In dieser Spezialfolge von Baywatch Berlin erzählt Thomas Schmitt von einem mehrtägigen Wellnessaufenthalt in einem Hotel, bei dem er Saunaaufgüsse, Kneipp-Anwendungen und Eincremerituale ausprobiert hat. Klaas Heufer-Umlauf und Jakob Lundt hören zu und kommentieren die Anekdoten mit viel Spott.
Es geht um Saunaetikette, um Brillen und Kontaktlinsen beim Schwitzen, um die Hitze eines 108-Grad-Aufgusses und um die Frage, wie offen man mit dem eigenen Körper umgeht. Außerdem behandelt die Folge Checkerfragen aus der Hörerschaft, etwa zu einem gemeinsamen Geschenk für den Schwiegervater, und Floskeln wie „Alles gut“.
Die Folge ist vor allem unterhaltsam und lebt von persönlichen Erzählungen, die die Hosts ironisch einordnen.
In dieser Folge Jakob Lundt, Klaas Heufer-Umlauf, Thomas Schmitt
Das Transkript dieser Folge über Saunaaufgüsse und Wellnessurlaub wurde mit der Technologie erstellt, die hinter HappyScribes AI Note Taker steckt.
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Dieser Podcast wurde Ihnen präsentiert von unserer Erzfeindschaft mit Klaus Kleber.
Baywatch Berlin.
So, jetzt sind wir— jetzt sind wir da. Jetzt geht's wieder los mit einer neuen Ausgabe "Baywatch Berlin", gucken wir diese Handschnitte.
Als Szene "Fires of Hell".
Ich weiß das. Ja, ja, das weiß ich. Das ist mir klar. Und trotzdem müssen wir wie drei— wie heißen die, diese dicken Pferde? Brauereipferde.
Ja, Brauereipferde.
Das sind so ganz starke Pferde. Die ziehen den Karren aus dem Dreck. Den wirklich, ne? Die haben das Bier hinten drauf. Die ziehen das Bier durch die Stadt. Das sind Brauereipferde. Das sind so richtig so muskulöse— eigentlich ein Pferd, was aussieht wie ein Pitbull.
Ja, vor allen Dingen. Aber auch ist es so, Klausi, in diesen Zeiten, ne, muss man ja gar keine Stichworte geben, da ist es unser Job, finde ich, die Leute doch zu entführen in eine Welt, die schöner ist. Und wir dürfen nicht ständig der Versuchung erlegen, unsere Scheiße, die natürlich auch unser Leben ausmacht, hier einmal auszukippen. Und dann gehen wir so nach einer Stunde Podcast raus und sagen: "Ach, jetzt geht's uns irgendwie besser." Und der Leidtragenden sind die Hörer. Ich habe neulich vor Posten—
Was hast du unterschrieben? Was hast du unterschrieben? Hast du unterschrieben?
Grund, dass du hier immer gute Laune machst.
Das steht gar nicht— das steht gar nicht auf der Verpackung.
In dem Moment meinte ich: "Das ist Dienstleistung."
Hier steht unser Alltag. Wir beleuchten unseren Alltag.
Nee, das steht da auch nicht.
Das steht da auch nicht.
Nee, da steht: "Wir treffen uns einmal die Woche und—" ja, aber es ist nicht—
Diskutieren, was Scheiße ist. So habe ich es verstanden.
Nee, überhaupt nicht. Es ist nicht, dass wir da mit einem Giftmülltransporter in den Vorgarten der Leute fahren und unsere Scheiße da abladen.
Also, ich kriege allein 100 Euro pro Folge extra, weil ich hier gute Laune versprochen habe. Und ich möchte, dass wir heute etwas sind, was ich heute Morgen schon erlebt habe, nämlich: Ich bin heute mit dem Miles zur Arbeit gefahren, weil mein Auto in der Werkstatt ist. Und dieses Miles hatte— das kenne ich nicht aus meinem Auto— einen Lenkradwärmer. Und jetzt ist— guck mal, die Blätter fallen langsam von den Bäumen. Wir werden bald die Zeit umstellen, wieder. Und wir wollen jetzt der Lenkradwärmer sein. Lenkradwärmer ist sowas Herrliches. Das war mir irgendwie nicht klar. Ich habe— der hat sich so ganz warm an die Hände geschmeichelt.
Und ich hatte schon Sekunden später vergessen, dass ich ihn aktiviert hatte. Und dann denke ich: Was ist das für ein wohlig warmes Lenkrad? Und ich habe richtig gern gelenkt. Und wir wollen die Leute heute so wohlig warm an den Händen heranschmeicheln.
Aber deutsche Lyrik beschäftigt sich ja oft mit dem Herzen.
Lass mich dein Lenkradwärmer sein.
Nee, ich frage dich.
Von Tocotronic?
Nee, ob vielleicht so ein Christian Morgenstern auch jetzt nicht nur über das fallende Laub und—
Lenkradwärmer, ja.
—über den Nebel, über den Feldern gesprochen hätte, sondern auch gesagt hätte, wie man mit seinen— mit seinen von der Sonne des Spätsommers noch sozusagen noch— also die Hände, die das noch vermissen, was irgendwie so was Schönes anzufassen, dass die sich jetzt so mit dem Lenkradwärmer in die kalte Zeit hineinreißen können.
Lenkradwärmer für die Herzen.
Ja. "Herr, es ist Zeit, der Lenkradwärmer ist an." Du standest schon bei Rilke, ja.
Ja.
Ja.
"Es drängt die Welt in den Innenraum des Autos."
Ja.
Ja, das ist schön.
So wäre es bei Morgenstern.
Also, wir wollen heute den Lenkradwärmer sein. Und gerade du hast viel erlebt. Du hast den Pimmel gesehen vom—
Aber wir wollen— wir wollen wissen, wie der aussieht.
Du hast— was ist— wir wissen überhaupt nicht, was mit deiner Wohnung ist. Wir wissen nichts über dich. Du bist ein einziges Mysterium. Und was wir wissen, ist: Du hast miese Laune. Deswegen: Die schiebst du jetzt mal beiseite.
Ich habe— klar, klar. Ich habe nicht so miese Laune.
Mach den Lenkradwärmer an und los geht's.
Die Gesamtsituation. Die Gesamtsituation.
Ja, du hast so einen gewissen Grundfatalismus, und den wollen wir dir auch nicht austreiben, weil—
Nein, ich bin doch hier nicht— ich bin doch nicht hier euer miese Peter.
Nein.
Nein, natürlich nicht.
In diese Schublade lasse ich mich nicht stecken.
Weder das eine noch das andere wird von dir erwartet. Du sollst hier nicht als miese Peter die Realität abbilden.
Ich soll jetzt hier nicht im Spahotel was—
Du bist eigentlich so eine Alltagsschollatur. Du kommst in die Talksendung und schiebst so den Vorhang weg und sagst: "Guck mal, alles scheiße."
Alles scheiße.
Nein.
Ach du meine—
Ich war— ja, ich war im—
Spahotel.
Im Spahotel.
Du warst daheim.
Ich war daheim. Und ich habe— also, man kommt da am Anfang an, und ich weiß nicht, ob es euch auch so geht: Man muss sich natürlich für dieses ganze Spa-Erlebnis— muss man sich so— da muss man reinfinden.
Ja.
Und das dauert bei mir ein bis zwei Tage. Ich war vier Tage da.
Echt? Das dauert doch so lange.
Hä?
Nee, das verstehe ich. Da muss man mal ausführen.
Geht ihr— lasst ihr den Koffer fallen, geht in die Sauna.
Eigentlich ja.
Ja, also ich packe natürlich meine Sachen aus, weil ich ein Erwachsener bin. Ich mache erstmal den Schrank schön.
Ich bin auch in meiner Auspack-Ära angekommen.
Das mache ich auch. Das mache ich auch. Aber— nee, ich bin da eher so ein Rumschleicher erstmal. Also erstmal gucken: Wo ist der beste Platz? Was macht den besten Platz aus? Es ist niemand hinter dir. Es ist kein Durchgangsverkehr, aber du hast beste Sicht.
Ganz kurze Frage, weil das ist ja eine super moderne Sichtweise von dir: Dieses "niemand hinter einem" hat eigentlich nur damit zu tun, dass man nicht will, dass einem einer aufs Handy glotzt.
Natürlich.
Wo man irgendwas super Dummes googelt, während man eigentlich an einem schönen Ort ist.
Natürlich, natürlich. Da habe ich aber einen Ort gefunden, der hatte folgende Parameter: zwei riesige Pflanzkübel.
Ah, ich glaube, ich weiß schon, wo. Ja, okay.
Riesige Pflanzkübel.
Ja.
Eine Liege, ein kleiner Tisch und keine Chance auf einen Nachbarn.
Ja.
Und direkter Blick auf einen kleinen angelegten See.
Ja, da habe ich dich auch vermutet. Ja.
Wo dann immer die Saunagänger reingesprungen sind.
Ja.
Ja.
Aber ein Ruheraum auch, ne?
Ja, natürlich. Natürlich. Was anderes habe ich nicht gesucht. Und da habe ich wirklich, also wirklich morgens schnell gefrühstückt, also ganz schnell, das halbe Brötchen noch in der Wange.
Damit du nicht zu spät zur Entspannung kommst.
Ja, dass irgendein Arschloch sitzt auf meinem Sitz.
Ach so, ja, na klar. Natürlich. Ja, ja. Das ist morgens der Run am Pool. Ja, den gibt es da auch.
Ey, meint ihr ein Hotel, egal welches, könnte extra Geld damit verdienen, wenn sie anbieten würden: "Man kann jetzt praktisch für so und so Betrag XY da schon seine Liege mitreservieren für den Aufenthalt"?
Wieso? Aber gibt es doch bestimmt.
Gibt es doch? Habe ich noch nie gehört.
Das kann nicht sein, dass wir das erste Mal hier drauf kommen.
Aber hast du das schon mal angeboten? Ich habe es überhaupt noch nie gehört.
So per App.
Genau. Du siehst dann wie im Flugzeug, ne? Wie man im Flugzeug die Sitze sieht, 4D und 1F, siehst du dann die Liegen angeordnet im Wellnessbereich und kannst dir dann deine Liege schon mal— und dann steht da morgens Herr Schmidt drauf.
Nee, fände ich nicht gut.
Vom Holzschild.
Weil wie— es endet doch nur in Stress. Und so hat man den Riesenvorteil, wenn man superfaul dahinfährt. Alle anderen gehen reiten, wandern, schauen mal in den Bergen vorbei oder machen noch Tennis.
Die Idioten, ey.
