du dich gar nicht für.

Klaas Heufer-Umlauf00:39:46

Nee, stimmt, aber.

Thomas Schmitt00:39:48

In 20 Jahren kamst du noch nie und hast gesagt, ey, lass uns doch mal neue Programmpunkte da einfügen.

Klaas Heufer-Umlauf00:39:52

Manchmal denke ich mir neue Sachen aus, du kennst das ja gar nicht mehr, du hörst dir das ja gar nicht mehr an. Mittlerweile erzähle ich immer noch Sachen von den Studio-Nachbarn und so. Ich bin dazu übergegangen, einfach Indiskretes zu erzählen, aus Adlershof, aus Studio City, aus der Zauberwelt Adlershof.

Jakob Lundt00:40:05

Ich finde, du hast aber dein Warm-up verändert.

Klaas Heufer-Umlauf00:40:06

Ja, ich kenne jedes deine Warm-ups. Und ja, du hast bestimmt jetzt, bist du schon im vierten Programm. Deswegen, das stimmt nicht, was du sagst.

Jakob Lundt00:40:14

Ah ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:40:15

Gut, aber aus Versehen, weil ich da auch Sachen erlebe, da in dieser Zauberwelt. Das ist wie bei Alice im Wunderland, man darf nicht die richtige Person.

Jakob Lundt00:40:22

Aber jetzt mache ich das Warm-up.

Klaas Heufer-Umlauf00:40:23

Pass auf, das wollte ich gerade, ich wollte, come on, ich wollte gucken, ich wollte gucken, ob es dir auffällt, wenn ich einfach sofort reinwürze.

Jakob Lundt00:40:31

Sofort reinwürzen. Du wolltest jetzt komplett reinwürzen.

Klaas Heufer-Umlauf00:40:33

Ja, ich habe immer, ich wollte die Zeit stoppen, bis du es merkst, dass ich jetzt das mache, was gerade besprochen wurde.

Jakob Lundt00:40:38

Das ist mir völlig klar.

Thomas Schmitt00:40:39

Bist du noch bei den Nackten? Wäre das jetzt gekommen?

Klaas Heufer-Umlauf00:40:42

Ja, das kommt auch noch, dass die Nacken da rumlaufen, erzähle ich immer. Und das nebenan ist so eine feine Politikshow.

Jakob Lundt00:40:47

Aber jetzt stopp.

Klaas Heufer-Umlauf00:40:48

Und dann sage ich immer, dass dann Friedrich Merz, der darf nicht in die falsche Tür gehen, weil dann ist die Karriere endgültig im Arsch.

Jakob Lundt00:40:54

Das erleben nur Leute, die.

Klaas Heufer-Umlauf00:40:57

Das erleben nur Leute, die.

Thomas Schmitt00:40:58

Jetzt noch Heroin aufkochen und dann geht es weiter, oder?

Klaas Heufer-Umlauf00:41:00

Ach so, das mache ich länger schon nicht mehr. Ach so, wir müssen anfangen, das Heroin wird kalt.

Jakob Lundt00:41:04

Ja, stimmt.

Klaas Heufer-Umlauf00:41:04

Ja, das war, stimmt, ich kann ja immer wieder bringen.

Jakob Lundt00:41:06

Sag doch den Leuten nicht das Vor-Ort-Erlebnis.

Klaas Heufer-Umlauf00:41:09

Den kann ich mal wieder bringen, den Gag, dass das Heroin wohl kalt wird.

Jakob Lundt00:41:15

Aber deswegen sind Podcasts auch schlechte Talk-Gäste, weil du kannst ja nicht dann die nochmal auf irgend so eine olle Podcast-Geschichte ansprechen.

Klaas Heufer-Umlauf00:41:23

Wieso, also?

Jakob Lundt00:41:24

Ja, und die soll man dann immer rausmelken.

Klaas Heufer-Umlauf00:41:27

Aber überhaupt, dann gibt es immer so Ausschnitte aus Podcasts. Wenn dann Podcaster mal da sind, dann kriegt man Ausschnitte aus Podcasts und dann zeige ich die im Fernsehen.

Jakob Lundt00:41:35

Ist undankbar.

Klaas Heufer-Umlauf00:41:36

Ist undankbar, auch für die Leute selber. Weil du siehst dann da einfach zwei in so einem ungebügelten Hemd, die da, was man ja beim Podcast erwartet.

Jakob Lundt00:41:44

Das würde ich auch niemals, das muss ich mal ganz klar sagen. Wir zeigen das ja in den Sendungen und das machen wir auch gerne und fröhlich und voller Liebe, weil wir, wie du hast recht, wir lieben unsere Gäste. Ich finde nur, wenn du ein Podcaster bist, diesen Ausschnitt zu zeigen, du tust dir keinen Gefallen. Im besten Fall hast du doch einen schönen TV-Auftritt und die Leute sagen, der war mir sympathisch oder die Person und da höre ich mal rein, was der für einen Podcast hat, weil den habe ich jetzt gern gemocht. Das ist, glaube ich, besser, weil ein Podcast ist ja eben nicht ein Ausschnitt aus dem Comedy-Programm. Da wird da irgendwas geschwafelt und dann denkt man so, ja, ja.

Thomas Schmitt00:42:15

Ja, wenn man jetzt so einen Podcast live macht, eigentlich ist es ja tragisch oder machen das Leute, dass man, also kann man da so ein Best-of von den letzten 100 Folgen vortragen und einfach nochmal so machen?

Jakob Lundt00:42:27

Na klar.

Thomas Schmitt00:42:28

Kann ich dann so erzählen?

Jakob Lundt00:42:31

Ja, klar, kannst du machen.

Thomas Schmitt00:42:32

Ich habe dein Zwinkern gesehen.

Jakob Lundt00:42:33

Was denn? Weil ich immer kurz Klaas anzwinkere.

Thomas Schmitt00:42:36

Das geht ja nicht. Also musst du dir ja quasi mehr oder weniger tagesaktuell was überlegen. Und dann kommt so eine Scheiße raus.

Jakob Lundt00:42:42

Die Show heißt.

Thomas Schmitt00:42:43

Wie bin ich hier angereist?

Klaas Heufer-Umlauf00:42:44

Die Show heißt "Der schlimme Oktober und andere Katastrophen". Und dann kannst du, dann ist immer das Highlight des Abends, dann kommt dann so Nebel und so ein bisschen rotes Licht und dann erzählst du vom schlimmen Oktober. Dann kommt dann noch so ein Geräusch, jetzt geht es los. Und dann erzählst du das, das ist so Headliner-Story.

Thomas Schmitt00:42:59

Das ist wie beim Berghain, alle Handys abkleben.

Klaas Heufer-Umlauf00:43:01

Ja, genau.

Jakob Lundt00:43:02

Nee, das war, wie bei wenn die amerikanischen Comedians kommen, dann muss man die mal in so einen Sack machen, der dann so versiegelt irgendwo abgegeben wird.

Klaas Heufer-Umlauf00:43:08

Ja, stimmt, genau.

Jakob Lundt00:43:08

Das machen wir alles.

Klaas Heufer-Umlauf00:43:09

Sowas können wir doch mal machen.

Jakob Lundt00:43:11

Kein Problem.

Klaas Heufer-Umlauf00:43:11

Ja, klar. Und dann machen wir die großen Stadien.

Thomas Schmitt00:43:14

Außer auf der Queen Mary 2. Da wäre ich für einen Live-Podcast.

Jakob Lundt00:43:17

Nein, ich möchte, dass das Zugängliches für alle Hörer hat.

Klaas Heufer-Umlauf00:43:19

Hast du das gehört?

Jakob Lundt00:43:20

Sollen wir das machen?

Klaas Heufer-Umlauf00:43:22

Na, warum nicht?

Jakob Lundt00:43:23

Ja, für den Anfang.

Klaas Heufer-Umlauf00:43:24

Live-Podcast auf dem Weg nach New York.

Thomas Schmitt00:43:26

Da gibt es aber lange Gesichter bei den Passagieren.

Klaas Heufer-Umlauf00:43:28

Die haben, ich weiß noch, dass irgendwann hat mal ein, ich glaube Olli, hat mal da auch gespielt.

Jakob Lundt00:43:35

Olli Schulz?

Klaas Heufer-Umlauf00:43:36

Ja. Und da war es so, guck mal, Olli hat ja, ich finde, es gibt kaum einen besseren Live-Künstler als Olli Schulz. Das ist der witzigste und dann aber auch musikalisch auch rührend und so und witzig und immer so diese richtigen.

Jakob Lundt00:43:47

Ich habe ihn gesehen dieses Jahr wieder im Privat. Das war extra bewusst eine ganz kleine Show. Ich glaube, es war ein, also weil es ein winziger Club ist und es war so ein Tryout, 50, 60 Zuschauer, es war sensationell. Zwei Stunden, man lacht, man hat Tränchen im Auge, tolle Musik, super.

Klaas Heufer-Umlauf00:44:03

Eben. Und ich finde, das ist wirklich einer der besten Entertainer unserer Zeit. Ich glaube, das kann man so sagen, so in Deutschland. Es gibt kaum jemanden, der mehr Talent hat dafür als Olli. Und trotzdem lebt es ja auch davon, dass dann auch mal was irgendwie jetzt nicht super perfekt ist. Weil das ist ja nicht Nico Santos, der da sitzt und wie eine Software jeden Ton trifft. Weil dafür ist er auch gar nicht angetreten, das will man auch gar nicht sehen. So, bei ihm jetzt.

Jakob Lundt00:44:31

Bei Bob Dylan freut man sich auch nicht, wieder das hohe C trifft.

