In dieser Folge von Baywatch Berlin sprechen Jakob Lundt, Klaas Heufer-Umlauf und Thomas Schmitt über ein Sylt-Wochenende, bei dem Lundts Auto vor einem Club eine Panne hatte, und über eine Quizshow in der Völklinger Hütte im Saarland. Ausgehend davon diskutieren sie, ob man in einem Café mit NS-Bezug Kuchen essen sollte, wie viel Nostalgie in alten Promimagazinen steckt und wie soziale Medien das Bild von Prominenz verändert haben.
Die Gesprächspartner vertreten dabei unterschiedliche Ansichten, etwa dazu, wie viel Inszenierung im Privatleben steckt. Hörerinnen und Hörer erfahren, wie die drei die Grenze zwischen Bühne und Alltag einordnen.
In dieser Folge Jakob Lundt, Klaas Heufer-Umlauf, Thomas Schmitt
Das Transkript dieser Folge über Sylt, Promikultur und das Saarland wurde mit der Technologie hinter HappyScribes KI Protokoll App erstellt.
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Heute ist der Wurm drin.
Welcher was für ein Wurm? Was ist, wie? Kam jetzt die Musik schon oder nicht, oder wie?
Nee, nix.
Kam nix. Ist egal. Wir müssen uns das vorstellen, weil die Zuhörerinnen und Zuhörer, die hören's ja.
Ja.
Das ist das Entscheidende.
Ja, gut, dass du jetzt gesagt hast, die Zuhörerinnen und Zuhörer. Ich hab letztens im Fernsehen, hab ich gegendert.
Ja.
Und da hat mir dann einer geschrieben, der hieß Klaus Peter, der hat dann geschrieben: "Wieso genderst du? Die deutsche Sprache ist 1200 Jahre alt."
Ah ja.
Hat er mir geschrieben.
Das ist ja ganz typisch an Takes.
1200 Jahre!
Mehr davon.
Warum genderst du?
Mehr davon dann bei Florian Schröder in Zukunft, ne?
Ja.
Und wo dieser Humor herkommt, gibt's noch sehr viel mehr.
Feinste Satire, auch mal gegen die anderen Satire, das ist auch wichtig, dass man die nicht vergisst.
Ja, genau.
Die Grünen, dass die auch mal Satire auf'n Arsch kriegen.
Exakter Mundhorn.
Klaus Peter, 1200 Jahre alt ist die deutsche Sprache, so ähnlich wie Klaus Peter selber.
Der soll sich erst mal für einen Vornamen entscheiden.
Da werden nämlich jetzt, da werden nämlich alle Wörter verboten, die jetzt neu kommen, ne?
Ja, natürlich.
Weil die Sprache ist 1200 Jahre alt.
Genau. Auch wenn ich dich beleidigen will, dann, oder wenn ich was zu dir sagen will, dann sag ich: "Na, mein lieber Freund und Kupferstecher, mein, mein kleiner Büchsenschmied" oder so. Sowas kann man alles noch sagen.
Ja.
Von früher was. Damals noch, als die Wörter noch schön waren.
Aus der Ritterzeit, ne?
Ja, Schlösser.
Das ist Schlösserzeit. Sag mal, laufen wir eigentlich schon?
Wir laufen jetzt, glaub ich, oder?
Ich denke schon.
Der Bub, der läuft.
Heute war wirklich ein, äh, ein reines Durcheinander. Wir haben jetzt 20 Minuten hier so rumgefrickelt, als müssten wir noch irgendwelche Kabel zusammenlöten, wie früher, wenn man bei der WLAN-Party so ins Stottern kam. Nee, wie heißt das denn? LAN-Party, wenn man so mit seinem Tower-PC hinten aus 'nem Golf 1, äh, sich da irgendwo im Keller getroffen hat.
Ja.
Also, ich hab sowas nie gemacht, wie ihr merkt.
Ich wollt grad nachfragen.
Ich hab das wohl gemacht.
Ich hab das auch nicht gemacht.
Ja, mit StarCraft.
Ah.
Ja. Und dann habt ihr dann auch so zwei Liter, äh, Mezzo-Mix geholt und 'ne große Tüte Flips und dann habt ihr so zwischendurch unter eurem Tisch geschlafen. Ja, der Klassiker ist ja Eistee, aber wir haben immer auf Cola umgestellt und später auf Bier.
Mhm.
Und ja, wir haben auch da, also das war immer, wenn bei einem von uns sturmfrei war, dann wurden die ganzen Tower-PCs dahin geschleppt und dann wurde StarCraft gespielt und man hat dann tatsächlich auch auf'm Boden gepennt.
Ja.
Und dass man, sobald jemand wieder wach wurde, konnte man weiterzocken.
Wahnsinn, ja. Aber sowas gibt's heut nicht mehr, oder? Oder doch digital wahrscheinlich, ne? Online.
Digital brauchst du nicht.
Online passiert sowas jetzt ja, man trifft sich ja nicht mehr.
Ei, ei, ei. Älter sind wir nie gestartet.
Ja, das stimmt wohl. Aber deswegen will ich auch noch eine weitere Frage, äh, in die Runde geben. Jetzt stellt euch mal vor, äh, es gäbe ein Café und da würd's den besten Kuchen geben, das heißt aber Hitlers Teehaus. Würdet ihr da einkehren?
Hitlers Teehaus? Was heißt das denn für eine Checkerfrage?
Naja, ich hab's mich gefragt.
Ja, Moment.
Als, als, als in den Nachrichten stand, Hitlers Teehaus brennt, da dachte ich erst mal, ein seltsamer Name für ein Café. Und dann kam mir das sofort, äh, dahin zu überlegen.
Ach so, ja.
Äh, ne, ist das ein moralisches, äh, Dilemma?
Ja.
Wenn, wenn man sich vorstellt, das ist ein ganz gemütliches Café, die haben auch eine tolle Kaffeemaschine und die haben so richtig dicken Kuchen, so arm, dicken Kuchen und der ist so ganz lecker und würde ich dann darüber nachdenken, sagen: "Mensch, der Name des Ladens ist zweifelhaft, sogar mehr als das, aber der Kuchen ist lecker."
Wo fängt der Widerstand an, meinst du?
Genau. Wo fängt der an?
Hm. Ja, ich hab, äh, doch irgendwann mal, ich hab doch mal in, in München, ähm, hab ich doch mal bei einem Italiener gesessen und das war der Lieblingsitaliener von Hitler.
Genau. Und der ist auch sehr gut, dieser Italiener, muss man wirklich sagen, ich war auch schon da.
Der ist sehr gut und, und da gibt es ein merkwürdiges Missverhältnis zwischen der historischen Tatsache, dass der da gerne hingegangen ist und aber auch so einem nicht zu verbergenden Stolz der Mitarbeiter, dass da immerhin ein sehr berühmter Mann mal da war. Und das, und man, und ja, die, die kriegen das nicht so richtig hin, sozusagen, davon zu berichten. Also, warum sollte man überhaupt davon berichten? Ähm, also normalerweise, wenn Falko in Wien irgendwo gern sein, sein, äh, Bier getrunken hat, dann ist da so ein kleines Plättchen, da hieß es, hier hat Falko auch schon mal seinen Kokainschweiß auf die Bar geschmiert und dann ist das eine historische Begebenheit, auf die man dann stolz sein darf.
Wenn jetzt irgendwie hinter dicken Bleischutzmauern da irgendwo Hitler seine Carbonara gefressen hat.
Tiramisu.
Dann ist das, Tiramisu, was er gerne mag, dann ist das natürlich etwas, wo man sagen kann: "Ja, das ist eine historische Begebenheit hier in München" und so weiter, aber muss man dann auch gleich noch irgendwie ein Bild im goldenen Rahmen aufhängen?
Das ist aber die Sache, Klaus, das heißt.
Das ist die Frage.
Als Gast ist man da, deswegen können wir uns so ran, rantasten in diesem Restaurant, weil das ist sehr, sehr gut, die haben ganz tollen Fisch in der Salzkruste und wirklich super Essen, ne?
Mhm.
Und man muss die Begeisterung von den Leuten da, die ein bisschen so eben, so über das historisch angemessene Maß geht, ja, aber es ist natürlich auch so ein bisschen das Pfund, mit dem sie wuchern müssen. Und da muss man eher so eine Art, mit so einer Augenbraue, so ein geschichtliches Interesse haben, weil man hat so: "Ja, ist ein schauderhafter Ort hier, uff, hier hat er Schrecken, ne? Der hat hier gegessen und uh, uh, uh." Naja, was haben wir denn auf der Tageskarte? Und das musst du praktisch in einem irgendwie diese Balance, äh, versuchen und das funktioniert natürlich nicht gut.
Deswegen, also nochmal die Frage, da gibt's so einen richtig leckeren Kirschstreusel. Würdet ihr da gemütlich in.
Ich stell mir gerade vor.
Hitlers Teehaus.
Ich stell mir gerade vor, Jakob hätte da, äh, zu der Zeit gelebt und wäre dann irgendwie vor, äh, in Nürnberg gelandet, ne? Vor dem, vor dem, vor Gericht.
Damals, das ist ja wirklich jetzt nicht damals.
Ja, da hättest du dich damals nur einfach nur so prophylaktisch erklären müssen, ne? Hättest du müssen: "Ankläger Jackson, der Kuchen war aber so gut. Was konnte ich denn machen?"
Meinst du, da hätte ich einen Persilschein für bekommen?
Hundertprozentig.
Mit Leid, ja.
Ja.
Ach.
Hier ist die Tür, hallo und.
Nein, aber es, es brennt zurecht.
Ja, das stimmt. Ähm, finde ich eine interessante Frage direkt, dass du dann direkt in so ein, in so ein, äh, in so ein Dilemma hineinkommst, dass dich das so beschäftigt, dass das sofort am Anfang vom Podcast auch raus muss.
Ja, wenn, wenn Cafés brennen, Klaus, das geht mir direkt ins Herz. Weil ich sehe natürlich die große Kuchentheke, die da lichterloh schmilzt und das ist für mich einfach eine rote Linie, sage ich euch ganz offen.
Apropos, was macht denn ein, ein Jakob Lund, während wir da in Völklingen in der, im Stahlwerk, äh.
Geschuftet haben.
Hier so die Quizfragen aufnehmen? Was macht denn ein Jakob Lund in der Zeit?
Ich war auf großer Kuchentour mit, äh, unserem lieben Freund Mickey Beisenherz auf Sylt und wir haben wirklich jeden Kuchen gegessen und jedes Bier getrunken, was man trinken kann, bis uns jäh ein Strich durch die Rechnung, äh, durch die Rechnung gemacht hat. Also, wir essen gemütlich Kuchen und, äh, haben noch so einen Kaffee getrunken und, ähm, dann hab ich, weil das war der einzige Parkplatz, hab ich vor dem, ja, also ein bisschen ähnlich in derselben, mit dem selben Atemzug zu nennen wie Hitlers Teehaus, äh, vor diesem Ponyclub geparkt, ne?