Ja. Und deswegen hat man morgens den ganzen Spa-Bereich nur für sich. Ich kann mir jede Liege wählen.
Die anderen, weil die die Natur genießen, haben andere Sachen.
Die machen—
Ja, da hat man natürlich extreme Vorteile.
Ja. Und dem— ja, dem bin ich nicht erlegen. Und dann, wie gesagt, dann dauert es so einen Tag, wo ich mir mal alles angeguckt habe. Dann habe ich mich mal—
Aber was heißt denn— das heißt, du inspizierst dann im Bademantel so ein bisschen erstmal die Bereiche oder was heißt—
Oder ist es so, dass du da um so eine Wärmepumpe rumschleichst und mal guckst, wie ist die Haustechnik hier?
Nee, das interessiert mich nicht.
Genau. Was heißt das denn?
Also, ich fange mal— ich fange mit dem Plüperwasser an, ne? Also schön Thermalwasser.
Ja.
Okay, okay. Dann nächster Schritt ist in diese— in die Sauna, wo man das Hösler anlassen kann.
Ja, dann probier ich es mal aus.
Dann probiere ich es mal aus, ob das Launieren noch funktioniert und so. Dann sieht man— so am Horizont sieht man den Nackbereich, ne? Wo natürlich die geilere Sauna ist.
Vom inneren Auge oder vom echten Auge?
Vom echten Auge.
Ach so, okay.
Nee, das ist wichtig. Die schönere Sauna, ne?
Schönere Sauna, schönerer— insgesamt schönerer Bereich.
Besserer Bereich.
Und das ist ja eigentlich das Ziel. Das ist mein Narnia.
Aber er kostet eben was, der Bereich.
Der kostet halt die kleine Überwindung.
So.
Zudem habe ich noch ein Problem: Wenn ich in diese Sauna— sobald ich eine Sauna betrete, muss ich die Brille ausziehen. Wenn ich die Brille ausziehe—
Ja, das ist bei mir auch so—
—sehe ich nichts.
Das kennst du gar nicht, Klaas. Dieses schlimme Gefühl, man muss die Brille ausziehen, weil die wird ja sonst auch heiß und schmilzt einem ins Gesicht rein. Dann sieht man so aus wie da bei Batman, der eine Heini, ne? Und deswegen ist das doof, weil man macht sich einerseits nackig und blind. Das ist irgendwie doof, weil man diesen Handel nicht mitspielen kann. Man sieht nicht die anderen Pimmel und die dürfen den eigenen Hauspimmel angucken. Dieser unausgesprochene Handel, da sind wir nie Teil davon, weil wir sehen gar nichts.
Man konnte in der Sauna bleiben, man sieht so Gestalten, da sitzen, macht man so prophylaktisch so: "Hallo, hallo, hallo."
Und das Schlimme ist, man weiß auch nicht, vielleicht kennt man jemanden, aber den hätte man dann auch nicht erkannt. Dann wirkt man auch wie ein Arsch.
Ja, bei so einem Aufguss kannst du nicht mehr mit einem Geruch gehen oder wie ihr euch sonst orientiert.
Geruch.
Also habe ich dann ab Tag 2 mir so Kontaktlinsen da reingekriegt.
Echt?
Ja.
Ja, Kontaktlinsen super.
Ja, den Vorschlag hätte ich jetzt gemacht.
Wenn man sein Leben lang eine Brille hat, ne? Rund um die Uhr immer und nie Kontaktlinsen, dann fühlt man sich halt wie Hans Maulwurf, wenn man die so hat. Und deswegen habe ich dann immer eine Sonnenbrille aufgesetzt.
Oh, das ist ja super pervers. Das ist— du hast jetzt—
Pass auf, nein, nein, nein. Ich bin nicht in die Sauna. Ich bin doch nicht in die Sauna mit einer Sonnenbrille. Beruhigen Sie sich.
Nein, aber allein schon mit dem Wasser, wo man direkt mal den Kopf waschen muss. Jetzt schon. Weil du hast bisher nur richtige, vernünftige Sachen. Ich habe nur Haken gesetzt, innerlich. Aber deine Sonnenbrillen-Philosophie ist komplett fehl am Platz, weil du trägst sie auch in geschlossenen Räumen und das ist einfach falsch. Das macht man nicht. Das gilt als unhöflich. Und man wirkt dann wie so ein Weirdo.
Aber wann habe ich sie denn in geschlossenen Räumen auf?
Macht er doch manchmal.
Wenn ich runtergehe oder so.
Nee, die hast du schon manchmal.
Also, die hat halt Stärke. Deswegen, wenn ich rausgehe und die Sonne scheint, dann setze ich die im Büro auf, laufe runter. Das sind vielleicht die Momente.
Aber können wir nicht einen Kompromiss machen, weil ich verstehe auch, Jakob, dass wir anfangen, dass wir so ein bisschen in den Bereich Hugo Egon Balder jetzt reingehen und du mit so hellblauen Brillengläsern.
Oder Joko.
Oder mit— ja, oder Joko hat auch so bunt getönte.
Du meinst eine Starbrille.
Eine Starbrille. Also, dass wir jetzt anfangen— ich verstehe dieses Gefühl. Du willst das Gefühl haben, da sitzt was drauf, so irgendwie, weil du irgendwie dieses Gestell im Gesicht vermisst. Aber so eine dunkle Brille, ja, ist dann doch so ein bisschen Flavio Briatore mit so einer leicht orange getönten eigentlich Fensterglasbrille.
So hellblau.
Hellblau, ja.
Eine klassische Starbrille.
Da könntest du mitmachen bei den— wie heißen die? The Falling Bastards oder so.
Mach doch mal.
Da diese Band von Hugo Egon Balder. Die haben alle so eine Brille auf. Wie heißen die denn? The Falling Bastards, glaube ich.
Die engen Jeans. Ich weiß auch nicht.
Die haben auf jeden Fall— genau. Die haben auch alle so kleine—
Die speckigen Lederjacken. Nee, wie heißen die denn?
Die haben alle so— die Flippers. Die haben alle so Brillen auf. Und ich würde die mal anschreiben, wo die die herhaben. Dann könnte ich dir für die Sauna— könnte ich dir eine Saunabrille besorgen.
Also, ich kann dich beruhigen. Ich bin nicht mit der Sonnenbrille in den Nackbereich gegangen, hatte nichts an außer die Sonnenbrille. Das wäre ja fürchterlich, ne?
Das wäre nicht gut.
So. Aber natürlich ist ein einziges hier wechseln, wechseln, wechseln und irgendwie—
Stress, nahezu.
So, aber dann kommt der Moment, wo ich merke: Oh, das funktioniert ja alles hier. Und dann ist wirklich Unchained. Ich habe irgendwann— ich habe so hart übertrieben. Ich habe mir— ich war circa sechs Mal— sechs Saunadurchgänge pro Tag. Drei Aufgüsse. Und von— jetzt möchte ich euch berichten über Aufgüsse, die ich gemacht habe.
Ja.
Also, ich bin sehr gespannt, weil ich bin ja großer Sauna-Fan und freue mich, dass du da jetzt auch im Game bist.
Wie lange ist für dich ein Gang?
Wieso? Für jeden gleich.
15 Minuten.
Diese Sanduhr.
Willst du vorher raus? Das darf man ja nicht.
Beim Aufguss, aber wenn man einfach in eine Sauna geht, kann man selber entscheiden. Kann man auch 20 Minuten sitzen, 10 Minuten.
Ach so, ich dachte, es geht um Aufguss. Okay.
Nee, beim Aufguss ist ja—
Ach, 15 Minuten. Das wollte ich wissen.
Aufguss. Meine— meine Top-3-Aufgüsse.
Thomas' Top-3-Aufgüsse.
Einmal das Dampfbad. Da war so eine Sauna-Lady, die kannte ich auch schon. Und die bringt so eine Boombox mit. Und dann wird da Musik gespielt.
Ach du Scheiße, was für Musik?
Österreichische Musik. Von Falco über—
Das war Drecksmusik.
Jung Römer. So was.
Ja, so was. Dann gab es auch The Police war an einem Tag.
Geht ja. Falco, Police.
Ja, aber das geht ja.
Und dann habe ich euch noch Café del Mar mitgebracht.
Ah, ja.
Ach so, wie man sich 1998 entspannt hat auf Ibiza. Indem man den Sonnenuntergang angeschaut hat mit den anderen Hippies.
Ja, im 500 SL.
Ja.
Und das ist ja so— also da habe ich dann irgendwann— da kriegst du natürlich die Alpinlotion, kriegst du die Lotion, dann musst du dich überall einreiben, dann kommt die Saunadame und sagt so: "Auch wirklich überall einreiben."
Woher kriegt man die Lotion?
Die teilt die aus.
Wie?
Ja, die kommt mit so einem Eimer rum oder mit so einer— wirklich wie mit so einer Ketchupflasche. Und dann musst du die Hände aufhalten.
Das ist ja wie in der Kirche fast.
Das ist wie hier beim Wurstbraten. Da kriegst du es genauso auf den Teller.
Ja.
Da musst du dich nach vorne beugen, dann kriegst du noch so ein—
Leibkristi?
Nee, so einen Eisberg auf den Rücken.
Echt?
Ja. Und dann geht es ab. So. Und— also ich war da irgendwie— ich habe immer meinen Frieden gefunden, indem ich mir so ein Handtuch da so umbinde. Ich hatte ja auch noch die Problematik, zu der ich gleich komme, dass ein Arbeitskollege hier auch tatsächlich auch bei dem Aufguss in der Dampfsauna war.
Ei, ei, ei.
Mei.
Das piepen wir.
Ja.
Ja, und aber dann habe ich da— wenn diese Schwelle überschritten ist, wirklich, dann habe ich gesagt: "So, ich will an den Tagen immer alle drei gängigen Durchgänge oder Aufgüsse in der Hauptsauna machen."
Aber jetzt stellen wir uns dich vor noch mit dem Handtüchlein oder wie ist das? Was heißt für dich Schwelle überschritten? Das gibt irgendwo den Moment, weil da würde ich jetzt gerne reinfragen, wann du so leicht diesen Knoten löst und sagst: "So."
Machst du das mit einer gewissen Festlichkeit? Das ist die Frage.
Also, als wenn—
Früher wurde immer— früher hat meine Mutter immer den Tannenbaum geschmückt und dann war aber erst noch ein Tuch drüber. Und dann wurde das wirklich festlich abgezogen, damit man es dann erst sehen konnte. Löst du so das Handtuch, wie meine Mutter damals den Christbaum enthüllt hat?