Klaas Heufer-Umlauf00:44:33

Ja, dann sagt man auch nicht, Mensch, da sind ja.

Jakob Lundt00:44:35

Dann weißt du auch nicht, reußt man da sich oder singt da schon?

Klaas Heufer-Umlauf00:44:37

Wie viele Oktaven waren das jetzt? Hat noch nie einer gefragt. Aber Olli hat dann auf der Queen Mary 2 schon ein paar Jahre her seine Songs gespielt und dann mal so, mal so, mal so, hat dann da seinen Kram da geredet. Und danach kamen genau diese von der Zeit Lesereise, die kamen dann da und haben sich bei ihm beschwert oder auch bei den Leuten und gesagt, der Künstler, der da gestern aufgetreten ist, da unten unter Deck, der hätte sich die ganze Zeit verspielt. Der hat immer die falschen Noten auf der Gitarre gespielt.

Jakob Lundt00:45:04

Sind die so anspruchsvoll?

Klaas Heufer-Umlauf00:45:06

Nee, weil die halt nicht raffen. Die wollen halt, dass da einer sitzt und mehr oder weniger so im Hintergrund beim Essen da irgendwelche Sachen singt oder da halt so eine Show abliefert, so wie Tom Gebel oder sowas, weißt du, so ein.

Jakob Lundt00:45:20

Fly me to the moon.

Klaas Heufer-Umlauf00:45:21

Ja, so ein, weißt du, so ein Geleckten, der da in so einem Anzug da.

Jakob Lundt00:45:25

Das bist du.

Klaas Heufer-Umlauf00:45:26

Das könnte ich sein, zumindest die erste Hälfte des Programms. Danach geht es steil bergab, aber.

Jakob Lundt00:45:30

Die ersten drei Lieder sind gut und dann kannst du ein Stand-up machen.

Klaas Heufer-Umlauf00:45:35

Mein Warm-up.

Jakob Lundt00:45:36

Das wird so ein Zwischengewürz.

Klaas Heufer-Umlauf00:45:38

Nee, das mache ich wie Sinatra im Sands, dass ich sage, we went through a street of bad luck yesterday, we went to the Grand Canyon and it was closed. Weißt du, solche Gags mache ich dann.

Jakob Lundt00:45:48

Gut. Und dann sagst du nächstes Lied und dann geht es wieder los.

Klaas Heufer-Umlauf00:45:51

Ja, genau.

Jakob Lundt00:45:52

Kommen wir da jetzt drauf?

Klaas Heufer-Umlauf00:45:53

When I was a kid, I was so skinny, my father thought I was a clarinet. So. Ganz normale Gags von 1900, weiß ich nicht.

Jakob Lundt00:46:02

Ja, wie kam der jetzt da drauf? Dass Olli Schulz da die Leute verschreckt hat.

Klaas Heufer-Umlauf00:46:06

Ach so, weil, weiß ich jetzt auch nicht mehr, aber.

Jakob Lundt00:46:08

Ach Scheiße.

Klaas Heufer-Umlauf00:46:09

Weil wir einen Podcast machen.

Jakob Lundt00:46:11

Weil wir einen Podcast machen.

Klaas Heufer-Umlauf00:46:12

Deswegen, weil die wollen dann da entweder geschliffene Satire wie Florian Schröder oder die wollen halt so ein Comedy-Programm, was berechenbar ist, wo man einfach mit Hand und Fuß jemand, der Comedy auch gelernt hat, wie zum Beispiel so ein Stimmennachmacher. Es gibt doch so welche, die dann so Stimmen nachmachen.

Jakob Lundt00:46:33

Wie eine Meise und so.

Klaas Heufer-Umlauf00:46:35

Ja, sowas. Oder einer mit einer Puppe.

Jakob Lundt00:46:37

Weil da sind auch die Leute, die die Imitationen noch kennen. Die Originale. Das ist wichtig.

Klaas Heufer-Umlauf00:46:42

Und dann sagt, ach, das war ja witzig, das war irgendwie.

Jakob Lundt00:46:45

Heidi Kabel, Gott hab sie selig.

Klaas Heufer-Umlauf00:46:46

Heidi Kabel, das ist ja lustig. Mensch, Helmut Rahn. Toll.

Jakob Lundt00:46:54

Ja, aber da treten wir jetzt auf oder wie? Das hast du jetzt gesagt, Schmidti.

Klaas Heufer-Umlauf00:46:57

Ja, ja.

Jakob Lundt00:46:58

Kannst du nicht Klavier spielen? Du kommst doch aus einem Elternhaus, wo man auch so klassische Bildung genossen hat. Irgendwie könnte, wenn du da ein bisschen Chopin spielst, dann haben wir die doch schon auf unserer Seite.

Klaas Heufer-Umlauf00:47:09

Wenn der Klavier spielt, könnte das lustig.

Thomas Schmitt00:47:11

Den Flohwalzer kriege ich.

Jakob Lundt00:47:12

Der kann Klavier spielen.

Klaas Heufer-Umlauf00:47:13

Ja.

Jakob Lundt00:47:14

Der kann dich vielleicht begleiten zu "Fly Me to the Moon".

Klaas Heufer-Umlauf00:47:18

So oder?

Thomas Schmitt00:47:19

Sag mal.

Klaas Heufer-Umlauf00:47:19

Ja, aber kannst du richtig Klavier spielen? Warum hast du das nicht gesagt?

Thomas Schmitt00:47:22

Ich muss dir ja nicht alles zeigen, was ich kann.

Klaas Heufer-Umlauf00:47:24

Was ist das für ein Secret Talent?

Thomas Schmitt00:47:25

Dieser Neid.

Klaas Heufer-Umlauf00:47:26

Ja, wirklich Neid.

Thomas Schmitt00:47:27

Der dann aufkommt.

Klaas Heufer-Umlauf00:47:27

Ja, ich wäre auch gerne so ein Klimpe-Heini, der im Hauptbahnhof sich an dieses Schrottklavier setzt. Und dann spiele ich so. Und dann bleiben die Leute stehen, fällt ihnen die Einkaufstasche aus der Hand, weil sie denken, sie können so viel Talent hier an Gleis 3. Hätte ich ja gar nicht gedacht.

Thomas Schmitt00:47:41

Wollt ihr noch was lernen?

Klaas Heufer-Umlauf00:47:42

Immer.

Thomas Schmitt00:47:43

Fürs Leben.

Klaas Heufer-Umlauf00:47:44

Ja.

Jakob Lundt00:47:44

Das ist auch eine gute Rubrik für unsere Queen Mary.

Thomas Schmitt00:47:46

Das könnten wir vielleicht, genau, das könnten wir auf dem Schiff nochmal aufführen dann. Also merkt euch das. Pfeife, nimmst du es auf am besten. Dann können wir das nochmal reinhören.

Klaas Heufer-Umlauf00:47:54

Erste halbe Stunde Verhaltensregeln auf einem Boot. Wir sind auf einem Schiff. Liebe Grüße an Heinz Strunk.

Thomas Schmitt00:47:59

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:48:01

Was? Ach so, fürs Leben. Haben wir da eine Rubrik? Irgendwas fürs Leben?

Thomas Schmitt00:48:06

Ja, guck doch mal, ob da irgendwas passt.

Klaas Heufer-Umlauf00:48:08

Das sind ja teilweise gar nicht so spitz zulaufende Beschreibungen da, sondern teilweise Allgemeinplätze, unter denen man viel versammeln kann. Das ist ja der Trick von unseren Rubriken.

Thomas Schmitt00:48:19

Ja, so richtig. Klaas, vielen Dank für deine Intelligenz und deine Vernunft in diesen schweren Zeiten. Das war der falsche. Aber das nehmen wir jetzt als Opener. So, das war jetzt der Bumper und nicht nochmal abspielen.

Klaas Heufer-Umlauf00:48:33

Danke.

Thomas Schmitt00:48:33

Also, was, eine Fabel, irgendwas, wo man wirklich auf seinen Arbeitsalltag, auf seinen Lebensalltag übernehmen kann, habe ich erlebt an Halloween. Ihr habt mich nicht darauf angesprochen, wie dieses Jahr mein Halloween war.

Jakob Lundt00:48:48

Das wäre ja noch gekommen.

Thomas Schmitt00:48:48

Das nehme ich euch.

Jakob Lundt00:48:49

Das wäre noch gekommen.

Thomas Schmitt00:48:50

Wann denn?

Jakob Lundt00:48:50

Ja, gleich.

Thomas Schmitt00:48:52

Ja, ist das nicht?

Klaas Heufer-Umlauf00:48:52

Wenn die Mikrofone wieder aus sind.

Thomas Schmitt00:48:53

Nee, das ist dein Programm. Schmidt, wie war dein Halloween? Sondern jetzt kannst du von deinem Leben erzählen.

Jakob Lundt00:48:57

Du bist ja auch Halloween-Fan. Wie war das denn?

Thomas Schmitt00:48:59

Ich bin Halloween-Fan.

Klaas Heufer-Umlauf00:49:00

Ich bin Menowin-Fan.

Thomas Schmitt00:49:03

Einmal im Jahr erzähle ich ja, wie das bei mir gelaufen ist und es ist meistens Shit. Weil ich kaufe halt alles ein, dass ganz viele Kinder vorbeikommen und ich die reich beschenken kann mit Süßem.

Jakob Lundt00:49:13

Und du bleibst auf deinen Süßen dann?