Ah.
Weil man da einfach in dem Ort war, ne? Ich hab ich davor geparkt, ne? Und, äh, jetzt war's so, mich ist das gleiche, mich hat das gleiche Schicksal ereilt wie einst hier auf der Warschauer Brücke. Mir ist irgendwie, hat sich so ein, so ein Schalterchen gelöst, dass die Batterie vom Auto tot war. Und dann kann man das Auto nicht mehr bewegen, es ist Feierabend, ne? Also, es war eindeutig eine Panne und wir kamen da nicht mehr weg, das Auto ließ sich gar nicht mehr bewegen, ne? Und dann kam jemand ausgerechnet von diesem Ponyladen, auch mit so Fettaufdruck, Ponyladen, und man erinnert sich vor wenigen Jahren über den, den, den Skandal da.
Lola Weiper hat ja wochenlang geweint, äh, weil es so schrecklich war. Und, äh, dann hab ich sogar: "Ach nee, jetzt hier, ausgerechnet da und da will man jetzt auch nicht so mit in Verbindung." Und dann kam ein Typ ans Fenster und meinte so: "Mensch, was ist denn los? Habt ihr eine Panne, kann man irgendwie helfen?" So ganz lieb, ne? Und dann bin ich so richtig in Stress geraten und meinte so: "Äh, nee, nee, alles okay." Aber es war so eindeutig, ist gar nix okay. Zwei Männer sitzen in einem komplett beschlagenen Auto, was sich keinen Meter bewegt. Und dann meinte der aber so ganz lieb: "Ja, Jungs, äh, wenn da irgendwie, wenn wir helfen können, Starthilfe oder wenn ihr erst mal einen Tee trinken wollt, kommt rein, es regnet doch auch."
Und so: "Nee, nee, ist so, ist okay, ist okay." Und zwei Minuten später war so Klaus.
Aber das ist so dumm, wenn man dann.
Es war so dumm, es ist auch so irre, wenn man dann sofort.
Dumm, ne?
Ja, das ist aber auch, weil man sich zum Beispiel schämt, wenn man sich wehgetan hat.
Ja, das stimmt.
Das geht da auch mit rein.
Wenn man hinfällt und es tut einem unglaublich das Bein weh. Und man denkt, wenn man jetzt noch zugibt, dass das Bein so richtig stark wehtut.
Ja.
Dann ist eigentlich die Peinlichkeit noch größer. Wenn man jetzt nur hingefallen ist und es ist zum Glück nichts passiert, dann ist es ja fast nicht passiert.
Ja, exakt. Und das hat sich noch gemischt mit der, mit der Unfähigkeit, die Nachrichtenlage einfach nochmal so in Ruhe auszuwerten. Weil was kann dieser liebe Typ, der da arbeitet, dafür, dafür, dass da irgendwelche Vollidioten rassistische Lieder gesungen haben oder umgedichtet? Und das ging aber alles nicht zusammen und hat gesagt: "Jakob, jetzt beruhig dich mal. Das Auto geht nicht mehr an. Es ist vorbei, das Spiel ist aus." Und wir waren natürlich auch, äh, schon eigentlich entsprechend fröhlich und es hat so richtig die Handbremse gezogen und wir sind dann in diesen Laden und man muss wirklich sagen, es ist fast eine Metapher, weil es hilft ja manchmal eine andere Perspektive einsehen und die waren da so freundlich und nett und ich konnte dann die Pannenhilfe erreichen, aber das Auto ist da geblieben.
Ich musste mit dem Zug nach Hause.
Wirklich?
Richtig traurig.
Ja, ernsthaft?
Nee, es war wirklich, es war meine erste Panne außerhalb Berlins. Es war Feierabend. Und mir, und mir wurde das Handwerk gelegt. Ich glaube, ich habe irgendwie, es kann sein, dass ausgerechnet mit dieser Reise, dass ich Gott so wütend gemacht hab, dass der ganz klar den, den, den Mittelfinger gezeigt hat.
Also, ich kann dich verstehen, ich war auch wütend, ohne Gott zu sein.
Ja?
Ich hab dich gesehen mit der Leica um den Hals, in 'nem Porsche mit Mickey Beisenherz, irgendwelche Designerklamotten an, fahrt ihr da vorm Ponyclub rum. Also, was, was hast du denn ausgelassen?
Nix ausgelassen, nee, wir haben nix ausgelassen.
Außer die Heimfahrt.
Außer die Heimfahrt, wir haben nix ausgelassen, wir sind auch ganz bewusst, haben wir versucht, alle ikonischen Syltorte zu besuchen. Wir, wir sind vorbeigefahren an der Kirche, wo Christian Lindner geheiratet hat, hat, wir waren dann extra nochmal beim legendären Punk Edeka Bialas und haben da auch alles nochmal genau angeschaut, weißt du? Weil da ist ja, da ist so ein, so ein hässlicher Brunnen und da haben wir uns nochmal so reingefühlt, wie da zu Coronazeiten die Punker nicht mehr weg wollten. Also, wir sind da alles ganz bewusst abgereist. Dann haben wir die Hecke, äh, nochmal angeschaut, in der, ähm, äh, Rudi Assauer mal Simone Thomalla reingeschubst hat.
Ach, den.
Den.
Das war doch, das war doch nach, äh, na, das war doch nach dem Prager Fenstersturz, war das der, der, der Campener Klötenkicker.
Genau. Das haben wir uns auch alles genau angeschaut. Und wir, es war wie so eine, äh, weißt du, es war so, Sylt ist eh wie eine untergegangene BRD. Das ist, da ist alles so wie in Deutschland 1993, besonders im Westen und das hat eine irrsinnige Faszination auf uns. Die haben da auch noch richtige Fußgängerzonen, wie es die eigentlich nicht mehr gibt. Heute sind ja alle Fußgängerzonen in Deutschland gleich und da läufst du so lang und das ist noch so wie früher, auch wie in der Kindheit. Da ist da noch so ein uraltes PlayStation-Logo und da gibt's so Läden, wo nur so Figürchen verkauft werden, die eben nicht aus China kommen, sondern die irgend so ein norddeutscher Opa handgeknöppelt hat und so.
Also, es ist, es ist wie ein, ein, ein BRD-Rausch gewesen.
Wart ihr auch an dem Privatflughafen?
Ja, auch da haben wir, sind wir auch dran vorbeigefahren, haben da nochmal geguckt, uns vorgestellt, wie da die Schönen und Reichen ankommen. Nee, wir sind wirklich an allen Orten gewesen. Das war wirklich herrlich.
Da, wo, ist das da, wo Merz immer landet?
Das ist da, wo Merz gelandet ist, genau, ja. Naja.
Sehr gut.
Da hast du natürlich, dann war auch noch natürlich an dem Wochenende Mark Medlock Konzert.
Wart ihr auch?
Da, da sind wir, da sind wir dann nicht hingegangen.
Ja, Moment mal, Mark Medlock, der wohnt doch auf Sylt.
Ja, natürlich, aber der war dort und gestern im, im Kurhaus ist er aufgetreten und an dem selben Abend war schlimmer Sturm und Mickeys, Mickeys und meine größte Befürchtung war, dass der Sturm, dass der Wind den Klang des Konzerts zu uns rüberträgt.
Ja.
Das war unsere größte Sorge, ist Gott sei Dank nicht passiert. Nee, es war, es war wirklich so wie gemalt.
Und wie lange fährt man da hin? Ist das so ein kleiner Einschub, der.
Wie, danach auf die Insel?
Ja.
Ja, schon, sechs, also so eine fünf Stunden bis zum Autozug und dann nochmal ein Stündchen etwa mit Autozug und allem. Und dann wieder Sonntag zurück.
Wart ihr auch Landserhof?
Nee, da, da, also da ist er ja auch, aber da waren wir nicht.
Landserhof, ganz kurz muss man sagen, das ist so eine, das ist so eine Art Mischung aus Krankenhaus und, äh, Stanglwirt, ne?
Ja, und Rehab ein bisschen.
Ja, Rehab, also ein bisschen Betty Ford, Stanglwirt, Krankenhaus.
Da gibt's so ein paar Promis, die uns auch bekannt sind, wenn die mal so gesagt haben: "Mensch, so ab, so Sixer Bier zum Frühstück, jetzt mal Päuschen, ich muss mal was moderieren oder mal einen Film oder so, dann wird da mal kurz auf die Handbremse gedrückt, ne?"
Und da kriegt man einfach, da kriegt man dann von jemandem in einem weißen Kittel, kriegt man da so ein Knäckebrot ausgehändigt und, ähm.
Für zwei, drei Tage oder so.
Und an dem soll man dann, an dem, genau, an dem soll man dann sieben Tage rumkauen.
Ja.
Und man darf vom Dienstag.
Ja.
Darfst du aus dem Fenster klotzen, ne, auf die Düne und dann.
Hungrig.
Da klingelt die Kasse, ne?
Hungrig.
Ja.
Nee, da haben wir wirklich das Gegenprogramm gemacht.
Ja. Ja, das ist schön.
Viel Kuchen.
Da freue ich mich.
Viel Essen, viel Bier.
Es ist doch vor allem, äh, wenn du auch Ponyclub sagst, also das muss ich ja sagen, das ist ja durch mehrere Generationen schon, also da braucht es ja nicht erst diese, äh, rassistischen Jugendlichen in der Barberjacke, sondern, ähm, das war ja schon früher ein Ort, wo man also gar nicht sein wollte. Das, ich kann mich noch daran erinnern, Partykönig Michael Ammer war da früher so ein.
Genau, ja.
Bundeskanzler auf Sylt, ne?
Ja.
Dass wer sich an den noch erinnert, das war der Herr mit der roten Bombe, der hatte wirklich eine komplett eine Packung, damals in den Neunzigern gab's immer so was, das hieß Wet-Gel, ne?
Stimmt, das hat der komplett.
So den Nasslook in den Haaren. Das haben, also das, es gab immer, glaube ich, die, die kompletten Bestände für Wet-Gel haben sich Franjo Potz und Michael Ammer in den Neunzigern aufgeteilt.
Das sind Frisurenzwillinge.
Ja, Rudi Assauer hat manchmal auch noch so eine Ladung abbekommen, bis er dann nicht mehr wusste, was er da reinschmiert. Und dann hat er, und, und, und die haben sich das dann so nach hinten gemacht und dann hatten die aber immer so, also das, das war auch so eine Zeit, wo praktisch so der Sonnenbank-Muff nach oben aus dem Hemd raus, äh, stank. So, weil die auch, die waren ganz klar so rotbraun. Also absolut ergoleinbräune.
Ja.