Es gibt ja verschiedene Typen. Nummer eins ist— das ist für mich— da war ein Herr, das war der schamloseste Mensch, den ich je getroffen habe. Der schamloseste Mensch.
Und du arbeitest bei Prosik.
Ja.
So heißt die Folge übrigens.
Das war—
Der schamloseste Mensch.
Der war so der Typ, wo man schon vermutet hat, dass der, sobald er an die Rezeption des Hotels kommt, ist er eigentlich schon nackt. Und geht dann— so. Und der hat es geliebt. Zum Beispiel, wenn man auch aus der Sauna kommt, dann hat man ja irgendwann auch spätestens dann sich wieder— oder man geht raus und hat das Handtuch um. So. Was der gemacht hat ist, der hat sich eigentlich immer nur das Gesicht getrocknet, damit untenrum alles freigelegt ist. Der hat sich— der hat, wenn man zehn Minuten auf einen Aufguss gewartet— das gibt es ja manchmal, man will sich einen guten Platz sichern und so— dann steht man vor der Sauna rum mit allen Leuten.
Ihr lungert dann da.
Der alles immer schon hier komplett, komplett. Also, das war sein Ding.
Was für ein Alter? Können wir uns auf diese Lebensphase noch freuen?
Mitte 50. Da haben wir noch Chancen.
Solche gibt es im Fitnessstudio auch immer.
Der war nie im Fitnessstudio.
Ach so.
Den Schrank ganz vorne nehmen und das dann genießen, nur in ihren Latschen bis zur Dusche zu laufen. Die genießen das nicht.
Die finden das mega geil.
Geil ist falsches Wort.
Nee.
Da will ich auch— da will ich gleich auch nochmal was— ich will das nicht unterbrechen, aber zu dem Thema will ich nämlich gleich nochmal was fragen, ob ihr das auch so wahrnehmt, ja.
Ja.
Ja.
Und—
Aber das ist interessant. Also, das ist jetzt nicht so, dass der Körper, sagen wir mal, ein Adonis hätten wir in den 80er Jahren gesagt, als wir aufgehoben haben.
Die schamlosesten sind die— sind wirklich die, wo man das klassische Schönheitsideal nicht drauf anlegen kann. Finde ich aber auch irgendwie sympathisch.
Das ist eigentlich gut.
Und es hat wirklich auch so den Effekt, dass du dich irgendwann tot gesehen hast. Also, gesehen, aber du gewöhnst dich so daran, es ist dir wirklich scheißegal, ob da jemand dick, dünn, blau, grün ist.
Aber das gibt den Effekt, der ist ja auch irgendwie ganz schön. Das finde ich, wenn man nackte Körper mal sieht, dann wirklich, das ist eine Erinnerung, weil sonst sieht man ja nackte Körper häufig so in idealisierten Zuständen, in Werbung oder Social Media und so. Und es entsteht wirklich, glaube ich, tatsächlich subtil ein inkorrektes Menschenbild, weil die Realität sieht eben anders aus. Und das ist, glaube ich, schon auch auf eine Art Wohltuend. Und ich verstehe dieses so sich mitfreuen, dass einer, der jetzt eben nicht bei Instagram wahrscheinlich dadurch eine halbe Million Menschen unterhält mit seinem Körper, dass er so ganz normal da fröhlich rumläuft.
Aber mir zieht das jetzt gerade den Spaß raus aus der Geschichte.
Nee, ist aber gut.
Ja, ich finde es auch gut.
Ich würde mich da mit reinfreuen.
Danke, Herr Lund, ist angekommen, ist vermerkt in einer Akte, kriegst einen Bambi für die Einlassung. Aber dennoch möchte ich jetzt wissen, wie es weitergeht.
Ganz kurz nur zu dir. Es hat tatsächlich den Effekt, und den finde ich sehr, sehr gut, dass man halt wirklich so ein bisschen entspannter wird, auch mit dem eigenen Körper.
Darum geht es mir ja auch nur.
So, du denkst dir: "Ja Gott, du bist nicht der auf der unteren Skala, du bist nicht auf der oberen Skala." Wenn man so eine Bewertung überhaupt noch.
Du machst da noch einen inneren Klimmzug, weil der noch einen dickeren Arsch hat.
Ja. Auf jeden Fall.
Na gut.
Also ist ja dann doch—
Ich habe mir auf die Kontaktlinsen nicht umsonst reingeschaut.
Das ist ja doch gar nicht so nett, wie ich dachte am Anfang.
Da wird noch eine Sache da reinpfuschen.
Ich tue mir leid, dass wir dich so oft unterbrechen. Aber wenn du dann—
Das kriegst du als Saunaverbot.
Wenn du dann das alles so wahrgenommen hast, hat das dann Einfluss darauf, ob du zum Beispiel noch Mittag isst, ob du dir dann noch eine Pizza reinschmeißt?
Nee, nee, gar nicht.
Oder abends beim Essen, wo du dann so denkst: "Och, ich nehme mal—"
Nee, da trifft man— in solchen Hotels und so trifft man ja eine Generalentscheidung, wenn du die Schlüssel überreicht bekommst. Da wird nicht mehr einzeln jedes Mittagessen abgewogen.
Nee, aber—
Da wird einfach in dem Moment, wo du die Schlüssel kriegst, wird— ist klar, die Entscheidung ist für sieben Tage getroffen, was hier geht und wie viel hier gegessen und getrunken wird.
Ja, ich kenne das, aber auch das, wenn man dann auch so viele trainiertere sieht, dann denke ich schon beim Mittag: "Naja, die Pizza muss jetzt nicht sein." Und dann esse ich sie traurig.
Das stimmt. Das stimmt. Das hat auch—
Als Niederlage esse ich sie dann.
Natürlich. Es ist spannend. Wenn du außerhalb der Sauna bist, dann siehst du eigentlich nur Körper, die besser sind als der eigene. Und das hat so den Effekt, dass man— also man blendet alle anderen aus, die es auch gibt. Aber dann denkst du: "Oh, guck mal, der— ja, ich rufe Coach Kevin an."
Liebe Grüße.
Und mit der hat man jedes Mal, wenn man— ja, natürlich, Sport war nie mein Ding. So. Und das ist natürlich dann auch— da siehst du halt, da kriegst du die Rechnung präsentiert. Und deswegen—
Aber manchmal kommt einer und denkt man: "Oh, heute geht aufs Haus." Und davon reden wir gerade.
Los Vochos.
Los Vochos. Ja, Aktionswoche. Im Menschenrestaurant zum goldenen Aufguss.
Da kriegst du die Rechnung präsentiert.
Naja, wo war ich? Ach so, meine Sauna.
Ja, du warst bei den Top-3. Du wolltest ja— das ist supermodern, das ist richtig gut. Weil wir machen hier so was auf die Eins, auf die Drei. Das ist richtig gut.
Also die drei—
Echt der Aufguss.
Drei war hier Dampfbad.
Dampfbad mit dem Eis im Nacken und was war noch? Da irgendwas eingecremt wurdest du.
Ja, Café del Mar und so. Man wurde eingecremt.
Café del Mar ist so das Witzigste daran eigentlich.
Und der Kollege saß mir auch gegenüber. Aber wir haben das sehr gentlemanmäßig gelöst. Also A, haben wir sehr darauf geachtet, dass man primäre Geschlechtsteile nicht sieht. So, sondern immer so ein Handtüchle um, wenn zu befürchten war, dass er auch da ist. Und da haben wir uns auch verständigt. Und gleichzeitig sind wir zum Beispiel in dem Dampfbad, haben wir nicht gesagt, wir setzen uns nebeneinander, sondern er sitzt auf die eine Seite.
Dann ist da so ein Flughafenmann.
Man ist auf die andere Seite. Man hat eigentlich nur den Kopf von dem anderen gesehen. Das war alles unabgesprochen, hat wunderbar funktioniert.
Ach, schön.
Ja. Und—
Top-2.
Top-2. Top-2 war dann— also wenn du sagst, du machst jeden Tag alle Aufgüsse mit, dann hast du natürlich ein ganzes Potpourri an Aufgüssen. Und das eine war auch spannend, aber 108 Grad, also mal so richtig, richtig, richtig, richtig heiß, mit Gewedel. Und das war so ein Ding, wo—
Normale Sauna ist, glaube ich, so 70, 80, 90.
90, 95. Aber ich sagte, die 15 Grad plus das Gewedel, was ja mit einem Riesenfächer und was weiß ich.
Das ist einfach richtig wie in der Hölle.
Das ist ein Airfryer praktisch.
Ja, du denkst, du verbrennst. So. Und dann sind auch die— raus, dann merke ich aber, ich bin auch so— da steckt noch so ein bisschen was, keine Ahnung, von meinem Vater, so irgendwie auch Sportler und so. Ich will das dann schaffen. Ich würde tot umkippen. Lieber als zu sagen, ich breche ab. Der Saunaweltmeister ist doch auch deswegen tot.
Der ist tot.
Ja, der ist verbrannt. Der ist einfach wie eine Rosine vertrocknet, aber hat gewonnen.
Ja.
Und das lebt dann auch in mir. Und dann nochmal in den Eissee da reinspringen und so. Ich habe dann sofort so ein Competition— also gar nicht gegen wen denn, aber gegen mich.
Gegen eigenen Körper gewinnen.
Das ist so lustig, weil natürlich durch die Hintertür auf einmal der Cold Punch dann doch in deinem Leben Einzug hält, gegen den du dich ja nun sehr gewehrt hast. Und es ist einfach so, es ist ein biochemischer Vorgang, gegen den auch du dich nicht wehren kannst, weil dein Körper genauso aufgebaut ist wie deiner oder meiner. Es ist einfach so, dass der Körper die Kälte, die dann einsetzt, mit Schmerz verwechselt, Endorphin zuvor stoppt und danach, die drei, vier Stunden danach, übererfüllt. Und das ist dein sogenanntes gutes Gefühl und da ist man sofort hooked. Da ist man sofort, weil man macht den— das ist so wie ein altes technisches Gerät, an und ausmachen.
Man macht einfach an und aus und dann geht es wieder. Und das kannst du auch mit dem Körper machen. Du machst ihn an und aus. Und auf einmal funktioniert alles wieder. Man denkt, wow, ich kann das alles noch. Und man fühlt sich wirklich ja wie neu geboren.
Nach den 108 Grad hat mein— also da war ich froh, dass ich keine Apple Watch anhatte oder eine andere Smartwatch, die mir so den Herzschlag zeigt.
Der hat direkt einen Timer angerufen.
Da war schon ein bisschen autonom.