Thomas Schmitt00:49:15

Dann bleibe ich und dann muss ich die fressen und dann bin ich fett und dann ist es so. Und das ist so ganggebend. Ich habe ja schon angekündigt, dieses Jahr werde ich einen Zahn zulegen. Ich habe mich wieder, ich habe ganz viel bestellt, was so an bunten Lichtern zu bestellen ist. Habe das alles aufgebaut. Ich war gut dabei. Einen Kürbis geschnitzt. Da habe ich mir auch so eine Kürbisschnitzmaschine da, also so ein Werkzeug. Und dann habe ich so Förmchen, mit denen man, nee, nee, nee, nee, nee, nicht Messer, du Krita. Das sind schon spezielle Werkzeuge für.

Klaas Heufer-Umlauf00:49:46

Ganzen.

Thomas Schmitt00:49:47

Ja, ja. Und dann wird es so rausgestanzt und dann sieht das richtig geil aus. Und dann habe ich mir noch so für 8,99 Euro so ein LED-Licht, dann konnte man das, und dann habe ich das vor die Haustür gestellt und dann wusste ich, da kommen die Kids, die sehen dann schon von weitem, ah, da ist jemand Halloween-affin und dann kommt er da angeklingelt. Und das hat auch ganz gut funktioniert. Also da kamen, ja, da kamen kleine Geister und kleine, also alles kam da an und dann konnte man auch so ein bisschen gönnen und konnte sagen, nimm dir doch zwei Snickers und sowas.

Die Mama guckt gerade nicht und all das habe ich da abgefeuert.

Klaas Heufer-Umlauf00:50:20

Sehr gut.

Thomas Schmitt00:50:20

So. Und da war ich eigentlich so mit der Performance recht zufrieden. Und dann habe ich gedacht, so komm, ich laufe mal noch so ein bisschen um die Nachbarschaft, um den Block so. Und dann bin ich da so entlang gelaufen, dann sehe ich auf einmal, höre ich so Stimmen aus der Gruft. Also so schauriges Gemurmel. Wie aus so einer Geisterbahn aus unserer Kindheit. Dann sehe ich so wirklich Rauchschwaden, als würde gerade Union spielen, so. An einem Haus hochschreiben.

Dann sehe ich eine riesige, drei, vier Meter hohe Skelettfigur mit leuchtenden Augen.

Klaas Heufer-Umlauf00:50:58

Scheiße.

Thomas Schmitt00:50:58

Dann komme ich dahin, in der Nachbarschaft, dann steht da am Eingang zu dem Garten, da wurde der Eingang auch so geschmückt wie aus einer Gruft.

Klaas Heufer-Umlauf00:51:09

Nein.

Thomas Schmitt00:51:09

Und ein Ticket-Counter daneben. Und dann konnte man ein Ticket lösen, also konntest du spenden, was du willst.

Jakob Lundt00:51:16

Ich bin ein neuer Sheriff in der Stadt.

Thomas Schmitt00:51:17

Ja, pass auf. Und dann gehe ich da rein und da haben sich zwei Gärten zusammengeschlossen. Die haben den ganzen Garten umgegraben, haben daraus einen Friedhof gemacht.

Klaas Heufer-Umlauf00:51:26

Und die haben nicht in eine WhatsApp-Gruppe gefragt, ob du mitmachen willst?

Thomas Schmitt00:51:29

Nee. Und die hatten wirklich das komplette Programm. Die haben mir berichtet, die haben seit Juni daran gearbeitet. Die haben Riesensäge gebastelt aus Styropor. Die haben den Garten umgegraben, haben da Skelette reingelegt, haben mit Laser so den Nebel im Garten und, und, und. Also die hatten wirklich eine komplette Geisterbahn da.

Klaas Heufer-Umlauf00:51:46

Was ist denn das Allerletzte?

Thomas Schmitt00:51:47

Und was lernt man daraus? Also es ist so, wenn du Sachen so halbärschig machst, wie ich. Ich habe gedacht, ich mache da die Lampe ein bisschen auf rot.

Klaas Heufer-Umlauf00:51:56

Ja, so ein bisschen Abteilung selbst gebastelt.

Thomas Schmitt00:51:59

Ja, und so. Und dann ist das voll okay. Da kannst du dich mit dir selbst einigen. Aber du musst dann auch davon ausgehen, dass halt irgendjemand dich übertrumpft.

Klaas Heufer-Umlauf00:52:07

Das ist ja das Letzte.

Thomas Schmitt00:52:08

Und ich wurde so hart übertrumpft, dass ich, glaube ich, mein ganzes Halloween-Business aufgebe.

Klaas Heufer-Umlauf00:52:13

Nein.

Thomas Schmitt00:52:13

Wirklich?

Klaas Heufer-Umlauf00:52:14

Nee.

Thomas Schmitt00:52:15

Also ganz ehrlich, während in Villa Bachow noch gegroselt wird, wird in Villa Riba schon aufgegeben oder was?

Klaas Heufer-Umlauf00:52:21

Es gibt jetzt wieder nur zwei Möglichkeiten. Entweder wir nehmen die komplette Power dieser Firma.

Thomas Schmitt00:52:26

Ja, und machen die platt.

Klaas Heufer-Umlauf00:52:28

Und ich hole da die größten Strahler und alles. Aber selbst der, bei dem war auch schon Stromausfall, weil die Sicherung durchgeschmutzt war.

Thomas Schmitt00:52:34

Ey, wir graben einen Tunnel von dir zu Hause, von deiner Haustür bis hierher. Den kannst du auch privat nutzen wie El Chapo. Aber da müssen die dann durch und dann bauen wir hier so eine Gruselwahnsinnswelt auf, wo man wirklich buchstäblich aus der Gruft kommt und dann gibt es hier mehrere Etagen und so weiter. Also wir könnten doch wirklich mal komplett mal die Maschinen hier stilllegen und sagen, wir machen nächstes Jahr Halloween, machen wir hier so ein Gruselerlebnis und dann können die sich aber anschnallen. Und da werden die dann mit ihren angeleuchteten Pappskeletten da.

Das muss man dann auch einfach sagen, wenn wir einmal auf den roten Knopf drücken und sagen, jetzt wird zurückgegroselt, dann haben die natürlich keine Chance.

Jakob Lundt00:53:15

Aber ich finde, das wird dann nicht.

Thomas Schmitt00:53:17

Das Spielkreuz habe ich, wenn der Präsident so aus dem Rollstuhl aufsteht und sagt, sie haben einen schlafenden Riesen geweckt. So ist das.

Jakob Lundt00:53:24

Aber Schmidt, ich bin nicht ganz bei dir, Klaus. Ich finde, es muss schon von deinem Wohnort ausgehen, damit man klar weiß, wer hier den Kampf angenommen hat.

Klaas Heufer-Umlauf00:53:34

Können wir ja machen. Wir können doch alles da reinbauen. Wir können doch, wir machen vorher Allianzen. Wir fangen ab Februar an. Das ist eigentlich wie bei so Jahresrückblickshows. Weißt du, wir müssen ab Februar anfangen, Netzwerke unter den Nachbarn und mit den Gärten. Wir müssen die miteinander verbinden. Vielleicht kaufst du auch einfach was.

Jakob Lundt00:53:50

Haben die ja auch schon gemacht.

Thomas Schmitt00:53:51

Haben die gemacht?

Klaas Heufer-Umlauf00:53:52

Ja, aber mehr, mehr, nicht nur zwei. Wir machen sechs. Vielleicht kaufst du direkt was.

Jakob Lundt00:53:57

Ich bin da bei dir, Schmidt. Du hast ja Kampfes verloren.

Klaas Heufer-Umlauf00:53:59

Nein.

Jakob Lundt00:54:00

Die haben mit Zanun auf Spatzen geschossen und da ist Feierabend.

Klaas Heufer-Umlauf00:54:03

Ja, und? Jetzt kommt die Atommacht, Thomas Schmidt.

Jakob Lundt00:54:06

Nee, ich finde, die haben die Atombombe schon gezündet.

Thomas Schmitt00:54:08

Man ist so der Kapitän von so einer Kreisliga-Mannschaft und dann spielt man auf einmal da in, ey, mit den Bayern.

Klaas Heufer-Umlauf00:54:15

Aber wie heißt das noch, wenn dann auf einmal so Scheißmannschaften dann doch mal 2:0 gegen Bayern gewinnen?

Jakob Lundt00:54:20

DFB-Pokal.

Klaas Heufer-Umlauf00:54:21

Ja, so, das ist jetzt. DFB-Pokal. Also ich will, also.

Thomas Schmitt00:54:27

Ist man, also eigentlich.

Klaas Heufer-Umlauf00:54:29

An dem Abend hat ja als Erfolg.

Thomas Schmitt00:54:30

Stocka persönlich. Also die Kinder kamen da in Scharen, die wurden reich beschenkt und so.

Klaas Heufer-Umlauf00:54:35

Was fanden sie denn besser?

Thomas Schmitt00:54:36

Und da war ich alles, ich war so happy, bis ich jemanden gefunden habe, der halt einfach.

Jakob Lundt00:54:41

Aber das ist doch dieses alte Wort mit dem Vergleich.

Thomas Schmitt00:54:43

Ja, ja, das ist.

Klaas Heufer-Umlauf00:54:44

Du kennst das Zitat.

Thomas Schmitt00:54:45

Weiß ich nicht, aber Unglück liegt im Vergleich oder irgendwie so. Keine Ahnung.

Jakob Lundt00:54:49

Der Tod des Glücks ist der Vergleich oder irgendwie so ähnlich.

Thomas Schmitt00:54:51

Ja, das ist ja immer so.

Klaas Heufer-Umlauf00:54:52

Könnt ihr ja nochmal nachreichen.