Äh, dann diese, so, so eine Jürgen-Klopp-Zähne und immer heiser, weil man natürlich immer gegen die Musik anschreien muss. Weil sie ja ständig entweder, entweder sind die im Jays, das war dieser Bunker in Hamburg, wo irgendwann mal zu Ronald Schilds Zeiten, so in dieser Zeit, ist da mal eine Handgranate reingeflogen, äh, vor der sich, glaube ich, äh, Dieter Bohlen noch, äh, hinter der Wodka-Bar in Sicherheit gebracht hat. Ähm, und dann gab's immer ja diesen Ponyclub da, ne?
Ja.
Und da hat dann Michael Ammer immer seine, seine Partys gemacht und ich kann mich auch erinnern, dass ich, als ich ganz, äh, früh nach Berlin gezogen bin, vor, was weiß ich, vor zwanzig Jahren ungefähr, ähm, da gab es einen Laden, der war auch immer beheimatet, da war ich einmal drin. Der war auch von Michael Ammer, äh, gut besucht und ich wollte da rein, ich wollte wissen, was ist da los? Und das hieß 90 Grad.
Ja, klar, ja, ja, legendär, ja, ja.
Das war in Westberlin, glaube ich, ich weiß gar nicht mehr, wo das war, dass er immer in so einem Zustand hingefahren ist, wo ich dann nicht mehr darauf geachtet habe, wo das Taxi jetzt langfährt. Auf jeden Fall war ich irgendwann da und dann hieß es, da ist der Laden.
Mhm.
Und dann bin ich da reingegangen mit unserem Freund Tim.
Ach.
Ähm, der dann gesagt hat, er, er, er geht jetzt da heimlich in diese Ecke, wo Michael Ammer da die Getränke umsonst hat. Wir waren nur scharf drauf, weil, äh, was umsonst zu kriegen. Und, ähm, der hatte da mehrere verschiedene Flaschen auf so einem Tisch stehen und da waren so Leute so um ihn herum aufgereiht, die dann da immer so mittrinken durften. Und wenn man in diesem Bereich war, hinter so einer Kordel oder irgendwas, dann konnte man sich das da einfach so nehmen und selber einschenken. Und da waren wir natürlich scharf drauf, weil das also günstiger ist. Ähm, und das hat Tim auch probiert, aber er, das war zu einem Zeitpunkt, wo er auch nicht mehr so ganz trittsicher war.
Und, ähm, das war so ein kleiner Glastisch, auf dem das alles draufstand und auf den ist Tim dann rückwärts draufgefallen. Ähm.
Gott, wie peinlich.
Das heißt, das, das heißt, dass, dass ungefähr alle Leute, die um diesen Tisch drauf saßen, sind so aufgest.
Gott, Gott.
So, so sind so spitzschreiend aufgesprungen, waaah, ne, weil überall auf einmal die Scherben von den Flaschen, von den Gläsern hießen die Scherber und so. Und, äh, ähm, ja. Und dann war unser Abend beendet. Da fragt man ja auch mal, wer ist denn der Herr?
Ja, der Abend war vorbei.
Wer hat den denn eingeladen, ne?
Aber, aber könnt ihr diese, ich, ich rede jetzt gar nicht von einer Sylt-Nordsee-Faszination, aber im Grunde ist es die Faszination von, ich muss so dran denken, wenn ich so mit sieben, acht oder neun, zehn bei meiner Oma mit ihr zusammen durch die Gala und die Bunte geblättert hab. Und das ist auch so eine untergegangene Promiwelt, ne? Also, wir arbeiten jetzt hier so beim Fernsehen mit den Stars und so, aber diese Welt, die ich da so ultra faszinierend fand, so mit neun und zehn von so Promis mit so Hochglanzbildern in den Dünen oder irgendwie der Michael Ammer Party, wer war denn wieder da und so, ne, wo man so mit so glänzenden Augen so geguckt hat und dachte, oh, das ist ja unglaublich, das, da wär ich gern mal irgendwann so dabei, das ist ja eine unfassbare Welt.
Das ist total mit Social Media und dem Internet komplett untergegangen.
Mhm.
Und, und ich glaube, da steckt dann auch so ein bisschen so eine Retrosehnsucht drin. Wenn man dann so eine Insel bereist und dann denkt man so, da war mal Gunter Sachs, hat da irgendwie mit, äh, mit sonst wem da, äh, Bune 16 gepimpert und dann nackt gebadet und so. Und das ist irgendwie so ein Glanz vergangener Zeiten und ich glaube, vielleicht bin ich jetzt auch in dem Alter, wo mich das fasziniert. Könnt ihr das nachvollziehen? Ich glaube, diese Geschichten funktionieren.
Na, aber die Geschichten, die, an die du dich erinnerst oder die erzählt werden, die funktionieren in dieser Klarheit nur über das Medium, das sie weitergetragen hat.
Genau.
Also, ich glaube, diese, diese einfachen Geschichten, die wahrscheinlich in Wahrheit, also die mit der Realität auch damals schon nicht standhalten konnten, weil Menschen immer gleich waren, ähm, die sind nur sozusagen so, so klar und auch so romantisiert zu erzählen durch die damalige Berichterstattung, durch Promimagazin.
Genau.
In einem Promimagazin gab's entweder einen tollen Bericht oder halt so einen Bericht über deinen Niedergang, aber es gab jetzt nicht eine echte Realität dazwischen, die abgebildet ist durch Social Media, wo du tatsächlich mit einem guten Auge kannst ja wirklich erkennen, ähm, wer das ist und so. Und das ging ja durch die Bunte und die Gala und so, ging das nicht, sondern entweder wurdest du hochgeschrieben oder runtergeschrieben, aber es war ja nie ein echter Mensch zu sehen. Und diese Faszination wirklich immer nur so eine Art künstliche Variante einer Person mitzubekommen, weil es gar keinen anderen Blick, äh, gibt in der Welt, der überhaupt möglich ist, der einem so ein bisschen einen echten Menschen präsentieren würde, das ist das Faszinierende daran.
Ja, das ist vorbei, oder nicht?
Das, das echte, ja, das ist vorbei, aber das ist sowieso eine andere Sichtweise. Das ist interessant, weil es natürlich auch ein Kulturwandel ist, der, wo man gar nicht so richtig weiß, was kam zuerst. Sondern früher lebte Prominenz und überhaupt diese ganze Glitzerwelt, die lebte von der Unerreichbarkeit und von dem sich nicht vorstellen können, dass einer wie der tatsächlich in einen Supermarkt geht. Heute, ähm, lebt es von der Nahbarkeit und von der, von der Illusion der Zugänglichkeit. Das, es ist einfach ein ganz anderes Konzept. Heute willst du sehen oder, oder baust erst deine Sympathie überhaupt auf, weil du siehst, wie der im Supermarkt ist.
Früher war das etwas, wo die Faszination kam daher, dass man einfach sich das nicht vorstellen könnte, dass so einer so was auch macht.
Ja, es klang so mit Osbournes und den Kardashians, ne?
Stimmt, auch Reality hat da eine riesen, äh, riesen Lücke, äh, entstehen lassen.
Stimmt, ja.
Na ja, vor allen Dingen, weil auf einmal Stars, also es gab ja dann auch noch Reality-Leute, die, die, die wirklich auch nur für Real, also die gab's ja damals schon, die nur für ihr echtes Leben bekannt waren. Es gab ja auch die Fußbrauichs früher schon und so, wo es wirklich nur darum ging, eigentlich so eine Langzeitdokumentation zu machen. Da käme man aber auch nie auf die Idee zu sagen, das sind jetzt Stars. So, das wurden sie vielleicht irgendwann später mal, aber das war eigentlich gar nicht das, das Konzept. Aber diese Unnahbarkeit und auch die Faszination, die dann mal in echt zu sehen, wenn auf einmal diese zwei Welten so kollidiert sind, das ist, äh, dieses Prominentengefühl, was, was ich, wenn ich irgendwo mal einen Prominenten gesehen hab, was ja in Oldenburg so gut wie nie vorkam, ähm, dann dachte ich immer, wow, jetzt begegnen sich hier so zwei Welten, die eigentlich gar nicht zusammengehören.
Das ist halt ganz anders mittlerweile, auch durch die Vielzahl der Prominenten, weil's natürlich weniger Gatekeeper gibt. Also damals gab's eine Chefredakteurin, einen Chefredakteur der Bunten, und wenn die gesagt hat, du machst hier nicht mit, dann wurdest du gar nicht prominent. Und das gilt jetzt für zwei, drei andere, ähm, Eingangstore in diese Welt natürlich auch noch. Da gab's immer Leute, die entscheiden, wer darf hier mitmachen, wer darf hier mitmachen, wer nicht mitmachen, wie so ein Türsteher für diese Welt.
Ja.
Mittlerweile kann das jeder machen, dadurch gibt es so viel, dass du dich durch ganz andere Sachen absetzen musst und auch dir das gar nicht mehr erlauben kannst, dich so selten zu machen.
Aber wo sind denn noch die Welten, wo man sich dann so reinträumen kann?
Nee, ich hab gerade gedacht, wer das Spiel heute noch so spielt. Ich glaube, das ist ein Stück weit Oasis zum Beispiel.
Stimmt, ja.
Weil man weiß gar nichts über Liams Privatleben. Also manchmal kriegt man, wenn's so Skandale hat, man früher mitgekriegt.
Mhm.
Ähm, aber ansonsten, den kann man sich immer noch nicht so richtig im Supermarkt vorstellen, ne?
Nee, stimmt, ja.
So, und ich hab mal gelesen über Noel, ähm, dass er, dass er im Grunde so seine Persönlichkeit, die er hat, also wenn sie da, äh, ihre, ich sag mal, flotten Sprüche raushauen, ne, und, äh, andere Bands dissen und, und, und, dass das so in ihm steckt und der das aber vor der Kamera oder in der Öffentlichkeit halt, ähm, sie haben's genannt, so das, der Volume, äh, auftritt.
Ja, ja.
So, also diesen Teil der Persönlichkeit, diese zehn Prozent, die in ihm stecken, ansonsten ist das vielleicht einfach ein Familienvater, der gerne den Tatort guckt oder keine Ahnung. Ähm, und diese zehn Prozent, sobald eine Kamera angeht oder ein Mikrofon, die schraubt er hoch auf neunzig.
Mhm.
Und das ist dann der neue Gallagher oder Liam Gallagher, den man kennt. So, und ich glaube, ähm, also das wird halt immer schwerer, so eine, so eine, wie du beschreibst, so eine Kunstfigur aufrechtzuerhalten, weil da überhaupt keine Nachfrage mehr in.
Ja, aber Liam Gallagher will ich auch wirklich nicht im Lidl sehen, ne?
Ja, aber es ist ja auch kein Zufall, dass der auch schon recht alt ist und eigentlich noch so die, die, die Connection zu einer Generation wie unsere hat.
Mhm.
Die damit aufgewachsen sind, dass es da, da man stellt eine Bühne hin und da wird was vorgeführt.
Ja.
Und dann geht man durch ein Tor hinten und dann ist man wieder weg.
Weg.
Bis die nächste Bühne irgendwo aufgebaut wird.
Ja.