Ja, war schon ein bisschen. Ich weiß nicht, ob da— wenn da ein Arzt dabei gewesen wäre, ob der nicht mal gesagt hätte: "Herr Schmidt, komm, es wird Zeit." Also, einmal alle zwei Jahre in die Sauna gehen und sich dann vollgeben, ist nicht optimal.
Wahrscheinlich nicht, aber—
Aber was schon gut ist, und es ist wirklich keine Empfehlung, das darf man auf keinen Fall machen, auf gar keinen Fall, ist die Sauna, dann eiskalt abkühlen und dann so einen halben Liter Weißbier trinken. Das ist herrlich, ey. Das gibt einen Qualitätsschlaf.
Das gibt einen Qualitätsschlaf.
Ich habe wirklich— ich habe schon so Sauna-Experimente gemacht, dass— also die Sauna geht ja aus Sicherheitsgründen nach außen auf. Das heißt, die Tür geht nicht nach innen, sondern nach außen auf. Und ich habe schon so heiß das gemacht. Und dann, wenn du dich dann hinstellst, bist du ja mit dem Kopf im heißesten Bereich. Und ich bin nicht groß, aber da war schon die Hitze. Und ich habe dann so weit angefeuert und selber noch so mit einem Arm so Aufguss gemacht.
Ich sehe das noch vor mir, ey.
Und habe so da so rumgewedelt.
Ich fasste zu dir.
Und habe mich dann an die Tür gelehnt, weil ich merkte schon, mein Sichtfeld verengt sich.
Dir auch heiß ist die Tür.
Na klar. Aber das— also an den Holzgriffen. Und dann merke ich schon, es kribbelt mir so in die Finger rein und ich denke, alles klar. Und das ist eigentlich wie bei so einem Kunstflieger, der dir relativ genau sagen kann, wir sind jetzt irgendwie bei 7G, bei 8,5 gehen die Lichter aus. Und du merkst, es schleicht sich schon an. Und ich kann eigentlich nur durch den Kopf kurz runternehmen. Wenn ich kurz hinhocke, kann ich wieder zu Bewusstsein finden. Dann wird auf einmal alles wieder hell. Dann gehe ich wieder hoch und dann gehe ich wieder in diesen dunklen Bereich. So, und ich weiß, wenn ich jetzt ohnmächtig werde, dann falle ich nach außen. Dann schlage ich mir vielleicht den Kopf auf.
Vielleicht breche ich mir auch einen Arm.
Ja, da haben wir dasselbe Gen noch irgendwie.
Ja, das weiß ich auch über euch. Ihr seid ja geisteskrank. Wenn ihr aus Wachs wärt, würdet ihr euch wirklich selber schmelzen. Ihr würdet nur mal so gucken, ich schmelze mal nur so einen kleinen Finger, dann ist er weg. Das wäre ein schönes, fast wie so eine Art Kinderbuch, so ein Horror-Kinderbuch, dass Menschen aus Wachs sind und dann guckt man, wie sie sich selbst geschmolzen haben.
Wie meine Oma gesagt hat: "Du bist ja nicht von Zucker."
Ja, aber du wärst von Zucker. Du würdest dich karamellisieren, bis du nur noch so ein brauner Fleck bist.
Ja, könnte sein.
Geisteskrank.
Wir kommen zu Nummer eins.
Nummer eins.
Mach ein Geräusch, bitte, Pfeife. Wir kommen zu Nummer eins Aufguss.
So muss es sein, natürlich.
Nummer eins. Es ist auch eine Checkerfrage. Es ist so, aber es ist— also man weiß nicht, welche Art von Aufguss sich der Saunameister ausgedacht hat. Es steht auf dieser Tafel vor der Sauna nur 15, 16, 17 Uhr Aufguss.
Ach so, die sagen es einem nicht.
Es steht bei der 108 Grad stand.
Heiß.
Hot hinten dran. Aber das war eigentlich— es war für 17 Uhr war hot geplant. 15, 16, 17 Uhr waren die Termine. Und er hat einfach mal— hat das hot dann doch auf 16 Uhr gelegt.
Ach so.
Was ich irgendwie spannend finde, für alle, die denken: "Oh nee, hot, gesundheitlich macht das— nee, das kann ich auf keinen Fall." Die sind aber um 16 Uhr ganz ahnungslos von der Sauna gegangen und haben gesagt: "Komm, wir machen es jetzt einfach."
Und ein paar bleiben sitzen bis 17 Uhr.
Und da hat der so drei Eimer mit Eis einfach wupp draufgekippt, wupp draufgekippt, draufgekippt und es war so heiß. Naja, Top eins. Kneipp. Man wusste es aber vorher nicht.
Warte mal, warte mal. Nur damit ich da richtig bin: Da kriegt man so Kräuterlotion, die man sich kneipt? Ist das nicht, dass man da so sich so Kräuterzeugs da in die Beine noch so reinschmieren muss?
Ich dachte, Kneippgang kenne ich, wo man über so Steine latscht und so.
Beides richtig. Beides richtig. Lehnt euch zurück, macht die Augen zu. Und denkt aber dabei daran, dass ich das durchgezogen habe. Ja, bitte.
Pass auf, wir gehen jetzt auch akustisch in eine Sauna rein. Da ist jetzt Pfeife gefragt.
Ich mache jetzt die Augen zu und ich möchte auch, dass da so transzendentale Musik da so drunter ist, damit ich mich besser konzentriere.
Erstmal überprüfe ich, ob mein Handtuch hält.
Ja, ihr müsst— lehnt euch mal zurück. Also.
16 Uhr. Der letzte Aufguss ist eine Stunde her. Also eine halbe Stunde habe ich nochmal kurz geruht mit meiner Sonnenbrille am Eisding. Dann habe ich die Sonnenbrille abgelegt, weil man will ja nicht ein Perverser sein. Geht da rein. Ein Handtuch, ich nenne es das Kollegenhandtuch, wird um den Schritt gewickelt. Ein Handtuch über die Schulter gelegt. Das ist nämlich clever. Das ist eigentlich— man sagt, das ist dafür da, damit natürlich der Schweiß abtropft. Man könnte natürlich sagen, du könntest doch einfach in die Sauna gehen, dein Handtuch von den Lenden nehmen und das als Handtuch drunter legen.
Aber ich mache das sehr gründlich.
Also in meiner Vorstellung siehst du eigentlich aus wie Cäsar.
Ja.
Aber das ist auch mein Trick.
Ja. Man kommt also rein, man legt das Handtuch auf.
Das Sitzhandtuch.
Das Sitzhandtuch hin und hat trotzdem noch was um den Schritt. Das macht man aber so ein bisschen locker. Aber wohl bedacht, aber damit man nicht so verklemmt darum sitzt.
Ja, genau. Kleine Einladung ans lockere Leben.
Dann kommt der Saunameister, bringt seine Eissachen und seine Tinkturen und seine Kellen und seinen Fächer da rein und lüftet erst nochmal durch.
So wie der Bader im Mittelalter.
Ja. So, und man wartet und man hat schon ein bisschen Sorge, dass man vielleicht schon zu früh reingegangen ist, um sich den Platz zu sichern. Weil man hat ja schon mal zehn Minuten auf der Uhr, bis der überhaupt anfängt mit seinem Programm.
Scheiße, ja.
Also man hat da— man schwitzt schon wie ein Schwein. Und der redet immer noch und wartet noch, ob noch zwei Leute kommen, die da draußen noch in der Dusche. Und dann kommt er: "Kommt ihr noch? Kommt ihr noch?" Dann kommt einer rein, guckt sich um, steht da komplett nackt, hat das eine Handtuch nur um die Schultern. Und die haben den Mut, dass sie halt eine Viertelstunde sich da umschauen, wo noch ein Plätzchen, wo sie sich noch dazwischen drängen können. Und dann drängen sie sich dazwischen.
Barärschig.
Barärschig. So, man sitzt dann und dann sagt er: "Hier, halli, hallo, guten Tag. Heute machen wir den Kneipp-Aufguss." Und der funktioniert wie folgt. Zehn Minuten wird da ordentlich angefettet.
Wie warst du angefettet?
Naja, die Hitze hochgeht, wie man es kennt.
Ja, okay.
Und dann meint er: "Danach—" Also, wir haben es dann so gemacht. Dann, nach zehn Minuten, hieß es: "So, Leute, jetzt gehen wir mal alle raus an den See." Und dann stand man da im Kreis mit allen.
Oh nein, jetzt warst du gefickt mit deinem Handtuch auch.
Und es hat gedampft. Ja, mit dem Handtuch hat er— und dann hat er eine Lotion gegeben und dann sollte man sich gegenseitig einreiben.
Nein! Nein! Ein Kreis aus Perversen!
Ja, also so den Rücken und so, wo man nicht rankommt.
Nein!
Ja. So, dann—
Das geht nicht. Stopp!
Ja.
Anzeige.
Wird noch besser.
Aber Schmidt.
Wie wird noch besser?
Dafür kriegst du jetzt schon Baywatch-Punkte. Weil ich sage dir, was ich zu 1000 Prozent—
Oh, Pfeife, du musst deinen Baywatch-Punkt abgeben.
Und das ist keinerlei Ironie, kein Scherz. Wo ich gehört hätte, eincremen, hätte ich so— dann wäre ich so einfach umgedreht und wäre gegangen. Ich wäre gegangen.
Also pass auf, du kriegst das—
Ich wäre so ganz wie so ein—
Es wird dir nicht angekündigt. Es heißt einfach nur, wir gehen jetzt mal— wir müssen jetzt mal kurz abkühlen. Wir gehen mal alle zusammen raus. Dann läufst du mit.
Die haben dich da reingelockt, reingetrickst.
Und dann stehst du da draußen an dem See, steht man—
Dann stehst du im Kreis und dann wärst du der Allerletzte, der noch—
Das ist dieses kleine Eck, wo man aber aus dem Ruhebereich schon auch so ein bisschen so reingucken kann. Ja.
Nee, das sieht jeder. Da sind Glasscheiben. Da sieht man alles. Das ist doch dieses Ding, bevor man in den See reingeht. Ja, ja, klar.
Genau, dieser Platz.
Da wäre ich rückwärts durch die Glastür.
Nee, wärst du nicht. Geht nicht. Also, du bist so nicht— du willst so nicht der Idiot sein, der dann da wegrennt.
Doch, das hätte ich gemacht.
Hätte man eine Gelegenheit gehabt, sich die Pulsadern aufzuschneiden.