Thomas Schmitt00:54:53

In welcher Bubble befindet man sich und so ist es. Und deine Bubble hat sich gerade nach oben ein bisschen erweitert und jetzt siehst du auf einmal, das Ende der Fahnenstange ist noch ein Stück weit weg. Ja, aber muss man da immer hin? Dass du jetzt direkt aufgibst, das finde ich so niederschmetternd. Dass du einfach sagst.

Klaas Heufer-Umlauf00:55:08

Ich finde es aber auch sinnlos. Ich glaube, Schmidt, du musst dir ein neues Fest suchen. Du kannst ja auch Weihnachten ankreuzen.

Thomas Schmitt00:55:13

Du kannst dir doch von dem nicht sowas sagen.

Klaas Heufer-Umlauf00:55:14

Du kannst den heiligsten Garten machen.

Thomas Schmitt00:55:16

Der hat recht, der hat recht. Das ist ja das, was man auch im Alter lernt. Wenn du so die 40 überschreitest, dann weißt du, es gibt immer einen Garten, wo das Skelett ein bisschen größer ist, der Dampf ein bisschen geiler, die Musik ein bisschen schauriger.

Klaas Heufer-Umlauf00:55:27

So, jetzt sehe ich wirklich deinen Garten.

Thomas Schmitt00:55:29

Und dann kannst du deine Snacks da einpacken.

Klaas Heufer-Umlauf00:55:30

Wir würden hier alle nicht sitzen, wenn du mit dieser Meinung immer durchgekommen wärst. Ich habe dich die letzten 20 Jahre regelmäßig geohrfeigt und gesagt, jetzt ist Schluss. Jetzt machen wir das trotzdem. Und bei so einer Sache, da würde ich mich auch von so einem Sesselfurzer wie Jakob, der da, würde ich mich auch nicht so entmutigen lassen. Also das ist jetzt doch nicht der Richtige, der dich da beraten kann. Du suchst dir jetzt gerade jemanden, der dich da bestätigt.

Thomas Schmitt00:55:56

Feierabend, Schmidt. Also Klaas, ich finde es gut, dass du mich da unterstützt. Ich habe da einen Vorschlag. Du kommst?

Klaas Heufer-Umlauf00:56:01

Ja, ich komme.

Thomas Schmitt00:56:03

An Halloween. Wir verkleiden, wir so ein paar Schindeln und so und wir stellen dich aus. Man kann ein Selfie machen mit dem Klaas aus dem Fernsehen. Das projizieren wir an die Wand.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:11

Also da muss ich nochmal ein paar Stars mitbringen, die in der Preisklasse.

Thomas Schmitt00:56:14

Nee, das reicht noch.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:15

Quatsch, wir schmücken.

Thomas Schmitt00:56:17

Das reicht noch.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:17

Da ist ja ein Tobi.

Thomas Schmitt00:56:19

Checker Tobi.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:19

Ja, schmücken, Checker Tobi. Den malen wir witzig oder gruselig an. Der soll Zeit haben. Und dann hole ich noch richtig gruselig, finde ich, aber den anderen hier, Willi. Willi will es wissen.

Thomas Schmitt00:56:29

Den gibt es ja nicht mehr.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:30

Wie, den gibt es ja nicht mehr, glaube ich.

Thomas Schmitt00:56:32

Nee, aber der macht bei Insta, ist der immer noch aktiv.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:34

Will der noch was wissen?

Thomas Schmitt00:56:35

Der will immer noch Sachen wissen.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:36

Der weiß jetzt alles.

Thomas Schmitt00:56:37

Nee, nee. Und den Willi, den muss man ja auch nicht schonen, der ist schon gruselig genug. Und wir holen noch den aus dem Promihof. Nee, aus dem.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:44

Nico draus Lingert?

Thomas Schmitt00:56:46

Nein, Villa der Versuchung. Wie heißt er denn noch?

Klaas Heufer-Umlauf00:56:48

Ach, Peddigrötz.

Thomas Schmitt00:56:49

Ja, den holen wir auch noch, weil der ist auch Kinderfernsehstar und Legende. Den holen wir noch und Beni holen wir noch. Beni ist der von diesem Hund.

Klaas Heufer-Umlauf00:56:59

Nee, der hat auch bastelt.

Thomas Schmitt00:57:01

Was?

Klaas Heufer-Umlauf00:57:01

Hat er nicht gebastelt?

Thomas Schmitt00:57:02

Ja, aber der war auch bei diesem Hund.

Klaas Heufer-Umlauf00:57:04

Was redet ihr, um Gottes Willen?

Thomas Schmitt00:57:06

Ey, du, ich stelle dir gerade die Avengers zusammen, damit deine Gruselscheiße da noch überlebt. Und du sagst, was redet ihr, was redet ihr, du hast keine Ahnung. Da mit deinen angeleuchteten Totenköpfen da. Ich hole dir gerade die besten fünf Leute, die alle Kinder anziehen überhaupt. Und da können die mit ihrer Dekoration, das ist, Dekoration ist ja nicht viel wert. Das sind die berühmten, weißt du noch damals der Wahlkampf? Der Wahlkampf, den, glaube ich, Per Steinbrück hat das Bild gesagt, die leeren Schachteln im Regal.

Das würde Angela Merkel hinstellen. Es gibt im Schaufenster leere Schachteln. Wenn man reinschaut, ist nichts drin. Das ist die Dekoration deiner Nachbarn. Wir haben die Stars. Und ich besorge diese ganzen Kinderfernsehstars. Und dann geht es los. Und da machen wir Werbung. Also, als ich da in der Geisterbahn stand, dann kam der Besitzer dieser Geisterbahn ganz, ganz nett und hat mich auch da auf ein Bier eingeladen. Und da habe ich dann mit der Bierflasche, stand ich da im Gruselcafé.

Klaas Heufer-Umlauf00:58:04

Hacker Enemies, das machen die Asiaten auch so.

Thomas Schmitt00:58:06

Und es ist so viel von mir abgefallen, weil ich war, der hat so übertrieben, dass ich nicht mehr in diesem Wettbewerb drin war. Ich wusste, das ist rum. Ich bin heimgegangen, ich hatte, mein Körper wurde von einer Zufriedenheit irgendwie überschwemmt und dann habe ich einen Staubsaugroboter gekauft.

Klaas Heufer-Umlauf00:58:23

Ja, du bist raus aus der Halloween-Schleife.

Thomas Schmitt00:58:25

Ach, Quatsch. Er wurde doch einfach nur, er wurde einfach nur entlassen. Dann, nee, nee, bin ich überhaupt nicht überzeugt von.

Klaas Heufer-Umlauf00:58:34

Der Nachbar hat Schmidt Ehre genommen.

Thomas Schmitt00:58:36

Er hat Ehre genommen.

Klaas Heufer-Umlauf00:58:37

Ich lasse es mir gerne nehmen. Das ist wirklich der Segen des Alters. Nehmt mir doch die Ehre. Ist alles scheißegal.

Thomas Schmitt00:58:44

Also, nee, ganz ehrlich.

Klaas Heufer-Umlauf00:58:45

Ich will auf das Schiff da, in ein Comedy-Programm.

Thomas Schmitt00:58:47

Du endest wie Clint Eastwood in Gran Torino, wenn du so weitermachst.

Klaas Heufer-Umlauf00:58:50

Nee, ich bin zufrieden.

Thomas Schmitt00:58:52

Jetzt lass ihn doch mal zufrieden sein, Klaus.

Klaas Heufer-Umlauf00:58:53

Nix, der igelt sich ein.

Thomas Schmitt00:58:55

Nein, der hat das verstanden.

Klaas Heufer-Umlauf00:58:56

Nein, das soll.

Thomas Schmitt00:58:57

Er geht doch auf die Queen Mary, damit ist für mich alles erledigt.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:00

Wenn er das wirklich macht.

Thomas Schmitt00:59:02

Doch, doch. Das wird unser Traumschiff.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:03

Ich kenne seinen Tonfall, wenn er lügt.

Thomas Schmitt00:59:06

Nee, nee.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:07

Doch, doch.

Thomas Schmitt00:59:08

Nächste Woche.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:09

In 20 Queen Mary 2, ne? Gesetz den Fall, die Fragen, ne?

Thomas Schmitt00:59:12

Ja, ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:13

Dann musst du mitmachen.

Thomas Schmitt00:59:14

Ja, bin ich am Start, ja. Mache ich auf jeden Fall.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:17

Du sollst aufhören zu lügen.

Thomas Schmitt00:59:18

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:18

Du alter Lügenbaron.

Thomas Schmitt00:59:20

Jetzt wusste schon irgendwas.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:22

Vertrag ist Vertrag.

Thomas Schmitt00:59:23

Vertrag ist Vertrag.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:24

Ja.

Thomas Schmitt00:59:24

So ist es.

Klaas Heufer-Umlauf00:59:25

Dann müssen wir nur hin.

Thomas Schmitt00:59:26

Naja.

Werbung00:59:27

Diese Werbung unterstützt unabhängiges dummes Gelaber.

Werbung.

Simon Mobile.

Ich will das jetzt einmal auseinandersortieren, weil es ist, finde ich, nicht unwichtig, dass wir jetzt bei unserem heutigen Werbepartner Simon Mobile mal zwei Sachen, die wirklich nah beieinander liegen in der Aussprachewortfamilie. Simon Mobile, so heißt die Firma, das ist eine Mobilfunkfirma, da werden wir gleich noch drüber reden. Aber Simon, das ist einfach der Waschbär, der das ganze Unternehmen gegründet hat.

Ja, das ist der Besitzer, das ist so eigentlich der Grupp von Simon Mobile.