Und das ist halt was anderes, als zu sagen, hier, ich geh jetzt pennen, hier sieht mein Kleiderschrank aus, das hab ich heute eingekauft, hier, dies das.
Ja.
Gar keine Werte.
Ja, hundertprozentig, ist einfach eine ganz andere Form im, äh, sag mal, im, im, wahrscheinlich sogar im, äh, warholschen Sinne, ähm, läuft es jetzt halt anders und das ist eingetreten. Und die Nahbarkeit ist halt das neue Ding und deswegen, aber jetzt um auf die Frage zurückzukommen, deswegen siehst du halt nicht mehr, also der Teil, der deine Fantasie benötigt hat.
Ja.
Um dir vorzustellen, also wenn du sitzt da irgendwo in Westberlin, ich sitze irgendwo in Oldenburg, ich blätter bei auch bei meiner Oma, hab ich dann die Freizeitrevue durchgeblättert oder die Bunte und da hab ich dann geguckt, okay, was ist, äh, wo sind die Leute und den ganzen Teil, den man nicht gesehen hat, alles, was nicht auf dem Foto war, den hat man sich halt vorgestellt.
Ja, also idealisiert und romantisiert, ne?
Idealisiert.
Ja.
Natürlich. Und wenn du aber alles bis, also jeden Gedanken, jede Fantasie gar nicht benötigst, weil du kriegst das bis ins letzte Eck gezeigt, dann verliert das natürlich seinen Glanz, weil, ähm, auch ein Foto auf einer Veranstaltung, wo einer ganz besonders schön angezogen ist, ist ja nichts weiter als eine Kulisse.
Ja.
Und deswegen mag ich das auch manchmal nicht. Manchmal find ich's okay, aber manchmal mag ich's auch nicht, wenn so hinter den Kulissen gefilmt wird, weil ich mir immer denke, wofür brauchen wir denn Kulissen?
Mhm.
Die sind doch dafür da, dass man die von der richtigen Seite filmt. Was, also klar ist das mal interessant zu sehen, dass von, von der anderen Seite sind das irgendwie so bekritzelte Holzplatten. Warum, äh, äh, ne, warum sollte man das zeigen, denk ich mir.
Mhm.
Dafür ist es doch gar nicht da. Wir bauen doch Kulissen, weil die von vorne schön aussehen und von hinten natürlich nicht. Und zu sagen, gut, wir machen das jetzt auch zum Spektakel, ist in Ordnung, aber ich finde, man muss sich genau überlegen, wo man die Fantasie abschneidet, die letztendlich dafür notwendig ist, sich so eine Welt vorzustellen, die man natürlich in der Gesamtheit gar nicht herstellen kann, sondern die darauf angewiesen ist, dass sie zu einer vorstellt.
Aber ich glaube, die haben nur den, den Begriff Bühne erweitert, weil ich glaube auch, die, jetzt nehmen wir mal so ein Beispiel wie die Kardashians.
Mhm.
Ähm, die verlieren ja null an Glanz.
Ja.
Obwohl die bei allem beobachten, aber die haben halt aus ihrem Wohnzimmer auch die Bühne gemacht. Das ist auch, sind wahrscheinlich auch nicht die echten Kardashians.
Na ja, das ist dann die.
Den Teil, den sie gerne vor der Kamera zeigen.
Na ja, ist total, mhm, stimmt.
Ja, das ist das Nächste, also das, das ist jetzt das Nächste, dass du sozusagen auch das Private inszenierst und dass du das Private sozusagen zum Act, ähm, erklärst und dass du dir eigentlich, ähm, eine, eine vermeintliche private Welt genauso ausdenkst und inszenierst, das ist ja das Nächste. Ich find nur, ähm, dass das natürlich a) nicht jeder kann und auch nicht jeder die Möglichkeiten dazu hat, sondern ganz viele auch von Leuten, die grad so hochkommen irgendwie. Selbst früher, wenn ich Viva-Moderatoren gesehen hab, dann, äh, also als ich ganz klein war und da hab ich Viva-Moderatoren gesehen, dann hab ich die nur in ihren Shows gesehen und dann hab ich mir überlegt, was die für ein Leben haben, wo die wohnen, was die so den ganzen Tag machen, wie die so morgens zur Arbeit kommen und dann sind alle so nett zu denen und dann haben die so Spaß die ganze Zeit.
Dieser Teil war für mich total wichtig und der hat meine Faszination ausgemacht. Wie die da irgendwelche Videos ansagen, das war auch nicht schlecht, aber ich wollte natürlich, wie das so, wie diese Popkultur, ich hab mich interessiert für das ganze Leben, was die hatten, von denen, von dem ich ja keine Ahnung hatte. Also selbst auf ganz kleiner Flamme funktioniert es und das gibt's jetzt manchmal nicht und ich finde, gerade diese Inszenierungsnotwendigkeit, wenn du sagst, du musst jetzt ein komplettes Leben durchinszenieren, was trotzdem die ganze Zeit immer aktualisiert, auch mit so Wegwerf-Content auf Social Media immer wieder aktualisieren, jeden Tag drei Stories und man muss natürlich trotzdem den echten Tagesablauf, man kann ja nicht filmen, wo man nicht war.
Ähm, und ich finde, wenn das halt nicht so überperfekt und auch mit viel Mühe und einem großen Team inszeniert ist wie bei den Kardashians, ähm, dann ist das auch verräterisch. Ich finde, dann bekommt diese Inszenierung so Lücken, in denen ich trotzdem ganz viel, also wenn man einen Sinn für so was hat, trotzdem ganz viel Echtes sehe, was die Leute vielleicht auch gar nicht über sich preisgeben wollten.
Aber ich denk mir da, das ist auch so eine, so eine wirklich abgehangene, ähm, Ansicht darauf, weil ich glaube, das wird gar nicht mehr so wahrgenommen, dass irgendwas verräterisch ist, das ist überhaupt keine Währung mehr.
Ja, ja.
Das ist die Währung unserer Generation, wo man irgendwie so dagegen ist, dafür ist, irgendwie, ne, also so sich so wahnsinnig identifiziert mit, äh, mit der Musik von damals, man hat sich zu Tode gestritten wegen Film und, und, und. Es war alles so ein bisschen, ich definiere meine Persönlichkeit über das, was ich gut und schlecht finde. Und ich glaube, dadurch kam.
Dann ist es vorbei, ja.
Dadurch kam auch dieses, dieses Bewerten die ganze Zeit.
Mhm.
Was die verräterisch sind, was die falsch machen, wie dumm die sind.
Nee, nee, so mein ich's nicht.
Weißt du?
Nee, nee, so, das ist, da geb ich dir absolut recht, aber so mein ich das Verräterische gar nicht, sondern ich meinte nur, dass man sozusagen aus Versehen sich mehr von seiner privaten Seite zeigt, als man das vielleicht in so einer Inszenierung sich vorgenommen hat, das meinte ich.
Das könnte sein.
Das, das mein ich mit, das mein ich mit verräterisch, dass man selbst, wenn man sozusagen die Bühne, wie du sagst, ne, die, das Private, was auch zur Bühne wird, selbst wenn man das als Inszenierung angeht und sagt, wir erweitern jetzt die Bühne hier, dann klappt das manchmal nicht so, weil man so viel Content machen muss, dass man gar nicht anders kann, als zwischendurch aus Versehen zu zeigen, wie man tatsächlich ganz in echt ist, ohne das zu merken.
Also Beispiel, man geht in einen Podcast, weil man weiß, da wird, da darf man labern, ohne dass allzu viel reingeredet wird und man will sich von seiner allerallerbesten Seite zeigen. Dann wird aber das Problem, dass man labern kann, ohne dass einem reingeredet wird. Und in Stunde drei.
Genau.
Dann beginnt das, was du verräterisch nennst.
Ja, wenn man wie bei Big Brother nach einer Woche die Kameras vergisst.
Sind so kleine Nebensätze, wie man.
Ja, wenn man sein Idiom bricht dann durch irgendwann oder, ähm, irgendwelche, ja, wie, wie du sagst, irgendwelche Nebensätze, wo man eine Formulierung benutzt, die irgendwie Rückschlüsse zulässt.
Mhm.
Das mein ich.
Aber ich, trotzdem hast du auch mit deinem Argument einen Punkt, Schmidty, dass so bei Reality-Shows merkt man das, da gibt's gar kein Bestreben mehr, dies, was man auch, äh, viele in Jahrzehnten immer erzählt hat, dann fällt die Maske und dann wird klar, der ist gar nicht so lieb und so, ne, sondern aber bei dieser ganzen neuen Generation von Reality-Stars ist es, spielt es gar keine Rolle, weil die benehmen sich in den Shows wie eine offene Hose, die bumsen, die streiten, die schreien, die scheißen da, die pissen dahin und, und dann geht die Kamera aus, die fahren nach Hause und machen dann exakt dasselbe.
Also es gibt dann diese Grenzen gar nicht mehr und die legen sogar bei den schlechten Eigenschaften eher noch so einen Ticken drauf wie, wie Noel Gallagher, ne, so ein bisschen, äh, äh, Lautstärke zehn. Das heißt also auch das, es ist im Grunde fängt, gibt's eine große Egalisierung und das, was uns dann auch so in Teilen so, so, so fasziniert, so dahinter zu schauen und so, so rein zu psychologisieren, na ja, was ist denn eigentlich wirklich der Geist dahinter und was für ein Bild will jemand hier offensichtlich von sich malen und wo sind die Widersprüche zu, zum Eigentlichen?
Das fällt auch alles weg, ne, mit, mit denen, die jetzt jung laufen.
Aber ist das nicht witzig auch andersrum, dass so jemand weiß, er ist hier als Enfant terrible und als Pisser Kacker vom Dienst hier bekannt in irgendwelchen Reality-Formaten, aber der weiß auch, er muss jetzt wieder zur Arbeit und dann muss er sozusagen die Hose wieder öffnen, um in dem Bild zu sein. Weil er, er, er eigentlich hat er vielleicht gar keinen Bock, heute wieder so aus der Reihe zu tanzen, wieder so ein, so ein, so ein Systemsprenger zu sein.
Der will einfach nur ein bisschen aufs Meer gucken und rauchen und dann immer sagt er, ja, geht aber nicht.
Ja, der will auch mal seine Ruhe haben.
Genau, ich wollt eigentlich mal ein Buch lesen, aber ich muss jetzt einen Liter Daiquiri trinken und da, äh, knattert.
Ich, ich glaub, das ist wirklich so, ich glaub, wenn so eine, so eine Person wie, weiß ich nicht, Desirée Nick oder so, ne, die halt, ähm, relativ genau weiß, was von ihr erwartet wird, weil sie natürlich auch noch so ein bisschen alte und neue Welt miteinander verbindet.
Mhm.
Ähm, die halt genau weiß, äh, ja, jetzt muss ich da wieder mein Programm abschließen.
Ja, mach deinen Trick.
Mach deinen Trick.
Ja.