Das ist wie als sich die Familie im Café in der Nordsee zu mir gesetzt hat und gesagt hat: "Wir beißen nicht." Und da bin ich ja dann auch so— ich habe dann so einen starren Blick, bin aufgestanden, Jacke und bin gegangen einfach. Und das würde ich da auch machen. Ich sage es euch.
Wie hättest du das gemacht?
Das ist eben ohne soziale Moderation, wirklich wie ein Irrer. Aber ich kannte das nicht. Ich kannte das nicht.
So: "Ich muss weg."
Ja, so wirklich wie da: "Ich muss weg, Mann." Ohne "Ich muss weg."
Nein, nicht mal. Du wärst einfach gegangen.
Ich hätte nicht mal irgendwas angedeutet, so: "Hu, jetzt habe ich aber hier das Meeting." Nein, ich wäre einfach wie so ein Roboter aufgestanden und gegangen.
Also, was ich überlegt hatte, ist: Da gibt es so einen kleinen Brunnen, da kann man sich was zu Wasser nehmen. Und meine Gedanken haben immer darum gekreist.
Das ist schlau. Sowas kann man dem Kopf nicht mehr vorschlagen.
Mir Wasser holen und dann weggehen.
Ja, kurz mal ein Gläschen. Ja, ja.
Aber bevor—
Das wäre gut. Aber direkt nach München zum Flughafen. Im Bademantel.
Jetzt schon vorbei mit dem Handtüchlein.
Was ich nicht gemacht habe, muss ich ehrlich sagen, ich habe nicht meinen Nebenmann oder Nebenfrau eingerieben, sondern ich habe mir selber das Zeug da—
Ja, das ist aber gegen Solidarität.
Aber kam jemand auf dich zu?
Nee, Gott sei Dank. Es waren sonst viele Paare und so, und die waren alle unter sich.
Okay.
So. Und dann—
Schlimm.
Gibt es da so einen Raum, der ist so ein bisschen gestaltet wie eine Grotte, und da sind überall so Wasserfälle.
Ja, ja.
Und auch zum Abkühlen, nicht ganz so kalt wie dieser Natursee.
Da wieder alle rein. Also, wie viel wart ihr denn? Wie viele Mann?
In einer Polonaise.
Nein.
Alle mit einem Meter Abstand musste man da einmal im Kreis durch diesen—
Ach, der Kneippgang.
Ja, der Kneippgang. Durch diesen—
Das ist der Kneippgang.
Ja.
Das ist wie bei Game of Thrones, wenn die da nochmal durch diese Stadt durch mussten.
Ja. Sind wir da im Gänsemarsch?
Der Kneipp gehört nach Den Haag, ich sage es euch.
Ja, wirklich.
Das ist ein kranker Geist.
Ja.
Ja.
Das ist wirklich— ich kann mir auch vorstellen, dass so Leute sich da immer noch tarnen. Das ist wie der Karadzic, der als Heilpraktiker gearbeitet hat.
Ja.
Ja. Und dann musste man wieder in die Sauna und nochmal zehn Minuten. Aber das war nicht mehr das Schlimme. Aber das hatte ich alles. Und danach war wirklich— das war wie bei Fight Club, ne? Ground Zero.
Sag mal, ist so ein Saunameister, ist der selber auch nackig?
Nee.
Was hat der?
Der sieht aus wie ein normal— sind die aus wie so Bademeister. Die haben dann so weiße Polohemden an.
Ja, der hatte nur— der hatte eine Badehose, glaube ich, und auch ein Handtuch um und hatte so.
Eine Hundemaske auf.
Ja. So Flip-Flops an.
Ich kann das gar nicht— ich kann das gar nicht— das kann ich nicht verarbeiten.
Ja, aber was macht man da? Also, man steht da drin und dann kannst du halt—
Ich würde einfach— das ist doch— da ist doch bestimmt Alkohol drin in diesem Kneippzeug, was du dir da auf die Oberschenkel schmieren sollst.
Weiß ich nicht, Mann.
Ja, einfach einen kräftigen Schluck nehmen und durch da.
Einfach den Dicken den Rücken ablecken und hoffen, dass es knallt.
Das ist, als wenn du so einen Frosch ableckst. So ein adoptivierender Frosch. Einfach mal gucken, was passiert, wenn du Onkel Rolf ableckt, ob man da auch einen derben Flash kriegt.
Also, ich bin völlig— ich habe keine Lebensenergie mehr.
Es gab noch eine Sache. Es war also unser Kollege.
Das ist eine große Spezialfolge. Finde ich okay.
Ja, es ist eine Saunaspezialfolge.
Man kann eine Spezial— Saunaspezialfolge.
Warum nicht? Das wäre die Cringe-Spezial im Saunabereich. Das ist vollkommen in Ordnung, dass wir jetzt eine komplette monothematische Folge, die sozusagen nur erzählt wird in einem Bereich, wo Schmidt nackt war.
Ja.
Ey, aber können wir nicht—
Die große Nacky-Dive-Folge.
Aber das muss eigentlich— das Cover muss dann sein wie so eine Sauna. Das muss sein: Saunafolge.
Ja, besprechen wir später. So, was war noch die andere Sache?
Kollege Patrick hier, der auch da war, der war aber auch dort, weil er hat da Tennisstunden genommen jeden Tag. Also war aktiv, während ich da schon mit Sonnenbrille da rumgelogen habe. Und der hat während seinen Tennisstunden einen Inder kennengelernt, der—
Sorry, darf ich dich korrigieren? Ist das für die weiterfolgende Story noch relevant, dass der Inder ist?
Ja.
Okay.
Ja, weil sonst—
Das ist aber Sabine Rückert.
Das ist—
Können wir uns nicht erlauben.
Das ist wie meine Eltern, die dann sagen: "Also, da kam jemand." Also, der war Pakistani. Und dann geht die Geschichte weiter und am Ende stellt man fest: War egal.
Nee, das ist ein ganz wesentlicher Aspekt davon, dass er indischer Staatsbürger ist, der extra zum Tennisspielen da in das Hotel geflogen ist.
Echt?
Ja. Naja. Und der wurde dann von unserem Kollegen überredet, überzeugt, dass er doch mal— "Hast du in deinem Leben mal eine Sauna gemacht?" Deswegen ist es halt wichtig. Nein. Er meinte, in Indien ist heiß genug. Was soll das?
Ja, stimmt.
Er hat Patrick ja gesagt, es geht um das Gefühl danach und dieses Wechsel von heiß und kalt. Du fühlst dich wie neu geboren. Und hat den da reingequasselt. Also auch Patrick gebührt einen Punkt. Denn also der Inder, der war, der hat sich dann, der ist dann mitgegangen zu diesen Aufgüssen. Und der Effekt, dass da jemand dabei sitzt, der das erste Mal in einer Sauna sitzt, ist halt, war für alle sehr, sehr aufregend. Das wurde auch, der kam auch rein, dann wurde—
Also es wurde auch moderiert, natürlich.
Es wurde auch moderiert und irgendwie wurde ganz schnell—
Und dann haben wir hier noch einen Inder, der kennt das nicht, was wir hier machen. Setz dich dazu.
Der hat seine Premiere gefeiert und irgendwie hat das jeder gerafft, dann irgendwie. Und dann saß er, alle haben auf ihn geklotzt. Wie reagiert er? Wie ist das?
Was macht der Inder jetzt?
Genau. Und genau dieses Gefühl von "Was macht der jetzt?" Es ist, erst fand ich es ein bisschen eklig, weil es kommt sofort sowas auf, sowas Belehrendes, was gar nicht so gemeint ist, aber die ganze Saunagemeinschaft—
Es wird so mansplaint zum Thema Sauna.
Ja, gib dem so, so muss das Handtuch, hier musst du so.
Ja, aber auch so ein bisschen so, ob er das wohl aushält. Wie lange hält er das wohl aus? Das wird jetzt richtig— nee, setz dich nicht da oben hin.
Aber nee, hau rein, ja.
Es sind so, aber es ist gar nicht böse gemeint, nur es sind so, es ist so diese Tippgeberei da.
Aber das Gleiche ist mir auch passiert, als wir in Indien waren und dann sind wir Mittagessen gewesen und dann geht es natürlich auch um diese Schärfe und dann fragt man auch: "Ja, was halte ich hier aus als Europäer?" Und dann ist man im ähnlichen Gespräch.
Und exakt das habe ich mir dann auch, damit habe ich im Frieden, wir haben auch bei Duell um die Welt reisen und so hatten wir so oft die Situation, dass so fünf, sechs Leute um uns rumstehen und wollen sehen, wie wir das tausendjährige Ei fressen. Oder wie wir irgendwie, genau, das Essen mit Schärfe vertragen und so. Und geben exakt dieselben Tipps. Und das ist interkulturell. Nur man hat es, glaube ich, so selten, wenn man, also dass es so eine Kultur gibt, die Saunakultur, die in Indien wahrscheinlich nicht so verbreitet ist.
Ist übrigens aber auch der Spitzname von Hugo Egon Balder, das tausendjährige Ei.
Das habe ich da gesehen beim zweiten Aufguss, 16 Uhr. Naja.
Ja, und wie hat es der Inder gemacht? Also hat er Spaß gehabt? Hat er Gaudi?
Beim ersten Mal war er schon so ein bisschen schockiert, vor allem auch, was die Nacktheit betrifft, war so mein Eindruck. Und diese Unverfrorenheit, mit der da alle alles zur Schau stellen.
Das ist doch mal witzig, wenn man so Amerikaner erschreckt.
Oh, Amis waren auch da.
Das ist das Beste. Das ist das Allerbeste, wie man die verschrecken kann.
Kurzer Ausflug zu den Amis. Die Amis haben auch alles Vollgas gegeben. Die habe ich schon im Thermalwasser bemerkt, dass die das gesamte Hotel mit ihrer Lautstärke eingenommen haben. Und haben davon erzählt, dass um 16 Uhr ist da Aufguss. Und dann hat einer, der war wohl schon mal in der Sauna, der hat wirklich durch das ganze Hotel gebrüllt, wie er da funktioniert und so. Und dann seine Kollegen, das war irgendwie so ein Arbeitskreis, ich weiß nicht, woher. Und die sind auch dann zum Aufgussen, die waren fünf Minuten vorher auch schon da, die saßen mit mir da drin und waren auch laut.
Also die Sauna hat komplett denen gehört. Wirklich, da war Imperialismus in der Sauna. Und dann haben sie aber nach drei Minuten gemerkt, das wird ja super heiß.
Ja, wie Kinder halt. Die schreien da rum, sind unruhig und laut. Und nach drei Minuten merken sie, kriegen einen heißen Kopf.