Genau, der fliegt mit einem Hubschrauber durch die Gegend und kontrolliert seine kleinen Geschäfte, wo seine Sachen verkauft werden. Aber diese Geschäfte.

Aber was kann der, wie viel Mana muss man tappen? Was sind seine Stats?

So, pass auf, sage ich dir jetzt. Also, wir haben jetzt tatsächlich bei Simon Mobile ein neues Angebot für euch. Und ich sage euch, da müsst ihr genau zuhören. Es ist ein flexibler Mobilfunkvertrag mit viel Datenvolumen zum günstigen Preis.

Das ist ja der Wahnsinn.

Ja, ja, absolut. Es gibt es auch nur für kurze Zeit. Das ist der Black Week Wahnsinn bei Simon Mobile. Sichert euch jetzt 99 Gigabyte ab super günstigen 9,99 im Monat oder unglaubliche 999 Gigabyte ab nur 19,99 monatlich. Zusätzlich zum Black Week Deal erhalten Neukund*innen bei Eingabe des Gutscheincodes Baywatch10, alles groß geschrieben und 10 als Zahl, Baywatch10 auf simon.link/baywatch oder in der App bis zum 13.12.2026 sechs Monate lang jeden Monat 10 Gigabyte geschenkt.

An dieser Stelle reden wir ja wirklich immer oft über Simon den Waschbären, weil der uns schon so lange begleitet und der hat auch so ein paar Firmengründungen gehabt. Reden wir nicht drüber. Solarium auf Mallorca, das lief nicht gut.

Big Brother House.

Big Brother House, deutsche Pommes in Madagaskar, auch kein gutes Ding und so. Und jetzt hat er einfach mal so ein Ding am Wickel, wo man wirklich sagen muss, da muss man gar nicht so viel über den Waschbär reden, sondern einfach die Fakten sprechen lassen. Denn bei Simon Mobile seid ihr natürlich darüber hinaus noch maximal flexibel, könnt also monatlich kündigen oder eben auch, das ist auch eine Möglichkeit, eine sehr gute sogar, euren Tarif aufstocken, wenn ihr mal mehr Datenvolumen braucht. Und das Ganze, das ist noch wichtig zu erwähnen, in der Top-D-Netzqualität inklusive 5G. Und eine Allnet-Flat ist natürlich auch mit dabei.

Also muss man sagen, da hat der Simon echt was Tolles auf die Tatzen gestellt.

Alle Infos zur Black Week und zum Black Week Deal findet ihr natürlich in unseren Shownotes oder auf dem Link simon.link/baywatch.

Werbung Ende.

Thomas Schmitt01:02:05

Wollt ihr noch wissen, was das Problem vom Reality-Fernsehen ist? Es gibt ein neues Problem. Pass auf, es gibt jetzt Alto Reality Stars and Love.

Klaas Heufer-Umlauf01:02:13

Das ist Are You The One.

Thomas Schmitt01:02:14

Are You The One.

Klaas Heufer-Umlauf01:02:16

Da ist doch ein Rauhrichter, ne?

Thomas Schmitt01:02:18

Ist da auch dabei. Und Are You The One ist eigentlich so mit eigentlich das Königsprodukt der ganzen Reality-Bubble, weil das Konzept eigentlich vorsieht, da kommen ganz viele Leute hin. Und dann gibt es, und das erfährt man auch nie genau, wie das zustande gekommen ist, ich denke hochwissenschaftlich mit Unterstützung aus Harvard, Cambridge, alles, was geht, wurde rausgefunden, welche dieser Stars ein Perfect Match sind. Also welche praktisch vom Herrgott gemacht wurden, nur um ein Paar zu sein.

Da wurden sicher Wunderformeln und das wird auch sicher gar nicht im Laufe der Produktion immer mal wieder nach Dramaturgie angepasst, sondern das steht fest, das wird versiegelt und da ist bestimmt auch ein Anwalt in Thailand, der das genau als Notar auch begleitet. Und es gilt jetzt für diese.

Klaas Heufer-Umlauf01:03:04

Ich habe es wirklich noch nie gesehen, aber was behaupten die? Ist das ein Computer, der da so ausspuckt?

Thomas Schmitt01:03:11

Das weiß man nicht genau. Nein, das ist irgendwie klar.

Klaas Heufer-Umlauf01:03:12

So ein Briefumschlag und da steht das drin.

Thomas Schmitt01:03:14

Das ist so, das weiß die Produktion. Wir kennen ja solche Produktionen. Da arbeiten hoch spezialisierte Fachleute.

Klaas Heufer-Umlauf01:03:19

Nein, anders. Du willst doch das anders. In diesen Formaten, das lebt ja immer davon, dass welche, die woanders mal ein Star waren, dann nochmal neu aufgekocht werden. Und das ist der alte Hot Button von 9LIVE, der da weiterarbeitet als Paar-Konfigurator.

Thomas Schmitt01:03:34

Nein, das ist Quatsch. Wirklich, ihr redet Quatsch. Das ist der Kern des Formats, dass wenn dort ein Perfect Match festgestellt worden ist, dann ist das hochwissenschaftlich.

Klaas Heufer-Umlauf01:03:45

Von wem?

Thomas Schmitt01:03:46

Das ist doch, das bleibt doch die Wut.

Klaas Heufer-Umlauf01:03:48

Und wer verkündet das dann, dass das ein Match ist?

Thomas Schmitt01:03:51

So, pass auf, es geht jetzt so. Also da sind, sage ich mal, zehn Frauen und zehn Männer. Und was eben klar ist, durch Wissenschaft, wir sind ja Wissenschaftsstandort in Deutschland, das vergesst ihr immer so schnell, ist rauskunden, welche zwei ein Perfect Match sind. Und was jetzt das Ziel dieser wochenlangen Produktion ist, ist herauszufinden für die einzelnen Teilnehmer, welche Personen ein Perfect Match sind. Und wenn alle Perfect Match-Personen gelöst worden sind, dann gibt es eine herrliche Gewinnsumme. Es wird aber auch Geld abgezogen, wenn falsche Paare in diesen Apparat kommen, wo rausgefunden wird, ob sie ein Perfect Match sind.

Das ist das Konzept. Was muss man also machen, wenn man sein Perfect Match finden will? Da muss man ganz viele Gespräche führen mit den Leuten da, um rauszufinden, wer ist denn vom Herrgott und der Produktion für mich vorgesehen. So weit, so klar, ne?

Klaas Heufer-Umlauf01:04:44

Ich bin nicht schockiert.

Thomas Schmitt01:04:45

Jetzt ist der größte Fehler, den man machen kann, ich bringe euch jetzt erstmal in diese Welt rein, ne? Ist, und das wird dann auch da mit Zetern und Streit behandelt, wenn man sich zu früh verkappelt, wenn man exklusiv ist. Dann hat man praktisch aufgehört, sein Perfect Match zu suchen. Ihr müsst gar nicht so dämlich gucken, das ist erstmal das Konzept.

Klaas Heufer-Umlauf01:05:05

Was? Ich habe es nicht gerafft.

Thomas Schmitt01:05:06

Ja, ihr guckt das schon so abgefragt.

Klaas Heufer-Umlauf01:05:08

Was verkappelt? Was heißt das denn?

Thomas Schmitt01:05:10

Das ist das Erfolgsrezept seit tausend Staffeln. Ich muss euch jetzt, ab jetzt ist es für mich ein uninteressantes Gespräch, weil ich muss euch in etwas reinholen, wo ich eigentlich an einem anderen Punkt ansetzen wollte. Aber das ist das Konzept. Ihr könnt jetzt dämlich gucken, wie ihr wollt, so ist es. So. Und das ist jetzt gewürzt in dieser Staffel, nicht mit irgendwelchen Pfeifen, sondern mit bereits etablierten Reality-Stars.

Klaas Heufer-Umlauf01:05:33

Ja.

Thomas Schmitt01:05:34

Das ist jetzt neu. Das knipst man genüsslich an als Fan des Genres. Findet da unter anderem den deutschen Vorabend-Brando, Raul Richter, der dann da auch sich dadurch die Hecke pimpert. Und jetzt kommt die Schwierigkeit. Aus diesem eigentlich interessanten Grundkonstrukt, dass da Leute gucken müssen, wer von denen ist für mich vorgesehen, das in romantischen Gesprächen irgendwie eruieren, ist eine einzige Fickerei geworden.

Und das ist die Neuigkeit, die ich euch heute mitbringe. Ich will euch darauf aufmerksam machen.

Klaas Heufer-Umlauf01:06:09

Dass zu viel gefickt wird.

Thomas Schmitt01:06:10

Es ist ein neuer Paradigmenwechsel in diesem Fernsehbereich stattgefunden. Und das ist die Verpornoisierung von Reality. Da sind Profis und die wissen, die müssen jetzt bumsen, bis die Spalte glüht. Und zwar über Wochen. Und das auch vor der Kamera. Und das ist im Grunde das ganze Gewürz.

Klaas Heufer-Umlauf01:06:33

Wo ist das Problem?

Thomas Schmitt01:06:34

Das Problem ist, es gibt gar keinen Konflikt mehr. Weil alle sind sich einig, wir rattern uns jetzt hier den Lumpi rot, bis es keinen Morgen mehr gibt. Und alle sind auch mit diesem Vorschlag, das Problem Perfect Match zu lösen, einverstanden.

Klaas Heufer-Umlauf01:06:50

Ja, aber ist das nicht.

Thomas Schmitt01:06:51

Und ab jetzt bist du, der sich das anguckt, einfach nur eine perverse Sau, die zu faul ist zum Googeln, wo der richtige Zeug ist und sich da so halbgeistig diese Scheiße reinzieht.