Ne.
Mach deinen Trick, zeig deine eine Sache.
Dafür bezahlt und jetzt bitteschön.
Ich glaub, äh, selbst bei, bei Ronald Schill, der jetzt, äh, also der kommt auch immer wie die Feuerwehr in die Reality-Shows und da werden erst mal alle Frauen angegraben, ne.
Ja.
Und dann macht er seine Machosprüche und dann zieht er da sich bis auf die Unterhose aus und dann, also wirklich wie, und es dem vergeht dann die Lust daran auch nach zwei Tagen.
Ja, ja.
Da wird er.
Nee, genau, dann rutscht er auch mal in so was Vernünftiges, ne.
Ja, genau, ja.
Ja, gut, aber so halt.
Dann will er doch einfach nur in Rio in seinem Pappkarton sitzen und seine Ruhe haben.
Genau.
Aber ist es okay, dass ich dieser Welt ein bisschen hinterhertraue, wo dann so ein Prominenter seine neue Liebe in den Dünen zeigt, weil er hat so die Schuhe noch so mit den Fingern so neben, ne, neben der Jeans baumeln, hat so die Hose ein bisschen hochgekrempelt, wollte eigentlich nur so einen verträumten Dünenspaziergang machen mit der neuen Liebe und dann leider, leider, ne, es hat das Objektiv dazugeschlagen.
Genau.
Und dann ist das so das Coverbild, ne, hier XY, hier zeigt er sein neues Glück und dann kommt so ein völlig romantisierter Artikel, morgens gemeinsames Frühstück, verliebte Blicke, ne, äh, äh, sinnliche Berührung beim Frühstück in der Blabla, in der Kupferkanne oder so, ne. Abends ging's zu Mittagessen und da, wie du richtig sagst, da wird so ein Bild gemalt von einem Leben, was es einfach so gar nicht gibt, weil man nämlich weggelassen hat.
Da gab's doch.
War doch Tanken bei Esso und hatte dann irgendwie Durchfall und war noch beim Lidl kurz.
Megastress, hat geschwitzt wie ein Schwein, musste noch abgetatscht werden.
Genau, das fällt natürlich alles weg und das, und das fehlt mir irgendwie, diese Welt.
Ja, du hast halt so dieses Uschi Glas Deutschland.
Ja, genau, ja, exakt, dieses alte BRD, ja.
Traumschiff, da, aber es ist ja sozusagen.
Genau, Traumschiff Deutschland, ja.
Aber Deutschland, wie es nie war, vermisse ich.
Natürlich, genau. Du vermisst Deutschland, wie es nie war, das Kegelclub Deutschland, ne.
Ja, wo es nie regnet, ja, wo alles übersichtlich ist.
Ja, aber das ist aber auch, ich finde, das ist da, kannst du, da kannst du auch ganz, ähm, ich bin der Partei.
Dann fahr ich mit so einem BMW Motorrad da schön über Sylt und dann machen wir, machen wir eine Partei draus, verspreche, das wird alles wie 1993.
Na ja, genau, und dann ist da nämlich das Schöne da, da ist dann irgendwie, äh, äh, ne, um im Bild zu bleiben, Uschi Glas und die Realität ist dann Ben Tewak. Ne, die knallt dann rein. Also selbst da gab's das ja, ne, so wo man einfach gesagt hat, äh, du bitte einmal bitte hier, bitte aus dem, aus dem Bild einmal, ja, bitte stell dich mal bitte auf die andere Seite, dass wir machen jetzt hier ein schönes Familienbild, bitte einmal mit der Mütze und den Augenringen bitte einmal zur Seite. So, und das, so ist das echte Leben, was will man machen, ne, so, so, so ist es halt. Ähm, ja.
Genau das.
Und ihr wart, äh, meanwhile im herrlichen Saarland.
Wir waren im Saarland.
Mhm.
Ja.
Ja.
Uiuiui.
Wie ist das denn, äh.
Ja.
Diese, diese, äh, Rostlaube da zum UNESCO-Erbe geworden? Da, das hab ich schon mal.
Das hab ich schon mal gefragt.
Hast du dich, du warst da.
Hast dich gefragt.
Da hab ich mich auch gefragt, weil ich dachte so.
Ich wusste, dass Saarland so was auch mal hat.
Nee.
Und dann hat man dann so mit.
Ich hab überlegt, ich hab überlegt, ich glaube, das ist so ein Ding, dass man das so zu was erklärt. Ich hab gedacht, damit man das nicht wegräumen muss.
Weil da muss eigentlich so eine aufwendige Asbestsanierung hin und so kann man das.
Sonst musst du das aufräumen.
Lass stehen, lass stehen.
Das ist einfach, Leute, ich hab eine Idee, ne, und dann machst du so ein Kuckuck dran, UNESCO-Welt, Kulturerbe und dann alle Probleme löst.
Meinst du, das klappt auch mit dem Wäscheberg von meiner Waschmaschine? Dass ich da einfach sage, hier kommt, das könnt ihr euch anschauen, dann darf das weg.
UNESCO-Welt, Kulturerbe. Fertig. Ende.
Und Schmidty, macht dich das betroffen, dass selbst der Mann, mit dem du dort warst, Klasse, warum er sich bis heute fragt, warum das ein UNESCO-Kulturerbe ist?
Nee, ist ja kompletter Quark.
Ja.
Komplett, komplett an den Haaren herbeigezogener Quark, weil man kommt da hin und denkt sich, ja, das ist auf jeden Fall Weltkulturerbe.
Ja.
Hä, warum?
Find ich schon.
Sag jetzt ehrlich mal.
Was ist denn das?
Ich find, warum.
Das ist super krass beeindruckend.
Ja?
Ja.
Was ist das für ein Ding?
Weil das, na ja, das ist ein altes, was weiß ich, was weiß ich, was du da.
Das ist ein altes Fleischkäse.
Das ist so eine alte Eisen- und Stahlfabrik.
Genau. Und dann.
Ja.
Da haben die früher, da hab ich wirklich, das war interessant, also was interessant war, wir sind da so rumgelaufen, ne, Joko und ich. Und dann, äh, und dann sind Joko und ich, wir könnten ja wirklich nicht weiter entfernt sein von echter Arbeit als Joko und ich.
Ja.
Wir sind so richtig, so richtige, äh, Schießbudenfiguren und wir laufen da durch und du siehst diese riesengroße, da, da hängen an so, an so Eisenschienen hängen so große Stahlbottiche, wo du weißt, da war das, das, das Flüss-, der flüssige Stahl wurde da von A nach B gebracht oder irgendwelche Materialien oder so.
Da haben sie Obelix gebadet.
Du siehst richtig, du siehst richtig die körperliche Arbeit, siehst du all diesen Sachen an, so, das sind so verrostete Sachen, wo du weißt, du musst jetzt da rein in die Hölle und dann musst du da den ganzen Tag generationenlang, dein Großvater war schon da und du musst dann da das Zeug zur Seite schieben, abends kommst du nach Hause, der Rücken tut dir weh, die Beine sind, äh, kaputt, die Bandscheibe ist dreimal rausgeflutscht und das war ein ganz normaler Dienstag.
Ich, ich bin auch da durchgelaufen und hab mir die ganze Zeit gedacht, wie laut es da gewesen sein muss, ne, weil da hallt alles, da ist halt alles, äh, aus Metall, ne, und so. Und, und dann gibt's auch so Bereiche, ich weiß nicht, ob ich den Begriff, aber ich glaub, die nennen es das Paradies.
Mhm.
Und das war halt der asozialste Bereich darin und die Lebenserwartung ist so mit jeder Stunde, die da drin war, ist geschrumpft.
Oh Gott.
Weil halt so und solche Sachen, also das ist wirklich.
Es geht um die Völklinger Hütte.
Du atmest da Sachen ein, du musst da, die Völklinger Hütte, genau, also da waren wir und dann, und dann musst du, ähm, dieses, dieses Zeug da hin und hin und her schieben, äh, und, und, und, und arbeiten und.
Oder da, da gibt's auch so Sachen wie, ähm, wenn du oben auf dem Hochofen, gab's auch so einen Arbeitsplatz für mehrere Leute und da, das war so kompliziert, da runterzukommen, dass die halt morgens einfach da hochgeklettert sind, waren dann da oben, haben gearbeitet und dann haben sie einfach in, in so einen Eimer reingepisst und haben so geduscht, kalt geduscht, also mit auch irgendwie einem Eimer Wasser und so. Also das ist eine Arbeit, die kann man sich gar nicht mehr vorstellen heute und du läufst da durch und es ist wirklich wie in so Mordor, ähm.
Mhm.
Äh, und, und du hast die ganze Zeit im Kopf, wie laut, wie der Gestank sein muss, wie die, wenn die rauskommen und so. Das find ich wirklich krass. Also ich fand's wirklich beeindruckend.
Also vor allem, wie stolz man auf sich ist bei normaler Arbeit.
Ja.
Also, dass man so denkt, keine Ahnung, ich hör mir einen Podcast an und häng währenddessen die Wäsche auf und denk dann so nach, nach zwanzig Minuten, boah, jetzt hast du ja was geschafft hier.
Ja.
Und ich hab mich richtig mal.
Ich hab auch gedacht, das ist doch so absurd, dass wir unser Quiz dann dort gemacht haben und so, wenn man das halt irgendwie vor, vor fünfzig Jahren.
Mhm.
Jemandem gesagt hätte und irgendwann, dann kommen so zwei Spinner, ne, und die stellen dann Leuten Fragen und dann gibt's hunderttausend Euro zu gewinnen, dann machen wir hier.
Ne, direkt machen wir das.
Und warum machen wir das? Weil wir euren Arbeitsplatz irgendwie mit.
Okay.
Zu finden.
Mhm.
Das ist absurd.
Ja, stimmt. Also, ne, da eigentlich im Grunde dort ist das, was man Wirtschaftswunder genannt hat und, ne, und diese, diese wahrscheinlich Nachkriegsindustrialisierung, dort wurde sie wirklich mit Händen gemacht, ne.
Ja.
Wahnsinn, ja.
Na ja, da war meine ganze Verwandtschaft da, Freunde, ich hatte ein bisschen Sozialstress, ne, Glas, du hattest Mitleid.
Ey, das war so witzig, das war so witzig. Der, da war, äh, Thomas war so richtig aufgekratzt, ne, weil der ist, äh, man, man kam da hin und wir waren alle so ein bisschen müde und da wussten natürlich, wir haben jetzt hier die, äh, Probe und danach haben wir noch Zeit und haben uns so irgendwie hingelegt, aber Thomas war ganz anders, also manchmal ist er auch in einem, was ja auch in Ordnung ist, in einem Trott, ne. Äh, hier aufm Hof oder irgendwie bei so Produktionen, wo klar ist, er muss nicht so viel machen, ist er in einem Trott. Da fährt er sich so auf fünfunddreißig Prozent hoch, wenn einer was will, mal auf zweiundvierzig, aber ansonsten schleicht er da rum, isst mal was vom Catering, trinkt mal eine Cola, trinkt mal einen Kaffee und guckt mal hier und da über die Schulter so, ne.