Und dann sind die alle wieder raus.
Ja. Und dann noch zehnmal die Tür auf und zu, und dann kriegst du noch—
Aber bevor überhaupt der Aufguss begonnen hat, waren sie wieder weg und nie wieder gesehen.
Ja, so sind sie.
Naja. Und um es kurz zu sagen, der Inder hat sich ganz, ganz schnell angepasst. Ab dem zweiten Durchgang hat er nicht mal mehr ein Handtuch mit reingenommen. Also, der war wirklich—
Ja, perfekt.
Der hat sich da—
Der hat ab dem Zeitpunkt auch jeden Aufguss mitgenommen.
Der musste dann auch los, weil der hatte noch einen Schuhplattelkurs.
Ja.
Ja.
Ja, Wahnsinn.
Das ist doch sehr gut, ja.
Wahnsinn.
Hast du denn— ich habe da angerufen in dem Hotel, aber es hat irgendwie alles nicht so hingehauen, wie ich mir das vorgestellt habe, habe ich jetzt festgestellt.
Ich habe—
Ja, weil ich natürlich— Schmitti wollte ich natürlich Geschenke rüberschicken. Das hat wohl geklappt.
Ich hatte Geburtstag da.
Ja, genau. Herzlich willkommen schon mal. Und dann habe ich dir Geschenke rübergeschickt. Ich wollte aber auch, dass abends an deinem Tisch, an dem du an deinem Geburtstag sitzt, mindestens eine halbe Stunde lang eine dreiköpfige Band spielt. Da habe ich sehr viel Zeit investiert, dass das klappt. Und du hast gesagt, es war keine Band da. Und da bin ich jetzt enttäuscht.
War ich auch enttäuscht. Das war fester Teil meiner Vorstellung.
Ja, meiner auch. Und ich habe eigentlich nur darauf gewartet, dass du mir irgendwann ein genervtes Foto schickst, wieder so ein Quetschkommodentyp mit so einem Gamsbart, der irgendwie dir da in die Nudeln singt. Und dass du dann noch so ein Augenverdreh-Emoji schickst. Da habe ich eigentlich nur darauf gewartet, bis es pingt. Immer wenn es geklingelt hat bei meinem Handy, dachte ich, ah, jetzt ist es soweit. Und es kam nichts. Und dann dachte ich, ah, das kann nicht wahr sein. Die Spedition war da schon blau.
Das hätte dich umgebracht. Ich habe dir— also die haben tatsächlich auch so eine Band mal durchs Restaurant geführt, aber nicht an meinem Geburtstag.
Ja, ich dachte, die sind doch eh da. Ich habe da jetzt keine Maharajis bestellt, die da irgendwas machen.
Das sind aber alte Maharajis, die da mal sind.
Ja, da wird gejodelt.
Ja, ja.
So.
Holter Herzer, Söberber.
Ja, sowas. Die kommen da mit Kontrabass und dies und das. Kommen die da rein.
Ja, Alpen-Elvis. Wie heißt der hier? Gabajé. So einen habe ich mir vorgestellt.
Und wenn der an unserem Tisch gelandet ist, ich hätte dich umgebracht.
Ja, weil so war das mit dem Kind.
Wir haben am nächsten Tag abgereist, um sich umzubringen.
Ja.
Aber jetzt stelle ich mir die Frage, du hast da ja alles in Bewegung gesetzt, ne?
Ja, irgendwie habe ich—
Jetzt habe ich— die haben wahrscheinlich immer so: "Mhm, ja, aha."
Aha.
Mhm. Haben da mitgeschrieben und es dann in den Müll geworfen, weil sie auch wussten, vielleicht können die es nicht riskieren, dass sie jemandem so auf den Zwirn gehen.
Ja, wieso? Mir sind die jetzt auf den Zwirn gegangen. Ich bin auch guter Kunde.
Ja, jetzt haben wir Bullshit.
Du warst ja gar nicht der Kunde da.
Aber ich war in dem Moment Gast. Und die haben gedacht, ja, sollen wir für so einen Joke, weil der meint das ja jetzt nicht so ernst und der ist ja wahrscheinlich drauf angelegt.
Dann sage ich das nächste Mal damit, ich werde mir die alle vorknöpfen, die ganze Familie hat da anzutreten, wie sonst nur beim linken Parteitag. Und dann werde ich da ein ernstes Wort mit denen reden.
Ja, und ich auch. Ich werde dann nochmal selber eine kleine musikalische Performance machen. Da werde ich nämlich die kleinste Violine der Welt nochmal spielen lassen. Und dann klappt das wohl nächstes Mal. Jetzt habe ich sozusagen auf Geld verzichtet und mit guten Worten das gemacht. Nächstes Mal werde ich da was investieren. Und ich sage so: "Du kannst da jederzeit wieder zu deinem Geburtstag hinfahren, aber das lasse ich mir nicht ein zweites Mal bieten." Das will ich nur immer ankündigen. Also, ich war mit drei Mann Band zufrieden. Nun gibt es ein Orchester.
Ich werde da vorarbeiten beim nächsten Mal.
Ja.
Ich werde auch erstmal schwärmen, dass du auch diese Musik liebst. Und da werden dir Tränen der Rührung. Es kann sogar sein, dass du aufstehst, weil du dich erstmal sammeln musst. Weil du das so schön findest. Das sage ich denen auch. Weil du bist ein Familientyp, du liebst diese Musik, dieses Urtümliche.
Was habt ihr denn davon, wenn ich da nicht mehr hinfahre? Was habt ihr denn davon?
Ach, du willst da schon wieder hinfahren.
Ich kann gar nicht widerstehen.
Du findest das viel zu schön.
Das kannst du gar nicht widerstehen.
Du findest das viel zu schön.
Wir sind da schon gefangen.
Wir müssen einfach das, ich glaube, in dem Bereich, da muss man auch ein bisschen Risiko machen. Das ist in Ordnung. Ich habe gerade so gedacht, als du das alles so erzählt hast, habe ich gedacht, dass ich eigentlich, warum macht man nicht so bestimmte Sachen, du hast ja jetzt zum Beispiel das Eincreme, hast du ja gar nicht so sinnlich beschrieben und trotzdem habe ich so.
Nicht sinnlich.
Und trotzdem habe ich so gedacht, dass wir mittlerweile in unserem Alter, also wir sind, oder wie sagt man so, man geht zum Arzt, wenn man das Gefühl hat, man ist krank genug. Man geht zur Schönheitsbehandlung, wenn man das Gefühl hat, man ist hässlich genug. Und ich glaube, wir sind jetzt, und vielleicht könnten wir da mal so ein neues Hobby, wir sind jetzt offiziell hässlich genug für Schönheitsbehandlung. Also wir könnten uns das jetzt, wenn man so sagt, ich gönne mir mal was, da hat man früher was anderes gemacht. Mittlerweile sind wir in so einem Bereich, wo das in Ordnung wäre. Und vielleicht sind wir, du bist ja auch so praktisch schon, du öffnest dich ja für diese Welt, dass du dann mittlerweile.
Welche Welt?
Für die Eincreme-Welt. Also du kriegst jetzt mittlerweile auch auf so einem großen Seifenspender, kriegst du da die Bodylotion, natürlich noch so aus dem Familienpack da irgendwo, aus der Metro. Aber du bist jetzt vielleicht auch bereit dann für feinere Sachen. Und vielleicht sind wir langsam in unserer Dr. Emi-Era, habe ich mir überlegt. Vielleicht müssen wir uns jetzt teure Cremen kaufen. Und vielleicht ist es so, dass wir jetzt anfangen, zum Beispiel jetzt nicht mehr so die Creme, so wie man so als Kind so Penatencreme so ins Gesicht geschmiert bekommen hat, damit man so glänzt. Sondern mittlerweile machen wir so teure Creme auf die Fingerspitze und klopfen die.
Mit der Pipette, ja.
Nee, wir klopfen die so unters Auge. So sehe ich das immer. Man klopft das so rein. Vielleicht sind wir in dem Bereich.
Ist man im Pipettenalter. Weil dann ist es keine Creme mehr.
Dann sind es Tinkturen und ein Serum. Vielleicht sind wir in unserem Serum. Die Frage ist, ob wir, also ich glaube, mit 40 ist das Jahrzehnt, wo man sich nochmal dagegen stemmt.
Nee.
Und ich glaube, das hält genau bis 50 und dann gibt es keine Erfahrung.
Mit 50 siehst du doch schon aus wie ein altes Pop-Magnet.
Nein, ich sage ja nur, die zehn Jahre, ich glaube, da stemmt man, versucht man nochmal alles von 40 bis 50, um sich dagegen zu stemmen. Und mit 50, denke ich, das antizipiere ich, da werde ich sagen, hat nicht geklappt. Und jetzt lasse ich es geschehen.
Ich werde es jetzt anders machen. Man kann an mir, wie bei Jenke, der macht das wirklich.
Was bietest du an hier?
Ich werde jetzt, ab jetzt, also das ist vorher.
Okay, machen wir jetzt kurz mal ein Bild.
Das ist mein Ausgangsgesicht.
Guckst du bitte in die Kamera?
Und ich werde jetzt die nächsten, ich werde jetzt die nächsten Jahre.
Alles investieren.
Werde ich mich jetzt schön cremen. Also ich sehe von Operationen zunächst ab.
Zunächst, aber das ist kein Versprechen.
Ja.
Nee, schauen wir mal.
Never say never.
Wahrscheinlich, aber kommt man mit der Creme schnell gegen die unsichtbare Glaskuppel.
Ich gehe jetzt zu einer Behandlung und mache, was es da gibt.
Das sind so.
Also so Glow Facial oder weiß ich irgendwas. Irgendwelche mit so Saugnäpfen.
Können wir das filmen?
Nee, das will ich privat machen.
Dann musst du nicht bezahlen.
Ist mir egal. Ich bezahle das. Ich will nicht, dass ihr das filmt. Und dann kann man ja mal gucken über die nächsten Jahre, ob ihr feststellt, dass ich aufgeblüht bin.
Ja, machst du diese Woche schon was? Dass wir nächste Woche, können wir im Podcast ja über die Clips sehen, ob sich schon was getan hat.
Ja, ich würde jetzt zu Hause nochmal in den Schrank gucken, ob ich noch alte Creme habe, die ich erstmal noch auftragen kann.
Ja, okay.
Aber so grundsätzlich, und wenn ihr wollt, wenn ich da so hineingehe.
Irgendwie da steckt, also da ist mehr Jenke drin, als das gerade, du willst dich da glatt ziehen lassen und irgendwie alle Falten rausziehen.