Klaas Heufer-Umlauf01:07:02

Nein, es ist, glaube ich, es ist wahrscheinlich die Antwort auf eine wiederaufkommende, wahrscheinlich in so Dekaden immer mal wieder der Gesellschaft vorgeschlagene Prüderie. Die damals natürlich schon mit der Kommune 1 bei den 68ern wurde das schon mal praktisch das erste Mal niedergerungen in Deutschland und weiß ich nicht, wie das ausgestrahlt hat in den Rest der Welt. Und wo man einfach gesagt hat, wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment. Das war damals eine politische Forderung.

Und mittlerweile ist, du hast es ja gerade, du hast ja die gute menschliche Entwicklung ja eigentlich schon in deine Beschwerdeklage, in deine Beschwerdeschrift schon mit aufgenommen, indem du gesagt hast, es gibt keinen Konflikt mehr.

Thomas Schmitt01:07:47

Exakt.

Klaas Heufer-Umlauf01:07:48

Ja, das machen.

Thomas Schmitt01:07:48

Und die Forderung von Langhans wird hier gelebt.

Klaas Heufer-Umlauf01:07:51

Ist doch top.

Thomas Schmitt01:07:52

Es gibt also auf, so eine Sendung ist scheiße, aber für Deutschland, wir sind doch gespalten, genau.

Klaas Heufer-Umlauf01:07:59

Erstens ist es sogar kein Deutschlandlabor, vom Bundespräsidenten eingerichtet und durch Steuergelder finanziert, wo wir mal so.

Thomas Schmitt01:08:05

Das war ja die Kommune 1 auch nicht.

Klaas Heufer-Umlauf01:08:07

Alternative Lebensformen mal austesten und wir können jetzt die sexuelle Befreiung hier glücklich verkünden vom Balkon, sondern das ist immer noch ein Fernsehformat und gerade Reality lebt ja davon, dass es durch sein Konzept, durch sein sogenanntes Format einen Konflikt schürt, den es dann über verschiedene Formen zu behandeln gibt.

Thomas Schmitt01:08:24

Mit man höheren Zielen, ob man will oder nicht.

Klaas Heufer-Umlauf01:08:27

Nix da.

Thomas Schmitt01:08:27

Man ist doch nicht, also.

Klaas Heufer-Umlauf01:08:30

Du machst an, du sagst, ich weiß ja, wie ich es anmache.

Thomas Schmitt01:08:34

Ich überlege, hm, bin mal gespannt, wer in dieser Folge fickt. Und dann mache ich das an. Dann sehe ich, ach, die haben gefickt, naja, interessant. Hätte ich nicht gedacht, jetzt wollen das die auch ficken. Aber so ist es. Stimmt, aber die haben letzte Folge rumgemacht. Ach, warte, mache ich so, skippe ich so vor. Ne, die ficken auch. Ah ja. Dann gibt es sofort, jetzt gibt es in dem Format auch völlig pervers, da gibt es einen sogenannten Boom Boom Room. Das ist ein Raum, wo auch ebenfalls was gemacht werden kann. Gefickt werden, genau.

Und dieser Raum, da ist einfach ein Bett und ein Whirlpool, da können die bumsen. Aber die bumsen auch einfach im allgemeinen Schlafzimmer. Es wird überall gebumst, in der Dusche, im Schlafzimmer, da, die, überall wird gebumst. Es gibt keine, es gibt nichts mehr. Versteht ihr das?

Klaas Heufer-Umlauf01:09:19

Wo ist deine Beschwerde?

Thomas Schmitt01:09:20

Meine Beschwerde ist, wenn man Leute sehen will, die ficken, dann geht das sehr einfach. Da kann man sich sogar den sogenannten Bullshit cutten von Spielchen und noch gequasselt. Versteht ihr? Und dort ist einfach ein Reality-Format am Ende.

Klaas Heufer-Umlauf01:09:36

Spielen die noch was oder wird nur gebumst?

Thomas Schmitt01:09:37

Die spielen auch irgendwas. Ist egal.

Klaas Heufer-Umlauf01:09:39

Das Thema Boom Boom Room, muss ich kurz eine Anekdote einschieben. War mal ein Club überm Standard Hotel in New York, wo ich mit Joko mal vor vielen, vielen Jahren war.

Thomas Schmitt01:09:49

Nein, wirklich?

Klaas Heufer-Umlauf01:09:49

Ja. Und der hat.

Thomas Schmitt01:09:50

Der hieß so?

Klaas Heufer-Umlauf01:09:51

Ja, und der hat da wirklich was gemacht, was ich nie wieder danach gesehen habe. Wir waren natürlich gut drauf an dem Abend. Und irgendwann habe ich ihn gesucht und habe ihn dann gefunden, während er sich mit seinem eigenen Spiegelbild unterhalten hat. Wirklich anregend diskutiert. Habe ich ihn umgedreht, habe gesagt, hallo, hier bin ich. So, wir gehen jetzt.

Thomas Schmitt01:10:14

Ja, aber das wäre natürlich noch ein Highlight für die Sache. Aber es gibt keine Highlights mehr. Ich fordere deswegen.

Klaas Heufer-Umlauf01:10:20

Das war dein Tipp.

Thomas Schmitt01:10:21

An die Reality-Branche. Ist doch kein Tipp.

Klaas Heufer-Umlauf01:10:23

Doch, finde ich schon.

Thomas Schmitt01:10:24

Kritik.

Klaas Heufer-Umlauf01:10:24

Also war.

Thomas Schmitt01:10:25

Kritik.

Klaas Heufer-Umlauf01:10:25

Nee, nee, Tipp.

Thomas Schmitt01:10:26

Was?

Klaas Heufer-Umlauf01:10:27

Wart mal ab, wie jetzt die Klickzahlen steigen.

Thomas Schmitt01:10:29

Ach, Quack.

Klaas Heufer-Umlauf01:10:29

Nachdem du hier Werbung machst.

Thomas Schmitt01:10:31

Werbung. Also wirklich.

Klaas Heufer-Umlauf01:10:34

Nein, ich fordere, die müssen da wieder einen neuen, die müssen sich was Neues überlegen. Die Rezeptur ist auserzählt.

Thomas Schmitt01:10:40

Wenn man selber, weißt du, was ich jetzt auch machen könnte, wenn ich jetzt zum Beispiel merke, ich habe von dem Thema keine Ahnung, das habe ich jetzt gelernt vom Politik-Podcast. Wenn ich jetzt merke, da kommt ein Thema auf und zwei Sachen, zwei so Kniffe habe ich mir jetzt abgeguckt.

Klaas Heufer-Umlauf01:10:54

Nach letzter Woche, dem sehr gut auch angekommenen Kniff von Christian Scherz, den du hier präsentiert hast, dass man immer nochmal sagt, genervt. Damit man ein anderes Aggressionslevel ansteuern kann.

Thomas Schmitt01:11:03

Nochmal, ich habe zwei Sachen, die ich jetzt hier rausgefunden habe. Wenn man zum Beispiel nicht, also wenn man jemanden quatschen lassen will, wenn man einfach selber die Arbeit nicht machen will, man will, dass der Politik-Podcast-Gast, aber das würde jetzt auch für euch gelten, wenn ich jetzt selber keine Lust habe zu reden und sage, ihr sollt mal irgendwas sagen, dann gebe ich ein Thema auf und sage dann den magischen Satz, wie nimmst du das wahr? Das ist ein neues Wort.

Klaas Heufer-Umlauf01:11:30

Das ist wirklich gut.

Thomas Schmitt01:11:31

Ist ein neues Markus Lanz-Ding, der sagt das oft. Wie nehmen Sie das wahr? Auch sonst ganz viel.

Klaas Heufer-Umlauf01:11:37

Mächt er so Richard David Precht auch aus?

Thomas Schmitt01:11:39

Na, wie nimmst du das wahr? Ja, das ist ein neues Gegenwartswort. Wie nimmst du das wahr?

Klaas Heufer-Umlauf01:11:44

Wir haben dieses Nochmal, ne? Dann haben wir interessante Fragen.

Thomas Schmitt01:11:48

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf01:11:49

Wie nimmst du das wahr?

Thomas Schmitt01:11:50

Wie nimmst du das wahr? Also wir können wirklich bald.

Klaas Heufer-Umlauf01:11:52

Wie nimmst du das wahr?

Thomas Schmitt01:11:53

Das ist doch der Smalltalk-Trick überhaupt. Du gehst in den Aufzug, sagst: "Mensch, gestern."

Klaas Heufer-Umlauf01:11:56

Und wir können noch bumsen zur Not.

Thomas Schmitt01:11:58

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf01:11:58

Denn du sagst im Aufzug zugänglich, du kommst ins Büro, sagst: "Gestern" mit Terms. Wie nimmst du das wahr?

Thomas Schmitt01:12:03

Wie nimmst du das wahr? Man muss gar nicht sagen, das ist eigentlich eine gute Frage, weil man positioniert sich null damit. Man sagt gar nicht, wie man selber was denkt. Man stellt keine spezialisierte Frage. Man lässt denjenigen wirklich frei, bloß als eine.

Klaas Heufer-Umlauf01:12:15

Du bist ein Perspektiven-Sammler.

Thomas Schmitt01:12:17

Das ist nur ein Startschuss, dass der andere die komplette Arbeit macht. Man stellt ja nicht mal mehr eine Frage. Man sagt einfach: "Wie nimmst du das wahr?" Dann muss der andere die ganze Arbeit machen, die Exposition, das ist die Grundsituation. Hier, von da kommen wir, da geht es weiter. Also, meine spezielle Wahrnehmung in dieser kleinen Spezial-Ecke hier und so. Alles muss der Kollege. Und dann gibt es noch eine zweite Sache, die muss ich noch kurz sagen. Oder willst du kurz noch reinfragen? Okay, Herr Schmidt, bitte von der Süddeutschen.