Da war aber klar, er kriegt jetzt fünfundzwanzig Leute Besuch. Fünfundzwanzig Leute.
Ja, weil deine Arbeit war auf einmal deine Heimat zum ersten Mal, ne.
Ja.
Zum ersten Mal, ja.
Ja. Und es ist auch schön, es waren auch alte Freunde aus der Grundschule da und so, also die.
Ja.
Ähm, und die alle da hinten, aber ich hab mich so gefühlt wie jemand, der halt so eine Geburtstagsparty gibt und die muss jetzt auch irgendwie funktionieren.
Ja, ja.
Und man will sich nicht schämen.
Aber der, das war, er war die ganze Zeit super aufgekratzt und hatte die ganze Zeit so aufgerissene Augen, weil er wusste, die ersten kommen um fünf, dann kommen welche um sechs, dann kommen welche um Viertel nach sechs und er musste dann alle zusammen.
Da hab ich an die falsche Schlange angestellt.
Nein, nein, nein, da haben sie.
Eingang nicht gefunden, da hab ich die ganze Zeit am Handy und nein, du musst hier lang und, und, und.
Aber wer hat denn überprüft, dass du da nicht irgendeinem, äh, äh, achtgradigen Verwandten da, äh, auf die Bühne schusterst, Schmidty?
Ich hab irgendwann selbst den Überblick verloren, wer da war. Da war der, der Schwib-Schwager vom Cousin und so. Es gab einen, einen Codewort, das hieß Kerbblech.
Ja.
Und das musste man bei der Security sagen, dann wurde einem ein, äh, ein Pass umgehangen.
Wie weit war das denn vom Original?
Das hat sich wohl ein bisschen verbreitet.
Ach so, wie viel, wie weit war das auch vom Originalkerbblech entfernt?
Ja, vierzig Minuten.
Ja, gut, also wirklich auch, wirklich ums Eck für euch, ne. Na, Wahnsinn.
Für uns ja total beeindruckend.
Aber wir haben, wir haben auf jeden Fall, wir haben alle Leute, falls sich wundern, warum alle so ein, äh, so ein, so einen Pieks bekommen haben, vielleicht die ein oder andere, wir hatten so ein, wie so ein Eierpiekser hatten wir da und die Leute haben sich vielleicht gefragt, warum sie da Blut abgeben mussten. Ähm, das können wir vielleicht jetzt mal aufklären, das war deswegen, um die Verwandtschaftsverhältnisse aus rechtlichen Gründen zu Thomas zu klären.
Ja.
Wir mussten einmal checken, wer ist mit Thomas verwandt, wer darf das nicht gewinnen.
Ja.
Und das, und deswegen mussten alle einmal durch so einen kleinen, so einen, so einen, so einen Quick-DNA-Test.
Verständlich.
Ähm, und, äh, ja, deswegen haben wir auch genau die Kandidaten, die auf der Bühne standen, waren nur die, die wir nehmen konnten.
Aber das ist verrückt, warum man so aufgeregt ist, wenn das, warst du auch aufgeregt, als das in Oldenburg war?
Na klar, ey, was denkst du? Ich war richtig, ich bin richtig verrückt geworden.
Ja.
Das war ja wirklich, in Oldenburg, das war ja wirklich, äh, von, von meinem, von dem Bett, wo ich als Kind geschlafen habe, äh, also die Bühne und mein Kinderbett waren Luftlinie hundertfünfzig Meter.
Ja, Wahnsinn. Ja.
Das ist völlig verrückt und, ähm, und, und, äh, und meine Oma hat da noch, noch näher, hundert Meter hat meine Oma gewohnt und in die andere Richtung, da in, in der Turnhalle, in der wir diese Spezialrunde gespielt haben, da weiß ich noch, da war meine aktive Erinnerung, ähm, da war a, war das meine Turnhalle in der Grundschule, aber ich sollte vor der Turnhalle, da war ich erst so drei oder vier, ist eine meiner frühesten Erinnerungen, sollte ich zu so einem Kinderturnen da hingehen, da gab's immer so zweimal die Woche oder einmal die Woche gab's so Kinderturnen nachmittags und da haben die da so Geräte aufgebaut und dann konnten ihre, konnten Eltern ihre Kinder da hinbringen und dann haben die da so, na ja, so, so, so Kleinkindsport gemacht.
Und ich habe irgendwie Angst gehabt vor der Frau, die da das gemacht hat. Und ich weiß noch, dass ich unter so einer, äh, Holzbank gelegen hab und richtig doll geheult habe und meine Mutter davor stand und ich erinnere mich nur an das Bild, wie ich unter der Bank durchgeschaut habe und nur die Füße und die Schuhe meiner Mutter gesehen hab, während ich so durch so verheulte Augen geguckt hab. Und das ist mir wieder eingefallen, als ich da drin stand, während der Livesendung. Also mit diesen ganzen Sachen musste ich so zurechtkommen, dachte, hier hab ich doch irgendwie mal gelegen und geheult, warum nochmal?
So.
Also, wann ist die Sendung auf dem Dach vom KDW?
Nee, wann ist, wann, wann ist es.
Will ich auch mal mitmachen.
Ja, wärst du auch ganz aufgeregt.
Wär ich auch ganz aufgelöst.
Wir machen, wir machen mal eine komplette Sendung, machen wir eine Auslage von Butter-Lindner mal, damit du dich auch zu Hause fühlst.
Das wär schön, ja.
Bevor wir zu Butter-Lindner kommen.
Ja.
Noch eine Sache, ich war auch wirklich, es gab zwei Komponenten, weshalb ich aufgeregt war, drei. Eine ist, ähm, so, ne, die ganzen Verwandten, Bekannten kommen und.
Mhm.
Genau dieser Geburtstagseffekt, ich bin ein, ein Party-Ausrichter und ich will, dass die es alle schön haben, ne.
Ja.
So, dass die nicht irgendwie denken, oh Gott, oh Gott, was war denn das für eine Scheiße und wir sind da, dafür haben wir auf den Tador verzichtet, ne. So.
Hast du auch gehofft, dass ich mich dann auch benehme, weil du kannst ja schreien.
Ja, natürlich, ich lasse nicht hier so rumstampfen.
Ich bin ja so frei radikal. Das ist aber witzig, ne, weil man ist ja selber eine ganz große, sozusagen Unbekannte für, für, für Thomas, unplanbar.
Ja.
Wenn, wenn ich jetzt, äh, entscheide, dass ich jetzt ein ganz unsympathischer Künstler werde, dann kann er da ja sonst was da, äh, vorbereiten. Wenn ich da reingestiegen komme, sage, wer ist das, wo kommen die her, was wollen die? So.
Nee, aber auch, wie du die Sendung moderierst, oder?
Ja, nee, das kannst du Saarland beleidigen, ja, über, über einen Dialekt lustig.
Ja, aber auch hinter den Kulissen einfach sehr unsympathisch sein.
Ja, ja, ja, alles. Aber du hast dich gut benommen.
Ja, ja.
Hast dich gut benommen.
Ja, mach ich dann ja.
Die waren alle ganz angetan, die waren alle ganz happy. Und, äh, die zweite Komponente war auch, was für ein Publikum kommt da hin?
Ja.
Konnte ich auch nicht so richtig einschätzen, a, ob überhaupt jemand kommt, wie immer.
Ja.
Ähm, dann hab ich mir gedacht, haben die im Saarland überhaupt Internet?
Haben die überhaupt ProSieben da?
Haben die das überhaupt mitgekriegt?
Mhm.
So, aber haben sie mitgekriegt?
Da gibt's auch ProSieben da.
Ja.
Ja.
Es hat, es kamen, glaub ich, viertausend Leute waren da.
Boah.
Und, ähm, ich fande, durch die Bank, es waren alle supersympathisch.
Ja.
Und das, da war ich so richtig erleichtert. Also die waren, die haben in ihrem Dialekt gesprochen.
Mhm.
Und es war sauwitz, ich konnte mich da totlachen, wenn die auf Saarland nicht, ähm, äh, miteinander diskutiert haben. Das, das ist wirklich, das ist Comedy Gold.
Also ich hab's teilweise.
Wieso haben die denn diskutiert?
Gar nicht verstanden.
Ja, teilweise gar nicht verstanden. Nein, ganz normal, wie, äh, wie jeder.
Jetzt sag mal ein Beispiel.
Ich sag mal, was hast denn du, ja, ich würd A sagen, die Australier, ja, das ist A da um die Ecke. Ey, nee, das ist ein bisschen weiter unten und ich will's A nennen, ich glaub net. Ey, dann, dann hau du doch drauf. Ey, nee, ich mach's net, du bist dran.
Gab's Untertitel?
Nee.
Nee.
Ja, hätt ich mir gewünscht.
Aber das heißt, du warst auch angespannt, ob, ob dein Volk entsprechend repräsentiert ist.
Ob sich das auch benimmt. Und die haben sich aber top benommen. Ich finde wirklich, die sind, äh, das war irgendwie skurril, teilweise, aber immer warmherzig und ich finde, das ist auch das, was es ausmacht.
Ja, die waren alle total lieb. Also da hattest du jetzt nicht so zynische Leute, sondern es waren alles so nette, entspannte, ja, so Leute, wo man sich so vorstellen kann, das können auch so meine Kumpels oder Freunde sein oder irgendwie so ein netter Nachbar oder so.
Ja.
Also irgendwie so Leute, mit denen man gerne Zeit verbringt, ja. Das ist schon so.
Ich hätte auch gedacht, okay, sind die vielleicht so ein bisschen maulfauler, weil nicht so an Kameras gewöhnt, wie wenn man jetzt in Köln durch die Straßen geht oder so.
Mhm.
Aber nö. Also die waren wirklich top.
Ich, ich find immer, weißt du, es gab immer, es gibt natürlich immer so, so Kandidaten, Kandidatinnen, auf denen sich dann, auf die sich dann so die Zuschauer oder die Leute so einschießen, wenn dann zum Beispiel eine Person, äh, jetzt ganz lange durchhält und jetzt, äh, gar nicht drückt und sozusagen nicht zum, zur Teamleistung beiträgt.
Ja, da gab's jemanden.
So, dann, da gab's jemanden, genau. Ich find aber, ich will das noch mal sagen, ich finde, das ist ja in Ordnung, dass man sich darüber aufregt. So, das gilt auch für diese Spezialrunden, wo es teilweise auch so Angebote ans eigene unmoralische Verhalten gibt, die aber in den Regeln, ähm, verortet sind, ja. Ähm, ich denke mir immer, das ist ja das Schöne eigentlich, wenn jemand es warum auch immer schafft, so lange damit durchzukommen, nirgendwo draufzudrücken.
Das finde ich fiffig.
Das ist fiffig.
Ja.