Nee, aber.
Nee, Gottes Willen.
Aber erstens.
Nicht, dass du nächste Woche wirklich kommst und siehst aus wie.
Doch, finde ich.
Meinst du, wenn ich alles so wegmache?
Ja, ja, dann sagst du, ja, ich habe gecremt.
Ich habe gecremt. Ach so, weil, ach so. Du meinst, dass ich das jetzt so vorbereite und dann gehe ich nächste Woche zum Mang und lasse mir einen Falt aus dem Sack ziehen und sage dann, ja, das war Top-Creme.
Wir sollen jetzt alle denken, ja, du, der cremt ja auch seit Oktober, seit Oktober letzten Jahres cremt er.
Ich fand das gerade so schön, was du gesagt hast, wo ich so denke, wenn man so sagt, man geht so in so ein Wellness-Ding und dann gönnt man sich mal was und so. Also früher habe ich immer gedacht, warum was reparieren, was gar nicht kaputt ist. Aber mittlerweile, also knarzt es schon mal, wenn der Motor anspringt. Irgendwie bin ich nicht sicher, ob es wirklich Cremes gibt, wo man dann wirklich was unterschiebt.
Ja, das weiß ich nicht. Ich werde das jetzt ausprobieren. Vielleicht kann ich auch mal eine Hyaluron-Unterspritzung machen.
Das ist aber schon dann die zweite Frage.
Dann sehe ich aus wie so eine Katzenlady.
Ja, geil eigentlich.
Ja, warum nicht?
Ich muss dich ja viel sehen, ich finde es gut.
Ja, dir wird das nicht auffallen, weil ich bin so wie dein Haustier. Du siehst mich jeden Tag.
Doch, aber wenn du jetzt richtig was machen lässt.
Nee, mache ich ja nicht.
So im großen Stil.
Ach so, ja. Meinst du, das merkt man dann? Also, wir können, ich würde gerne mit euch mal als Baywatch-Aktion, würde ich gerne mal in eine Beauty-Behandlung gehen.
Das würde ich sofort machen.
Das wäre doch witzig. Wollen wir das nicht mal machen? Uns mal was gönnen, Schmitti. Auch mal hier.
Ich habe mir doch gerade gegönnt.
Ja, nicht nur da in Österreich. Auch mal hier, in meinem Alltag.
Du hast ja eher von innen so Entspannung für die Seele.
Ja. Nein, so, ich halt, behandle, also, wie nennt man das denn? Treatments oder was?
Was hast denn du für einen Zettel die ganze Zeit?
Ist eine Checkerfrage.
Schreibst du mit? Schreibst du wieder Überstunden auf?
Schreib genau.
Nee, ist eine Checkerfrage.
Per Brieftaube oder wie kam das jetzt?
Per Brieftaube, ich habe sie von unserem lieben Kollegen Konstantin extra ausdrucken lassen, damit sie uns nicht entgeht. Manchmal kommen noch Checkerfragen tatsächlich per E-Mail, nicht nur per Instagram an unsere Accounts geschickt, sondern per E-Mail.
Sind wir jetzt sogar zu faul, den Bumper zu drücken?
Nein, natürlich, jetzt ist ja noch die Einleitung.
Baywatch Berlin, Checkerfrei mit Checker für dich.
Es ist eine Checkerfrage, für die diese Rubrik erfunden wurde, mal aus der Taufe gehoben. Weil es ist wirklich ein klassisches Problem und ich finde, so klassisch hatten wir eine Schwierigkeit lang nicht mehr. Sie braucht ein bisschen der Erklärung, deswegen lese ich hier den Brief vor. Mein Schwiegerpapa hat nächste Woche Geburtstag. Da es ein runder Geburtstag ist und es nur wenig Dinge gibt, die er mehr liebt als Feuer zu machen, bekommt er von meiner Freundin und mir den Bentley unter den Feuertonnen kostenpunkt etwa 500 Euro. Soweit, so gut. Im Laufe der Woche hat nun aber der Cousin meiner Freundin bei meiner Schwiegermama nachgefragt, was er denn mit seiner Familie schenken könnte.
Daraufhin hat sie von unserem Geschenk erzählt und vorgeschlagen, dass sie sich daran beteiligen könnte, als Cousine wahrscheinlich. Da das meiner Freundin natürlich nicht so recht war, schließlich sollte es ja ihr Geschenk für ihren Vater sein, hat sie ihrem Cousin, also doch ein Cousin, dann stattdessen von dem vielen Zubehör erzählt, das es für die Feuertonne gibt und dass sich da sicher etwas Tolles finden ließe. Nichtsdestotrotz hat sie am nächsten Tag einen Zahlungseingang über 60 Euro auf ihrem PayPal-Konto als Beteiligung an unserem Geschenk. Ich habe von all dem erst mitbekommen, als das Kind schon sprichwörtlich im Brunnen gefallen war.
Nun möchte sie aber von mir wissen, wie sie damit umgehen soll und ehrlich gesagt, ich weiß es einfach nicht. Sollen wir jetzt die Tonne gemeinsam schenken und damit den Eindruck erwecken, dass wir alle ungefähr den gleichen Anteil daran haben? Darf man irgendwie darauf hinweisen, dass der Großteil des Geschenks von uns kommt? Sollte sie die 60 Euro einfach zurückschicken oder an meine Schwiegermama weiterleiten als Beteiligung an ihrem Geschenk? Behalten wir die Tonne selber und suchen ein anderes kleines Gemeinschaftsgeschenk? Oder gibt es eine Lösung, an die ich noch nicht gedacht habe?
Die machen denselben Trick wie die katholische Kirche. Fünf Prozent Trägerschaft in irgendeinem Kindergarten, aber Arbeitsrecht ausgehebelt.
Ja, da stehe ich jetzt auf dem Schlauch, was du damit sagen willst.
Ja, also wirklich minimal was investiert, aber maximal Zugriff.
Ja, aber darum geht es ja jetzt. Also was macht man damit?
Ich muss ehrlich sagen, ich finde das zu leicht.
Was?
Ja.
Das ist so leicht.
Es ist so leicht. Also es ist natürlich ein bisschen typabhängig und bei manchen Sachen habe ich keine Hemmungen, bei anderen Sachen sehr. Und das ist nicht immer nachvollziehbar.
Naja, und bitte bedenke hier noch das Konstrukt Familie dazu.
Ja, ja. Das ist, also das ist so klar, wie ich da handhaben würde.
Okay, dann sag doch mal.
Sprachnachricht schicken wahrscheinlich, weil ich will mich gar nicht auf Diskussionen einlassen, sondern Ergebnisse produzieren. Und würde Sprachnachricht sozusagen sagen, ey, ja, krass, ich habe gesehen, du hast überwiesen fürs Geschenk. Ich habe ja schon gesagt, dass es uns wichtig ist, dass der Feuertopf von uns kommt. Aber es gibt, ich habe ja auch gesagt, herrliches Zubehör. Ich würde so eine Zange kaufen von dem Geld oder wir geben ihm 60 Euro dazu, dass er sich selber ein Zubehör aussuchen kann. Ende. Problem gelöst.
Ah, echt? Da würde ich schon mehr, selbst in der Lösung würde ich mehr ums Eck denken. Ich würde dann auch noch sagen, pass auf, da ist dir wohl Missgeschick passiert, weil du hast gar nicht gefragt, was das Geschenk überhaupt gekostet hat. Das Geschenk kostet 500 Euro und durch drei sind das exakt, kann ich jetzt nicht ausrechnen, weil ich...
Warum soll man sich auf den Scheiß einlassen?
Ja, dann wäre der aber abgeschreckt durch die hohe Summe und würde dann selber sagen, ach so, nee, ja dann schenke ich lieber noch die Zange dazu.
Da ist aber noch viel vielleicht mit dabei.
Ja, stimmt.
Es ist zu leicht, wirklich.
Es ist sehr gut. Also ja, der hat einfach die Nuss geknackt, muss man sagen.
Also du würdest ja einfach ganz direkt sagen.
Ja, du würdest dir die einzige Extraarbeit, die du hast.
Ich muss auf Bestellen drücken, wenn ich eine Feuerzange habe.
Du musst bei so einer Zange oder bei irgend so einem Rost oder so einem Schrott, den man dann noch zugekauft, das müsstest du halt kaufen für 60 Euro, ja.
Aber ist eigentlich auch, da würde ich aber, da wäre ich aber sauer drüber. Warum kauft der Blödmann nicht selber die scheiß Zange? Warum hat der damit geistig sein ganzen, die ganze Arbeit noch zu, wir haben doch schon unsere Feuertonne, warum sollen wir denn jetzt noch für den Penner da auch noch irgendwas kaufen für seine 60 Euro? Und alles, was der gemacht hat, hat zwei Sekunden gedauert.
Ja, das ist doch herrlich. Es gibt doch nichts Schöneres, wenn man sich dann auch über Familienmitglieder so ein bisschen harmlos aufregen kann. Man hat so ein bisschen Gesprächsthema. Also du, der hätte ja auch mal. Aber das, und die Arbeit ist minimal. Gehst da online, bestellst du diese Zange, kannst du gar noch sagen, die kommt noch vom Hermann. Der hat auch was dazu, der wollte auch.
Das wäre eigentlich geil, weißt du, man bestellt die Zange, dann übergibt man von den zwei Hauptleuten da diese Tonne, holt sich da erstmal das ganze Ding ab. Sagt auch, hohoho, die Tonne und bla bla, Bentley hier. Und zeigt noch irgendwas Spezielles, was man auf der Packung gelesen hat an dem Ding, um so zu tun, als ob man sich da reingelesen hat. So, dann ist das erledigt und dann ist erstmal so eine komische Stille. Der Typ denkt, der Cousin denkt, ich bin auch dabei. Dann sagt man, ja, ach so, hier von ihmchen da vorne, da hinten ist ja noch hier das Hängchen hier.
Viel Spaß, tschüss. Und weißt du, dann hat man das so richtig dem reingedrückt, weil er hat das, das ist genau die Aufmerksamkeit bekommen, die er da reingegeben hat. Nämlich nur so dieses ja hier noch das Hängchen hier, ihmchen. Und weiter geht's, was gibt's denn gleich zu essen? Also der kriegt genau die zwei Sekunden Aufmerksamkeit, die er selber investiert hat.
Das Herrliche ist auch dadurch, dass er ungefragt überwiesen hat, die 60 Euro. Hat er auch kein Anrecht mehr auf irgendwelche Transparenz. Deswegen.
Auch nicht Name auf der Karte, auch wichtig.