Klaas Heufer-Umlauf01:12:42

Kurze Frage in unserem Job. Wir haben ganz oft so enervierende Brainstorming-Tage. Wie kann ich das darauf anwenden? Also, wenn man jetzt sagt: "Okay, wir brauchen noch ein neues Format für nächstes Jahr." Wie nehmt ihr das wahr? Würde das schon reichen?

Thomas Schmitt01:12:57

Nee, das würde ich nicht behaupten.

Klaas Heufer-Umlauf01:12:58

Hätte ich falsch gestellt.

Thomas Schmitt01:12:59

Dann würden die entweder sagen, würden die sagen: "Ja, nehmen wir auch so wahr, dass wir das brauchen." Du hast das Falsche sozusagen.

Klaas Heufer-Umlauf01:13:05

Ja, deswegen kann man das adaptieren. Das ist in unserem Alltag auch.

Thomas Schmitt01:13:09

Das bringt da nichts, da musst du arbeiten. Aber es gibt eine andere Sache, auch wenn man zum Beispiel selber merkt, gab es zum Beispiel ein Wort jetzt, habe ich gehört in einem Politik-Podcast, da ging es um die, ich glaube, Konnektivität oder so, wurde gesagt, ja, es geht ja in der Kommunalpolitik auch viel um die Konnektivität. So, und dann denkt man als Moderator dieses Politik-Podcasts, denkt man so: "Was meint die? Was Konnektivität? Hä? Was heißt das denn jetzt, Konnektivität im Bereich Kommunalpolitik? Hä?" So, man will ja nicht sagen: "Habe ich nicht gecheckt, kannst du mal erklären?"

Sondern man sagt, das ist der Trick. Ich glaube, das müssen wir jetzt für unsere Zuhörer noch einmal erklären.

Klaas Heufer-Umlauf01:13:47

Ja, natürlich.

Thomas Schmitt01:13:48

Ich glaube, da müssen wir jetzt einmal, das ist ein bisschen sehr speziell, da müssen wir jetzt um alle mitzunehmen. Und man meint heimlich auch sich selber, weil man denkt: "Hä?"

Klaas Heufer-Umlauf01:13:56

Aber den Trick wenden wir schon an in unseren Sendungen.

Thomas Schmitt01:13:58

Das ist gut.

Klaas Heufer-Umlauf01:13:59

Und weißt du, wie wir den anwenden? Dann sagt man: "Mensch, großartiger neuer Film, sensationell, bewegende Geschichte, aber vielleicht nochmal mit deinen Worten, worum geht es?" Und dann erfährt man live auch, worum es geht.

Thomas Schmitt01:14:13

Ah, die fahren in Urlaub. Ja, ja, da ist ein bisschen fies.

Klaas Heufer-Umlauf01:14:16

Jetzt würdest du nochmal dein Buch, ich habe es gelesen, klasse.

Thomas Schmitt01:14:19

Super.

Klaas Heufer-Umlauf01:14:19

Aber jetzt nur nochmal aus deiner Perspektive, wenn du das jetzt mal in vier Sätzen zusammenfassen müsstest, was ist der Kern?

Thomas Schmitt01:14:27

Das ist gut.

Klaas Heufer-Umlauf01:14:28

Aber alles.

Thomas Schmitt01:14:28

Und dann setzt man sich auf das eben Erfahrene so halt so mit drauf im Gespräch.

Klaas Heufer-Umlauf01:14:33

Ja, na klar. Also ist man durch die Schulzeit gekommen, aber trotzdem.

Thomas Schmitt01:14:37

Eigentlich.

Klaas Heufer-Umlauf01:14:37

Naja, manchmal schon. Manchmal schon, dass man einfach sagt, können Sie nochmal hier Thema Rosinenbomber. Was war da nochmal? Und dann fangen die an zu quatschen.

Thomas Schmitt01:14:48

Ja, Frau Dr. Schuster, danke für die Mathearbeit, aber hier Problem 7, wie nehmen Sie es wahr?

Klaas Heufer-Umlauf01:14:53

Ja, wirklich.

Thomas Schmitt01:14:55

Danke für das Diktat, aber wie würden Sie es schreiben?

Klaas Heufer-Umlauf01:14:57

Ja.

Thomas Schmitt01:14:58

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf01:14:58

Wie nehmen Sie das wahr? Und das müssen Sie für unsere Zuhörer nochmal erklären.

Thomas Schmitt01:15:03

Erklären.

Klaas Heufer-Umlauf01:15:05

Die immer so eine schweigende, doofe Masse, die man so herbeifaselt.

Thomas Schmitt01:15:11

Naja, aber.

Klaas Heufer-Umlauf01:15:11

Die wissen alle, was das heißt. Ich wusste es auch nicht. Ich habe auch gehört, dachte auch, gut, das ist erklärt. Aber ich finde es schon witzig, dass man sich immer versteckt hinter dem Confrontiertum, dass man sagt, also ich muss jetzt hier mal für alle.

Thomas Schmitt01:15:27

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf01:15:27

Ich finde es klasse, wir haben heute wirklich viel gelernt fürs Leben. Da können wir richtig was mitnehmen.

Thomas Schmitt01:15:30

Wir sind richtig breit für die Zeitleser.

Klaas Heufer-Umlauf01:15:33

Ja.

Thomas Schmitt01:15:33

Also, wir sind richtig, wir haben was zu bieten. Merken die jetzt auch durch diese Podcast-Folge.

Klaas Heufer-Umlauf01:15:39

Ich habe aber das, also dass man sich so, dass man manchmal nicht zugibt, dass man gar nicht rafft, was der andere einem sagen will. Das ist aber auch, ich glaube, das stirbt ein bisschen aus, weil ich hatte jetzt, wir hatten öfter mal Kontakt mit Papa Platte oder so. Also eine andere Generation. Und da ist mir extrem aufgefallen, schon öfter, dass er ganz bewusst nachfragt: "Verstehe ich nicht, wie meinst du das denn?" Und das ist in unserer Generation, sagt das kein Mensch.

Thomas Schmitt01:16:11

Das stimmt. Man will sich da ungern.

Klaas Heufer-Umlauf01:16:13

Und du bist richtig so, oh scheiße, ja, ich weiß ja selber nicht, habe ich mir auch keine Gedanken gemacht. Wie habe ich denn das eigentlich gemeint?

Thomas Schmitt01:16:18

Ja, stimmt. Auch diese Lüge, dass man sagt, denke ich drüber nach, sage ich dir morgen und dann entscheidet man es morgen spontan und so. Das geht auch nicht mehr. Aber ich finde sowieso eine gewisse Unbedarftheit mit der eigenen Unzulänglichkeit, das kann man lernen, weil das eigentlich auch selbstbewusst wirkt. Ich kann mich da, Sido ist ein gutes Beispiel da, dem war das immer scheißegal, wie er wahrgenommen wird, weil alle wussten, in der Schule hat er jetzt vielleicht nicht jeden Tag so hochaufmerksam mitgemacht. Und deswegen hat er immer so kein Geheimnis darum gemacht, wenn er irgendwas nicht kapiert hat, von dem man eigentlich so denken könnte, das weiß wohl jeder.

Aber er hat da wirklich, er weiß bestimmte Sachen, die keiner weiß, aber er hat auch Lücken sozusagen im Normalen. Aber diesen selbstbewussten Umgang damit, dass er dann mich auch mal irgendwann gefragt hat: "Sag mal, Cuxhaven, ist das in Deutschland?" So, und das fand ich irgendwie gut. Dann habe ich gesagt: "Ja, ja, ist in Deutschland." Und dann war es Thema erledigt. Er wusste, er ist in Deutschland. Ich weiß nicht, worüber wir geredet haben. Irgendwie ging es darum, ob Cuxhaven in Deutschland ist. Gesagt: "Ja, ja, klar." Und das fand ich irgendwie einen guten Umgang damit.

Klaas Heufer-Umlauf01:17:20

Ja, ist gut.

Thomas Schmitt01:17:20

Ja, warum denn eigentlich nicht? Da müssen wir jetzt, wir müssen jetzt das Spiel, was ich eigentlich noch spielen wollte, das müssen wir nächste Woche machen. Ich wollte ein Spiel machen, aber da können wir uns vielleicht alle mal Gedanken drum machen. Oder ihr könnt das ja mal spielen. Das ist eigentlich nur eine Sache, die man, die können wir auch gar nicht hier so richtig spielen, sondern ihr könnt das in eurem Leben spielen. Ich habe das jetzt im Urlaub, habe ich das angefangen zu spielen und mir macht das Freude. Ich habe mir die Leute bewusst immer erst im Gesicht angeschaut und Oberkörper. Gesicht und Oberkörper, irgendwelche Leute in der U-Bahn oder in der Stadt oder im Café oder so und habe mir dann überlegt, was die wohl für Schuhe anhaben.

Klaas Heufer-Umlauf01:17:57

Ah, das ist aber schön.

Thomas Schmitt01:17:58

Und das Spiel heißt "Guess the Shoes". Und das reicht jetzt nicht für den Samstagabend. Aber das ist ein gutes kleines Spiel, was man mit sich selber spielen kann, wenn man irgendwo sitzt. Man kann einfach sich so überlegen, man guckt so das Gesicht an, die Haare, die Brille, die Klamotten und so, dann weiß ich ganz genau, also da kommen wir jetzt mit einem Satz: "Steingrauer Mephistos". Dann gucke ich runter, denke ich: "Bingo." Das sind dann vielleicht keine Mephistos, aber sind genau so.