Und ich finde aber auch, ich finde das aber auch wirklich so letztklassig, dass dann Leute so von, dann, also dass man dann, also wenn, wenn man sich so ein bisschen so auf so spielerisch, auf so eine lustige Art drüber aufregt, finde ich das eigentlich, äh, gut, weil im Sinne der Sache, man muss das ja ernst nehmen, auch wenn's so eine Fernsehshow ist. Aber wenn dann Leute wirklich privat, und das kriegt man da manchmal mit, dass die Leute so richtig sauer werden auf die, so, so, so echt sauer.
Das ist Blödsinn.
Da muss ich dann so, da denke ich dann, das ist ja ein Blödsinn, also.
Das ist wie ein Idiot, der die so gerne hassen.
Spiel.
Also das ist.
Es ist, genau.
Und es ist eine Regel, dass da rumzubassern bis ins Finale kommen kann.
Ja.
Und das nutzt jemand aus. Und es war da ein Fall, da hat eine junge, äh, junge Dame, die hat irgendwie, ich glaub, über zehn Fragen von fünfundzwanzig einfach nicht gebassert.
Ja, ist schlau.
Und dann haben wir auch, ne, manchmal sagt dann Joko oder Klassi, die erinnern die noch mal dran, dass die ja gerne auch mitspielen dürfen, haben wir aber irgendwie gedacht, ey, die schafft's vielleicht bis ins Finale, lassen wir mal laufen, ne.
Mhm.
Lassen wir mal laufen, wie's geht. Ist leider.
Ja, weil das, weil, weil das ist halt, das sind halt die Regeln und ich find auch, wenn man dann teilweise so online das so mitkriegt, dass dann teilweise Leute da so richtig bösartige Sachen schreiben.
Mit der Scheiße des Teams.
Also will ich, nee, will ich auch mal sagen, also jetzt mal aus unserer Sicht, weil wir haben uns die Sendung ausgedacht, wir geben die Regeln vor.
Das ist nicht die.
Dafür sozusagen auch ein bisschen mitverantwortlich, dass nur wenn jemand da die Regeln eigentlich befolgt und so. Ich find wirklich, meine Güte, lasst die Kirche im Dorf und benehmt euch vernünftig und, und, und.
Es heißt, ob man auf jemanden sauer ist, der beim Mensch ärgert, nicht einen rausschmeißt.
Ja, das kann natürlich auch.
Dann kann man im Spiel sauer sein, aber dann ist er doch nicht danach noch sauer. Also das ist wirklich dämlich.
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass wir sozusagen mit diesem Podcast diese Menschen gar nicht erreichen, weil man da schon ziemlich dämlich ist.
Ja, wir hören uns ja gar nicht auf.
Um sowas zu schreiben. Ähm, deswegen kriegen wir's vielleicht auch nicht hin.
Aber der, der Gewinner wirkte sehr sympathisch, fand ich.
Der war ein Knaller.
Ja.
Vor allem, der hatte irgendwie.
Ja.
Der hatte eine schwere Zeit, die letzten fünf, sechs Fragen, weil seine, ähm, Mitkandidaten, die haben auch so ein bisschen Arbeitsverweigerung in Betracht genommen.
Ja, ja.
Und der musste immer so eine Sekunde vor Ablauf der Zeit, wo alle rausgeflogen werden, hat der draufgehauen, hat das, ist das Risiko eingegangen, hat die Frage richtig beantwortet, oft auch, äh, manchmal auch durch Glück, ne, oder richtig geraten. Es war ein großes Risiko für ihn und er ist das immer eingegangen.
Mhm.
Und irgendwann hat bei ihm so, hat er so den Schalter umgelegt, so kurz vorm Finale und dann kommt eine Frage, da ging's irgendwie um den Äquator und wenn man sich das noch mal anguckt, er weiß innerhalb von einer Sekunde die richtige Antwort. Und dann hat der wirklich einen feuchten Traum für alle Fernseher.
Mhm.
Der hat die beiden so auflaufen lassen. Der hat ja gesagt.
Wollt ihr nicht auch mal?
Wollt ihr nicht auch mal?
Der durfte auch mal.
Ich hab keine Ahnung.
Ja, ja.
Ich hab keine Ahnung. Wisst ihr das? Hm, jetzt sind's ja nur noch zehn Sekunden. Hm, fliegen wir jetzt alle gleich raus? Hm, hm. Und dann bei einer Sekunde so ganz, ganz lässig draufgehauen, Äquator.
Ich fand's sehr, sehr gut.
Ja, so ist, dafür ist diese Show gemacht.
Ja.
Für genau solche Momente.
Find ich auch.
Ja.
Das macht Spaß. Deswegen, also, ne, eine, eine schöne Show. Ich freu mich, äh, wenn's weitergeht, jetzt ist ja erst wieder im Frühjahr, das sind dann immer die Shows, wo's ein bisschen wärmer ist. Das ist vielleicht auch nicht schlecht, dass man da nicht jedes Mal da, äh, in der, in der langen Unterhose stehen muss.
Ja.
Auch als armer, armer Moderator, obwohl natürlich in der Vöglingehütte auch vielleicht Leute schon, äh, andere Arbeitsschicksale erleiden mussten, wie wir ja vorhin schon festgestellt haben.
Genau.
Aber ich muss auch sagen, also ein bisschen Mitleid kann ja auch in meine Richtung gehen, dass ich da, äh, auch teilweise so am Knöchel einen leichten Zug gespürt hab.
Ja.
Ja.
Aber jetzt.
Da vom Übergang lange Unterhose, Socken, war teilweise ein Zentimeter frei.
Das ist nicht zu ertragen. Aber jetzt geht erst mal der Blick auf den fünften Dezember. Große Wetten, das Comeback und ich muss sagen, als Fan des Fernsehens, als Fan der Show, freu ich mich richtig, über diese Meldungen zu lesen.
Klar.
Dass es einen unglaublichen Run auf die Tickets gibt. Ich glaub, zweitausenddreihundert Plätze gibt es, äh, im Saal und es gab über zweihunderttausend Ticketanfragen ans ZDF. Alles liegt lahmm, alle wollen da hin und ich freu mich wahnsinnig, dass mein fernsehromantisches Herz berührt das, dass in Deutschland ist eine richtige Vorfreude zu spüren. Die Leute gucken auf den fünften Zwölften, sind gespannt auf die Kaulitz-Zwillinge, sind gespannt auf diese Sendung, auf so ein bisschen auch natürlich die Frage, was ist neu, was ist, was ist geblieben von den Standards und das find ich irgendwie wahnsinnig schön.
Man merkt's auch, das ist, das find ich halt geil, auch wenn ich im Saarland bin, bei meinen Freunden, die jetzt nicht so connected sind mit der Medienbranche oder sonstiges.
Ja.
Es ist ein Thema.
Es ist ein Thema.
Wie es die Kaulitze wohl machen.
Na, wunderbar. Ja, das ist klar.
Klar, aber darum geht's doch.
Darum geht's doch auch.
Und, und man muss vor allen Dingen, das gibt ein Gesprächsthema, Herr, und das ist ja das Schöne. Du kannst leidenschaftlich, du musst von nix eine Ahnung haben, aber.
Ja.
Du kannst an einem, an einem, an einem Stammtisch sitzen oder aber in der Schule, das ist ja auch der Trick, ne. Also du kannst in einer, in einer, in einer sechsten Klasse das besprechen, aber auch irgendwie in einer Eckkneipe mit lauter Fünfundsechzigjährigen.
Ja.
Jeder kann da eine Viertelstunde frei improvisiert seine Meinung sagen, weil es geht um alles und nichts, wie immer in der Unterhaltung. Man kann dann sagen, die sind mir entweder sind die mir zu frech oder ich finde das genau richtig oder na, der Gottschalk war doch früher auch frech, als der angefangen hat und so ist das eben.
Ja.
Man kann sowas verteidigen.
Ja.
Man kann so, aber am Ende werden alle das gucken und dann muss man halt sagen, wie haben sie's denn gemacht? Und die einen, die sagen, oh, ich kann mit denen nix anfangen, werden vielleicht sagen, ach, die waren viel netter, als ich dachte, die waren, sind ja total, total, äh, freundlich und sympathisch und wiederum andere sagten, ja, genau so hab ich's erwartet, toll. So, und dann gibt's vielleicht auch mal jemanden, der sagt, oh, das hat mir jetzt nicht so und jetzt gucken wir nächstes Mal wieder an. Aber es ist was los und das ist dieses Feuerunterhaltung.
Ja.
Ähm, diese Behauptung, die liebe ich so. Dass man auf einmal was, ne, da haben wir so oft drüber gesprochen, dass man etwas zu was erklärt.
Ja.
Es muss nicht wichtig sein. Es wird zu was Wichtigem erklärt und das ist Unterhaltung und ich liebe das, dass da auch das ZDF dann gesagt hat, ja, wir machen's mit genau den Zweien, mit dieser alten Marke, die natürlich in der ganzen Grundpsychologie des Formats immer funktionieren wird und so. Das ist einfach schlau.
Und deswegen will ich auch noch mal aufrufen an unsere Alten. Ich würde mir, äh, mich so freuen, wenn es gelingt, dass wir, äh, kritisch draufgucken und fachsimpeln und überlegen, genau das, was du beschreibst, Klaus, aber auf der anderen Seite auch nicht dumm sind und zu streng draufgucken und uns dieses wunderbare Event dadurch selber kaputt machen, indem wir im Grunde mal wieder so eine Euphoriewelle entfachen, durch die Wohnzimmer wirklich auch einen Fernsehabend, ähm, vorbereiten und Leute einladen und das gemeinsam gucken und uns eigentlich schon darauf freuen, dass das ein vielleicht dann Termin wird, der dann immer mal wieder passieren wird.
Das würde ich mir sehr wünschen.
Einfach mal Fan sein.
Ja.
Ja.
Genau.
Man redet ja zu Recht auch über den Untergang des Fernsehens, so des linearen Fernsehens und deswegen bin ich auch noch einfach als großer Fan davon richtig berührt, dass sowas noch möglich ist und es gibt auch da, auch im Jahr zweitausendsechsundzwanzig kaum ein Beispiel, was einen Streamer erreicht hätte in der Form, was irgendwie, äh, ne, bei Twitch oder so. So eine wirklich Anspannung, Vorfreude, kritisch draufgucken, jetzt schon diskutieren, die allein die Meldung, diese Vorbestellung von den Tickets, das ist einfach noch mal Next Level und ich glaube, es ist unser aller Aufgabe, dass wir solche Momente öfter rauskitzeln.
Und dazu gibt's die Gelegenheit, jetzt am Sonntag, zwanzig Uhr fünfzehn startet die neue, äh, Serie, die neue Staffel, so ist das Wort, von "Wer schiebt mir die Schau?"
Nein.
Und das war.
Und wir haben's ja schon gesagt. Es ist eine der besten Top drei.
Das mit Joko Winterscheidt.