Auch das kann man so, nee, das nicht.
Nein, auf der Karte nicht, nein.
Auf der Karte nicht.
Wenn er sich zum Hauptgeschenk dazu in der Sprachnachricht heißt es einfach, du, ich habe die 60 Euro, da habe ich dir das Zubehör geholt, das ist so eine Zange und so ein Holzscheit da. Das habe ich für dich. Wir packen es jetzt nicht ein, aber wir legen es dazu.
Nicht einpacken ist auch ein guter Move. Man packt es nicht ein. Einfach wirklich so aus der Baumarkt-Tüte rausgeholt.
Aber es muss wirklich noch mit diesem moderativen Anteil noch sein.
Das Preisschild noch dran, falls man es umtauschen will, kann man noch sagen.
Genau. Grillanzünder, irgendwas.
Ja, was so eigentlich gratis mit dran geklebt war, vielleicht eher als so, als Angebot. Ja, das ist schön, das ist befriedigend. Ja, ist die Frage, ob der Fragensteller hier damit zufrieden ist, ob der so ein offener Typ ist, der Olli. Weiß ich nicht. Da braucht man schon, da muss man schon straight sein.
Dafür wurden Sprachnachrichten erfunden.
Aber man muss schon sagen, aber du bist, ja, ich akzeptiere das als guten Rat von uns. Aber die meiste Lösung unserer Checkerfragen sind einfach, ist so der straighte Weg. Und wir sind ja eigentlich selber die Eierköppe, die das nicht machen.
Aber in dem Fall, also glaube ich, sitzt noch eine Bestrafung mit drin.
Ja, das ist befriedigend.
Genau, das ist einfach auch deswegen so einfach, weil wir mittlerweile auch gut sind darin, irgendwie so Rache zu nehmen und das Problem gleichzeitig zu lösen. Das ist eigentlich gut. Ich habe auch noch von einem Lars eine Mail bekommen, die sich auf ein bisschen was anderes bezieht, was wir hier besprochen haben. Da sagt er, ihr hattet ja letztens den "Ich frage ja nur"-Lifehack, um Menschen schnell effektiv aggressiv zu machen. Ich frage ja nur.
Wie geht das nochmal kurz? Man würde sagen, sind das weiße Socken?
Ja, es sind weiße Socken.
Ja, ich frage ja nur.
Genau.
So funktioniert das.
Und ich habe da noch einen Kandidaten, der in den letzten Jahren still und heimlich in Mode gekommen ist. Ein völlig grundloses "Alles gut".
Ah, das ist zum Schlauchen.
Auf alle belanglosen Ausgaben. Und da hat er vollkommen recht. Der hat also ein Beispiel. Er sagt, Person A sagt, ich fahre gleich los, ich muss noch Brot kaufen. Sagt Person B, alles gut. Ja, alles gut. Person A, mir gefällt mein neuer Arbeitsplatz eigentlich ganz gut. Ja, ja, alles gut.
Aber das gibt es auch so in diesem Zusammenhang von, ist es jetzt in Ordnung? Ja, ja, alles gut, alles gut.
Er sagt auch noch, und zwar in diesem Ton, als hätte ich mich gerade für irgendwas entschuldigt. Und die Person verzeiht mir gnädig. Weil das ist das Ding, dass man einfach, dass man demjenigen das Gefühl gibt, dass man ihm so Absolution erteilt. Nein, alles gut. Alles gut.
Überhaupt ist dieses, aber ich finde, da steckt noch mehr drin. Der eine macht sich zum Mächtigen darüber, der entscheidet, dass in der Welt alles gut ist und er hat das festgestellt.
Ja, alles gut.
Das finde ich aber auch so frech. Das ärgert mich auch daran.
Ja, genau.
Wer darf denn überhaupt heutzutage sagen, dass alles gut ist bei mir hier um uns herum?
Nee, auch was du gemacht hast. Dass dein freches Verhalten, was dir vermutlich wieder nicht mal wieder nicht aufgefallen ist, weil, aber ich sagte, ich kenne dich so gut, es ist bei mir darfst du das sagen. Alles gut. Alles gut.
Du bist so, aber es ist in Ordnung.
Wirklich, Schmidt, die ist so falsch, aber es ist in Ordnung.
Mach dir keine Sorgen, du musst hier nicht mehr stundenlang darüber, dass du wieder was Falsches gesagt haben könntest. Es ist alles gut.
Ich habe auch noch einen Satz, den höre ich auch öfter in Brainstormings, in Meetings hier, das ist immer, beruhigen Sie sich.
Ja, beruhigen Sie sich.
Ja, du brauchst dich ja nicht so aufregen.
Beruhigen Sie sich.
Ja, ganz ruhig jetzt erstmal.
Oh, das ist aber der größte Grillanzünder für Streit.
Na klar.
Muss man mal testen im privaten Umfeld. Wenn da jemand gerade so sich reinärgert, dann zu sagen, jetzt mal ganz ruhig.
Ja, jetzt lassen Sie uns nochmal einmal in Ruhe besprechen.
Hat wenig Streits bisher geschlichtet, dieser Trick.
Alles gut, alles gut. Frag ja nur. Beruhigen Sie sich.
Ja, aber da würde ich...
Das sagst du aber oft.
Ja, das klingt doch jetzt sehr natürlich.
Das klingt sehr natürlich. Gerade als du das gesagt hast, habe ich gedacht, Moment mal.
Das kommt mir bekannt vor.
Beruhigen Sie sich, noch ist nichts passiert, sagst du dann. Noch ist nichts passiert.
Aber es wird einem immer um die Ohren gehauen, also von mir auch, gebe ich zu. Wenn die Leute einen für dumm halten, dass man nicht schon in die Schwierigkeiten mitgedacht hat und sich schon aufregen wollen, warum die Entscheidung so getroffen wurde oder warum das jetzt, beruhigen Sie sich, wir haben eine Lösung.
Ja, genau. Genau in diesem Zusammenhang benutze ich das. Das habe ich schon eine Million Mal gehört, weil man selber, weil du auch schon nur darauf lauerst, dass ich mich für schlauer halte als du. Du lauerst schon. Du sagst irgendwas, wo du genau weißt, das ist jetzt so eine Provokation oder da fallen mir meine, die drei sozusagen, die drei naheliegendsten Einwürfe ploppen bei mir hoch, die bei jedem Menschen hochploppen würden. Und du hasst es, dass ich dir unterstelle, dass dir diese drei naheliegenden Sachen nicht auch schon selber eingefallen wären.
Und das ist der Moment.
Aber da bin ich kreuzfeldgeschädigt. Das kommt gar nicht von dir.
Ja, aber ich habe auch schon lange damit zu tun. Aber ich halte auch schon oft mein Maul.
Beruhigen Sie sich.
Wir haben uns Gedanken gemacht. Es gibt hier denkende Leute.
Alles gut, Schmidt. Alles gut. Alles gut. Ich frage ja nur.
Leute, Feierabend.
Ich habe noch einen Tipp, ganz schnell.
Ja.
Geht in Resident Evil.
Ist das gut?
Saugut.
Muss man das selber spielen oder kann man einfach gucken?
Nee, es ist ja, Videospieladaption läuft aktuell im Kino. Ist sehr, hat mit dem Spiel was zu tun, aber jetzt nicht so, da wird jetzt nicht die Story vom Spiel nachgespielt. Sehr eigener Ansatz. Und für alle Fans, Millennials, hört zu. Shawn of the Dead von Edgar Wright ist so ein bisschen die Vorlage. Sehr, sehr witzig. Atemlos. Es gibt keine Sekunde Pause in dem Film. Der geht 90 Minuten kompakt. Beginnt nach drei Minuten, beginnt die Action und hört erst mit dem letzten Bild auf.
Also es ist kaum eine Pause. Richtige geile Achterbahnfahrt. Sauwitzig. Mix aus Sachen wie Shawn of the Dead bis hin zu Brain Dead. Auch mit dem Humor. Es ist wirklich sehr, sehr gut. Und teilweise, also auch sehr gut inszeniert. Gruselmomente funktionieren auch. Es ist wirklich ein super Film.
Klingt gut.
Für mich nicht. Ich weiß genau, dass es so.
Shawn of the Dead hattest du nicht, weil ich das nicht fand.
Das ist nicht mein Ding.
Nee, mache ich gar nicht. Ich drehe mich in 0 Prozent.
Ja, alles gut.
Ja, alles gut.
Ich sag's ja nur.
Ich sag's ja nur.
Ich habe noch eine weirde Personenkombination, möchte ich mich sehr bedanken. Es ist Rauli und Attila, der Hundenkönig. Des Weiteren möchte ich noch auf unsere Erzfeindschaft mit Klaus Kleber hinweisen und verbleibe mit recht freundlichen Grüßen. Danke, Michael, Ende.
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So, dann mal Schmuck ablegen, Handtuch um die Hüfte und mit der Lotion einreiben - ab geht die wilde Fahrt! Machen Sie sich bereit für Baywatch Berlin, den Sauna-Aufguss für die Ohren! Wie lange schaffen Sie es, sich den neuesten Hot Takes von Klaas, Schmitt & Lundt auszusetzen? Halten Sie durch, wenn Ihnen das inhaltslose Geplapper wie heiße Luft ins Gesicht gewedelt wird und pausenlos Schnappsideen auf die heißen Steine Ihrer Geduld gekippt werden? Ja, die Sanduhr rieselt langsam, wenn Schmitt ausführlich von seinen Erlebnissen im Wellnesshotel erzählt, in dem von 15-17 Uhr Saunaaufgüsse anstanden und die restliche Zeit für „Schämen“ draufging. Wie einst Odysseus ist Schmitt auf den Cringeozean hinausgesegelt, hat in der Sauna mehr als nur einen Zyklopen gesehen und Dinge getan, die jegliche Vorstellungskraft sprengen. Mit aschfahlen Visagen lauschen Klaas & Lundt dem viel zu detaillierten Schreckensbericht des saarländischen Hellriders und vergessen dabei komplett, dass die Hörerinnen und Hörer von Baywatch Berlin schon nach der ersten Nackt-Anekdote keuchend in den Seilen hängen. Doch bei all dem Elend, all dem Schrecken, vergisst sogar Klaas mit einem plötzlichen „Ich möchte ein Wort verbieten!“ das Thema zu wechseln und so bleibt uns nichts anderes übrig, als diese Folge schwitzend und mit schamrotem Kopf durchzuhalten und leise zu hoffen, dass man beim anschließenden Sprung ins Eiswasser von einem Herzinfarkt erlöst werde.
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