Klaas Heufer-Umlauf01:18:26

Aber sag mal, ist das in London dann anders? Weil ich schon, das ist doch schon so in anderen Städten, gerade so in Europa hat man immer so einen auch ein bisschen anderen Style.

Thomas Schmitt01:18:32

Ja, stimmt, aber es sind ja viel Touristen.

Klaas Heufer-Umlauf01:18:33

Aber ich würde sagen, da haben die auch viel coolere Schuhe zum Beispiel.

Thomas Schmitt01:18:36

Ja, grundsätzlich schon.

Klaas Heufer-Umlauf01:18:36

Oder schönere Leder oder so.

Thomas Schmitt01:18:37

Ja, die sehen alle besser aus, die haben mehr Lederschuhe und so. Aber trotzdem, die Engländer einzuschätzen, macht ja gar nicht so viel Spaß, sondern du musst dir die Touristen nehmen. Und da ist viel bequemes Schuhwerk, viel auch so diese On Clouds, heißen die, glaube ich. Das sind dann immer so Geschäftsmänner und so, weil die sind auch ein bisschen teurer und dann, es ist einfach, es ist interessant. "Guess the Shoes". Das kann man mit sich selber spielen, wenn man irgendwo warten muss und der Akku ist leer.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:03

Ja, wir sind jetzt auf Produktionsreise, Schmidty, da können wir es spielen.

Thomas Schmitt01:19:06

Ja, das können wir auch auf der Queen Mary 2, spielen wir das. Das ist unser Programm.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:11

Aber auf Queen Mary 2 hast du viel Mephisto und viel Georg.

Thomas Schmitt01:19:13

Das ist okay.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:14

Ja, ist ja leicht.

Thomas Schmitt01:19:15

Ergonomisches Schuhbett ist da viel und da hast du auch praktische, so New Balance, das ist das, diese bequemen Schuhe, wo man abends noch stehen kann als 80-Jähriger.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:28

Ja, gut. Habt ihr das gehört, was ich gerade gemacht habe? Das ist so ein alte Leute-Ding. Das hat meine Mutter früher telefoniert. Die hat immer so: "Ja, ja, ja, ja, ja."

Thomas Schmitt01:19:38

Ja, Tim Schproten immer noch.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:39

Tim Schproten, ja, stimmt.

Thomas Schmitt01:19:40

Immer noch.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:41

Ja, ja, ja.

Thomas Schmitt01:19:42

Ja, mach's gut.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:43

Ja.

Thomas Schmitt01:19:44

Tschüss.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:44

Ciao.

Thomas Schmitt01:19:45

Stimmt. Und Tim, der hat auch manchmal, wenn Tim Situationen wiedergibt, dann macht er manchmal eine Stimme nach von den Leuten, wie die wohl gesprochen haben.

Klaas Heufer-Umlauf01:19:53

Beispiel?

Thomas Schmitt01:19:54

Ja, dann sagt sie, da war ein Maurer bei ihm oder was? Oder ein Klempner?

Klaas Heufer-Umlauf01:19:57

So ein Johnny.

Thomas Schmitt01:19:58

So ein Johnny war bei ihm? Und dann habe ich zu dem gesagt.

Klaas Heufer-Umlauf01:20:01

Klempner Johnny.

Thomas Schmitt01:20:01

Und der hat dann irgendwie zum Beispiel die falsche Zange mitgebracht, setzt als Beispiel. Und dann erzählt er die Geschichte nach und sagt dann, ja, und dann denke ich mir, so war die Situation bestimmt nicht konkret, sondern die ist natürlich überspitzt in der Darstellung. Dann sagt dann so Tim, erzählt dann, ja, dann habe ich zu dem gesagt, sag mal, da ist ja die falsche Zange, die du dabei hast. Und dann ist ja gar nicht die richtige Zange, die du dabei hast. Und dann hat der, und dann sagt der Johnny, sagt dann so: "Ja, ich habe aber keine andere. Ja, habe ich aber nicht.

Da muss ich zum Auto, die wiederholen, die richtige." Und dann sage ich, ja, bist du denn bescheuert, dann bring die doch direkt mit.

Klaas Heufer-Umlauf01:20:39

Dazu ist ja wichtig zu sagen, dass Tim sonst so überhaupt gar nicht spricht.

Thomas Schmitt01:20:43

Nur wenn er Geschichten wieder erzählt.

Klaas Heufer-Umlauf01:20:45

Aber es ist eins zu eins so.

Thomas Schmitt01:20:46

Ja, aber da ist dann der mit der Zange da. Wo hat der die denn her?

Klaas Heufer-Umlauf01:20:51

Und diese gequetschte Nacherzählstimme, die hat er nur, wenn er.

Thomas Schmitt01:20:57

Ne, weil sonst redet er so: "Hallo, guten Tag, ich bin Tim."

Klaas Heufer-Umlauf01:20:59

Ja, ist ein normaler Mann.

Thomas Schmitt01:21:00

Ja, das ist ja unser bester Freund.

Klaas Heufer-Umlauf01:21:02

Weil er hat wahrscheinlich gesagt: "Ach, Sie haben gar keine Zange dabei. Das ist schade." Oder so, ne?

Thomas Schmitt01:21:07

Ja.

Klaas Heufer-Umlauf01:21:08

Ja, aber wieso oder nicht?

Thomas Schmitt01:21:14

Oh, das wäre jetzt so schön, wenn man ihn hier reinholen würde und erzählt uns mal vom Wochenende und ich.

Klaas Heufer-Umlauf01:21:18

Nein, das machen wir nicht.

Thomas Schmitt01:21:19

Zu tausend Prozent würde diese Stimme kommen.

Klaas Heufer-Umlauf01:21:21

Das machen wir jetzt nicht.

Thomas Schmitt01:21:22

Ja, aber was soll ich denn erzählen?

Klaas Heufer-Umlauf01:21:25

So, okay, Leute, wir machen jetzt hier Ende, komm. Also, spielt "Guess the Shoes", um die Zeit zu überbrücken für die neue Ausgabe Baywatch Berlin. Am Sonntag übrigens gibt es die zweite Ausgabe "Wer steht mir die Show?".

Thomas Schmitt01:21:37

Jawohl.

Klaas Heufer-Umlauf01:21:38

Da möchte ich euch nochmal darauf hinweisen, die erste Folge war schon sehr, sehr gut. Die zweite Folge wird wie? Dr. Schmidt.

Thomas Schmitt01:21:45

Sehr gut plus.

Klaas Heufer-Umlauf01:21:45

Sehr gut plus. Ich habe auch noch eine Sache aus der Rubrik vermischt und zwar suchen wir für unsere Sendung Experte für alles.

Thomas Schmitt01:21:51

Ja, was suchen wir da?

Klaas Heufer-Umlauf01:21:52

Suchen wir eine WG in Berlin.

Thomas Schmitt01:21:54

Nein, wir suchen wirklich eine sympathische WG in Berlin, die wiederum vor der Aufgabe steht, ein Zimmer in der WG neu vermieten zu müssen. Und darum werden wir uns nämlich kümmern und deswegen könnt ihr euch bewerben. Wir packen das Ganze auch nochmal auf Instagram. Schreibt uns, wenn ihr so eine WG habt. Wir haben da einen sehr, sehr guten Plan für euch. Deswegen hier nochmal der Hinweis, wenn ihr eine sympathische WG seid in Berlin und ihr habt ein Zimmer zu vermieten, wir kümmern uns darum.

Klaas Heufer-Umlauf01:22:19

Okay. Alles Liebe, alles Gute, Michael Ende.

Thomas Schmitt01:22:22

Bis nächste Woche.

Jakob Lundt01:22:42

Baywatch Berlin ist eine Studio-Bummelnsproduktion und neue Folgen gibt es jeden Freitag überall da, wo es Podcasts gibt. Abonniert Baywatch Berlin auf der Plattform eurer Wahl und aktiviert die Glocke bei Spotify, um keine neue Folge zu verpassen.

Beschreibung der Folge

Früher hat man „Urlaub gemacht, wie Gott in Frankreich“. Heute, wie „Merkel in Italien“. Merkel Urlaub; ein Vibe.
Zerzauste Haare, einen zerzausten Professor, die knitterigste Treckinghose und ab geht’s ins Museum. Dort schaut man sich mal an, was das alte Europa im Innersten zusammenhält.

Für welchen Baywatcher ist das eigentlich ein Traumurlaub und für wen der Stoff aus dem Fehlbuchungen sind? Eine sehr gute Frage!

Aber was macht eigentlich eine gute Frage aus? Eine Frage, die Klaas, Schmitti und Lundt gerne und ausführlich beantworten.

Ja, es wird wieder einmal intellektuell im Hause Baywatch! Kein Wunder, dass es da mal ein Angebot von der „ZEIT“ gab, sich ein paar Moneten, auf einer Passage mit der Queen Mary II nach New York zu ersabbeln. Warum genau das der Auftakt der ersten Baywatch-Berlin Worldtour sein könnte wird man erfahren.

Wieso aber eben auch genau nicht, dass weiß man wenn man alles gehört hat, was es zu den Fickereien von „Are you the One? Realitystars in Love“ zu erzählen gibt.

Spätestens dann lässt auch der hartgesottenste ZEIT Abonnent von den Baywatch-Schmuddel-Matrosen angeekelt ab und freut sich, dass sie eben nicht auf der Queen Mary sind, sondern bei ihren Leisten- im Stinkbüro von Klaas. Urlaub wie Merkel - erstmal gestrichen.

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