Ja, es muss ja, es hat wirklich, äh, äh, unglaublichen Spaß gemacht, da, äh, dabei zu sein. Wir, äh, waren ja bei den Aufzeichnungen und, und haben uns Mühe gegeben und es ist wirklich eine besonders tolle Staffel geworden. Drei, äh, großartige, äh, Prominente in absoluter Bestform. Ähm, äh, wirklich ein, eine Riesenfreude. Jede Sendung hat ihren eigenen Zauber gehabt und wenn man sich also aufwärmen will für, für das, äh, Showversprechen von "Wetten dass", also hier kann man schon mal ganz, äh, breit brüsklich sagen, hier wird's eingelöst, hier kriegt man wirklich beste Unterhaltung.
Jeden Sonntag zwanzig Uhr fünfzehn, also auch dafür Flips zu kaufen, ist kein Fehler. Also wirklich tolle Runde mit Carolin Kebekus, ein Knossi in Bestform und zum Entdecken wirklich ein absoluter Sympathieträger. Moritz Wagner in Amerika ist er ein, äh, Megastar im Basketball und, äh, hier kann man ihn auch in Deutschland noch mal in sein Herz lassen. Er ist ja bereits Europameister, Weltmeister im Basketball und hier kann man ihn persönlich noch mal kennenlernen. Ein wirklich ein, ein Megatyp.
Und wir haben uns immer gefragt, wie ist es denn, wenn so ein Sportler wie ein NBA-Spieler bei uns im Quiz sitzt? Jetzt wissen wir das.
Jetzt wissen wir das, kann man sich anschauen.
Viele, viele Überraschungen.
Sehr gut.
In der Staffel.
Freu ich mich, guck ich mir an. Bisschen was hab ich schon gesehen, aber ich hab nicht jede Folge gesehen. Ich war da und hab ein paar Aufzeichnungen mir angeschaut.
Ja.
Aber nicht alles und deswegen werd ich mir das auch noch mal im Fernsehen anschauen. Deswegen werd ich auch einen Fernsehabend machen am Sonntag.
Jetzt erst mal Halloween. Hast du, Schmidtli, hast du alles, äh, schon bereit?
Äh.
Hast du, äh, wie, wie sind die Vorbereitungen? Lass uns noch mal reinschauen, weil wir erscheinen ja jetzt am Freitag.
Danke, dass du fragst, ja.
Wir erscheinen am Freitag, am Samstag ist es soweit und vielleicht können Leute, die jetzt auch, ne, die jetzt durch unseren Podcast auch waren, huch, morgen ist Halloween, vielleicht was können die auch noch kurzfristig erledigen.
Also ich hab ja eine lange Geschichte des Leidens.
Ja.
An Halloween, weil ich bin immer top vorbereitet mit so einer Schüssel mit Süßigkeiten und dann kommt niemand.
Aber die lieben Kinder wollen einfach nicht schälen.
Ja. Jetzt hab ich in meinem Warenkorb bei Amazon ein Kürbisschnitzwerkzeug mit so Förmchen wie beim Backen, wo dann die Augen und sowas raus und ich werd jetzt Kürbisse schnitzen.
Ja.
Mhm.
Und ich hab auch so eine kleine für acht Euro neunundneunzig, so eine LED-Lampe gekauft, die wird in den Kürbis reingemacht, dann wird das vor das Haus gestellt, dann leih ich mir die Nebelanlage hier von Florida TV.
Ja, sehr gut.
Da wird's in meinem, meinem Garten, wird's da qualmen, dampfen, das, ne, also das werdet ihr sehen in Prenzlberg und wo auch, wo auch immer ihr seid.
Ja, weil wegen der Feuerwehr, die dann irgendwann anrückt.
Ja, ja, ja. Und diesmal geb ich Vollgas. Und dann hab ich auch, äh, mich noch verabredet, es werden Horrorfilme geguckt, äh, jeder durfte einen Vorschlag machen, wie man da, äh, man durfte auch kein Veto dagegen einlegen. Egal, wie groß der Grad ist, an wie empfänglich bin ich für Grusel und so, guck ich Horrorfilme überhaupt. Man durfte kein Veto einlegen.
Mhm.
Es wird gegessen, was serviert wird. Und ich sag mal so, meine Schlachterplatte, die ist ordentlich, ne. So, und deswegen freu ich mich auf dieses Halloween extremst.
Du musst unbedingt so einen Kürbis machen, der kotzt, wo man dann das Glibber aus dem Inneren als Kotze so hinlegt.
Sehr gut.
Das würde ich unbedingt sehr gerne mit dir.
Und ich hoffe, du nimmst so ein bisschen auch online mit und machst ein paar Fotos.
Ja.
Kannst du so ein bisschen, du musst ja nicht erkennen, wo du wohnst, aber dass man so ein bisschen sieht, was da aufgefahren wird.
Ja, man erkennt, wo ich wohne, geht der Rauchwolke nach. Also.
Einfach der Rauch sollte folgen.
Und im Grünen und Roten ist es ganz, ganz wichtig.
Modernerweise sagt, wer weiß, der weiß.
Und dann kommt, kommt Schmidt, dann kommt, ich fänd's gut, wenn du dich komplett als Dracula verkleidest. Aber so ganz aufwendig. Schmidt's Zehen.
Ja, schauen wir mal. Das vielleicht für nächstes Jahr.
Find ich gut. Was macht ihr heut noch?
Ja.
Grauenvolles, grauenvolles, grauenvolles, Meeting, Meeting, Meeting.
Wir sitzen nämlich ab übernächster Woche wieder im Studio für "Wer schiebt mir die Schau?", während jetzt am Sonntag die erste Folge von der alten, also von der letzten Staffel, sind wir schon wieder im Studio und produzieren die neue.
Ja, das heißt, da müsst euch.
Und da sitzen wir heute zusammen.
Ja. Na denn, dann wünsch ich euch viel Freude. Sehr gut.
Und was machst du, Klausi? Du bist ja, darf man sagen, wo du bist?
Ja, ich fahr jetzt nach Kempten und geb Bier trinken.
Geil.
Ja.
Ich setz mich, äh, ich setz mich.
Du bist in London, ne?
Ich bin in London, ja.
Oh, da beneidig ich dich drum.
Ja, so ist es.
Da gibt's auch so viel Kuchen und leckeres Bier.
Ja, guck mal, seht ihr das? Es scheint die Sonne.
Mhm.
Scheint die Sonne, ist schönes Wetter.
Ist das da ein Gewässer oder seh ich das falsch?
Das ist kein Gewässer, nee.
Ich bin im fünften Stock, also würde ich mich schon wundern, wenn hier ein Gewässer wär. Aber das ist, äh, ja, das mach ich jetzt, genau, da fahr ich jetzt hin, aber da denk ich ganz fest an euch.
Ja, mach das mal.
Ja, denk ich ganz fest an euch.
Ja.
Könnt ihr, könnt ihr durch meine Augen, wie könnt ihr, wie so eine Oma, könnt ihr durch mich, könnt ihr auch das Leben so ein bisschen erleben.
Mal was erleben, ne?
Ja, könnt ihr auch was erleben. Ich mach paar Fotos und zeig euch die dann später, ne?
Schön.
Also, ich wünsch euch noch viel Spaß heute trotzdem, ne, bei wem euren Meetings oder was die.
Ja, ist ja auch schön.
Irgendwas da irgendwie da treffen und irgendwas palap, da ist ja auch wichtig, dass das einer macht, ne.
Ja.
Gut. Da wünsch ich euch viel Spaß. Schmidtli, hallo.
Kannst du uns noch, äh, auf Saarland verabschieden? Hast du was gelernt auf deiner Tour?
Ayo. Tschüss.
Ist Ayo nicht.
Also Leute, nee.
Nicht das Saarland ist.
Nee, Ayo sagen die.
Ayo.
Ayo.
Ayo.
Ich henn die Freck, ich henn die Freck, Ayo. Und es ist dann Michael und alles Liebe, alles Gute.
Ich henn die Freck, Ayo.
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Der Burberry Schal flattert im Wind, das Meeresrauschen der Nordsee wird von dem leisen Klicken der Leicakamera unterbrochen, ein letzter Schluck Champagner und ab in den Porsche - nächster Halt: Ponybar, Sylt. Was klingt wie der Anfang eines alten Christian Kracht Romans, der eine degenerierte und desillusionierte Gesellschaft kurz vor ihrem Zusammenbruch seziert, ist nur die Zusammenfassung eines ganz gewöhnlichen Wochenendtrips von Jakob Lundt und Micky Beisenherz auf Westerland. Wie viel Klischee passt auf eine Insel, wenn die apokalyptischen Porschefahrer der Bodenständigkeit von ihrer Lustreise auf Schnösel Island berichten? Und wie peinlich ist es, wenn das hochmotorisierte Fahrzeug vor genau dem einen Ort der Insel eine Panne hat, an dem man unter keinen Umständen gesehen werden will? Wer nicht glaubt, dass man verständnislose Blicke hören kann, wird in dieser Folge von Baywatch Berlin eines besseren belehrt!
Aber, aber, fragen Sie zurecht, wo waren Schmitt & Heufer-Umlauf, während Lundt über die Promiinsel geGALAt ist? Was machen die Beiden so, an einem gewöhnlichen Wochenende? Richtig, sie schuften sich den Arsch ab und bringen die Moneten heim, die Lundt dann bei Gosch verfrisst. Tatsächlich waren die beiden Unterhaltungs-Vorarbeiter im sprichwörtlichen Stahlwerk der guten Laune, auf der Völklinger Hütte, im bodenständigsten aller Bundesländer: Dem Saarland.
Dort, in Schmitts Heimat, fand "Ein sehr gutes Quiz“ statt und führte zu einer wahrscheinlich irreparablen Tiefenentladung von Schmitts Social Battery. Der Bub war back in town und durfte eine Horde saarländischer Verwandter wie eine Schafsherde durch seinen Arbeitsplatz dirigieren. Wie viel „Hallihallo“ kann ein Schmitt geben, bevor seine Laune zu Staub zerfällt und als schwarzer Rauch aus den Hochöfen aufsteigt? Ob es tatsächlich zur Launeschmelze kam, erfahren Sie nur in diesem Podcast.
Zuletzt noch eine zusammenhanglose Aufzählung aller Fragen, die in dieser Folge zu hitzigen, emotionalen Debatten führten:
Was haben die Kardashians und Liam Gallagher gemeinsam? Wie unterscheidet sich Prominenz im Wandel der Zeit und wo verläuft die rote Linie zwischen Bühne und Privatleben? Wie herrlich unwichtig ist es, dass die Kaulitz Twins dem alten Opa Fernsehen eine Adrenalinspritze verabreichen? Was macht Klaas in London (bleibt bis zuletzt diffus) und darf man den Kuchen in Hitlers Teehäuschen mögen? Auf all diese Fragen gibt es Antworten, die weite Teile der Bevölkerung beunruhigen werden.
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